Europas Fußbilligen im Umbruch (3)
Nur 48 Stunden
Wettbewerb als Entdeckungsverfahren

Es war die Nacht vom 18. auf den 19. April 2021. Zwölf europäische Top-Klubs, die sich zu Höherem berufen fühlten, verkündeten die Gründung einer eigenständigen und quasi geschlossenen Super League. Der europäische Fußballverband UEFA stand vor vollendeten Tatsachen. Ihre etablierte und kommerziell höchst erfolgreiche UEFA Champions League hatte über Nacht mächtige Konkurrenz bekommen.

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Nur 48 Stunden
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Europas Fußballligen im Umbruch (2)
Vom Regen in die Traufe?
Die Champions League-Reform aus sportökonomischer Sicht

 UEFA unter Druck

Nachdem während der vergangenen Jahrzehnte mehrmals Bemühungen zur Gründung einer geschlossenen, in privater Eigentümerschaft organisierten, europäischen Superliga im Profifußball forciert wurde (etwa Berthold 2018; Follert 2019; Follert und Emrich 2019; Drewes und Rebeggiani 2019), entfachten ernstzunehmende Planungen vor einigen Tagen erneut die Diskussion. Das Vorhaben dieser neuen Europäischen Superliga zerschlug sich jedoch schnell, da einige Klubs, die sich vorher dazu bekannten, nach erheblichem Druck von Seiten der UEFA, der Fans und sogar mancher Regierungschefs wieder einen Rückzieher machten (ran 2021). Die Europäische Superliga wäre, hätten die Klubs durchgehalten, für die UEFA, die bislang im europäischen Fußball als Monopolist im Hinblick auf die Organisation internationaler professioneller Fußballwettbewerbe agieren konnte, ein ernstzunehmender Wettbewerber gewesen (hierzu Follert und Daumann 2021). Tatsächlich bleibt aber das Drohpotential eines Ausstiegs namhafter Klubs. Vor diesem Hintergrund ist auch der Entwurf einer Umgestaltung der Champions League zu interpretieren, der nun auf dem Tisch liegt (https://www.sportnews.bz/artikel/fussball/europaeische-wettbewerbe/champions-league/uefa-beschliesst-champions-league-reform) und der im Folgenden analysiert werden soll.

Europas Fußballligen im Umbruch (2)
Vom Regen in die Traufe?
Die Champions League-Reform aus sportökonomischer Sicht
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Podcast
Europäische Super-Liga oder Champions-League-Reform?

Aus dem Inhalt:

Immer wieder kursieren Gerüchte und Meldungen über eine geschlossene Europäische Super-Liga durch die Medien. Kürzlich haben FIFA und UEFA einer solchen Liga eine Absage erteilt. Ist die Idee damit endgültig vom Tisch? Droht stattdessen eine weitere Aufstockung der Champions League mit noch mehr sicheren Spielen in der Gruppenphase? (ab Minute 03:35)

Podcast
Europäische Super-Liga oder Champions-League-Reform?“
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Zum 28. Mal FC Bayern München
Ist die Champions League Gift für die Fußballbundesliga?

Die Ausgeglichenheit einer Liga wird von vielen als wichtige – vielleicht sogar als wichtigste Determinante für die Zuschauernachfrage von Fußballspielen in einer Profiliga identifiziert. Dabei wird folgender Wirkungsmechanismus impliziert: Eine ausgeglichene sportliche Leistungsfähigkeit der Klubs einer Liga (competitive balance) erhöht den Spannungsgrad; es ist evtl. bis zum letzten Spieltag nicht klar, welcher Klub die Meisterschaft gewinnt. Ein hoher Spannungsgrad führt zu einem höheren Zuschauerinteresse und damit zu höheren Einnahmen der Klubs.[1] Da jedoch jeder einzelne Klub nach maximaler Spielstärke strebt – jeder Klub möchte nach Möglichkeit alle Spiele gewinnen –, gerät die individuelle Rationalität in Konflikt mit der kollektiven. Der Spannungsgrad ist ein Kollektivgut. Im Interesse der Liga muß es demnach sein, daß die Spielstärken der Klubs nicht zu stark voneinander abweichen. Freilich spielt auch der Zufall oder das Glück beim Ausgang eines Spiels eine nicht gänzlich zu vernachlässigende Rolle.

Wir wirkt sich nun vor diesem Hintergrund die Champions League aus?

„Zum 28. Mal FC Bayern München
Ist die Champions League Gift für die Fußballbundesliga?
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