Monatsarchiv für September 2008

Doping: Bekämpfung oder Liberalisierung?

Sonntag, den 28. September 2008

Das Phänomen dopender Sportler wird nicht nur im Radsport zunehmend als Problem erkannt. Aus ökonomischer Sicht stellen sich die Fragen, warum dopen Athleten und – unterstellen wir einmal, man sollte das verhindern – was kann man tun, um Doping wirksam zu unterbinden.

Liberale oder autoritäre Marktwirtschaft: Hat das westliche Freiheitsverständnis ausgedient?

Montag, den 22. September 2008

In China entwickelt sich derzeit ein marktwirtschaftliches Gesellschaftsmodell ganz eigenen Typs. Die chinesische Regierung spricht davon, dass sie die Mechanismen des Kapitalismus zum Aufbau des Sozialismus einsetzen will. Der wirtschaftlichen Freiheit wird demnach kein Selbstzweck beigemessen, sondern sie wird lediglich als Instrument zur Verwirklichung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ziele eingesetzt, nachdem alle anderen Instrumente bis zum [...]

Die „Kreditkrise“ – die große Umverteilung

Donnerstag, den 18. September 2008

Wohl keine Institution stellt die Weichen der gesellschaftlichen Entwicklung so sehr in Richtung einer interventionistischen und dirigistischen Wirtschaftsordnung wie das staatliche Papiergeldsystem. Durch die Störungen, die es in der Wirtschaft verursacht, provoziert es eine Wirtschafts- und Finanzmarktkrise nach der anderen. Und nichts dürfte das freie Marktsystem so sehr kompromittieren wie die Serien von Konjunkturaufschwüngen („Boom“) [...]

Eigentum als Garant der Freiheit

Sonntag, den 14. September 2008

1. Staat und Wohlfahrtsstaat
Auf einer grundsätzlichen Ebene muss man feststellen, dass jeder Staat auch der minimalste Nachtwächterstaat bereits wohlfahrtsstaatliche Elemente enthält. Insbesondere die Abwehrrechte, die die individuellen Sphären gegenüber anderen Individuen und gegenüber dem Staat schützen sollen, werden vom freiheitlichen Rechtsstaat nicht gegen Gebühren durchgesetzt. Der Bürger zahlt nicht für einzelne Leistungen des Rechtsschutzes je [...]

Gastbeitrag:
Rationalität auf dem Markt, Irrationalität in der Politik ?

Montag, den 8. September 2008

Wenn man von den durchaus vorhandenen fachinternen Unterschieden mal absieht, dann gehen die meisten Wirtschaftswissenschaftler von der Rationalitätsprämisse aus, wonach Menschen versuchen, die Handlungsfolgen abzuschätzen und sich zumindest um Nutzenmaximierung bemühen. Ob sich die verhaltenstheoretische Psychologie mehr im Jargon oder auch in der Substanz von diesem Menschenbild unterscheidet, darüber kann man streiten. Klinische oder Tiefenpsychologen begegnen [...]

Weshalb Freiheit (einen Rest) Anarchie erfordert

Dienstag, den 2. September 2008

Für viele Menschen ist Freiheit dasselbe wie Anarchie. Sie nennen die Marktwirtschaft eine „Ellenbogengesellschaft“. Sie werden in dieser Auffassung bestärkt von Politikern und Gewerkschaftsführern, die daran ein Interesse haben.