Gastbeitrag
Mission Vertrauen: Die Eurokrise als Chance nutzen

Goldankaufstuben haben Konjunktur, Krisenpropheten ohnehin, und die Immobilienpreise in deutschen Ballungszentren ziehen an. Weltweit haben Notenbanken Notmaßnahmen ergriffen, um einzelne notleidende Finanzinstitute und Staaten zu unterstützen. Doch nicht nur Finanzinstitute, sondern auch ganze Länder sind über gigantische Rettungsschirme mit komplizierten Garantieverflechtungen vor dem Bankrott gerettet worden. Und wenn es in den letzten Jahren ein Thema in den Medien, in der Öffentlichkeit und bis hinein in die Familien gab, dann war es die Wirtschafts- und Finanzkrise und die Ängste, die Menschen mit ihr verbinden.

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Varianten des Kapitalismus
Wir sind die 99 Prozent.
Rettet „Occupy Wall Street“ die Marktwirtschaft?

„Save capitalism from crony capitalists.“ (Nicholas D. Kristof)

Die Marktwirtschaft ist in der Kritik, wieder einmal. Das ist trotz Krise rätselhaft, zumindest hierzulande. Europa leidet darunter, dass die Regierungen viel zu viel Geld ausgegeben haben. Die gegenwärtige Staatsschuldenkrise ist eine Krise der Politik. Bisher ist die Welt mit marktwirtschaftlichen Ordnungen sehr gut gefahren. Bei Wachstum und Wohlstand kann ihr kein anderes System das Wasser reichen. Aber sie hat auch Achillesfersen. Die eine ist altbekannt: Einkommen und Vermögen sind inter-personell ungleich verteilt. Eine andere hat die Finanzkrise noch einmal verdeutlicht: Marktmacht kann Marktwirtschaften zerstören. Die „Occupy Wall Street“-Bewegung legt den Finger in diese Wunden. Ballt sich im Finanzsektor wirtschaftliche Macht, werden Einkommen und Vermögen ungleicher verteilt. Ein Abbau der Marktmacht systemrelevanter Banken verringert die ungleiche Verteilung und stabilisiert marktwirtschaftliche Ordnungen. Damit stellt sich die Frage: Rettet „Occupy Wall Street“ die Marktwirtschaft?

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Rettet „Occupy Wall Street“ die Marktwirtschaft?
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Lehrer Wulff

Was wäre eigentlich passiert, wenn der Anruf von Herrn Wulff bei der Springerpresse Erfolg gehabt hätte? Diese Frage liegt auf der Hand, doch wird sie kaum diskutiert. Wie konnte es kommen, dass Herr Wulff einen solchen Anruf überhaupt für erfolgsversprechend halten konnte? Auch diese Frage wird nicht diskutiert, obwohl sie sehr beunruhigend ist.

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Gastbeitrag
Apropos Eurogipfel – Anmerkungen zum Ausklingen einer medialen Krise

I

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben von allem etwas genommen, und die daraus gewonnene Medizin, durchaus nicht bloß  ein Placebo, ist anscheinend in der Tat ein wertvolles Beruhigungsmittel geworden. Als solches entspräche sie auch dem Dringlichsten. Denn die sogenannte Eurokrise war ja von Anfang an keine Krise des Euro, dessen Existenz war zu keiner Zeit gefährdet. Sie war in den letzten Wochen und Monaten schon nicht mehr allein eine Schuldenkrise, die sie zweifellos in ihrem Kern ist. Jemand hat von einer medialen Krise gesprochen und damit etwas Wesentliches nicht übertrieben polemisch in den Vordergrund gerückt: Die Bevölkerung dieses prosperierenden Landes hat von dem, was diese Krise angeblich an Schlimmem zum Ausdruck bringt, nichts, buchstäblich  gar nichts selbst wahrgenommen oder selbst erlebt; aber in einer Telefonumfrage haben sich 72 Prozent, man kann es kaum glauben: 72 Prozent, zu der Auffassung bekannt, dass ihre Währung, der Euro, keine Zukunft mehr habe. Das war in der Tat zugleich niederschmetternd – und skurril.

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Schreit sie nieder: Trier, Singer, Kevorkian!

