Lehrer Wulff

Was wäre eigentlich passiert, wenn der Anruf von Herrn Wulff bei der Springerpresse Erfolg gehabt hätte? Diese Frage liegt auf der Hand, doch wird sie kaum diskutiert. Wie konnte es kommen, dass Herr Wulff einen solchen Anruf überhaupt für erfolgsversprechend halten konnte? Auch diese Frage wird nicht diskutiert, obwohl sie sehr beunruhigend ist.

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Gastbeitrag
Apropos Eurogipfel – Anmerkungen zum Ausklingen einer medialen Krise

I

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben von allem etwas genommen, und die daraus gewonnene Medizin, durchaus nicht bloß  ein Placebo, ist anscheinend in der Tat ein wertvolles Beruhigungsmittel geworden. Als solches entspräche sie auch dem Dringlichsten. Denn die sogenannte Eurokrise war ja von Anfang an keine Krise des Euro, dessen Existenz war zu keiner Zeit gefährdet. Sie war in den letzten Wochen und Monaten schon nicht mehr allein eine Schuldenkrise, die sie zweifellos in ihrem Kern ist. Jemand hat von einer medialen Krise gesprochen und damit etwas Wesentliches nicht übertrieben polemisch in den Vordergrund gerückt: Die Bevölkerung dieses prosperierenden Landes hat von dem, was diese Krise angeblich an Schlimmem zum Ausdruck bringt, nichts, buchstäblich  gar nichts selbst wahrgenommen oder selbst erlebt; aber in einer Telefonumfrage haben sich 72 Prozent, man kann es kaum glauben: 72 Prozent, zu der Auffassung bekannt, dass ihre Währung, der Euro, keine Zukunft mehr habe. Das war in der Tat zugleich niederschmetternd – und skurril.

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Schreit sie nieder: Trier, Singer, Kevorkian!

Natürlich muss man davon ausgehen, dass Medien jede Chance ergreifen, Skandale zu erzeugen und auszunutzen, um Aufmerksamkeit für sich selbst zu erzeugen. Trotzdem überraschen im „Fall von Lars von Trier“ Art und Ausmaß, in dem auch von Seiten öffentlich geförderter Medien gefälscht wird. Der eigentliche Skandal liegt hier und nicht bei Trier. Als Herr von Trier Opfer einer massiven Verfälschung von Nachrichten durch Auslassung wurde, waren die öffentlichen Medien ebenso unzuverlässig wie die anderen. Wenn die Herde rennt, sollten aber die öffentlich besoldeten Redakteure nicht einfach mit laufen. Wir bezahlen sie dafür, auch abweichende Meinungen zu Wort kommen zu lassen. Wir hoffen, dass sie aufgrund ihrer größeren finanziellen Unabhängigkeit plural und fundiert zu berichten vermögen. Wenn sie das nicht tun, verliert ihre Förderung ihre Berechtigung.

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Hayek versus Keynes Reloaded

Econstories hat einen neuen Videoclip mit dem Titel „Fight of the Century: Hayek versus Keynes Round Two“ produziert. Der etwa zehnminütige Clip, der dem Clip „Fear the Boom and Bust: A Hayek vs. Keynes Rap Anthem“ folgt, stellt mit Blick auf die noch schleichende globale Krise den dominierenden keynesianischen Therapieansätzen eine hayekianische Kritik gegenüber. Visuell wird das Duell der Giganten als Boxkampf umgesetzt und akustisch mit einem Rap unterlegt. Hayek bringt mit einem wuchtigen Schlag den Favoriten Keynes zu Boden. Dennoch wird Keynes – selbst überrascht – zum Sieger erklärt, während sich Ben Bernanke, umringt von attraktiver weiblicher Begleitung, mit Dollarscheinen Zigarren ansteckt. Die Aussage ist klar: Keynes dominiert zwar das wirtschaftspolitische Handeln, doch sollte man sich mehr auf Hayek besinnen.

