Mythen und Fakten zur Einkommenskonzentration in der Schweiz*

Die Debatte zur Einkommensverteilung ist definitiv auch in der Schweiz angekommen. Die NZZ am Sonntag berichtet von einer zurückfallenden Mittelschicht, einer sich öffnenden Einkommensschere und Einkommenszuwächsen vor allem bei den obersten Einkommen. Das World Economic Forum WEF fordert unter dem Stichwort inklusives Wachstum, dass sich die Einkommenszuwächse auch in der Schweiz breiter über die Einkommensschichten verteilen. Hat die Schweiz tatsächlich ein Verteilungsproblem? Sind wir mit einer zunehmenden Einkommenskonzentration an der Spitze konfrontiert? Partizipiert die Breite der Bevölkerung nicht an den Einkommenszuwächsen der Volkswirtschaft? Sollte der Staat die Einkommensverteilung stärker korrigieren?

Einkommenskonzentration – wie messen?

Wie lässt sich objektiv bestimmen, welchen Verlauf die hohen und höchsten Einkommen in einem Land genommen haben? Einen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung dieser Frage wurde von Piketty (2001) geliefert. Er nutzte wie zuvor Kuznets (1953) Daten der offiziellen Einkommensteuerstatistik und kombinierte diese mit geschätzten Bevölkerungszahlen und dem geschätzten Gesamteinkommen aller Privathaushalte, um die obersten Einkommensanteile zu ermitteln. Häufig liegen jedoch Einkommensteuerstatistiken nicht als Individualdaten vor, sondern nur die Zahl der Steuerpflichtigen und deren kumuliertes Einkommen für die einzelnen Einkommensklassen – meistens in unregelmässigen Intervallen.[1] Somit kann nicht direkt auf die gesuchten Einkommensanteile geschlossen werden. Eine häufig in der Literatur verwendete Methode zur Schätzung der höchsten Einkommen geht auf den Lausanner Ökonom Vilfredo Pareto (1886, 1896-1897) zurück. Dabei werden die entsprechenden Einkommensanteile durch Unterstellung einer Pareto-Verteilung der Einkommen und durch Interpolation zwischen den Einkommensklassen geschätzt. Gegenwärtig gibt es 50 Länderanalysen, welche dieses Vorgehen nutzen, um die Entwicklung der Einkommenskonzentration über das 20. Jahrhundert abzubilden (vgl. die Datenbank http://wid.world/).

Zunehmende Einkommenskonzentration: kein generelles Phänomen

In Grafik 1 wird die Einkommenskonzentration für die obersten 1% der Einkommensbezieher für angelsächsische Länder wie die USA, Grossbritannien, Kanada und für Länder wie Frankreich, Deutschland, Japan und Italien über das 20. Jahrhundert dargestellt. Die angelsächsischen Länder kannten eine hohe Einkommenskonzentration zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bis Ende der 1970er Jahre nahm die Einkommenskonzentration stark ab, während ab den 1980er Jahren und insbesondere ab den 1990er Jahren die Einkommenszuwächse der hohen und höchsten Einkommen weit stärker ausfielen. Für die angelsächsischen Länder lässt sich demnach ein U-förmiger Verlauf feststellen. Interessant ist, dass dies ab der Jahrtausendschwelle auch für Deutschland beobachtet werden kann. Werden die Länder Frankreich, Italien oder Japan betrachtet, wird ein L-förmiger Verlauf über das 20. Jahrhundert deutlich. Im Unterschied zu den angelsächsischen Ländern erholten sich die Spitzeneinkommen in den letzten Jahren weit weniger, so dass von einer relativ stabilen Entwicklung der Einkommenskonzentration seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts gesprochen werden kann. Die Schweiz folgt eher dem Trend von Frankreich, Japan oder Italien als den angelsächsischen Ländern.

