Gastbeitrag
EZB beeinflusst ihren eigenen Kompass

Was früher für die Bundesbank die Geldmenge M3 war, ist für die Europäische Zentralbank (EZB) heute der sogenannte natürliche Zins. Aber dieser Kompass für den Leitzins hängt nicht nur von volkswirtschaftlichen Fundamentaldaten ab, sondern kann durch die EZB selbst beeinflusst werden. Mit ihrer Fokussierung auf den natürlichen Zins droht sie sich in einen Zustand zu manövrieren, in dem eine lockere Geldpolitik dauerhaft als notwendig erscheint.

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Podcast
Geldpolitik
Die neue Strategie der EZB

Die EZB hat ihre geldpolitische Strategie überprüft und dabei nach eigenem Bekunden jeden Stein umgedreht. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am 8. Juli die Ergebnisse der Strategieüberprüfung präsentiert. Die wichtigsten Punkte gingen zuletzt durch die Medien: So hat die EZB ihr Inflationsziel leicht angehoben und strebt nun nicht mehr wie bisher eine Inflationsrate von „unter, aber nahe bei 2 %“ an, sondern glatt 2 %. Das heißt, die EZB-Definition von Preisstabilität ist jetzt mit einer moderat höheren Inflationsrate verbunden. Für Schlagzeilen hat auch gesorgt, dass die EZB die Folgen des Klimawandels künftig berücksichtigen wird – das bedeutet möglicherweise den Einstieg in eine Art „grüne“ Geldpolitik.

Über diese Themen diskutieren Dr. Katrin Assenmacher, EZB (Leiterin der Abteilung für Geldpolitische Strategie) und Dr. Jörn Quitzau, Berenberg.

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Geldpolitik
Die neue Strategie der EZB
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Gastbeitrag
Reißt die EZB die EuGH-Latte?

Nach unseren Schätzungen ist die EZB in einigen Ländern nicht mehr so weit davon entfernt, Mehrheitsgläubiger zu werden, in Portugal wurde die 50%-Marke wohl sogar schon überschritten. Aus rechtlicher Sicht ist diese Entwicklung nicht ohne Brisanz, da sich selbst das EZB-freundliche Urteil des EuGH so interpretieren lässt, dass dann auch die Grenze zur monetären Staatsfinanzierung durchbrochen wäre.

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Reißt die EZB die EuGH-Latte?“
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Zum Strategiewechsel des Eurosystems
Viel Lärm um (fast) Nichts?

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am 8. Juli 2021 die Eckpfeiler der neuen geldpolitischen Strategie des Eurosystems vorgestellt, auf die sich der EZB-Rat am Abend zuvor einstimmig geeinigt hatte. Dies ist der zweite Strategiewechsel seit Einführung des Euros, nachdem das Eurosystem im Sommer 2003 eher geringfügige Änderungen vorgenommen hatte.

„Zum Strategiewechsel des Eurosystems
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Gastbeitrag
Erhält Fed-Chef Powell eine weitere Amtszeit?

In den nächsten Monaten muss US-Präsident Biden darüber entscheiden, ob er Jerome Powell für eine weitere Amtszeit als Fed-Chef nominiert oder lieber einen Wechsel an der Notenbankspitze anstrebt. Dabei stehen die Chancen für Powell gut, dass er weitere vier Jahre im Amt sein wird. Anders ist dies bei seinen beiden Vizes, Clarida und Quarles, sodass sich die Führungsspitze der Fed nächstes Jahr in jedem Fall deutlich wandeln wird.

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Gastbeitrag
EZB – der natürliche Zins ist ein Irrlicht

Die EZB begründet ihre lockere Geldpolitik weiterhin mit einem sehr niedrigen bzw. sogar negativen realen Gleichgewichtszins. Bereits 2016 hatten wir vor den großen Problemen bei der Schätzung dieses Zinses gewarnt. Unsere Skepsis sehen wir bestätigt, denn in den letzten Jahren wurden empirische Schätzungen kontinuierlich revidiert – und zwar nach oben. Wir befürchten, dass die EZB auch wegen zweifelhafter Annahmen für den Gleichgewichtszins zu zögerlich und zu spät aus der expansiven Geldpolitik aussteigt.

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Podcast
Geldpolitik: Zentralbanken auf neuen Wegen

Die Zentralbanken haben nach der globalen Finanzkrise neue Wege eingeschlagen. Teile ihrer Geldpolitik gelten als unorthodox. Wie lange lässt sich die unorthodoxe und ultra-expansive Geldpolitik noch weiterführen, ohne dass es zu Inflation oder gefährlichen Übertreibungen an den Finanzmärkten kommt? Welchen Weg wird die EZB einschlagen und was ist vom digitalen Euro oder einer „grünen“ Geldpolitik zu halten?

Diese und weitere Fragen diskutieren Dr. Jörg Krämer und Dr. Jörn Quitzau.

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Gastbeitrag
Die EZB will, aber was wird es bringen?

Auf seiner kommenden Sitzung am 10. Dezember wird der EZB-Rat seine Instrumente “neu kalibrieren”. Die EZB wird wohl handeln, aber wir zweifeln an der Effizienz ihrer Maßnahmen. Vermutlich wird die EZB versuchen, die Folgen der Lockdown-Maßnahmen abzumildern (TLTROs). Darüber hinaus dürfte der Umfang des EZB-Maßnahmenpakets um so größer ausfallen, je angespannter die Situation Anfang Dezember sein wird. Aufgrund der jüngsten Nachrichten zur Verfügbarkeit eines Impfstoffs könnte die Stimmung positiver ausfallen als bisher von uns unterstellt.

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Gastbeitrag
Die EZB und die (A)Symmetrie

Bei ihrer Strategieüberprüfung steht die EZB noch am Anfang, aber in jedem Fall soll ihr Inflationsziel symmetrisch und leicht verständlich sein. Kann dann die neue Fed-Strategie noch ein Vorbild sein, die erklärtermaßen asymmetrisch ist, und deren Begründung alles andere als leicht verständlich wirkt? Wir bringen Licht ins Dunkel der Begrifflichkeiten und erläutern, wie die EZB eine Strategie formulieren könnte, die ihr für lange Zeit Spielraum für eine expansive Politik gibt.

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