Erwartungen bei Yen und Yuan außer Kontrolle

Der Druck auf die chinesische Dollar-Bindung ist wieder einmal stärker geworden. US-Finanzminister Geithner hat den Bericht über die Wirtschafts- und Währungspolitik der Handelspartner, der China als “Währungsmanipulator” einstufen soll, zwar verschoben. Doch das Ultimatum läuft. Spätestens im Juni soll das G20-Treffen auf mulitlateraler Ebene den Durchbruch zu mehr Wechselkursflexibilität, d.h. Yuan-Aufwertung, bringen. Gelingt das nicht, kann sich die Regierung in Washington unter Umständen nicht mehr dem Druck des Kongresses zu Handelssanktionen entziehen. Spätestens der Handelsboykott sollte China zu dem bewegen, was dem Rest der Welt schon lange einleuchtet: Der Yuan muss aufwerten. Zum Besten für die Welt – und für China selbst!

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Chinese New Year

Paul Krugman (2010) eröffnete im neuen Jahr die Jagd auf den chinesischen Dollar-Peg.  China als neue Finanz- und Wirtschaftsmacht sei anders als andere große Länder: merkantilistisch, räuberisch und beratungsresistent! In den kommenden Jahren würden den USA weitere 1,4 Millionen Jobs entrissen. Vor der Krise sei China den USA zwar noch als  Käufer von US-Staatsanleihen nützlich gewesen.  Seit der Krise seien die US-Finanzmärkte mit Liquidität überschwemmt und China als wirtschaftlicher Partner überflüssig. Dies mache den Weg frei für Barrieren gegen chinesische Billigimporte.

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Stabilitätssicherheitszone Euroland

Das Kasino ist wieder eröffnet! Getrieben von historisch niedrigen Zinsen in den großen Kapitalmärkten rollen die Carry Trades in alle Winkel der Welt. Die Preise ostasiatischer Immobilien, arabischen Öls, der Währungen von aufstrebenden Volkswirtschaften sowie die Kurse multinationaler Unternehmen schießen nach oben. Die Erwartungen sind selbsterfüllend: Wenn eine ausreichende Anzahl an Investoren an die Spekulationsgewinne glaubt, reicht bei flexiblen Wechselkursen schon die Aufwertung der Ziellandswährung aus, um fürstliche Renditen sicher zu stellen.

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Die Grenzen der geld- und finanzpolitischen Asymmetrie

Angesichts des Unbehagens über aufgeblasene Zentralbankbilanzen und explodierende Staatsverschuldung hat die Diskussion um den Exit aus den Niedrigzinspolitiken der großen Zentralbanken eingesetzt. Je mehr Nachrichten eine globale wirtschaftliche Erholung signalisieren, desto notwendiger erscheint die Rückkehr zum makroökonomischen Alltag.

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V und U Déjà Vu?

Erwartete bzw. erhoffte Konjunkturverläufe werden derzeit gerne mit Buchstaben beschrieben. Am wünschenswertesten ist das V; der tiefen Krise folgt die Erholung nach dem Bunjee-Prinzip. Das W beschreibt den überraschenden Einbruch nach der schnellen Erholung; beispielsweise wenn Konjunkturprogramme auslaufen und die monetäre Flutung endet, folgt die Katerstimmung. Eine zögerlichere Genesung nach einer lang anhaltenden Krise beschreibt das U. Das schlechteste Szeanrio ist das L: Die Krise ist das Eintrittstor in die Stagnation wie etwa nach der Weltwirtschaftskrise oder wie in Japan seit dem Platzen der Bubble Economy.

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