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	<title>Kommentare zu: Realistische Politikberatung</title>
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	<description>Ordnungspolitischer Blog</description>
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		<title>Von: Conrad Anton</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32&#038;cpage=1#comment-1649</link>
		<dc:creator>Conrad Anton</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jun 2007 14:58:28 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Gibt es solche wirtschaftswissenschaftlichen Atombomben oder hat es sie gegeben? Die Marxsche Illusion einer funktionierenden Planwirtschaft? Die Keynessche Theorie des deficit spending? Die irrige Vorstellung von Samuelson und Solow, dass man die Arbeitslosigkeit mit Hilfe der Inflation besiegen k&#246;nne?&quot; - Der Versuch von Vaubel, Politik durch volkswirtschaftliche Freilandexperimente zu ersetzen? - &quot;Wenn sie doch nur geschwiegen h&#228;tten!&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Gibt es solche wirtschaftswissenschaftlichen Atombomben oder hat es sie gegeben? Die Marxsche Illusion einer funktionierenden Planwirtschaft? Die Keynessche Theorie des deficit spending? Die irrige Vorstellung von Samuelson und Solow, dass man die Arbeitslosigkeit mit Hilfe der Inflation besiegen k&#246;nne?&#8221; &#8211; Der Versuch von Vaubel, Politik durch volkswirtschaftliche Freilandexperimente zu ersetzen? &#8211; &#8220;Wenn sie doch nur geschwiegen h&#228;tten!&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: F. Hoffmann</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32&#038;cpage=1#comment-1117</link>
		<dc:creator>F. Hoffmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2007 20:55:20 +0000</pubDate>
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		<description>P.S.
Ihr oben stehender Beitrag ist &#252;brigens prima!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>P.S.<br />
Ihr oben stehender Beitrag ist &#252;brigens prima!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: F. Hoffmann</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32&#038;cpage=1#comment-1116</link>
		<dc:creator>F. Hoffmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2007 20:53:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32#comment-1116</guid>
		<description>Die Herren oberhalb:
&quot;In den USA werden z.B. keine Bundesmittel f&#252;r Stammzellforschung gezahlt, weil die Buschregierung aus religi&#246;sen Gr&#252;nden gegen Embryonenforschung ist.&quot;
1.) Wohl noch nicht &#252;berm Teich gewesen?
Wenn Sie in den USA Politik, als Politiker im Amt, religi&#246;s begr&#252;nden, k&#246;nnen Sie abdanken.
2.) Wenn sich hierzulande die Gr&#252;nen gegen Stammzellenforschung sperren, nennt sich das wohl &quot;Ethik&quot; (gemeint ist eher der Widerstand gegen alles, was entfernt nach Gentechnik riecht) - Ethik gibt´s bei den Amis nicht, klaro.
Herr Vaupel:
Professoren haben manchmal ein Problem, wenn sie sich ans Volk wenden. 
Man versteht sie so schlecht. 
