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	<title>Kommentare zu: Hartz sellsDie &#214;konomie des Schonverm&#246;gens</title>
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	<description>Ordnungspolitischer Blog</description>
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		<title>Von: John Dean (as good as seen)</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=2511&#038;cpage=1#comment-77623</link>
		<dc:creator>John Dean (as good as seen)</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 20:14:51 +0000</pubDate>
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		<description>Bei aller Achtung f&#252;r Ihre M&#252;he, aber &quot;die Republik&quot;, von der Sie sprechen, diskutiert schon seit vielen Tagen nicht mehr die Sache mit dem angehobenen Schonverm&#246;gen. F&#252;r einen Teil der politischen Beobachter stellt sich die Sache so dar, dass es sich um ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft gehandelt hat, womit es dieser etwas leichter gemacht wurde, Policen zu verkaufen. Ein anderer Teil der politischen Beobachter rekurriert darauf, dass die Erh&#246;hung des Schonverm&#246;gens nur f&#252;r ca. 0,1 Prozent der HartzIV-Bezieher &#252;berhaupt eine Rolle spielt.

Aber gut, das w&#228;ren dann immer noch (nimmt man 7 Millionen Betroffene grob gerechnet zur Grundlage) 7.000 Personen (inkl. der beteiligten Familien bzw. Lebensgemeinschaften).

Nur: Lohnt es sich wirklich, &#252;ber derartig geringf&#252;gige Fragen, pardon, sich eingehende Gedanken zu machen? Interessanter w&#228;re es doch danach zu fragen, mit welchen Strategien Kostensenkungen bei HartzIV und anderen Regelsatz-abh&#228;ngigen Bereichen erzielt werden k&#246;nnen - und welche davon &#246;konomisch effizient sind.

Ich pers&#246;nlich w&#252;rde eine moderate (20 Stunden pro Woche) Arbeitspflicht oder wahlweise frei w&#228;hlbare Ehrenamtspflicht in gleichen Umfang f&#252;r (weitgehend) alle HartzIV-Bezieher unterhalb von 40 Jahren f&#252;r einen denkbaren Weg halten - und diese T&#228;tigkeiten dann mit kostenlosen Bezug &#246;ffentlicher Verkehrsleistungen sowie einem kleinen Taschengeld verkn&#252;pfen.

Allerdings gebe ich dabei gerne zu, dass ich die Konsequenzen dieses Vorschlags bislang nur oberfl&#228;chlich bedacht habe. Trotzdem halte ich von einer solchen Ma&#223;nahme, die man gerne mit einer einmaligen 5-%-igen Erh&#246;hung der Regels&#228;tze begleiten k&#246;nnte, deutlich mehr als von einer umfangreichen Diskussion &#252;ber (m. E. systemwidrige) Erh&#246;hungen von Schonverm&#246;gen.

Tja - und ob es eventuelle einen R&#252;ckgriff auf die &quot;Schonverm&#246;gen&quot; von Bankern aus den Bereichen Investmentbanking und Verbriefungsgesch&#228;ft geben sollte, welche in den letzten Jahren zu erheblichen volkswirtschaftlichen Sch&#228;den und Steuernotwendigkeiten beigetragen haben, das w&#228;re trotz seines utopischen Inhaltes vielleicht auch eine lohnende Diskussion. Durchaus interessant: Nach welchen Grunds&#228;tzen sollte man hier verfahren, wie k&#246;nnte das gestaltet werden?

Da k&#228;me man jedenfalls auf respektable Summen.

Gut, das ist jetzt ein argumentativer Schlenker, der je nach Weltsicht f&#252;r v&#246;llig belanglos gehalten kann - jedenfalls f&#252;r genauso belanglos wie es die Argumentation zur Erh&#246;hung der Schonverm&#246;gen war, wenn da behauptet wurde, &quot;&lt;i&gt;der Staat k&#246;nne nachhaltiger wirtschaften, wenn er den ALG-II-Empf&#228;ngern ein Schonverm&#246;gen zugesteht&lt;/i&gt;.

Nat&#252;rlich ist das Quatsch, Herr Opolte. Sie schie&#223;en allerdings an einer entscheidenden Stelle vorbei, und zwar dann, wenn Sie behaupten, dass das &quot;Leistungsprinzip&quot; der Nukleus jeder (ordoliberalen) Ordnungspolitik sei.

Sie irren sich, pardon.

