Stadienbau und polit-ökonomische Anreizmechanismen

Ein neues Stadion für den heimischen Fußballverein – das wünschen sich regelmäßig nicht nur die Fans, sondern auch die Stadtoberen. In der Sportökonomie werden verschiedene Aspekte diskutiert, in welcher Weise ein Neubau bzw. eine umfassende Sanierung positive Effekte generieren kann.

  • Sofern die Arbeiten durch lokale Unternehmen durchgeführt werden, kann das örtliche Baugewerbe profitieren. Zumindest während der Bauphase sind Effekte auf dem Arbeitsmarkt denkbar. Steigende Gewinne führen weiterhin zu steigenden Steuereinnahmen. Schließlich sind mittel- und langfristige Multiplikatoreffekte zu berücksichtigen.
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Ist die deutsche Sportpolitik auf dem ordnungspolitisch richtigen Pfad?

Sport hat für viele Bürger einen sehr hohen Stellenwert und stellt für eine große Anzahl die Freizeitbeschäftigung – aktiv oder passiv als Sportzuschauer – Nr. 1 dar. Insofern ist es kein Wunder, dass der Staat sich auch des Sports angenommen hat, wenngleich die historischen Wurzeln dieser staatlichen Intervention zurück in eine Zeit gehen, in der Sport insbesondere eine zentrale Rolle für die Wehrertüchtigung spielte. Damit ist gleichwohl der staatlichen Intervention in den Sport etwas die Rechtfertigung abhanden gekommen. In diesem Beitrag will ich zuerst die Sportpolitik der Bundesrepublik Deutschland holzschnittartig vorstellen und danach vor allem aus ordnungspolitischer Sicht würdigen.


Ist die deutsche Sportpolitik auf dem ordnungspolitisch richtigen Pfad?
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Teamorder im Hochleistungssport

Auch wenn die Formel 1 aktuell pausiert – das nächste Rennen findet am 29.08.2010 in Belgien statt –, werden die Ereignisse des Großen Preises von Deutschland die Teams wie auch die Medien weiter beschäftigen: Ferrari-Pilot Massa wurde in Führung liegend per Funk dazu aufgefordert, seinen Teamkollegen Alonso überholen zu lassen. In der Königsklasse des Motorsports sind derartige Absprachen (Teamorder) innerhalb einer Mannschaft derzeit verboten. Neben einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 EUR drohen dem Rennstall nun weitere Strafen, über die der FIA-Weltrat Anfang September berät.

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Der Schaufenstereffekt einer Fußball-WM

Dass insbesondere Nationalspieler aus Afrika, aber auch solche aus Asien, Nordamerika, Australien und Neuseeland Fußball-Weltmeisterschaften gerne als „Laufsteg“ interpretieren, der ihnen die Möglichkeit gibt, sich für ein Engagement in einer der europäischen Top-Ligen zu empfehlen, ist vollkommen unstrittig. Die Frage, welchen Einfluss Einsätze bei einer Fußball-Weltmeisterschaft aber tatsächlich auf den Marktwert – und damit natürlich auch auf das Gehalt – eines Spielers haben, ist jedoch nach wie vor unbeantwortet.

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Die unendliche Marktmacht der FIFA

Durch den Verkauf der Rechte an der derzeitig ausgespielten Fußballweltmeisterschaft vereinnahmt die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) etwa 2,6 Mrd. Euro, wovon 1,6 Mrd. Euro durch die Erlöse von TV-Übertragungsrechten generiert werden. Die Marketingeinnahmen belaufen sich auf 815 Mio. Euro (o. V. 2010a). Diesen Einnahmen stehen Ausgaben der FIFA für die Veranstaltung von ca. 800 Mio. gegenüber (o. V., 2010b). Vor dem Hintergrund der Garantieversprechen zur Stabilisierung des Euros wirken diese Beträge zwar wie Taschengeld, trotzdem stellt sich die Frage nach der Marktmacht der FIFA!

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Verdient Ronaldo zuviel?

