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	<title>Kommentare zu: Lokf&#252;hrer, Fl&#228;chentarife und Verteilungsk&#228;mpfe</title>
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	<description>Ordnungspolitischer Blog</description>
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		<item>
		<title>Von: Norbert Berthold</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=77&#038;cpage=1#comment-89697</link>
		<dc:creator>Norbert Berthold</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 14:14:08 +0000</pubDate>
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		<description>Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Das Bundesarbeitsgericht nimmt endlich die betriebliche Realit&#228;t zur Kenntnis. Mit dem Urteil in dieser Woche zur Tarifeinheit in Unternehmen akzeptiert es die wachsende Heterogenit&#228;t der Arbeitnehmer in Unternehmen. Die Koalitionsfreiheit auch kleinerer Gruppen von Arbeitnehmern wird akzeptiert. Das wird den institutionellen Wettbewerb der Interessen in den Unternehmen intensivieren. 
	
Den Tarifpartnern gef&#228;llt dies nicht. Wettbewerb ist ihnen ein Gr&#228;uel, wenn er eigene verbandspolitische Pfr&#252;nde schleift. Kein Wunder, dass das Tarifkartell zur&#252;ckschl&#228;gt. Aus eigener Kraft gelingt es den Kartellbr&#252;dern allerdings nicht, das Rad zur&#252;ckzudrehen. Sie brauchen schon die Hilfe der Politik. Per Verfassungs&#228;nderung soll die Tarifeinheit in Unternehmen wieder hergestellt werden. Da ist es wieder, das h&#228;ssliche Gesicht des Korporatismus.

Die Politik scheint entschlossen, den institutionellen Wettbewerb in die Schranken zu weisen. Das zeigt nur, Kartelle halten sich l&#228;nger, wenn sie vom Staat gest&#252;tzt werden. Trotzdem werden die Kartellbr&#252;der den Kampf gegen den Wettbewerb verlieren. (Verbands-)Politische Macht hat gegen das &#246;konomische Gesetz letztlich keine Chance. Die Heterogenit&#228;t der Arbeitnehmer wird weiter zunehmen, die Solidarit&#228;t unter den Arbeitnehmern erodieren, die Tarifeinheit hat die Zukunft hinter sich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Das Bundesarbeitsgericht nimmt endlich die betriebliche Realit&#228;t zur Kenntnis. Mit dem Urteil in dieser Woche zur Tarifeinheit in Unternehmen akzeptiert es die wachsende Heterogenit&#228;t der Arbeitnehmer in Unternehmen. Die Koalitionsfreiheit auch kleinerer Gruppen von Arbeitnehmern wird akzeptiert. Das wird den institutionellen Wettbewerb der Interessen in den Unternehmen intensivieren. </p>
<p>Den Tarifpartnern gef&#228;llt dies nicht. Wettbewerb ist ihnen ein Gr&#228;uel, wenn er eigene verbandspolitische Pfr&#252;nde schleift. Kein Wunder, dass das Tarifkartell zur&#252;ckschl&#228;gt. Aus eigener Kraft gelingt es den Kartellbr&#252;dern allerdings nicht, das Rad zur&#252;ckzudrehen. Sie brauchen schon die Hilfe der Politik. Per Verfassungs&#228;nderung soll die Tarifeinheit in Unternehmen wieder hergestellt werden. Da ist es wieder, das h&#228;ssliche Gesicht des Korporatismus.</p>
<p>Die Politik scheint entschlossen, den institutionellen Wettbewerb in die Schranken zu weisen. Das zeigt nur, Kartelle halten sich l&#228;nger, wenn sie vom Staat gest&#252;tzt werden. Trotzdem werden die Kartellbr&#252;der den Kampf gegen den Wettbewerb verlieren. (Verbands-)Politische Macht hat gegen das &#246;konomische Gesetz letztlich keine Chance. Die Heterogenit&#228;t der Arbeitnehmer wird weiter zunehmen, die Solidarit&#228;t unter den Arbeitnehmern erodieren, die Tarifeinheit hat die Zukunft hinter sich.</p>
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	<item>
		<title>Von: Norbert Berthold</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=77&#038;cpage=1#comment-77900</link>
		<dc:creator>Norbert Berthold</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 06:34:01 +0000</pubDate>
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		<description>Gegen das &#246;konomische Gesetz hat (verbands-)politische Macht keine Chance (Eugen v. B&#246;hm-Bawerk). Das scheint nun auch das &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E7AA3A5E1340747E9A61F0EEE3E83E4A3~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Bundesarbeitsgericht&lt;/a&gt; so zu sehen. Der Grundsatz der Tarifeinheit in den Unternehmen soll fallen. Damit ist der Weg f&#252;r mehr institutionellen Wettbewerb der tarifpolitischen Interessengruppen frei.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen das &#246;konomische Gesetz hat (verbands-)politische Macht keine Chance (Eugen v. B&#246;hm-Bawerk). Das scheint nun auch das <a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E7AA3A5E1340747E9A61F0EEE3E83E4A3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Bundesarbeitsgericht</a> so zu sehen. Der Grundsatz der Tarifeinheit in den Unternehmen soll fallen. Damit ist der Weg f&#252;r mehr institutionellen Wettbewerb der tarifpolitischen Interessengruppen frei.</p>
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		<title>Von: Der Leipziger</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=77&#038;cpage=1#comment-3992</link>
		<dc:creator>Der Leipziger</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 09:06:41 +0000</pubDate>
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		<description>@ Karl,

