The desire for an independent country
Will it soon be Scotland everywhere?

Von Norbert Berthold am 29. November 2014

“All peoples have the right of self-determination. By virtue of that right they freely determine their political status…” (Human Rights Covenants of the United Nations 1966)

Scotland and Catalonia are just the tip of the iceberg. An increasing number of regions worldwide are awakening to their desire for political independence. For them, more independence from the federal government is often not enough. They aspire to become their own country. This trend of the previous decade remains intact. Since the ‘50s the number of countries has nearly doubled, increasing from 100 to almost 200. Quebec was a trailblazer in the early ‘80s whose aspirations for independence are absolutely comparable with the present development in Scotland. First in 1995 it won additional federal concessions in a referendum whose result was the razor’s edge decision that Quebec remain as part of the Canadian state. The fall of the Iron Curtain at the beginning of the ‘90s, however, led to the most significant push for the formation of new countries. With the disintegration of the Soviet Union many new countries arose in Eastern Europe. Spectacular, however, was the case of Czechoslovakia in 1993. The two countries split very suddenly. The shared currency was no obstacle to the separation and the prognosticated political and economic drama failed to appear. Many fear and others hope that a new wave of regional country-forming will begin. Regions seeking political independence often want more than mere autonomy. Their goal is the formation of their own country.

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Ungleichheit heute (28)
Beamte und Selbstständige – die Stars der Vermögensverteilung
Welche Personengruppen besitzen das höchste Vermögen?

Von Marcus Fraaß am 27. November 2014

Das Vermögen in Deutschland ist ungleich verteilt. Während 28 % der Bevölkerung über kein oder gar ein negatives Nettovermögen verfügen, besitzen die reichsten zehn Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens. Doch welche Personengruppen lassen sich im oberen Teil der Verteilung finden, welche haben wiederum nur geringe Möglichkeiten, ein nennenswertes Vermögen aufzubauen? Einer kurzen Übersicht über die quantitativ bedeutsamsten Vermögensgegenstände folgt eine Differenzierung der individuellen Vermögenshöhe nach persönlichen Charakteristika.

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Schlechte Nachrichten von der Bundespressekonferenz
Kriminalstrafen für Doping

Von Hartmut Kliemt am 25. November 2014

Thomas de Maziere (CDU) und Heiko Maas (SPD) stellten kürzlich einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung des Doping vor. Diese initiative wurde allgemein mit Beifall begrüßt. Aber was geht es Aussenstehende und den Staat eigentlich an, wenn Spitzensportler sich dopen? Wenn ihre Verbände es nicht hinbekommen, entsprechende Kontrollen durchzusetzen, warum soll der Staat das tun? Niemand muss Spitzensport betreiben und niemand muss sich dopen, um mitzumachen. Das sind private Entscheidungen, die auch privat bleiben sollten. Und natürlich können wir alle weiter Sport betreiben, ohne uns zu dopen.

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Sezession und individuelle Freiheit
Anmerkungen zu einem Beitrag von Roland Vaubel

Von Thomas Apolte am 23. November 2014

„Sezession ist eine Form der politischen Dezentralisierung. Sie stärkt den wirtschaftspolitischen Wettbewerb und dadurch die wirtschaftliche Freiheit.“ (Roland Vaubel am 15. Oktober 2014 im Ordnungspolitischen Journal)

Dezentralisierung innerhalb einer föderalen Verfassung ist eine in gleich mehrfacher Hinsicht segensreiche Einrichtung: Sie erhöht die Verantwortlichkeit der Politik, sie erlaubt es, regional differenzierten Präferenzen und Anforderungen an die Politik in entsprechend differenzierter Weise Rechnung zu tragen, und sie diszipliniert Politiker, welche sich von den Bedürfnissen der Bürger abkoppeln, indem sie Paläste statt öffentliche Güter bereitstellen. Kurz: Dezentralisierung innerhalb einer föderalen Verfassung ist ein wirksames Instrument zur Verbesserung von Politik sowie zum Schutz von Freiheit und individueller Selbstbestimmung.

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Gastbeitrag
Die Zukunft des Mindestlohns

Von Ronnie Schöb am 21. November 2014

Am 1. Januar wird in Deutschland der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. Damit verknüpft die Bundesregierung die Hoffnung, existenzsichernde Löhne für Millionen von Beschäftigten sicherzustellen und dadurch der „Armut trotz Arbeit“ entschieden entgegenzutreten – ohne dabei Arbeitsplätze zu gefährden. Eine Hoffnung, die leicht enttäuscht werden kann, denn weder die theoretische und empirische Forschung noch der Blick auf andere Länder mit Mindestlohnerfahrung können die Befürchtungen zerstreuen, dass die eigentlichen Adressaten des Mindestlohns, die Niedrigstlohnbezieher am Ende als die großen Verlierer des deutschen Mindestlohns dastehen könnten. Die Bundesrepublik Deutschland startet 2015 ein riskantes sozialpolitisches Experiment, bei dem sämtliche Risikoabwägungen außer Acht bleiben.*

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“2. Würzburger Ordnungstag”
Werden aus armen Kindern arme Erwachsene?
Über Höhe und Ursachen sozialer Mobilität

Von Klaus Gründler am 19. November 2014

„The order is rapidly fadin‘.  And the first one now will later be last. For the times, they are a-changin’.” (Bob Dylan)