Profifußballer konnten ihre Einkommen in den vergangenen Jahren überproportional steigern. Als bestbezahlter Fußballer der Welt gilt derzeit Christiano Ronaldo (Real Madrid) mit einem Jahreseinkommen von 13 Millionen EUR (zzgl. Einkünfte aus privaten Werbeverträgen), gefolgt von Zlatan Ibrahimovic (FC Barcelona) mit 12 Millionen p. a. Der deutsche Nationalspieler Philipp Lahm erspielt sich als bestbezahlter Bundesligaprofi acht Millionen.

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Gastbeitrag:
WM-Studie: Deutschland wird Vize-Weltmeister

Ein Team aus Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Eberhard Karls Universität Tübingen hat pünktlich zur anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft eine Studie über den Ausgang der FIFA WM veröffentlicht. Die Besonderheit der Studie ist ihr ganzheitlicher Blickwinkel. So fußen die Ergebnisse auf sportlichen Variablen, berücksichtigen aber auch den Einfluss von Politik, Ökonomie, Kultur und vielem mehr auf den sportlichen Erfolg. Laut der Studie wird Brasilien Weltmeister, Deutschland Zweiter, vor Frankreich und Italien. Im Viertelfinale scheitern Niederlande, England, Spanien und Portugal. Die Wahrscheinlichkeit der Prognose liegt bei 75%.

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WM-Studie: Deutschland wird Vize-Weltmeister”
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Steuergelder für aufstiegswillige Zweitligisten mit besonders inkompetentem Management?

Ausweislich des jüngst von der DFL vorgelegten „Bundesliga-Reports“ mit Daten für die Spielzeit 2007/08 haben die 18 Erstligisten in der jüngeren Vergangenheit erhebliche Fortschritte bei der Konsolidierung ihrer Bilanzen gemacht. So konnten die kumulierten Verbindlichkeiten vom 30.6.2006 bis zum 30.6.2008 von rund 569 Mio. € auf zuletzt 469 Mio. € gesenkt werden. Demgegenüber ist die wirtschaftliche Lage der 18 Zweitligisten erheblich prekärer, denn deren Verbindlichkeiten nahmen im Laufe des Betrachtungszeitraumes von lediglich zwei Jahren von knapp 77 auf mehr als 163 Mio. € zu.

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BlogDialog
Bernd Frick über die Fußball-Weltmeisterschaft
Der Sportökonom aus Paderborn im Interview

Herr Professor Frick, wer wird kommender Fußball-Weltmeister?

Frick: Spanien.

Vor der letzten WM hätten Sie mit dieser Prognose noch Hohn und Spott geerntet.

Frick: Ich habe bereits bei der EM 2008 mit Erfolg auf Spanien als Titelträger gewettet und war damit der Einzige in meinem Umfeld. Zudem hatte ich im vergangenen November das Privileg, den FC Barcelona im Heimspiel gegen den AC Mailand zu sehen. Was Xavi und Iniesta seinerzeit auf dem Platz veranstalteten, war unbeschreiblich. Wenn die Beiden bei der WM Normalform erreichen, wird die spanische Mannschaft nicht zu schlagen sein.

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Bernd Frick über die Fußball-Weltmeisterschaft
Der Sportökonom aus Paderborn im Interview
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Warum gibt es keine Konkurrenz zur Fußball-Bundesliga?

Die Fußball-Bundesliga produziert eine Unterhaltungsdienstleistung, die von den Konsumenten sehr hoch geschätzt wird, was an den Zuschauerzahlen im Stadion und an den Zuschauern vor dem Fernsehen deutlich wird. Zwar existieren Substitutionsprodukte auf dem Unterhaltungssektor, aber insbesondere die Attraktivität anderer deutscher Profi-Sportligen oder ausländischer Fußballigen scheint für den deutschen Zuschauer eher gering zu sein. Nun läßt sich beobachten, daß der Markt für „Fußballspiele“ offenbar wenig bestreitbar ist; dies zeigt sich daran, daß im Fußball keine Konkurrenzligen auf dem höchsten Spielniveau auftreten, geschweige denn sich durchsetzen können.

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