Beispiel: Der gar nicht so &#252;ble (gute) Beitrag von Herrn Oberender zur Gesundheitsreform, oberhalb des ihrigen.
Und sie sollten etwas besser mit der Mentalit&#228;t der Leute umgehen k&#246;nnen.
Beispiel:
Die Parole lautet: Eine Steuer-Flatrate bringt allen etwas, alle zahlen weniger Steuern.
Erwartete Reaktion: 
&quot;Prima, freu´ich mich, ich zahle weniger Steuern, ich hab´mehr Geld in der Tasche, toll!&quot;
Reale Reaktion (nach leichter Nachhilfe durch die Organe der &quot;vierten Gewalt&quot;): 
&quot;Wie? Mein Nachbar, der etwas mehr verdient als ich, zahlt auch weniger Steuern? Ja das geht aber nicht!&quot;
Griffige Formulierungen, ein bissel Demagogie usw. schaden da nicht. Ihre Kontraparts, sprich die politische Kaste, arbeitet nahezu ausschlie&#223;lich mit solchen Methoden.
Verkaufen sie Ihre Argumente besser!
Ist zwar eher BWL, aber dennoch...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Herren oberhalb:<br />
&#8220;In den USA werden z.B. keine Bundesmittel f&#252;r Stammzellforschung gezahlt, weil die Buschregierung aus religi&#246;sen Gr&#252;nden gegen Embryonenforschung ist.&#8221;<br />
1.) Wohl noch nicht &#252;berm Teich gewesen?<br />
Wenn Sie in den USA Politik, als Politiker im Amt, religi&#246;s begr&#252;nden, k&#246;nnen Sie abdanken.<br />
2.) Wenn sich hierzulande die Gr&#252;nen gegen Stammzellenforschung sperren, nennt sich das wohl &#8220;Ethik&#8221; (gemeint ist eher der Widerstand gegen alles, was entfernt nach Gentechnik riecht) &#8211; Ethik gibt´s bei den Amis nicht, klaro.<br />
Herr Vaupel:<br />
Professoren haben manchmal ein Problem, wenn sie sich ans Volk wenden.<br />
Man versteht sie so schlecht.<br />
Beispiel: Der gar nicht so &#252;ble (gute) Beitrag von Herrn Oberender zur Gesundheitsreform, oberhalb des ihrigen.<br />
Und sie sollten etwas besser mit der Mentalit&#228;t der Leute umgehen k&#246;nnen.<br />
Beispiel:<br />
Die Parole lautet: Eine Steuer-Flatrate bringt allen etwas, alle zahlen weniger Steuern.<br />
Erwartete Reaktion:<br />
&#8220;Prima, freu´ich mich, ich zahle weniger Steuern, ich hab´mehr Geld in der Tasche, toll!&#8221;<br />
Reale Reaktion (nach leichter Nachhilfe durch die Organe der &#8220;vierten Gewalt&#8221;):<br />
&#8220;Wie? Mein Nachbar, der etwas mehr verdient als ich, zahlt auch weniger Steuern? Ja das geht aber nicht!&#8221;<br />
Griffige Formulierungen, ein bissel Demagogie usw. schaden da nicht. Ihre Kontraparts, sprich die politische Kaste, arbeitet nahezu ausschlie&#223;lich mit solchen Methoden.<br />
Verkaufen sie Ihre Argumente besser!<br />
Ist zwar eher BWL, aber dennoch&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus Bell</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32&#038;cpage=1#comment-816</link>
		<dc:creator>Markus Bell</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 08:29:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32#comment-816</guid>
		<description>&quot;Und wieso verbessert die _staatliche_ anstelle einer _privaten_ Finanzierung eines &#214;konomen seine “Unabh&#228;ngigkeit”?&quot;

