Gastbeitrag:
Politics, Financial Crisis, Central Bank Constitution and Monetary Policy

1. Introduction

The damages and suffering caused by inflation during the course of history are enormous. Still, the worst excesses of inflation occurred not before the 20th century. This development was a consequence of the further technical development of money from coins to paper money and book money together with changes in the monetary regime or constitution ruling supply and control of money. Sustained inflation has always been a monetary phenomenon in the sense that the increase of the money supply is a necessary condition for its occurrence. Moreover, if an increase of the money supply is permanently outstripping the growth of real gross domestic product it is also a sufficient condition for inflation. But that is not the whole story. For it has still to be asked which are the factors and institutional settings that allow the excessive growth of the money supply. And here historical evidence provides a clear answer.

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Der Schaden, der aus der Zinsmanipulation erwächst

In der Wissenschaft gibt es kumulativen, substitutiven und regressiven Erkenntnisfortschritt. Kumulativ bedeutet, dass der Erkenntnisbestand im Zeitablauf wächst, substitutiv, dass herkömmliche durch bessere Erkenntnis ersetzt wird, und zirkulär, dass Erkenntnis, zwischenzeitlich vergessen, wiederentdeckt wird. Diese Einsicht sollte zur Reflektion akzeptierter Theorien ermutigen – dies gilt zum Beispiel für die Zins- und Kapitaltheorie.

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Die Wirtschaftskrise im Widerstreit der Lager
Theoretische Positionen und wirtschaftspolitische Empfehlungen im Vergleich

Es gibt sie wieder: zwei wirtschaftspolitische Lager, die einander unversöhnlich gegenüberstehen und diametral entgegengesetzte Politikempfehlungen propagieren. Wie schon in der Fiskalismus-Monetarismus-Kontroverse des vergangenen Jahrhunderts steht erneut eine eher keynesianische Richtung der marktprozessorientierten, das heißt einer dem Wirkungsmechanismus der wettbewerblichen Preisbildung vertrauenden Position gegenüber.

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Gastbeitrag:
Anleihekäufe und Solvenz von Notenbanken
Wie viel quasi-fiskalische Aktivitäten verträgt die EZB?

Direkt nach dem dramatischen Rettungsgipfel für die Eurozone kündigte die EZB überraschend an, künftig erstmals öffentliche und auch private Anleihen zu kaufen, um eine “geordnete geldpolitische Transmission” sicherzustellen.

Politische Unabhängigkeit?

Zwar ist ein direkter Kauf bei den ausgebenden Staaten (noch) nicht möglich. Jedoch erscheint angesichts der vielen bisher in der Finanzkrise schon gefallenen ordnungspolitischen Tabus nicht mehr ausgeschlossen, dass Regierungen heimische Banken zwingen, ihnen die eigenen Staatsanleihen direkt abzunehmen. Da die Banken diese direkt zur Refinanzierung an die Notenbank weiterreichen, käme dies einem direkten Kauf der Anleihen durch die Zentralbank und einer Umgehung des Verbots der direkten Staatsfinanzierung durch die Notenbank gleich. In den Tagen vor dieser Entscheidung mit enormer Tragweite entstand der Eindruck, die EZB werde nicht nur von den Märkten getrieben, sondern auch von der Politik. Durch den Anleihekauf könnte – so der Tenor – die nationale Fiskalpolitik zukünftig die gemeinsame Geldpolitik dominieren. Die EZB sei politisch abhängig geworden.

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