Brauchen wir ein Kulturschutzgesetz?

Im Zusammenhang mit den Ereignissen der letzten Jahre wurde der Begriff der Leitkultur kontrovers diskutiert und auch infrage gestellt, ob es eine derartige Leitkultur überhaupt gäbe. Eng verbunden ist die Problematik des sog. Kulturschutzgesetzes (Gesetz zum Schutz von Kulturgut (KGSG), das – und damit wollen wir uns hier zuvorderst beschäftigen – „den Schutz von Kulturgut vor Abwanderung“ (Kapitel 2) verhindern soll.

„Brauchen wir ein Kulturschutzgesetz?“ weiterlesen

Funktionsdefizite der indirekten Demokratie
Wir brauchen mehr basisdemokratische Elemente!

Wenn man sich kurz vor der Wahl die entsprechenden Polit-Talksendungen anschaut, so bestechen die dort auftretenden Personen durch eine Sprache, die sich maßgeblich durch Unverbindlichkeit auszeichnet. Das trifft nach meinem Dafürhalten für die Vertreter aller Parteien zu. Konsens der Redner ist es offenbar, möglichst konkrete Aussagen zu vermeiden.

„Funktionsdefizite der indirekten Demokratie
Wir brauchen mehr basisdemokratische Elemente!
weiterlesen

Gehaltsexzesse im Profifußball

Für den Wechsel des brasilianischen Fußballspielers Neymar zum Pariser Club St Germain wurde ein neuer Rekord bei der Ablösesumme aufgestellt. So erhielt der abgebende Verein FC Barcelona 222 Mio. Euro für diesen Wechsel. Zudem wird kolpotiert, daß Neymar zukünftig ein Jahresgehalt von 30 Mio. Euro netto bezieht. Nun sind das nicht Ergebnisse einer fernen Welt (Paris ist von Aachen mit dem Zug in weniger als drei Stunden erreichbar), sondern die Fußballspieler verdienen auch in der Bundesliga erhebliche Summen: So werden die Gehälter von Thomas Müller und Manuel Neuer (beide Bayern München) mit etwa mit 15 Mio. Euro beziffert. Auch Marco Reus und Mario Götze (beide Borussia Dortmund) verdienen mit 10 Mio. bzw. 8 Mio. vergleichsweise gut (hier). Insgesamt liegen die Durchschnittsgehälter der Fußballprofis in der 1. Bundesliga bei etwa 1,5 Mio. Euro.

„Gehaltsexzesse im Profifußball“ weiterlesen

Sollte die Marktmacht der Heizkostenableser staatlich beschnitten werden?

Jeder Mieter kennt es: Sofern die Wohnung nicht mit einem modernen Ablesesystem mit elektronischer Übertragung ausgestattet ist, kommt in den meisten Fällen einmal im Jahr der Heizungsableser. Eine Verteilung der Heizkosten nach dem persönlichen Verbrauch statt nach der Wohnungsgröße – eine Regelung, die auf die Heizkostenverordnung aus dem Jahr 1981 zurückgeht – macht dieses für manche Mieter lästige Ablesen erforderlich.

Der Ablesemarkt wird von wenigen Firmen dominiert: Marktführer Techem verfügt laut Unterlagen für seine Anleiheinvestoren dabei über einen Marktanteil von etwa 30%, der Konkurrent Ista über etwa 25% und Brunata-Metrona über etwa 17% Marktanteil. Insgesamt vereinen damit die drei größten Anbieter 75% der Anteile auf diesem Markt. Alle weiteren Wettbewerber haben kaum nennenswerte Marktanteile (siehe Graphik). Der Markt weist also eine weitgehend oligopolistische Struktur mit entsprechenden Konsequenzen für das Preisniveau auf.

„Sollte die Marktmacht der Heizkostenableser staatlich beschnitten werden?“ weiterlesen

Grün, gelb, rot – tut die Ampel not?
Sollte die Lebensmittelampel in Deutschland doch eingeführt werden?

Zwar wurde die Einführung der Lebensmittelampel 2010 vom EU-Parlament abgelehnt, neue Regeln zur Lebensmittelkennzeichnung, die ab 2014 eingesetzt werden sollen, hat das EU-Parlament dennoch verabschiedet (o.V., 2011).

Ziel dieser Regeln – und auch der zunächst diskutierten Lebensmittelampel – ist es, den Verbraucher über die Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu informieren. Da die Einführung der Ampel sowohl von Verbraucherschutzseite als auch von Ärzten und Krankenkassen gefordert wurde (o.V., 2010), soll im folgenden kurz diskutiert werden, wie eine Einführung aus ordnungsökonomischer Perspektive zu beurteilen ist.

„Grün, gelb, rot – tut die Ampel not?
Sollte die Lebensmittelampel in Deutschland doch eingeführt werden?
weiterlesen