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Technologischer Wandel, Globalisierung, Alterung und veränderte Haushaltsstrukturen

Die OECD identifiziert einen generellen Trend in Industriestaaten zu höherer Ungleichheit. Als wichtige Erklärungsfaktoren identifiziert wird etwa der technologische Fortschritt (skill biased technological change), die Globalisierung (global market for talents), die Alterung der Gesellschaft (zunehmende Einkommensunterschiede mit dem Alter) sowie Veränderungen in den Haushaltsstrukturen (mehr Alleinstehende und mehr Doppelverdiener-Paare, verändertes Heiratsverhalten). [2] Diese grundlegenden Trends wirken in vergleichbarer Weise auf alle Industriestaaten. Trotzdem lassen sich hinsichtlich der Entwicklung der Einkommensverteilung beachtliche Unterschiede feststellen. Wie lässt sich diese Heterogenität erklären?

Die relative Verarmung der obersten Einkommensbezieher in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lässt sich mit den zwei Weltkriegen und der damit einhergehenden direkten Zerstörung von physischem Kapital begründen. Piketty (2003) stellt für Frankreich fest, dass während dem Ersten Weltkrieg ein Drittel und während des Zweiten Weltkriegs über zwei Drittel an physischem Kapital zerstört wurden. Zudem trug auch die Vernichtung von Finanzkapital durch die hohe Inflation in den Zwischenkriegsjahren zur Reduktion der Einkommen bei. Ein naheliegender weiterer Einfluss auf die Einkommenskonzentration wird in der Steuerpolitik – speziell in der progressiven Einkommensbesteuerung gesehen. War die Besteuerung von Spitzeneinkommen vor dem Ersten Weltkrieg noch vergleichsweise gering, änderte sich dies nach dem Zweiten Weltkrieg. Anfang der 1980er Jahre lag die Grenzsteuerbelastung in Ländern wie Frankreich, Grossbritannien und den USA zwischen 60 und 70 Prozent.

Evidenz für den Einfluss von Steuern auf die Einkommenskonzentration wurde für Schweden von Roine und Waldenström (2008) und für die Schweiz von Frey, Gorgas und Schaltegger (2017) untersucht. Sie kommen zum Schluss, dass die progressive Besteuerung ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung der höchsten Einkommen in Schweden und der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg ist. Atkinson und Leigh (2010) können mittels ökonometrischer Panel-Analyse für fünf angelsächsische Länder (Australien, Kanada, Neu Seeland, Grossbritannien und die USA) zeigen, dass eine Reduzierung der Steuersätze bis zur Hälfte des Anstiegs der Einkommenskonzentration bei den obersten 1% der Einkommensbezieher erklärt.

Der Grund für das erhebliche Ansteigen der Einkommenskonzentration im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts besonders in den USA lässt sich nach Piketty und Saez (2006), nicht allein mit einem Wiedererstarken von Kapitaleinkommen erklären. Vielmehr hat eine erhebliche Zunahme der Lohneinkommen und der Kapitalgewinne dazu geführt, dass die Spitzeneinkommen wieder gestiegen sind. Zusätzlich sind im angelsächsischen Raum die Globalisierung des Arbeitsmarktes und die Verringerung der Gewerkschaftsmacht verantwortlich für den Anstieg der Einkommenskonzentration.

Für Japan, Italien, Kanada und Frankreich zeigt sich ein ähnlicher Verlauf der Kapitaleinkommen über das 20. Jahrhundert. Schweden zeigt ein differenzierteres Bild. Waren die Kapitaleinkommen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weniger wichtig für die höchsten Einkommen, änderte sich dies ab den 1970er Jahren (Roine und Waldenström, 2008). Allerdings gilt ganz allgemein, dass Kapitaleinkommen, Kapitalgewinne und Gewinne aus unternehmerischer Tätigkeit mit zunehmenden Einkommen an Bedeutung gewinnen. Stellt im obersten Dezil noch das Lohneinkommen die wichtigste Einkommensquelle dar, sinkt dieser Anteil in den höheren Einkommensklassen.

