Familien- und Sozialpolitik: Konzeptionslosigkeit als Prinzip?

Der Initiative der damaligen Familienministerin von der Leyen folgend, beschloss das Bundeskabinett am 5. September 2007 die Förderung des Ausbaus der Kinderkrippen für ein- bis dreijährige Kinder auf 750.000 Betreuungsplätze bis 2013 und die Einführung eines Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ab dem zweiten Lebensjahr. Da dieser Ansatz vor allem vom Koalitionspartner CSU als ein Eingriff in die privatautonome Entscheidung junger Eltern gewertet wurde, war er nur in Kombination mit dem Versprechen zu haben, ab 2013 solchen Familien ein pauschales Betreuungsgeld zu überweisen, die sich ausdrücklich für die häusliche Betreuung ihrer unter drei jährigen Kinder entscheiden. Diese letztere Maßnahme ist nun – wo ihre Implementierung akut wird – allenthalben in der Kritik.

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Was das Ehegattensplitting mit dem Betreuungsgeld zu tun hat

Die Antwort vorneweg: nichts! Ich wollte nur beide Begriffe in eine Überschrift bekommen. Denn eigentlich wollte ich zur aktuellen Diskussion um das Betreuungsgeld schreiben (ich werde diesen Monat Vater und da bewegen einen solche Themen), doch bemerkte ich bei der Recherche recht schnell, dass das Thema vor Werturteilen und Meritorik nur so strotzt und deshalb Ökonomen, zumal Ordnungsökonomen, keinen Spaß macht. Wenn sich schon die Zunft der Kinderpsychologen nicht einig ist, wie sollen es dann die Volkswirte richten? Hier trotzdem die Kurzanalyse in einem Absatz:

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