Ungleichheit heute (14)
Ungleichheit und Krisen

Kann eine ungleiche Verteilung der Einkommen Krisen verursachen? Die ökonomische Literatur hat in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Theorien hervorgebracht, welche kausalen Zusammenhänge zwischen zunehmender Ungleichverteilung der Einkommen und ökonomischen Krisen aufzeigen. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007 kam es zu einer deutlichen Intensivierung dieser Diskussion. Wenn Ungleichheit zu einer Destabilisierung der Ökonomie führt, so gibt die steigende Ungleichheit neben normativen Überlegungen auch aus Effizienzgesichtspunkten Anlass zur Sorge. Dieser Beitrag illustriert die wesentlichen Studien der vergangenen 15 Jahre und zeigt, dass der Zusammenhang zwischen einer zunehmend ungleichen Einkommensverteilung und ökonomischen Krisen durchaus ambivalent ist.

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Der Chefvolkswirt
“I’m an Austrian in economics“
What we can learn from the Austrian school of economics for today’s crisis

Failure of the “liquidationists” to overcome the Great Depression of the early 1930s prepared the ground for an era of interventionist economic policies. Modern macroeconomics and finance nourished the belief that we can successfully plan for the future. But the present crisis teaches us that we live in world of Knightian uncertainty, where the “unknown unknowns” dominate and our plans for the future are regularly thwarted by unforeseen and unforeseeable events.

Der Chefvolkswirt
“I’m an Austrian in economics“
What we can learn from the Austrian school of economics for today’s crisis
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Über Zinsen, Zinssätze und Zinspolitik

1.     Zinsen – je niedriger, desto besser?

„Das Gold ist für den Tausch entstanden, der Zins weist ihm die Bestimmung an, sich durch sich selbst zu vermehren. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter allen am weitesten dem Naturrecht“ (Aristoteles). Moralische Vorbehalte gegenüber Zinsen sind offenkundig seit mehr als zweitausend Jahren weit verbreitet. Zinsen werden oft als unverdientes Einkommen wahrgenommen, ihnen haftet die Aura des Anrüchigen an. So kann es kaum überraschen, wenn Zinssenkungen als etwas Gutes wahrgenommen werden, als etwas, das die Menschen entlastet.

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Die Botschaft der „Kreditkrise“

I.

Die sogenannte „internationale Kreditkrise“ ist im Kern Folge eines Wirtschaftssystems, das sich in den letzten Jahrzehnten in nahezu allen entwickelten Volkswirtschaften immer stärker herausgebildet hat und dass sich vermutlich am besten als „sozial-demokratischer Sozialismus“ charakterisieren lässt: Ein Wirtschaftssystem, in dem das Privateigentum nicht sakrosankt ist und staatliche (Markt)Eingriffe, legitimiert durch die Mehrheitsmeinung, für eine „gerechte“ (Um)Verteilung von Vermögen und Einkommen sorgen wollen.

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