Ordnungspolitischer Kommentar
Voluntourismus in Entwicklungsländern
Ein Markt mit Nebenwirkungen

Seit einigen Jahren besteht ein Trend zu kurzen Freiwilli­geneinsätzen als Teil von Erlebnisurlaub, vor allem in Entwicklungsländern. Touristen werden zu Voluntouristen (von engl. volunteer: Freiwilliger) und arbeiten für kurze Zeit in sozialen oder ökologischen Projekten mit. Neben jungen Menschen sind auch Be­rufstätige, die eine Auszeit nehmen und aktive Rentner Voluntouristen. Sie tun das, weil sie den Menschen in ihrem Reiseland helfen möchten, können aber durch ihre Nachfrage unbeabsichtigte Auswirkungen auf Schutzbe­dürftige und auf den Arbeitsmarkt hervorrufen.

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Ungleichheit heute (12)
Ungleichheit und Wachstum

Zu Beginn dieser Serie wurde die Entwicklung der Einkommensungleichheit in Deutschland und der Welt intensiv dokumentiert. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Einkommen zunehmend ungleicher verteilt sind. Aus normativen Gründen mag man dieser Entwicklung kritisch gegenüber stehen. Aber auch aus Effizienzgründen kann eine ungleiche Verteilung schädlich sein. Eine naheliegende Vermutung ist, dass Ungleichheit den gesamtwirtschaftlichen Output und somit die Einkommen reduziert oder zumindest langsamer ansteigen lässt. Dieser Beitrag zeigt, dass dies für Entwicklungsländer tatsächlich der Fall ist und veranschaulicht überdies, warum ein solcher Zusammenhang in den Industrienationen gerade nicht beobachtet werden kann.

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Ungleichheit und Wachstum”
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Asien treibt die globalen Investitionen – ein Selbstläufer?

Das globale Investitionsvolumen ist in den vergangenen zehn Jahren gewaltig angestiegen. Die weltweiten Bruttoinvestitionen – dabei handelt es sich um private und staatliche Investitionen in Ausrüstungen, Bauten und Läger und nicht um Finanzmarktinvestitionen – stiegen auf Basis von eigenen Berechnungen von gut 7.000 Milliarden US-Dollar im Jahr 2002 um knapp 10.000 Milliarden US-Dollar auf nunmehr gut 17.000 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 an (Abbildung 1). Dagegen war in der vorhergehenden Dekade 1992 bis 2002 nur ein Plus in Höhe von insgesamt gut 1.500 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen. Im Teilzeitraum 1995 bis 2002 stagnierten die weltweiten Anlageinvestitionen sogar auf einem mehr oder weniger konstanten Niveau von knapp 7.000 Milliarden US-Dollar.

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Marktwirtschaft lernen
Zur Vermittlung ökonomischer Bildung in deutschen und schweizerischen Schulbüchern

In Zeiten wie diesen hat jeder zur Marktwirtschaft irgendwie eine Meinung. Da die Wenigsten Volkswirtschaftslehre studieren, müssen die Meisten notgedrungen auf Zeitungswissen oder auf ihr Schulbuchwissen zurückgreifen. Da liegt die Frage nahe, wie es um die Vermittlung von Kompetenzen in wirtschaftlichen Fragen während der Schulzeit stand und steht. Die Reaktionen auf die Finanzkrise legen eine tiefgreifende Unkenntnis vieler Bevölkerungskreise über wirtschaftliche Fragen nahe, von der auch gebildete Kreise nicht ausgenommen sind, sofern sie sich nicht schon einmal intensiv im Rahmen eines Studiums mit volkswirtschaftlichen Fragen beschäftigt haben. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat eine wirtschaftswissenschaftliche Schulbuchstudie in Auftrag gegeben. Die Kernfrage ist: Werden wirtschaftliche Zusammenhänge korrekt erklärt und welche ordnungspolitischen Bewertungsmuster lassen sich in Schulbüchern – versteckt oder offen – erkennen?

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Zur Vermittlung ökonomischer Bildung in deutschen und schweizerischen Schulbüchern
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