&lt;b&gt;Einzig das Prinzip &lt;i&gt;Leistungswettbewerb&lt;/i&gt; ist der Nukleus guter Ordnungspolitik.&lt;/b&gt;

Man kann durchaus eine Reihe von gut begr&#252;ndeten Behauptungen aufstellen, dass die Grundversorgung qua HartzIV an einigen Stellen dem Leistungswettbewerb auf den Arbeitsm&#228;rkten entgegen steht - und man k&#246;nnte sogar pr&#252;fen, wo bzw. an welchen Stellen genau und in welch starken Ma&#223; das geschieht.

Interessant w&#228;re z.B. zu fragen, ob Familienv&#228;ter (deren HartzIV-Satz oft deutlich h&#246;her ist als erreichbare konkurrierende Erwerbseinkommen auf dem Arbeitsmarkt) einer h&#246;heren Tendenz zur Ablehnung von Jobangeboten unterliegen und in h&#246;heren Prozents&#228;tzen langzeitarbeitslos sind bzw. Ma&#223;nahmenkarrieren durchlaufen.

Der Verbl&#252;ffende (das behaupte ich): Es ist nicht der Fall.

So. Und nun k&#246;nnte man pr&#252;fen und &#252;berlegen, erstens, was genau der Fall ist, und zweitens, welche Ursachen die Abweichung zum theoretischen Modell hat.