naja, die Hypothekenkrise in den USA - aber auch England und Spanien -. die angeh&#228;uften W&#228;hrungsreserven Chinas und deren Auswirkungen auf die Finanzm&#228;rkte, aber mittlerweile auch auf die reale Wirtschaft, sollte eigentlich allgemein bekannt sein. 

Dennoch eine Zahl:
ausstehende Derivat-Vertr&#228;ge im Jahr 2000: 95 Billionen Dollar
ausstehende Derivat-Vertr&#228;ge im Jahr 2006: 415 Billionen Dollar
Zum Vergleich BIP der USA: 13 Billionen Dollar im Jahr 2006

Mit anderen Worten: die ausstehenden Derivat-Vertr&#228;ge &#252;berstiegen das BIP der USA um das 30-fache.

Dieses Kapital muss irgendwo angelegt werden. Hier wird also die weltweite &#220;berliquidit&#228;t deutlich.

Mich wundert schon, dass man so etwas hier noch diskutieren muss. Sollte wirklich bekannt sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Karl,</p>
<p>naja, die Hypothekenkrise in den USA &#8211; aber auch England und Spanien -. die angeh&#228;uften W&#228;hrungsreserven Chinas und deren Auswirkungen auf die Finanzm&#228;rkte, aber mittlerweile auch auf die reale Wirtschaft, sollte eigentlich allgemein bekannt sein. </p>
<p>Dennoch eine Zahl:<br />
ausstehende Derivat-Vertr&#228;ge im Jahr 2000: 95 Billionen Dollar<br />
ausstehende Derivat-Vertr&#228;ge im Jahr 2006: 415 Billionen Dollar<br />
Zum Vergleich BIP der USA: 13 Billionen Dollar im Jahr 2006</p>
<p>Mit anderen Worten: die ausstehenden Derivat-Vertr&#228;ge &#252;berstiegen das BIP der USA um das 30-fache.</p>
<p>Dieses Kapital muss irgendwo angelegt werden. Hier wird also die weltweite &#220;berliquidit&#228;t deutlich.</p>
<p>Mich wundert schon, dass man so etwas hier noch diskutieren muss. Sollte wirklich bekannt sein.</p>
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	<item>
		<title>Von: Karl</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=77&#038;cpage=1#comment-3945</link>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 19:53:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=77#comment-3945</guid>
		<description>Nat&#252;rlich gab es schon immer wirtschaftlichen Wandel. Nat&#252;rlich haben neue Erfindungen Branchen wegbrachen lassen, daf&#252;r sind neue entstanden. Die Geschwindgkeit der Entwicklung ist jedoch der entscheidende Punkt. Konnte man mit Handys vor f&#252;nf Jahren h&#246;chstens noch N&#228;gel in die Wand schlagen, kann man mit der neuesten Generation seine Urlaubsbilder machen und seine Emails checken. Vielleicht sind die Anzahl der gro&#223;en &quot;Br&#252;che&quot; nicht so stark gestiegen, aber selbst dann muss man bedenken, dass die st&#228;ndige Weiterentwicklung an bestehenden Produkten ein enormes Tempo aufgenommen hat.  