Natürlich muss man davon ausgehen, dass Medien jede Chance ergreifen, Skandale zu erzeugen und auszunutzen, um Aufmerksamkeit für sich selbst zu erzeugen. Trotzdem überraschen im „Fall von Lars von Trier“ Art und Ausmaß, in dem auch von Seiten öffentlich geförderter Medien gefälscht wird. Der eigentliche Skandal liegt hier und nicht bei Trier. Als Herr von Trier Opfer einer massiven Verfälschung von Nachrichten durch Auslassung wurde, waren die öffentlichen Medien ebenso unzuverlässig wie die anderen. Wenn die Herde rennt, sollten aber die öffentlich besoldeten Redakteure nicht einfach mit laufen. Wir bezahlen sie dafür, auch abweichende Meinungen zu Wort kommen zu lassen. Wir hoffen, dass sie aufgrund ihrer größeren finanziellen Unabhängigkeit plural und fundiert zu berichten vermögen. Wenn sie das nicht tun, verliert ihre Förderung ihre Berechtigung.

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Hayek versus Keynes Reloaded

Econstories hat einen neuen Videoclip mit dem Titel „Fight of the Century: Hayek versus Keynes Round Two“ produziert. Der etwa zehnminütige Clip, der dem Clip „Fear the Boom and Bust: A Hayek vs. Keynes Rap Anthem“ folgt, stellt mit Blick auf die noch schleichende globale Krise den dominierenden keynesianischen Therapieansätzen eine hayekianische Kritik gegenüber. Visuell wird das Duell der Giganten als Boxkampf umgesetzt und akustisch mit einem Rap unterlegt. Hayek bringt mit einem wuchtigen Schlag den Favoriten Keynes zu Boden. Dennoch wird Keynes – selbst überrascht – zum Sieger erklärt, während sich Ben Bernanke, umringt von attraktiver weiblicher Begleitung, mit Dollarscheinen Zigarren ansteckt. Die Aussage ist klar: Keynes dominiert zwar das wirtschaftspolitische Handeln, doch sollte man sich mehr auf Hayek besinnen.

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Zweischneidige Internetfreiheit

Wikileaks ist keine Schwachstelle des Internets sondern der Politik. Bisher ging der demokratische Bürger davon aus, dass nur Diktaturen ihre Handlungsweise mit falschen Begründungen erklären müssen; weit gefehlt. Die Geschehnisse der letzten Wochen decken schonungslos auf, dass Politiker auch ein erhebliches Defizit in Bezug auf die Einschätzung der Durchsetzungskraft von Medien aufweisen – insbesondere der elektronischen Art. Das kann sich bitter rächen.

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Gastbeitrag:
Leistungsschutzrecht der Verlage oder neue Geschäftsmodelle?

Während der letzten Wochen und Monate geisterte immer häufiger der Begriff des Leistungsschutzrechts für Verlage durch das Internet. Beiträge dazu finden sich sowohl in diversen Blogs als auch in den verschiedenen Internetauftritten der Verlage sowie den Online-Plattformen anderer Medien. Es wurden darüber hinaus auch bereits erste Tagungen und Podiumsdiskussionen zu diesem Thema abgehalten und auch die Politik hat sich schon intensiv mit dieser Fragestellung beschäftigt.

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Gastbeitrag:
Frequenzauktionen, weiße Flecken und Wettbewerb im Mobilfunkmarkt

Am 12. April hat in Mainz in einer ehemaligen Kaserne die Auktion der neuen Mobilfunkfrequenzen begonnen, bei der unter der Leitung der Bundesnetzagentur Frequenzen von insgesamt 360 MHz versteigert werden. Ein Teil der Frequenzen stammt dabei noch aus UMTS-Auktionen aus dem Jahr 2000. Eine besondere Bedeutung kommt jedoch der heiß begehrten sogenannten Digitalen Dividende zu. Das sind insgesamt 60 MHz der TV-Frequenzen aus dem Frequenzbereich um 800 MHz, die bei der Umstellung auf DVB-T freigeworden sind, da hierdurch – im Gegensatz zum analogen Signal – deutlich geringere Kapazitäten benötigt werden.

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