Das habe ich nicht behauptet und das ist nat&#252;rlich auch nicht der Fall. 

Der Unterschied ist allerdings: die Vergabe (und der Entzug) staatlicher Mittelvergabe unterliegt einer demokratischen Kontrolle. Wie am Beispiel der Wirtschaftsweisen (Wettbewerb der Institute beim Fr&#252;hjahrs- und Herbstgutachten) deutlich wird, muss die Regierung die Kriterien der Institutsauswahl offenlegen. 

Private Unternehmen und Stiftungen unterliegen dieser demokratischen Rechtfertigung und einem &#246;ffentlichen Rechtfertigungsdruck nicht.

Im Fall h&#246;herer staatlicher Finanzierung wird also Willk&#252;r und ideologische Mittelvergabe (wie im Bush-Beispiel) zumindest bekannt und kann &#246;ffentlich kritisiert (und gegebenfalls korrigiert) werden. Im Fall privater Finanzierung findet hier&#252;ber nicht einmal eine Diskussion statt, denn kein privater Finanzierung muss sich rechtfertigen, wenn er seine privaten Mittel willk&#252;rlich und ideologisch verteilt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Und wieso verbessert die _staatliche_ anstelle einer _privaten_ Finanzierung eines &#214;konomen seine “Unabh&#228;ngigkeit”?&#8221;</p>
<p>Das habe ich nicht behauptet und das ist nat&#252;rlich auch nicht der Fall. </p>
<p>Der Unterschied ist allerdings: die Vergabe (und der Entzug) staatlicher Mittelvergabe unterliegt einer demokratischen Kontrolle. Wie am Beispiel der Wirtschaftsweisen (Wettbewerb der Institute beim Fr&#252;hjahrs- und Herbstgutachten) deutlich wird, muss die Regierung die Kriterien der Institutsauswahl offenlegen. </p>
<p>Private Unternehmen und Stiftungen unterliegen dieser demokratischen Rechtfertigung und einem &#246;ffentlichen Rechtfertigungsdruck nicht.</p>
<p>Im Fall h&#246;herer staatlicher Finanzierung wird also Willk&#252;r und ideologische Mittelvergabe (wie im Bush-Beispiel) zumindest bekannt und kann &#246;ffentlich kritisiert (und gegebenfalls korrigiert) werden. Im Fall privater Finanzierung findet hier&#252;ber nicht einmal eine Diskussion statt, denn kein privater Finanzierung muss sich rechtfertigen, wenn er seine privaten Mittel willk&#252;rlich und ideologisch verteilt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gernot Kieseritzky</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32&#038;cpage=1#comment-806</link>
		<dc:creator>Gernot Kieseritzky</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2007 16:25:36 +0000</pubDate>
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		<description>&gt; Wenn man also will, dass Politiker und B&#252;rokraten die Aussagen von
&gt; &#214;konomen wieder ernster nehmen, muss man zuerst daf&#252;r sorgen, dass
&gt; diese Aussagen auch wieder ernster genommen werden k&#246;nnen. Im
&gt; Zeitalter von privater Drittmittel-Forschung m&#252;sste daher erst einmal
&gt; daf&#252;r gesorgt werden, dass wieder mehr staatliche Gelder in
&gt; &#246;konomische Institute gelenkt werden.

Und wieso verbessert die _staatliche_ anstelle einer _privaten_ Finanzierung eines &#214;konomen seine &quot;Unabh&#228;ngigkeit&quot;? Warum glauben Sie haben gerade staatliche Stellen keine irgendwie gearteten Interessen? Hier ist ihre Argumentation inkonsistent, weil sie implizit annehmen, nur staatliche Finanzierer arbeiten interessenfrei, w&#228;hrend private Spender immer etwas im Hinterkopf haben. 

In den USA werden z.B. keine Bundesmittel f&#252;r Stammzellforschung gezahlt, weil die Buschregierung aus religi&#246;sen Gr&#252;nden gegen Embryonenforschung ist. Hinter dieser Entscheidung stecken nat&#252;rlich die Interessen der religi&#246;sen Rechten, mit deren Stimmen Bush u.a. gew&#228;hlt wurde.

