Es fehlt das Vertrauen

Die Staatschuldenkrisen in vielen Ländern haben das Tempo der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr heftig abgebremst. Vor allem der Euroraum leidet unter den Anpassungslasten, die mit den hohen Schuldenbergen und den einsetzenden Korrekturen einhergehen. Die reale Wirtschaftsleistung ging – nach einem bereits vergleichsweisen schwachen Wachstumsjahr 2011 – im Jahr 2012 um 0,6 Prozent zurück. Dabei gaben alle verwendungsseitigen Aggregate im Euroraum nach: Der private Konsum sank um 1,3 Prozent, der Staatskonsum um 0,3 Prozent und die Anlageinvestitionen brachen sogar um fast 4 Prozent ein. Vor allem Letzteres markiert die hohe unternehmerische Unsicherheit, die sich im Gefolge der Staatsschulden- und Strukturkrisen im Euroraum aufgebaut hat.

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Leitlinien zur aktuellen Tarifpolitik

Der Wohlstand und die Wohlfahrt der Bürger sind die Prüfsteine für die wirtschaftlichen Aktivitäten der privaten Haushalte, der Unternehmen und des Staates. Was unter Wohlstand und Wohlfahrt zu verstehen ist, ist gar nicht so leicht zu ergründen. Der Deutsche Bundestag hat dazu sogar eine Enquete-Kommission eingesetzt. Weitgehend geteilt wird die Ansicht, dass es beim Wohlstand vor allem um den materiellen Lebensstandard geht, also um die Verfügbarkeit über Waren und Dienstleistungen. Die Wohlfahrt umfasst neben dem Wohlstand auch immaterielle Gegebenheiten wie Zufriedenheit, Sicherheit und Gerechtigkeit. Unstrittig ist, dass Arbeitsplätze, die damit verbundenen Einkommen und schließlich der Konsum der privaten Haushalte zu den wichtigsten Komponenten von Wohlstand und Wohlfahrt gehören.

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