Stimme aus Amerika (2)
Die US-Notenbank Fed reagiert zu langsam auf die Inflationsdynamik
Chefvolkswirt Dr. Mickey Levy im Interview

Wirtschaftliche Freiheit: In unserem letzten Gespräch Anfang Juli haben Sie gesagt, dass die Fed die Inflationsdynamik noch immer unterschätzt. Sie haben damals prognostiziert, die Fed würde ihre eigenen Inflationserwartungen abermals nach oben korrigieren müssen. Genau dies ist nun geschehen: Auf ihrer Sitzung im September hat die Fed die Inflationsprognose für das vierte Quartal 2021 kräftig nach oben revidiert – von 3,4 % auf 4,2 %. Ist das nun das Ende der Fahnenstange?  

Stimme aus Amerika (2)
Die US-Notenbank Fed reagiert zu langsam auf die Inflationsdynamik
Chefvolkswirt Dr. Mickey Levy im Interview
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Podcast
Geldpolitik
Die neue Strategie der EZB

Die EZB hat ihre geldpolitische Strategie überprüft und dabei nach eigenem Bekunden jeden Stein umgedreht. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am 8. Juli die Ergebnisse der Strategieüberprüfung präsentiert. Die wichtigsten Punkte gingen zuletzt durch die Medien: So hat die EZB ihr Inflationsziel leicht angehoben und strebt nun nicht mehr wie bisher eine Inflationsrate von „unter, aber nahe bei 2 %“ an, sondern glatt 2 %. Das heißt, die EZB-Definition von Preisstabilität ist jetzt mit einer moderat höheren Inflationsrate verbunden. Für Schlagzeilen hat auch gesorgt, dass die EZB die Folgen des Klimawandels künftig berücksichtigen wird – das bedeutet möglicherweise den Einstieg in eine Art „grüne“ Geldpolitik.

Über diese Themen diskutieren Dr. Katrin Assenmacher, EZB (Leiterin der Abteilung für Geldpolitische Strategie) und Dr. Jörn Quitzau, Berenberg.

Podcast
Geldpolitik
Die neue Strategie der EZB
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Gastbeitrag
Nehmen die Inflationsrisiken in Deutschland zu?
Oder machen wir uns wieder einmal umsonst verrückt?

Ein EZB-Ratsmitglied äußerte kürzlich, die EZB sei wegen der jüngsten Inflationsbeschleunigung nicht allzu besorgt, zumal die EZB über Jahre hinweg mit ihren Prognosen die tatsächliche Inflation überschätzt hat. Diese Argumentation lässt bei uns die Alarmglocken schrillen. Entweder sind die Zentralbankprognosen mit systematischen Fehlern behaftet, was Fragen zu ihrer Verlässlichkeit aufwirft, oder die Prognosefehler sind schlicht größer als erwartet und schreiben sich seriell fort. Letzteres passt zu den Erfahrungen aus früheren Inflationsphasen. Dies bedeutet, dass die Inflation künftig sehr wohl über Jahre hinweg über den Erwartungen liegen könnte. In diesem Artikel befassen wir uns mit der Frage, welche Faktoren dafür verantwortlich sein könnten, und nehmen dabei die Eigenheiten der deutschen Wirtschaft besonders unter die Lupe.

Gastbeitrag
Nehmen die Inflationsrisiken in Deutschland zu?
Oder machen wir uns wieder einmal umsonst verrückt?
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Podcast
Die Rückkehr der Inflation

Die Inflationsrate der Eurozone ist zum Jahresbeginn um 1,2 Prozentpunkte nach oben geschossen. An den Finanzmärkten macht sich Inflationsangst breit. Ist das bloß eine Momentaufnahme oder ist es der Beginn anhaltend höherer Preise? Verfügen die Notenbanken über geeignete Instrumente, den Preisauftrieb zu bremsen? Oder sind ihnen die Hände gebunden, weil die hochverschuldeten Staaten keine höheren Zinsen verkraften könnten?

Diese Fragen diskutieren Prof. Dr. Michael Heise, Prof. Dr. Norbert Berthold und Dr. Jörn Quitzau.

Podcast
Die Rückkehr der Inflation“
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Dieses Mal ist wirklich alles anders!?
Keynesianischer Wumms, monetäre Staatsfinanzierung und fiskalische Inflation

„Inflation ist wie Zahnpasta: Ist sie einmal aus der Tube, bekommt man sie nur schwer wieder hinein.“ (Karl Otto Pöhl)

