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Ungleichheit und Gerechtigkeit: Was hat das miteinander zu tun?' To A Friend


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16 Antworten auf „Ungleichheit heute (15)
Ungleichheit und Gerechtigkeit: Was hat das miteinander zu tun?“

  1. Wenn man davon ausgeht, dass (Chancen-)Ungleichheit nicht nur erblich oder kulturell bedingte Unterschiede meint, sondern auch unterschiedliche Macht, dann scheint mir die Annahme, der eingriffsfreie Markt sei nicht nur der effizienteste, sondern gar der gerechteste Verteilungsmechanismus von der ökonomischen Theorie nicht gedeckt – ganz unabhängig von der moralischen Bewertung eines solchen Paradigmas. Jede Abweichung von den Bedingungen vollkommener Märkte führt zu suboptimalen Ergebnissen und vollkommene Märkte sind in der Realität ebenso häufig anzutreffen wie egalitäre Gesellschaften – nämlich nie. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass der Kuchen bei einer radikalliberalen Wirtschaftsordnung der größtmögliche ist.

    Man kann natürlich argumentieren, dass jeder Eingriff in den Markt aufgrund der menschlichen Unzulänglichkeit zum Scheitern verurteilt ist und den Kuchen zwingend kleiner macht. Unbehaglich an dieser Vorstellung ist jedoch die damit implizierte, quasi-religiöse Überhöhung ebenfalls immer unzulänglicher Marktergebnisse als die gerechtesten, die uns ungleichen Menschen eben zustehen. Umso mehr, wenn Leistung und Anstrengung als vollkommen unerheblich für den Platz in der Verteilung angesehen werden.

    Wenn allerdings im vorletzten Absatz davon gesprochen wird, aus der Ungleichheit Ansporn für den Gebrauch der Freiheit zu ziehen, kommt durch die Hintertür letztlich doch wieder Leistung hereinspaziert. Wozu Ansporn, wenn Anstrengung egal ist? Wenn man nur Glück haben muss, etwas zu können oder zu haben, was ankommt? Ganz ohne Anstrengung werden dann wohl doch keine Werte geschaffen, ansonsten bleibt der Markt leer.

  2. @Andreas: Es sind doch gerade die Interventionen durch die es gelingt Macht in ökonomische Vorteile umzumünzen. Je weniger Interventionen es gibt, desto geringer sind die Vorteile die auf Macht beruhen.

  3. Ganz radikal gedacht ist das sicher richtig. Denn bereits die rechtliche Anerkennung und der Schutz von Eigentum sind staatliche Intervention, die im Ergebnis die Akkumulation ökonomischer Macht ermöglichen. Gleiches gilt für geistiges Eigentum, das u.a. durch das Patentrecht und Copyrights geschützt wird. Ohne diesen Schutz hätten Rowling, Jobs und Spielberg ziemlich in die Röhre geschaut – und von ihren Ideen recht wenig gehabt. Aber während Anarchisten gedanklich so konsequent sind, auch das Eigentumsrecht abzulehnen, machen radikalliberale hiervor halt. Sie unterstützen daher eine Intervention, die die Entstehung von Macht zum Ergebnis hat. Das kann man aus guten Gründen unterstützen. Aber ohne weitere Interventionen führt die Akkumulation von Macht zur Zerstörung des Marktes. Ein gewisses Maß an Gleichheit ist für die Funktionsfähigkeit einer Marktwirtschaft unabdinglich, losgelöst von moralisch begründeten Gleichheitsvorstellungen.

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