Ist der Euro (fast) so gut wie Gold?
Replik auf Jesús Huerta de Soto

Mitunter irrt auch Homer. Dieser Satz ist mir eingefallen, als ich einen Beitrag zur Eurokrise von Prof. Jesús Huerta de Soto gelesen habe. Ich habe aus dem Hauptwerk von Huerta de Soto, „Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen“ viel gelernt und habe es auch ausführlich besprochen. Nun hat Professor Huerta de Soto eine Verteidigung des Euro aus Österreichischer Sicht verfasst und als Beitrag auf dem Blog Wirtschaftliche Freiheit veröffentlicht. Der Euro wird dieser Tage oft verteidigt, aber mit dem Hinweis auf die Österreichische Schule der Nationalökonomie doch eher selten oder besser gesagt so gut wie nie. Huerta de Soto rechtfertigt den Euro mit Hinweis auf Mises und Hayek und kritisiert die Gegner des Euro als Keynesianer und Monetaristen. Er geht sogar so weit, den Euro für ein Proxy, also einen „Stellvertreter“  oder Vorläufer des Goldstandards zu halten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die sehr spezifische spanische Situation dieser Tage dabei eine Rolle spielt. Euro und Gold so weitgehend gleichzusetzen und sogar zu erklären, ersterer sei dem klassischen Goldstandard in einem Aspekt überlegen, ist dieser Tage gerade für einen liberalen Ökonomen so ungewöhnlich, dass es sich lohnt, sich intensiv mit seiner Argumentation zu beschäftigen.

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Lange vor der Agenda 2010:
Die SPD und die „freiwillige Arbeitslosigkeit“

Bis zur Mitte der siebziger Jahre hatte die Arbeitslosigkeit in der bundesdeutschen Gesellschaft keine wesentliche Rolle gespielt. Das Hauptproblem schien eher zu sein genug Arbeitskräfte für die boomende Nachkriegswirtschaft zu finden. Der Arbeitsmarkt war so leer gefegt, dass auf ausländische Gastarbeiter zurückgegriffen wurde. Dies änderte sich im Herbst 1974/75. Plötzlich ging die Epoche der Vollbeschäftigung zu Ende und die Arbeitslosigkeit wurde zu einem zentralen Thema der politischen Auseinandersetzung. In der Politik, der Publizistik und der Wissenschaft begann die Suche nach den Ursachen der für die Verhältnisse der Bundesrepublik sehr hohen und wie sich bald herausstellen sollte dauerhaft hohen Arbeitslosigkeit.

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