Deutschland, Europa und die Welt stehen unter dem Eindruck von Corona. Noch ist das Virus nicht unter Kontrolle, trotz wirksamer aber noch knapper Impfstoffe. Die Politik hält dagegen, meist mit dem Lockdown-Holzhammer. Das löst ökonomische Ängste aus, kostet viel Geld und lässt die staatliche Verschuldung explodieren. Tatsächlich steigen hierzulande gegenwärtig die wirtschaftlichen Ängste, wie jüngste Befragungen zeigen (IfD Allensbach). Allerdings dominiert trotz der heftigen, aber abklingenden 2. Welle die Angst vor steigender Arbeitslosigkeit (noch) nicht. Weit verbreiteter sind die Ängste vor möglichen Einkommensverlusten und drohender Altersarmut. Genauso stark ist allerdings die Angst vor Inflation. Das erstaunt, zumindest auf den ersten Blick. Die Angst vor Inflation ist kein deutscher Spleen. Sie ist nicht aus der Luft gegriffen. Die Gründe liegen auf der Hand. Das Virus wütet weiter, wenn auch in Wellen. Mit strikten staatlichen Regulierungen (Lockdowns) hält die Politik dagegen. Das hat wirtschaftliche Risiken und Nebenwirkungen. Politik und Notenbanken versuchen sie abzumildern. Die EZB gibt seit langem monetär Vollgas, der Staat verschuldet sich bis zur Halskrause. Die Angst der Menschen ist groß, dass eine hyper-expansive Geldpolitik zusammen mit einer hohen und stark wachsenden Staatsverschuldung inflationär wirken. Kein Wunder, dass inflationäre Ängste wieder Konjunktur haben.

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Keynesianischer Wumms, monetäre Staatsfinanzierung und fiskalische Inflation
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Corona, Lockdowns, Impfstoffe, Verschuldung und Inflation
Eine Geschichte in fünf Bildern

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ (Friedrich Hölderlin)

Noch ist der Spuk nicht vorbei. Das Virus wütet schlimmer als zuvor. Es ist schwer, der Seuche auch nur ansatzweise Herr zu werden. Die Neuinfektionen erreichen immer neue Höchststände. Die Politik hat im Frühjahr mit einem „harten“ und im Herbst mit einem „weichen“ Lockdown versucht, die Pandemie einzudämmen. Wirklich gelungen ist es nicht. Die ökonomischen Risiken und Nebenwirkungen der Lockdown-Politik sind allerdings erheblich. Darunter leiden Haushalte, Unternehmen und Staatsfinanzen. Mit einer kreditfinanzierten „Wumms-Politik“ versucht die Politik, die coronabedingten Lasten in die Zukunft zu verlagern. Das weckt neue Ängste. Immer öfter wird befürchtet, der Punkt sei nahe, ab dem die gigantische Staatsverschuldung nicht mehr tragfähig sei. Aber: Es ist ein Ende der Seuche in Sicht. Das ist die gute Nachricht. Neue, zeitnah verfügbare Impfstoffe sind der „game changer“. Der negative Angebotsschock, den das Virus auslöst, wird über kurz oder lang eliminiert werden. Infizierte Nachfragestörungen werden behoben. Wenn die Politik allerdings fiskalpolitisch das umsetzt, was sie angekündigt hat und die EZB auch weiter monetär Vollgas gibt, ist die Gefahr groß, dass die riesigen expansiven Rettungsschirme, die für das kommende Jahr 2021 aufgespannt werden sollen, inflationär wirken.

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Gastbeitrag
Euroraum: Häuserpreise in den Preisindex?

Nicht nur in der EZB wird darüber diskutiert, ob die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum bei der Messung der Inflation – wie in vielen anderen Ländern – berücksichtigt werden sollten. Allerdings würde dies die Inflationsrate deutlich weniger erhöhen als dies viele vermuten. Dies gilt umso mehr, wenn man diese Kosten durch eine höhere Gewichtung der Mieten berücksichtigen würde, was für die nähere Zukunft wohl die realistischste Variante ist und auch aus methodischer Sicht zu vertreten ist.

Gastbeitrag
Euroraum: Häuserpreise in den Preisindex?“
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Die Qualitätsanpassung in der Verbraucherpreismessung schafft die Illusion niedriger Inflation

Die breite Öffentlichkeit verspürt eine zunehmende Teuerung ihrer Lebensverhältnisse, doch die amtliche Preisstatistik spiegelt das nicht wider. Im Zeitraum von 2004 bis 2019 lag bei der Bevölkerung im Euroraum die Wahrnehmung der Inflationsrate im Durchschnitt circa 5 Prozentpunkte höher als die offiziell gemessene (Abb. 1). Warum klaffen die öffentliche Inflationswahrnehmung und die amtliche Statistik so weit auseinander? Eine mögliche Antwort könnte die Qualitätsbereinigung bei der Verbraucherpreismessung sein.

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Gastbeitrag
Corona-Inflation?
Weiter Vermögens- statt Güterinflation

Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Staaten und Unternehmen verschulden sich in großem Stil, die EZB alimentiert das mit billionenschweren Anleihenkäufen. Viele Anleger befürchten, dass in diesem Umfeld die Inflation anzieht. Ich zeige, was an den Befürchtungen dran sein könnte.

Gastbeitrag
Corona-Inflation?
Weiter Vermögens- statt Güterinflation
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