Die Vorstellung, dass sich automatisch ein Interessenskonflikt aus der Finanzierung einer Forschungsarbeit ergibt, sehe ich so nicht. Zum Zeitpunkt der Mittelvergabe liegen konkrete Forschungsergebnisse ja noch nicht vor und k&#246;nnen folglich keinen Einfluss auf die Entscheidung der Mittelvergabe haben. Und vor der Ver&#246;ffentlichung von Fachartikeln werden diese im Peer-Reviewing-Verfahren von Unabh&#228;ngigen Fachkollegen gepr&#252;ft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Wenn man also will, dass Politiker und B&#252;rokraten die Aussagen von<br />
&gt; &#214;konomen wieder ernster nehmen, muss man zuerst daf&#252;r sorgen, dass<br />
&gt; diese Aussagen auch wieder ernster genommen werden k&#246;nnen. Im<br />
&gt; Zeitalter von privater Drittmittel-Forschung m&#252;sste daher erst einmal<br />
&gt; daf&#252;r gesorgt werden, dass wieder mehr staatliche Gelder in<br />
&gt; &#246;konomische Institute gelenkt werden.</p>
<p>Und wieso verbessert die _staatliche_ anstelle einer _privaten_ Finanzierung eines &#214;konomen seine &#8220;Unabh&#228;ngigkeit&#8221;? Warum glauben Sie haben gerade staatliche Stellen keine irgendwie gearteten Interessen? Hier ist ihre Argumentation inkonsistent, weil sie implizit annehmen, nur staatliche Finanzierer arbeiten interessenfrei, w&#228;hrend private Spender immer etwas im Hinterkopf haben. </p>
<p>In den USA werden z.B. keine Bundesmittel f&#252;r Stammzellforschung gezahlt, weil die Buschregierung aus religi&#246;sen Gr&#252;nden gegen Embryonenforschung ist. Hinter dieser Entscheidung stecken nat&#252;rlich die Interessen der religi&#246;sen Rechten, mit deren Stimmen Bush u.a. gew&#228;hlt wurde.</p>
<p>Die Vorstellung, dass sich automatisch ein Interessenskonflikt aus der Finanzierung einer Forschungsarbeit ergibt, sehe ich so nicht. Zum Zeitpunkt der Mittelvergabe liegen konkrete Forschungsergebnisse ja noch nicht vor und k&#246;nnen folglich keinen Einfluss auf die Entscheidung der Mittelvergabe haben. Und vor der Ver&#246;ffentlichung von Fachartikeln werden diese im Peer-Reviewing-Verfahren von Unabh&#228;ngigen Fachkollegen gepr&#252;ft.</p>
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	<item>
		<title>Von: Markus Bell</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32&#038;cpage=1#comment-802</link>
		<dc:creator>Markus Bell</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2007 08:55:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=32#comment-802</guid>
		<description>Die Analyse von Vaubel ist schon in der Grundstruktur falsch und unzureichend. So untersucht er die eigenen Interessen der Politiker (z.B. “So geht es dem Politiker weniger darum, vom Wissenschafter zu lernen, als Autorit&#228;tsbeweise vorzeigen zu k&#246;nnen.”) und B&#252;rokraten (z.B. “Er strebt nach (Regulierungs-) Macht, Ansehen, Musse, Sicherheit, Bef&#246;rderung.”). Er behandelt also durchaus korrekt das Thema, ob Politiker und B&#252;rokraten die innere Bereitschaft haben, Ratschl&#228;ge der &#246;konomischen Politikberater anzunehmen.

Aber Vaubel macht hier den zweiten und dritten Schritt vor dem ersten. Der erste w&#228;re zu untersuchen, welchen Eigeninteressen &#246;konomische Berater heute unterliegen. Denn wie jeder Mensch, jede Berufsgruppe haben auch &#214;konomen eigene Interessen.

Wie ist denn die Situation der meisten &#214;konomen? Egal, ob sie an einem universit&#228;ren oder einem nicht-universit&#228;ren Institut t&#228;tig sind, finanzieren sich diese Insitute zu einem immer gr&#246;&#223;eren Anteil &#252;ber private Drittmittel. 

Diese vergeben aber ihre Gelder (nat&#252;rlich) lieber an Institute, mit deren Expertisen sie zufrieden sind als mit deren Expertisen sie nicht zufrieden sind. Die Zufriedenheit wird sicherlich auch von der wissenschaftlichen Qualit&#228;t der Studien beeinflusst, aber mindestens zum Teil auch von der inhaltlichen Aussage. Genauer: der Wissenschaftler, dessen Expertise am besten im Sinne der Auftragsgeber ausf&#228;llt, wird bei der erneuten Vergabe von Drittmitteln st&#228;rker ber&#252;cksichtigt werden.

Wenn ein Wissenschaftler aber erst einmal sich in eine Richtung ge&#228;u&#223;ert hat, kann er f&#252;r einen anderen Auftragsgeber sich nicht v&#246;llig anders positionieren, ohne seine Glaubw&#252;rdigkeit zu verlieren.