Neuere empirische Untersuchungen zeigen, dass auch die generelle Staatsaktivität, das generelle Wirtschaftswachstum sowie die Entwicklung des Finanzmarktes wichtige Determinanten bei der Entwicklung der Einkommenskonzentration sind. Konkret dämpft eine Ausdehnung der Staatsausgaben die Einkommensanteile der oberen Mittelschicht (untersten 9% der obersten 10% der Einkommensbezieher), während aber die Anteile für die obersten 1% der Einkommensbezieher unbeeinflusst bleiben (Roine, Vlachos und Waldenström, 2009). Interessant ist weiter, dass am generellen Wirtschaftswachstum die obersten Einkommen überproportional partizipieren. Dies gilt insbesondere auch für die Entwicklung des Finanzmarkts, der eine signifikante Hebelwirkung für die oberen Einkommen entfaltet. Einen entgegen gesetzten Einfluss üben Finanzkrisen aus.

Stabile oberste Einkommen in der Schweiz

Wie sieht die Entwicklung der hohen Einkommen in der Schweiz im Detail aus? Grafik 2 macht deutlich, dass die Einkommenskonzentration in der Schweiz von 1933 bis 2014 im Vergleich zu anderen Ländern erstaunlich konstant verlief. Weder wird ein deutlicher Einbruch der Einkommenskonzentration während und nach den Kriegsjahren ersichtlich, noch ist ein starkes Anschwellen der Einkommenskonzentration im 20. Jahrhundert zu beobachten. Dies gilt für die obersten 1% der Einkommensbezieher als auch für die obersten 0,5%, 0,1% oder 0,01%. Daraus resultiert, dass sich die Schweiz relativ stark von den angelsächsischen Ländern unterscheidet, aber auch von Deutschland, Italien, Frankreich oder Japan. Die Einkommenszuwächse verteilen sich in der Schweiz relativ gleichmässig und kommen auch in den letzten Jahren nicht nur den obersten Einkommen zu Gute.

Was ist eine mögliche Erklärung für diesen stabilen Verlauf? Ein nicht unwesentlicher Punkt ist darin zu finden, dass die Schweiz in den letzten 90 Jahren von keinem Krieg direkt betroffen war. Das heisst, es kam zu keiner direkten Zerstörung von physischem Kapital. Die Schweiz konnte somit auf ihre Produktionsstätten zurückgreifen, was dazu führte, dass die Wirtschaftsgeschichte eine auffällige Konstanz ausweist. Ebenso haben sich aber auch die exportorientierten Branchen, die Industrieproduktion und die Finanzdienstleistungen über das 20. Jahrhundert als sehr anpassungsfähig erwiesen. Dies umso mehr, wenn berücksichtigt wird, dass die Schweiz ein ressourcenarmes Land ist. Entscheidend für die konstante Entwicklung der Einkommenskonzentration dürfte nicht zuletzt ganz wesentlich die politische und wirtschaftliche Stabilität in der Schweiz sein.

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Bisher haben wir wie international üblich die Einkommenskonzentration vor Steuern betrachtet. Der Staat greift allerdings in vielfältiger Weise in die Verteilung der Markeinkommen ein. Steuern haben nicht nur fiskalischen Charakter zur Finanzierung öffentlicher Leistungen, sondern verfolgen auch verteilungspolitische Ziele. Auf Ebene des Bundes kennen wir eine stark progressiv wirkende Einkommensteuer und in den Kantonen werden die Einkommen ebenfalls besteuert. Es ist also zu vermuten, dass sich die Einkommenskonzentration der verfügbaren Einkommen nach Steuern wesentlich von der Konzentration der Markteinkommen unterscheiden. Tatsächlich zeigen die Daten, dass sich in der Schweiz nicht nur eine aussergewöhnlich hohe Stabilität der Einkommenskonzentration vor Steuern, sondern auch der tatsächlichen Progressionswirkung und damit der Einkommenskonzentration nach Steuern feststellen lässt (Grafik 3).[3]

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Unterschiedliche Entwicklung in den Kantonen

