Archiv der Kategorie 'Makroökonomisches'
Donnerstag, den 18. Oktober 2012
Goldankaufstuben haben Konjunktur, Krisenpropheten ohnehin, und die Immobilienpreise in deutschen Ballungszentren ziehen an. Weltweit haben Notenbanken Notmaßnahmen ergriffen, um einzelne notleidende Finanzinstitute und Staaten zu unterstützen. Doch nicht nur Finanzinstitute, sondern auch ganze Länder sind über gigantische Rettungsschirme mit komplizierten Garantieverflechtungen vor dem Bankrott gerettet worden. Und wenn es in den letzten Jahren ein Thema [...]
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Samstag, den 13. Oktober 2012
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in den zurückliegenden Monaten in großem Umfang Geld geschaffen und mit ihrer Ankündigung, im Krisenfall unbegrenzt Staatsanleihen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren zu kaufen, ein weiteres erhebliches Geldschöpfungspotential in Aussicht gestellt. Ein Teil der beiden „dicken Bertas“ vom Dezember 2011 und März 2012 floss vermutlich wiederum von [...]
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Donnerstag, den 11. Oktober 2012
Die Staatsschuldenkrise in einer Reihe europäischer Länder hat die deutsche Wirtschaft erreicht. Der Gedanke, das Wirtschaftsleben der größten europäischen Volkswirtschaft könne sich gegen die Verwerfungen in den Staats- und Bankenbilanzen immunisieren, war von vornherein abwegig. Während der Konsum nach wie vor die deutsche Wirtschaft antreibt, zeigen sich vor allem bei der Investitionstätigkeit im Inland und [...]
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Dienstag, den 9. Oktober 2012
Die deutsche Wirtschaft ist auf der Überholspur: Der starke Einbruch des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2009 ist überwunden. Seinerzeit führte die Finanzkrise dazu, dass das deutsche BIP um 5,1% schrumpfte. Besonders betroffen war die Industrieproduktion. Sie brach hierzulande um 13,7% ein. Die deutsche Wirtschaft erholte sich jedoch zügig und erreichte schnell wieder das Vorkrisenniveau. [...]
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Donnerstag, den 4. Oktober 2012
„One might have hoped that, with 30 years of data, we would now have an operational theory of unemployment. I do not think that we do.” (Olivier Blanchard) Seit dem starken Anstieg der Arbeitslosenquoten im Europa der 1970er Jahre diskutieren Ökonomen nunmehr intensiv über die Ursachen der Arbeitslosigkeit. Zwar herrscht heute weitgehende Einigkeit darüber, dass [...]
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Donnerstag, den 27. September 2012
Die europäische Schuldenkrise ist das Ergebnis nachhaltiger Leistungsbilanzungleichgewichte, die jüngst mit Hilfe des sogenannten Scoreboards unter die Überwachung der Europäischen Kommission gestellt wurden. Seit Ausbruch der Krise im Jahr 2008 haben sich die Leistungsbilanzungleichgewichte in Europa zwar reduziert, zeigen aber insbesondere in den Krisenländern Spanien, Portugal und Griechenland Persistenz.
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Dienstag, den 4. September 2012
Nach den Beitritten von Montenegro (29. April 2012) und Samoa (10. Mai 2012) wurde am 22. August 2012 Russland 156. Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Damit haben die längsten Beitrittsverhandlungen in der Geschichte von GATT/WTO nach, sage und schreibe, 18 Jahren ihr Ziel erreicht. Mit dem Beitritt Russlands hat das WTO-Abkommen von 1995 als Rechtsnachfolger des [...]
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Dienstag, den 28. August 2012
„Osteuropa reformiert, Südeuropa beklagt sich“ titelte Spiegel Online, als dort neulich ein Interview mit dem bulgarischen Finanzminister Simeon Djankov veröffentlicht wurde. Ähnlich äußert sich auch Bulgariens Präsident Rossen Plevneliev in seinen Gesprächen mit deutschen Medien, wobei die Aussagen stets in einem Punkt kulminieren: solide Staatsfinanzen als Markenzeichen erfolgreicher Transformation. Ist diese These von den MOE-Ländern [...]
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Mittwoch, den 15. August 2012
Seit Ausbruch der Staatsschuldenkrise werden in den Peripherieländern die Rufe lauter, wonach die Europäische Zentralbank als „lender of last resort“ für öffentliche Schuldner agieren und unbegrenzt und bedingungslos Staatsschuldtitel am offenen Markt oder direkt vom Emittenten aufkaufen soll. Begründet werden solche Forderungen zumeist mit der Gefahr einer spekulativen Staatsschuldenkrise und dem Risiko eines finanziellen Meltdowns [...]
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Donnerstag, den 9. August 2012
Mit der Absicht, die Finanzmärkte zu stabilisieren, operiert das Eurosystem (nationale Zentralbanken der Euroraum-Mitgliedsländer und ihre gemeinsame Tochter EZB) seit über vier Jahren im Krisenmodus. Die nationalen Zentralbanken vergeben Zentralbankgeld zu unterschiedlichen Konditionen an Geschäftsbanken, die in nach Ländergrenzen weitgehend segmentierten Finanzmärkten operieren. Damit soll in den Defizitländern den Zusammenbruch systemisch relevanter Geschäftsbanken verhindert werden, [...]
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