Archiv der Kategorie 'Makroökonomisches'

Auf dem Weg in eine Welt ohne Renditen

Dienstag, den 19. Juli 2016

“Paper money appears at first sight to be a great saving, or rather that it costs nothing; but it is the dearest money there is.” Thomas Paine (1737 – 1809) Was ist die Erklärung für die extrem niedrigen, immer weiter fallenden Zinsen? Vertreter von Zentralbanken verkünden, die weltweiten Ersparnisse seien zu groß geworden relativ zur […]

Europa, Flüchtlinge und Wohlstand
Ein Plädoyer für offene Arbeitsmärkte

Dienstag, den 5. Juli 2016

“The curious task of economics is to demonstrate to men how little they really know about what they imagine they can design.”  (F.A. v. Hayek) Das ökonomische Herz der EU ist der Binnenmarkt. Europaweit offene Güter- und Faktormärkte sollen es kräftigen und in Takt halten. Die ökonomische Integration ist das Vehikel, die politische Integration voranzutreiben. […]

Griechenland wird das zweite Süditalien Europas

Montag, den 13. Juni 2016

Ohne so viel öffentliche Aufgeregtheiten, wie sie in der Vergangenheit als mediale und politische Begleitmusik bei jedem neuen Hilfspaket an Griechenland zu vernehmen waren, ist das dritte Hilfspaket nach nur sehr kurzer parlamentarischer Diskussion in Gang gesetzt worden. Dabei war die politische Begründungssprache immer wieder die alte, die wir schon lange kennen: Griechenland sei auf […]

Kurz kommentiert
Die enthemmte EZB
Täter oder Opfer?

Donnerstag, den 9. Juni 2016

„Geldpolitik ist daher ähnlich wie Pornografie: einfach nicht das echte Erlebnis.“ (Eugene Fama) Die EZB macht einen lausigen Job. Sie flutet die Märkte mit Geld, von Mal zu Mal mit mehr. Dafür kauft sie den Markt für Staatspapiere leer. Auch vor Unternehmensanleihen macht sie nun nicht mehr Halt. Der Markt verliert, der Plan gewinnt. Allokative […]

Brexit or no Brexit – das ist hier die Frage!

Montag, den 6. Juni 2016

Am 23. Juni 2016 stimmt die britische Bevölkerung darüber ab, ob sie weiterhin in der EU bleiben will. Gegenwärtig liegen die EU-Befürworter zwar bei den Umfragen leicht vorn; da sich aber etwa 10 Prozent der Briten noch nicht entschieden haben, ist der Ausgang des Referendums vollkommen offen. Premierminister David Cameron hat damit auf die öffentliche […]

Kein Potenzial für Wünsche

Mittwoch, den 11. Mai 2016

Die deutsche Volkswirtschaft steht auf den ersten Blick gar nicht so schlecht da, sie wirkt erstaunlich robust. Nach dem Rendezvous mit der Stagnation in den Jahren 2012 und 2013 legte das reale Bruttoinlandsprodukt hierzulande in den vergangenen beiden Jahren um deutlich mehr als 1 ½ Prozent zu. Für dieses Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 1 […]

Ungleichheit heute (31)
An was orientiert sich der Staat bei der Umverteilung?

Freitag, den 25. März 2016

Die Marktungleichheit hat in den vergangenen Jahrzehnten in den meisten OECD-Staaten deutlich zugenommen. Abbildung 1 zeigt diese Entwicklung beispielhaft für Schweden, Deutschland und die USA. Trotz substanzieller Unterschiede in der Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme sowie verschiedener institutioneller Gegebenheiten ist die Ungleichheit der Markteinkommen und ihre Veränderung über die Zeit in allen drei Ländern vergleichbar. Diese […]

3. Würzburger Ordnungstag (4)
Das Wachstum lahmt
Sind die Zinsen zu hoch?

Donnerstag, den 17. März 2016

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ (Albert Einstein) Die Welt ist wirtschaftlich in Sorge. Noch immer sind die Schockwellen der Finanzkrise nicht verebbt. In Europa hat die weiter ungelöste Euro-Krise die Lage verschärft. Der wirtschaftliche Aufschwung nach den beiden Schocks war […]

Was zu tun und was zu lassen ist
Wirtschaftspolitik in Zeiten „säkularer Stagnation“

Mittwoch, den 2. März 2016

Die Mehrzahl der Unternehmen erwartet eine anhaltend schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Sie begründen dies in erster Linie mit angebotsseitigen Anpassungslasten: Fachkräftemangel sowie Arbeits-, Energie- und Regulierungskosten. Dies spricht für eine Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und nicht für eine nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik.

Schäubles finanzpolitische Flitterwochen

Freitag, den 5. Februar 2016

Deutschland ist ein verdammt starkes Land, verkündet der Superminister Gabriel. Mit ungebrochener wirtschaftlicher Dynamik stemmen sich die Deutschen gegen die europäische Wirtschaftskrise. Der Jahreswirtschaftsbericht berichtet für Deutschland 1,7% reales Wachstum für das Jahr 2016. Die Beschäftigung liegt auf einem historischen Hoch. Die Steuereinnahmen sprudeln: 672 Milliarden Euro haben Bund, Länder und Gemeinden 2015 eingenommen. So […]