Wichtig: ich unterstelle dem Wissenschaftler dabei gar keinen schlechten Charakter sondern einfach, dass er sich unter den Gesetzen von “publish oder perish” behaupten will. Also schlicht ein berechtigtes Eigeninteresse (wie Vaubel dies Politikern und B&#252;rokraten zu Recht unterstellt). 

Wenn man also will, dass Politiker und B&#252;rokraten die Aussagen von &#214;konomen wieder ernster nehmen, muss man zuerst daf&#252;r sorgen, dass diese Aussagen auch wieder ernster genommen werden k&#246;nnen. Im Zeitalter von privater Drittmittel-Forschung m&#252;sste daher erst einmal daf&#252;r gesorgt werden, dass wieder mehr staatliche Gelder in &#246;konomische Institute gelenkt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Analyse von Vaubel ist schon in der Grundstruktur falsch und unzureichend. So untersucht er die eigenen Interessen der Politiker (z.B. “So geht es dem Politiker weniger darum, vom Wissenschafter zu lernen, als Autorit&#228;tsbeweise vorzeigen zu k&#246;nnen.”) und B&#252;rokraten (z.B. “Er strebt nach (Regulierungs-) Macht, Ansehen, Musse, Sicherheit, Bef&#246;rderung.”). Er behandelt also durchaus korrekt das Thema, ob Politiker und B&#252;rokraten die innere Bereitschaft haben, Ratschl&#228;ge der &#246;konomischen Politikberater anzunehmen.</p>
<p>Aber Vaubel macht hier den zweiten und dritten Schritt vor dem ersten. Der erste w&#228;re zu untersuchen, welchen Eigeninteressen &#246;konomische Berater heute unterliegen. Denn wie jeder Mensch, jede Berufsgruppe haben auch &#214;konomen eigene Interessen.</p>
<p>Wie ist denn die Situation der meisten &#214;konomen? Egal, ob sie an einem universit&#228;ren oder einem nicht-universit&#228;ren Institut t&#228;tig sind, finanzieren sich diese Insitute zu einem immer gr&#246;&#223;eren Anteil &#252;ber private Drittmittel. </p>
<p>Diese vergeben aber ihre Gelder (nat&#252;rlich) lieber an Institute, mit deren Expertisen sie zufrieden sind als mit deren Expertisen sie nicht zufrieden sind. Die Zufriedenheit wird sicherlich auch von der wissenschaftlichen Qualit&#228;t der Studien beeinflusst, aber mindestens zum Teil auch von der inhaltlichen Aussage. Genauer: der Wissenschaftler, dessen Expertise am besten im Sinne der Auftragsgeber ausf&#228;llt, wird bei der erneuten Vergabe von Drittmitteln st&#228;rker ber&#252;cksichtigt werden.</p>
<p>Wenn ein Wissenschaftler aber erst einmal sich in eine Richtung ge&#228;u&#223;ert hat, kann er f&#252;r einen anderen Auftragsgeber sich nicht v&#246;llig anders positionieren, ohne seine Glaubw&#252;rdigkeit zu verlieren.</p>
<p>Wichtig: ich unterstelle dem Wissenschaftler dabei gar keinen schlechten Charakter sondern einfach, dass er sich unter den Gesetzen von “publish oder perish” behaupten will. Also schlicht ein berechtigtes Eigeninteresse (wie Vaubel dies Politikern und B&#252;rokraten zu Recht unterstellt). </p>
<p>Wenn man also will, dass Politiker und B&#252;rokraten die Aussagen von &#214;konomen wieder ernster nehmen, muss man zuerst daf&#252;r sorgen, dass diese Aussagen auch wieder ernster genommen werden k&#246;nnen. Im Zeitalter von privater Drittmittel-Forschung m&#252;sste daher erst einmal daf&#252;r gesorgt werden, dass wieder mehr staatliche Gelder in &#246;konomische Institute gelenkt werden.</p>
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