Empirie! Und die Durchdringung von Ursachenzusammenh&#228;ngen. Ich meine es g&#228;be hier noch viel zu tun - und wohlfeile politische Statements &#252;ber das &quot;Leistungsprinzip&quot;, mit denen implizit der eigene Stand ein St&#252;ck weit erhoben wird (wie misst man eigentlich Leistung und Lebensleistung?), n&#252;tzen - meines Erachtens - sehr wenig, wenn es darum geht, Probleme zu mindern, und sie versperren unter Umst&#228;nden, jedenfalls graduell, auch den Blick darauf, dass die soziale Grundsicherung auch aus Gr&#252;nden der &lt;b&gt;Humanit&#228;t&lt;/b&gt; sinnvoll ist - und alles Herumt&#228;nzeln um Reduzierungsm&#246;glichkeiten diesen wesentlichen Kern auch einer wirtschaftspolitischen Betrachtung au&#223;er Acht zu lassen droht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei aller Achtung f&#252;r Ihre M&#252;he, aber &#8220;die Republik&#8221;, von der Sie sprechen, diskutiert schon seit vielen Tagen nicht mehr die Sache mit dem angehobenen Schonverm&#246;gen. F&#252;r einen Teil der politischen Beobachter stellt sich die Sache so dar, dass es sich um ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft gehandelt hat, womit es dieser etwas leichter gemacht wurde, Policen zu verkaufen. Ein anderer Teil der politischen Beobachter rekurriert darauf, dass die Erh&#246;hung des Schonverm&#246;gens nur f&#252;r ca. 0,1 Prozent der HartzIV-Bezieher &#252;berhaupt eine Rolle spielt.</p>
<p>Aber gut, das w&#228;ren dann immer noch (nimmt man 7 Millionen Betroffene grob gerechnet zur Grundlage) 7.000 Personen (inkl. der beteiligten Familien bzw. Lebensgemeinschaften).</p>
<p>Nur: Lohnt es sich wirklich, &#252;ber derartig geringf&#252;gige Fragen, pardon, sich eingehende Gedanken zu machen? Interessanter w&#228;re es doch danach zu fragen, mit welchen Strategien Kostensenkungen bei HartzIV und anderen Regelsatz-abh&#228;ngigen Bereichen erzielt werden k&#246;nnen &#8211; und welche davon &#246;konomisch effizient sind.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich w&#252;rde eine moderate (20 Stunden pro Woche) Arbeitspflicht oder wahlweise frei w&#228;hlbare Ehrenamtspflicht in gleichen Umfang f&#252;r (weitgehend) alle HartzIV-Bezieher unterhalb von 40 Jahren f&#252;r einen denkbaren Weg halten &#8211; und diese T&#228;tigkeiten dann mit kostenlosen Bezug &#246;ffentlicher Verkehrsleistungen sowie einem kleinen Taschengeld verkn&#252;pfen.</p>
<p>Allerdings gebe ich dabei gerne zu, dass ich die Konsequenzen dieses Vorschlags bislang nur oberfl&#228;chlich bedacht habe. Trotzdem halte ich von einer solchen Ma&#223;nahme, die man gerne mit einer einmaligen 5-%-igen Erh&#246;hung der Regels&#228;tze begleiten k&#246;nnte, deutlich mehr als von einer umfangreichen Diskussion &#252;ber (m. E. systemwidrige) Erh&#246;hungen von Schonverm&#246;gen.</p>
<p>Tja &#8211; und ob es eventuelle einen R&#252;ckgriff auf die &#8220;Schonverm&#246;gen&#8221; von Bankern aus den Bereichen Investmentbanking und Verbriefungsgesch&#228;ft geben sollte, welche in den letzten Jahren zu erheblichen volkswirtschaftlichen Sch&#228;den und Steuernotwendigkeiten beigetragen haben, das w&#228;re trotz seines utopischen Inhaltes vielleicht auch eine lohnende Diskussion. Durchaus interessant: Nach welchen Grunds&#228;tzen sollte man hier verfahren, wie k&#246;nnte das gestaltet werden?</p>
<p>Da k&#228;me man jedenfalls auf respektable Summen.</p>
<p>Gut, das ist jetzt ein argumentativer Schlenker, der je nach Weltsicht f&#252;r v&#246;llig belanglos gehalten kann &#8211; jedenfalls f&#252;r genauso belanglos wie es die Argumentation zur Erh&#246;hung der Schonverm&#246;gen war, wenn da behauptet wurde, &#8220;<i>der Staat k&#246;nne nachhaltiger wirtschaften, wenn er den ALG-II-Empf&#228;ngern ein Schonverm&#246;gen zugesteht</i>.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist das Quatsch, Herr Opolte. Sie schie&#223;en allerdings an einer entscheidenden Stelle vorbei, und zwar dann, wenn Sie behaupten, dass das &#8220;Leistungsprinzip&#8221; der Nukleus jeder (ordoliberalen) Ordnungspolitik sei.</p>
<p>Sie irren sich, pardon.</p>
<p><b>Einzig das Prinzip <i>Leistungswettbewerb</i> ist der Nukleus guter Ordnungspolitik.</b></p>
<p>Man kann durchaus eine Reihe von gut begr&#252;ndeten Behauptungen aufstellen, dass die Grundversorgung qua HartzIV an einigen Stellen dem Leistungswettbewerb auf den Arbeitsm&#228;rkten entgegen steht &#8211; und man k&#246;nnte sogar pr&#252;fen, wo bzw. an welchen Stellen genau und in welch starken Ma&#223; das geschieht.</p>
<p>Interessant w&#228;re z.B. zu fragen, ob Familienv&#228;ter (deren HartzIV-Satz oft deutlich h&#246;her ist als erreichbare konkurrierende Erwerbseinkommen auf dem Arbeitsmarkt) einer h&#246;heren Tendenz zur Ablehnung von Jobangeboten unterliegen und in h&#246;heren Prozents&#228;tzen langzeitarbeitslos sind bzw. Ma&#223;nahmenkarrieren durchlaufen.</p>
<p>Der Verbl&#252;ffende (das behaupte ich): Es ist nicht der Fall.</p>
<p>So. Und nun k&#246;nnte man pr&#252;fen und &#252;berlegen, erstens, was genau der Fall ist, und zweitens, welche Ursachen die Abweichung zum theoretischen Modell hat.</p>
<p>Empirie! Und die Durchdringung von Ursachenzusammenh&#228;ngen. Ich meine es g&#228;be hier noch viel zu tun &#8211; und wohlfeile politische Statements &#252;ber das &#8220;Leistungsprinzip&#8221;, mit denen implizit der eigene Stand ein St&#252;ck weit erhoben wird (wie misst man eigentlich Leistung und Lebensleistung?), n&#252;tzen &#8211; meines Erachtens &#8211; sehr wenig, wenn es darum geht, Probleme zu mindern, und sie versperren unter Umst&#228;nden, jedenfalls graduell, auch den Blick darauf, dass die soziale Grundsicherung auch aus Gr&#252;nden der <b>Humanit&#228;t</b> sinnvoll ist &#8211; und alles Herumt&#228;nzeln um Reduzierungsm&#246;glichkeiten diesen wesentlichen Kern auch einer wirtschaftspolitischen Betrachtung au&#223;er Acht zu lassen droht.</p>
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		<title>Von: Das notwendige „Schonvermögen“ berechnet &#171;</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=2511&#038;cpage=1#comment-77307</link>
		<dc:creator>Das notwendige „Schonvermögen“ berechnet &#171;</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 09:32:08 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Apolte hat auf Wirtschaftliche Freiheit die Annahmen gegen gerechnet und den Betrag ermittelt, der als Schonverm&#246;gen notwendig w&#228;re, um [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Apolte hat auf Wirtschaftliche Freiheit die Annahmen gegen gerechnet und den Betrag ermittelt, der als Schonverm&#246;gen notwendig w&#228;re, um [...]</p>
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