Der föderalistische Staatsaufbau der Schweiz lässt zu, dass sich die Einkommenskonzentration auf Ebene der 26 Kantone stark unterscheiden. Dies umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Steuerbelastung unter den Kantonen stark variiert. Betrachtet man Grafik 4 wird offenkundig, dass zwischen den Kantonen im Niveau als auch in der Entwicklung der obersten Einkommen Unterschiede bestehen. Ein direkter Vergleich der Einkommensjahre 1971/72 und 2013 zeigt, dass die Einkommensanteile der obersten 1% der Einkommensbezieher, ausgehend von einem unterschiedlichen Niveau, in der knappen Mehrzahl der Kantone eher gefallen als gestiegen ist. Das Schlusslicht im Jahr 2013 bildet dabei der Kanton Uri. Ausgehend von einem Einkommensanteil von knapp 17% hat das oberste 1% der Einkommensbezieher knapp 11 Prozentpunkte verloren. Eine eher konstante Entwicklung vollzog sich im bevölkerungsreichen Kanton Luzern mit einer stabilen Einkommenskonzentration von etwa 10% für die obersten 1% der Einkommensbezieher. Zu den grössten Gewinnern zählen die Einkommensbezieher in den Kantonen Schwyz, Zug und Obwalden, wo die durchschnittlichen Spitzeneinkommen in diesem Zeitraum am stärksten angestiegen sind. So ist der Einkommensanteil der obersten Einkommensbezieher im Kanton Schwyz zwischen 1971/72 und 2013 um über 12 Prozentpunkte gestiegen.

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Fazit

Die Schweiz zeichnet sich im Gegensatz zu anderen Ländern durch eine bemerkenswert stabile Entwicklung der höchsten Einkommen und damit auch der Einkommenskonzentration über das 20. Jahrhundert aus. Im Vergleich zu anderen Ländern gab es während den Weltkriegen keine Zerstörung von physischem Kapital. Zudem zeichnet sich die Schweiz – damals wie heute – durch eine robuste und anpassungsfähige Wirtschaft aus. Die langfristige moderate Entwicklung der Spitzeneinkommen bestätigt damit den Einfluss der hohen wirtschaftlichen und politischen Stabilität in der Schweiz. Im Unterschied insbesondere zu den angelsächsischen Ländern, kommen die Einkommenszuwächse in der Schweiz nicht immer stärker den obersten Einkommen zu Gute. Wesentliche Gründe dafür dürften der flexible Arbeitsmarkt mit einer sehr hohen Erwerbsquote sowie das fein austarierte föderale System in der Schweiz sein, das eine hohe fiskalpolitische Autonomie bei den Kantonen, mit einigen zentralstaatlichen Elementen der Umverteilung vereinigt. Die sich zunehmende Einkommensschere in der Schweiz ist also ein Mythos. Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Die Entwicklung deutet nicht auf verteilungspolitischen Handlungsbedarf.

Literatur

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Alvaredo, F., A. B. Atkinson, Th. Piketty und E. Saez, The World Top Incomes Database, http://g-mond.parisschoolofeconomics.eu/topincomes, 14.10.2012.

Atkinson, A. B., und Leigh, A. 2010. The Distribution of Top Incomes in Five Anglo-Saxon Countries over the Twentieth Century, IZA Discussion Paper No. 4937, May 2010.

Atkinson, A. B., Piketty, T. und Saez, E. 2011. Top Incomes in the Long Run of History, Journal of Economic Literature, 49(1): 3-71.

Cowell, F. 2009. Measuring Inequality. London: Oxford University Press.

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Schaltegger, C. A. und Gorgas, Ch. 2012. Zur Entwicklung der Spitzeneinkommen, Volkswirtschaft 12/12, 54-57.

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*Der Beitrag basiert auf Schaltegger und Gorgas (2012) mit aktualisierten und erweiterten Daten.

[1] Ein Vorteil von Einkommensteuerstatistiken gegenüber Umfragedaten liegt in der langen Verfügbarkeit der Daten. So reichen zum Beispiel offizielle Einkommensteuerstatistiken in Norwegen bis ins Jahr 1875 und in Japan bis ins Jahr 1886 zurück.

[2] Siehe OECD, 2011. Divided We Stand Why Inequality Keeps Rising: Why Inequality Keeps Rising. OECD Publishing; Norbert Berthold und Klaus Gründler, 2017. Ungleichheit, soziale Mobilität und Umverteilung. Stuttgart: Kohlhammer

[3] Frey, C. und Schaltegger, C.A. (2016), Progressive taxes and top income shares: A historical perspective on pre- and post-tax income concentration in Switzerland. Economics Letters, 148, 5-9.

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