Kapital ist sicherlich nicht im &#220;berfluss vorhanden. Damit bricht Ihre gesamte weitere Argumentation weg. Sehr sch&#246;n gef&#228;llt mir auch das Wort &quot;&#220;berliquidit&#228;t&quot;. Also &#220;berfl&#252;ssig. Ich verstehe ja nicht so ganz was das hei&#223;t, aber vielleicht k&#246;nnen Sie mir das ja mal erkl&#228;ren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nat&#252;rlich gab es schon immer wirtschaftlichen Wandel. Nat&#252;rlich haben neue Erfindungen Branchen wegbrachen lassen, daf&#252;r sind neue entstanden. Die Geschwindgkeit der Entwicklung ist jedoch der entscheidende Punkt. Konnte man mit Handys vor f&#252;nf Jahren h&#246;chstens noch N&#228;gel in die Wand schlagen, kann man mit der neuesten Generation seine Urlaubsbilder machen und seine Emails checken. Vielleicht sind die Anzahl der gro&#223;en &#8220;Br&#252;che&#8221; nicht so stark gestiegen, aber selbst dann muss man bedenken, dass die st&#228;ndige Weiterentwicklung an bestehenden Produkten ein enormes Tempo aufgenommen hat.  </p>
<p>Kapital ist sicherlich nicht im &#220;berfluss vorhanden. Damit bricht Ihre gesamte weitere Argumentation weg. Sehr sch&#246;n gef&#228;llt mir auch das Wort &#8220;&#220;berliquidit&#228;t&#8221;. Also &#220;berfl&#252;ssig. Ich verstehe ja nicht so ganz was das hei&#223;t, aber vielleicht k&#246;nnen Sie mir das ja mal erkl&#228;ren.</p>
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		<title>Von: Der Leipziger</title>
		<link>http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=77&#038;cpage=1#comment-3917</link>
		<dc:creator>Der Leipziger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 06:25:00 +0000</pubDate>
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		<description>Einige Nachfragen:
&quot;Die Zeit der relativ homogenen wirtschaftlichen Entwicklung ist vorbei: Branchen, Unternehmen und Arbeitnehmer werden heterogener. Stark unterschiedliche Entwicklungen von Branchen machen die Pilotfunktion von Fl&#228;chentarifen obsolet.&quot;

Und das ist wirklich neu? War es nicht schon fr&#252;her so, dass es in Deutschland stark aufstrebende Branchen gab und auf der anderen Seite z.B. die Schuh- und Textilindustrie? Nur war dies fr&#252;her kein Problem, weil die Arbeitnehmer der in Deutschland absterbenden Branchen in die Unternehmen der aufsterbenden Branchen wechseln konnten. Das hat sich ge&#228;ndert, aber nicht dass es unterschiedliche Entwicklungen von Branchen gibt.

&quot;Arbeit gibt es im &#220;berfluss, Kapital bleibt knapp.&quot;

Die Aussage ist im Zeitalber von HedgeFonds und &#220;berliquidit&#228;t auf den Finanzm&#228;rkten fast schon kurios. Arbeit gibt es im &#220;berfluss, aber Kapital auch. 

Geht man aber korrekterweise davon aus, dass Kapital heute im &#220;berfluss vorhanden ist, muss man sich fragen, warum Arbeit schlecht und Kapital gut bezahlt wird. Einen &#246;konomischen Grund gibt es hierf&#252;r nicht. Es ist eine reine Machtfrage.

Zur &quot;Spaltung&quot; der Gewerkschaften: F&#252;r Deutschland eine neue Erfahrung. In Frankreich z.B. ist dies aber ganz normal. Insofern ist dies keine neue Entwicklung im weltweiten Kapitalismus sondern nur innerhalb von Deutschland. Manchmal hilft es, wenn man ein wenig &#252;ber den eigenen Tellerrand hinausschaut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Nachfragen:<br />
&#8220;Die Zeit der relativ homogenen wirtschaftlichen Entwicklung ist vorbei: Branchen, Unternehmen und Arbeitnehmer werden heterogener. Stark unterschiedliche Entwicklungen von Branchen machen die Pilotfunktion von Fl&#228;chentarifen obsolet.&#8221;</p>
<p>Und das ist wirklich neu? War es nicht schon fr&#252;her so, dass es in Deutschland stark aufstrebende Branchen gab und auf der anderen Seite z.B. die Schuh- und Textilindustrie? Nur war dies fr&#252;her kein Problem, weil die Arbeitnehmer der in Deutschland absterbenden Branchen in die Unternehmen der aufsterbenden Branchen wechseln konnten. Das hat sich ge&#228;ndert, aber nicht dass es unterschiedliche Entwicklungen von Branchen gibt.</p>
<p>&#8220;Arbeit gibt es im &#220;berfluss, Kapital bleibt knapp.&#8221;</p>
<p>Die Aussage ist im Zeitalber von HedgeFonds und &#220;berliquidit&#228;t auf den Finanzm&#228;rkten fast schon kurios. Arbeit gibt es im &#220;berfluss, aber Kapital auch. </p>
<p>Geht man aber korrekterweise davon aus, dass Kapital heute im &#220;berfluss vorhanden ist, muss man sich fragen, warum Arbeit schlecht und Kapital gut bezahlt wird. Einen &#246;konomischen Grund gibt es hierf&#252;r nicht. Es ist eine reine Machtfrage.</p>
<p>Zur &#8220;Spaltung&#8221; der Gewerkschaften: F&#252;r Deutschland eine neue Erfahrung. In Frankreich z.B. ist dies aber ganz normal. Insofern ist dies keine neue Entwicklung im weltweiten Kapitalismus sondern nur innerhalb von Deutschland. Manchmal hilft es, wenn man ein wenig &#252;ber den eigenen Tellerrand hinausschaut.</p>
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