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3 Antworten auf „Banker an die Laterne
Oder: Das Strafrecht soll seine Nase besser nicht in die Finanzkrise stecken

  1. Ich denke Ihre Analyse, ” das Strafrecht taugt nicht zu Aufarbeitung der Finanzkrise” trifft es. Speziell die Problematik von “objektiv” richtigen Preisen steht dem entgegen. Allerdings braucht es das Strafrecht auch nicht. Firmen die derartig daneben liegen verschwinden (normalerweise) vom Markt.

    Aber genau hier wird ein Riegel vorgeschoben und damit jedweger Fehler “vergeben und vergessen”. Das ist das besonders schlimme. In einem Markt wo Preise keine Bedeutung mehr haben, kann es nicht zu wirtschaftlichem Handeln kommen. Woran sollte man sich denn orientieren?

    Somit ist es klar sobald es zu Preismanipulationen wie im derzeitigen Ausmaß kommt, wird das erwachen mit jeder neuen “Steigerung” böser.

    Wir reden dann letztendlich nicht mehr um einige (oder alle?) Landesbanken sondern um Pleiten von Staaten. Die ersten Anzeichen dürften dazu in Griechenland zu erkennen sein….

    Island hat es schon “hinter sich”….

  2. Ich muß mich etwas korrigieren. So gibt es zwar keinen objektiv richtigen Preis aber einen Preis der die Präferenzen der Käufer und Verkäufer in Einklang bringt, der Marktpreis. Es ist der “beste Preis” den wir haben. Wenn nun der Staat für 1/4 der Aktien eines Unternehmens das 9-fache des Börsenwerts zahlt, dann kann man sicher von Veruntreuung reden.

    Es ist klar, wir kommen da in modrige Fahrwasser. Denn die Argumentation wird dann laufen. Hätten wir der Commerzbank nicht das Geld gegeben wäre der “Schaden” für das Volk grösser gewesen. Und das ist das Totschlagargument, wer will das beweisen oder widerlegen können. Es wäre mit Sicherheit ein Schaden entstanden aber ob er größer wäre als die zig MIlliarden für ein Viertel des Kapitals?

    Somit muß ich einschränkend sagen für excessive vom Marktpreis abweichende Zahlungen könnte das Strafgesetzbuch doch das richtige Korrektiv sein….

    Wir haben aber auch mit Marktpreisen ein Riesenproblen wenn der Staat auftritt kann er sicherlich die Marktpreise verschieben, somit sind es dann “staatlich garantierte” Preise und wo diese hinführen ist klar….

  3. Sehr geehrter Herr Hank,

    ich habe mir sehr über Ihren Artikel gefreut, der mir aus der Seele spricht.

    Insbesondere um die Zusammenhänge einer solchen Krise zu erarbeiten und daraus zu lernen sollte man die Frage nach der Suche von Ursachen nicht durch die Suche nach Schuld überlagern lassen.

    M.E. sind die Ursachen im wesentlichen im strukturellen Bereich zu suchen. Banken und hier insbesondere Investmentbanken haben in den Jahren vor der Krise ein breites Wachstum trotz wesentlicher globaler Ungleichgewichte ermöglicht. Das bedeutet, dass die wachstumsorientierte Geldmengensteuerung der Zentralbanken und der Politik über den Transformations-Mechanismus der Banken ein globales Wachstum gegen den fundamentalen Trend ermöglichte (beispielhaft: die oft über verbriefte Immobiliendahrlehen ermöglichte überzogene Konsumquote der US Haushalte bei einer gleichzeitigen durch die erzeugte Kreditblase beschleunigten ständigen Aufwertung der Immobilien). Dieses Wachstum war immer stärker kreditfinanziert, wodurch die Risiken im System logischerweise weiter stiegen. Gleichzeitig entwickelten sich durch die Verriebsstrukturen finanztechnische “Monokulturen” insbesondere bei investierenden Banken, aber auch bei vielen Investoren.

    Banken haben vertrieblich geeignete Finanzprodukte an Käufer vertrieben, die sich von eben diesen Banken beraten fühlten. Die Käufer haben den vertrieblich motivierten Aussagen der Banken gerne geglaubt, da sie so hofften ihre eigenen Renditeziele ereichen zu können.

    Die Lösung für eine Vielzahl der entstandenen Fehlentwicklung liegt m.E. in einer Entkoppelung von Produktion und Vertrieb bei Banken, bzw. auch bei einem Verbot indirekter Provisionen. Es muss klar sein, ob eine Bank verkauft oder berät und die Bank sollte dann auch nur an der primären Leistung verdienen, bzw. am Erfolg des Kunden beteiligt sein.

    Das hätte natürlich erhebliche Strukturänderungen zur Folge, aber den grossen Vorteil, dass der Markt in einem transparenteren System bei einer Interesssengleichrichtung zwischen Kunde und Bank wieder besser funktionieren könnte. Die Akzeptanz von transparenten, transaktionskostenarmen Produkten würde steigen, das Phänomen der grossen Lemming-Bewegungen könnte reduziert werden und die Risikostreuung in den Portfolios der Investoren würde wahrscheinlich verbessert werden.

    Im gesamten System müssten darüber hinaus die Geldmenge sehr viel restriktiver gesteuert werden, Eigenkapital anforderungen erhöht und künstlich induzierte Niedrigzinsphasen vermieden werden. Das Wachstum wäre deutlich niedriger, aber erheblich nachhaltiger.

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