Die Förderung von Videospielen ist ein ordnungsökonomischer Fehlgriff

Die Bundesrepublik will in den nächsten Jahren 250 Mio. Euro dafür verwenden, die heimische Entwicklung von Videospielen zu fördern (Benrath 2020). Dabei sollen einzelne Projekte mit bis zu 50% gefördert werden. Begründet wird das damit, daß die Produktion eines derartigen Spiels in Deutschland bis zu 30 Prozent teurer als in Frankreich oder Großbritannien sei, was sich auch in dem geringen Marktanteil deutscher Anbieter von lediglich 5% auf dem deutschen Markt niederschlage. Zudem gebe es bei der Produktion erhebliche externe Effekte für bestimmte Branchen (IT-Branche, technische Zulieferer, Werbemarkt), da durch eine verstärkte Videospielentwicklung in Deutschland entsprechende Fachkräfte hier gehalten bzw. hierher attrahiert werden könnten. Während im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts bislang einzelne Projekte mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden konnten, kündigte Bundesminister Andreas Scheuer nun an, bis zum Ende des Jahres die Förderung erster Großprojekte zur Entwicklung von Videospielen zu genehmigen (Benrath 2020). Im Rahmen der virtuell stattfindenden Gamescom stellten etwa die Digitalisierungs-Staatsministerin, Dorothee Bär, oder Bundesaußenminister, Heiko Maas, die scheinbaren Vorzüge von Videospielen für Schulen und Völkerverständigung heraus (Benrath 2020).

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Vertrauen
Unverzichtbare, aber zerbrechliche Grundlage des sozialen Konsenses

1. Das Problem

Am 21. Juli 1969 um 3:56 MEZ haben erstmalig Menschen, Neil Armstrong und Edwin Aldrin, den Mond betreten! –– Haben sie wirklich? Tatsächlich gibt es eine Reihe von Verschwörungstheorien, die das Gegenteil behaupten. So fragte sich der Verfasser dieser Zeilen einst: Warum glaube ich, dass die Meldung von der Mondlandung stimmt? Definitiv war es nicht der Umstand, dass ich mich mit den Argumenten der beiden Seiten intensiv auseinandersetzt hätte. Es reichte schon völlig aus, dass ich denjenigen, die diese Nachricht an mich weitergaben, vertraute: meinen Eltern, meinen Lehrern, meinen Freunden …

„Vertrauen
Unverzichtbare, aber zerbrechliche Grundlage des sozialen Konsenses
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