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Zweischneidige Internetfreiheit

Wikileaks ist keine Schwachstelle des Internets sondern der Politik. Bisher ging der demokratische Bürger davon aus, dass nur Diktaturen ihre Handlungsweise mit falschen Begründungen erklären müssen; weit gefehlt. Die Geschehnisse der letzten Wochen decken schonungslos auf, dass Politiker auch ein erhebliches Defizit in Bezug auf die Einschätzung der Durchsetzungskraft von Medien aufweisen – insbesondere der elektronischen Art. Das kann sich bitter rächen.

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Gastbeitrag:
Leistungsschutzrecht der Verlage oder neue Geschäftsmodelle?

Während der letzten Wochen und Monate geisterte immer häufiger der Begriff des Leistungsschutzrechts für Verlage durch das Internet. Beiträge dazu finden sich sowohl in diversen Blogs als auch in den verschiedenen Internetauftritten der Verlage sowie den Online-Plattformen anderer Medien. Es wurden darüber hinaus auch bereits erste Tagungen und Podiumsdiskussionen zu diesem Thema abgehalten und auch die Politik hat sich schon intensiv mit dieser Fragestellung beschäftigt.

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Gastbeitrag:
Frequenzauktionen, weiße Flecken und Wettbewerb im Mobilfunkmarkt

Am 12. April hat in Mainz in einer ehemaligen Kaserne die Auktion der neuen Mobilfunkfrequenzen begonnen, bei der unter der Leitung der Bundesnetzagentur Frequenzen von insgesamt 360 MHz versteigert werden. Ein Teil der Frequenzen stammt dabei noch aus UMTS-Auktionen aus dem Jahr 2000. Eine besondere Bedeutung kommt jedoch der heiß begehrten sogenannten Digitalen Dividende zu. Das sind insgesamt 60 MHz der TV-Frequenzen aus dem Frequenzbereich um 800 MHz, die bei der Umstellung auf DVB-T freigeworden sind, da hierdurch – im Gegensatz zum analogen Signal – deutlich geringere Kapazitäten benötigt werden.

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Gastbeitrag:
Öffentlich-rechtliches Fernsehen ohne Werbung?

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, hat vorgeschlagen, Werbung und Sponsoring bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten schrittweise zu vermindern, um letztendlich ganz darauf zu verzichten. Die Finanzierung des Ausstiegs aus der Werbung könnte über die Erhebung der Vollgebühr für PCs vorgenommen werden. Diejenigen, die bisher nur die Grundgebühr von 5,76 Euro zahlen, müssten dann den vollen Betrag von monatlich 17,98 Euro abführen. Gewinner dieser möglichen neuen Finanzierungsstruktur wären zum einen die Öffentlich-Rechtlichen, da sie nun unabhängig davon, welches Empfangsgerät von einer Person genutzt wird, den vollen Betrag der Gebühr einnehmen könnten. Damit würde die Gebühr noch stärker als eine Steuer wahrgenommen, da die Zahl derjenigen, die weder ein Fernsehgerät, noch ein Radio oder ein sogenanntes „neuartiges Rundfunkgerät“ (wie etwa einen entsprechenden PC oder ein Smart Phone mit Empfangsmöglichkeit) besitzen, langsam aber sicher gegen Null gehen dürfte.

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Gastbeitrag:
Sind die Medien in der Krise, weil der Markt versagt?

Er ist 78 Jahre alt und sieht in die Zukunft: „Die Zeiten des freien Internets werden bald vorbei sein“, hatte Rupert Murdoch im Frühjahr prognostiziert. Der mächtigste Verleger der Welt (Murdoch gehören über 100 Zeitungen) möchte selbst zur Erfüllung der Prognose beitragen: Die ersten Zeitungen seiner News Corporation kündigten vor wenigen Tagen Bezahlinhalte ab kommenden Frühjahr an. Dann sollen diese Inhalte auch nicht mehr über Google erreichbar sein, wie Murdoch  betonte.

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