Die Einkommensungleichheit hat in den entwickelten Volkswirtschaften innerhalb der letzten Jahrzehnte stark zugenommen. Während der Gini-Koeffizient der Markteinkommen in den USA von 37,4% im Jahr 1970 auf 47,0% am aktuellen Rand angestiegen ist, können ähnliche Entwicklungen in nahezu allen Industrienationen beobachtet werden. Deutschland bildet hier keine Ausnahme, auch hierzulande hat die Einkommenskonzentration mit einem Anstieg von über 10 %-Punkten im selben Zeitraum deutlich zugenommen. Welche Konsequenzen diese Entwicklung auf die wirtschaftliche Effizienz nimmt, wird kontrovers diskutiert. In einem Punkt sind sich die Ökonomen jedoch einig: Wenn die soziale Mobilität – die Möglichkeit, in der Einkommensverteilung nach oben zu gelangen – hoch ist, so ist der Anstieg der Einkommensungleichheit weniger problematisch. Wenn jedem Individuum dieselbe Möglichkeit zum Aufstieg bereit stünde und der monetäre Erfolg im Wesentlichen von den eignen Anstrengungen abhinge, so würden Einkommensunterschiede gar eine positive Anreizwirkung auf Humankapitalakkumulation und Innovationstätigkeit ausstrahlen. Doch wie hoch ist die soziale Mobilität in den einzelnen Ländern? Und durch welche Faktoren können die Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften erklärt werden?

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Politik und Rat (2)
Sachverständige Läuse
Zur Politkritik am Sachverständigenrat

Von Manfred J.M. Neumann am 16. November 2014

Als schon im Jahre 1956 der damalige Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard vorschlug, eine besondere Institution zur Beratung über die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage einzurichten, und zwar als eine mit Ökonomieprofessoren zu bestückende, unabhängige Institution, da lehnte ihm das der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer rundweg ab. „Erhard, woll‘n Sie sich ‚ne Laus in den Pelz setzen?“ fragte er (NEUMANN 1998). Nach guter Kanzlermanier gab Adenauer aber schließlich nach, allerdings erst sieben Jahre später. So erleben wir seit nunmehr 50 Jahren jedes Jahr das gleiche Schauspiel. Stolze Professoren überreichen vor TV-Kameras ein schwergewichtiges Gutachten, es wird mehr oder minder huldvoll entgegengenommen, am folgenden Tag werden die Reaktionen der Medien unter den Ministerialen besprochen, und anschließend wird das Gutachten entsorgt. Immerhin, mitunter soll es vorkommen, dass viele Jahre später eine schräge Idee der Professoren, nachdem sie mehrmals von Berufenen wie Unberufenen hin- und hergewendet worden ist, umgesetzt wird.

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Versager Gorbatschow?

Von Hartmut Kliemt am 15. November 2014

Die Bewunderung für starke Führungspersönlichkeiten scheint so tief verankert zu sein, dass der starke Unterdrücker mehr geschätzt wird, als der zurückhaltende Befreier. Sogar der gewalttätige Revolutionär erfreut sich größerer Bewunderung als der stille Reformer. Die gleichen, die heute Putin mit gutem Recht ablehnen, sehen Gorbatschow als Versager, weil er sein, Ziel Großrussland zusammenzuhalten, nicht erreichte.

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Politik und Rat (1)
Chemie oder Alchemie?
Politiker zum Sachverständigenratsgutachten

Von Ulrich van Suntum am 13. November 2014

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat das jüngste Jahresgutachten des Sachverständigenrates scharf kritisiert. Es versammele auf 400 Seiten „platte Wertungen  und viel zu wenig ökonomische Fakten”. Dies äußerte sie bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung und Übergabe des Werkes an die Bundeskanzlerin. Sie kann das Gutachten also gar nicht gelesen, sondern höchstens überflogen haben.

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Ordnungspolitischer Kommentar
Fährt Uber auf der Überholspur?

Von Carina Lindener am 12. November 2014

Was früher undenkbar gewesen wäre, ist heute aufgrund der neuen Kommunikationsmittel schnell und einfach möglich: Tauschen und gemeinsames Nutzen von Gegen­ständen wird nicht mehr nur im kleinen Kreis zwischen Freunden und Familienmitgliedern durchgeführt, sondern auch im größeren Kreis und mit Fremden. Internet und Smart­phones ermöglichen eine neue Kultur des Teilens: Bohr­maschinen werden verliehen, Autos werden von mehreren Personen genutzt, Sofas und leer stehende Zimmer als Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Die Grundidee der Sharing Economy ist eine zutiefst ökono­mische: Es geht um den sparsa­men Umgang mit knappen Ressour­cen. ­Die Ko­ordination kann dabei über Kommu­nikationsplattformen wie facebook laufen oder gezielt von kommerziellen An­bietern vermittelt wer­den. Einer dieser Anbieter ist der Fahr­dienstvermittler Uber. Über eine App vermittelt Uber Fahrgäste an Miet­wagen mit Fahrer (UberBlack) und an private Fahrer (UberPop). Das in San Francisco gegrün­dete Unternehmen bietet seine Dienste seit Anfang des Jahres in Deutschland an. Im Juni dieses Jahres haben Taxifahrer in Berlin und anderen europäi­schen Städten zu Demonstrationen gegen diese neue Konkurrenz aufgeru­fen. Vor Gericht erwirkten sie Fahr­verbote gegen private Uber-Fahrer. Ein abschließen­des gerichtliches Urteil über ein Verbot von Uber oder darüber, in welchem Rahmen Uber seine Diens­te anbieten darf, steht noch aus.

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