Hilft nicht, schadet nur
Zentralbanken machen trotzdem weiter

„A world-system of payments, however, which relies to a large proportion on credit money, is subject to rapid deflation, if this airy credit structure is once shaken and crushed down.“ (Gottfried Haberler, 1996, Money and the Business Cycle, S. 59).

 

I.

Lässt sich der Wohlstand einer Volkswirtschaft mehren, wenn die Geldmenge ausgeweitet wird? Nein. Geld hat nur eine Funktion, und das ist die Tauschmittelfunktion. Alle übrigen Funktionen – die Recheneinheits- und Wertaufbewahrungsfunktion – sind lediglich Unterfunktionen der Tauschmittelfunktion. Alles, was ein Ausweiten der Geldmenge bewirkt, ist ein Schwinden der Kaufkraft des Geldes – im Vergleich mit einer Situation, in der die Geldmenge unverändert bleibt.

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Zentralbanken machen trotzdem weiter
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Die wirtschaftliche Lage Deutschlands Mitte des Jahres 2012

Verfolgt man die Medienberichte über die Wirtschafts- und Staatsschuldenkrisen, so könnte man dem Eindruck erliegen, die deutsche Wirtschaft gleiche einem überragend starken Mann, dem es prinzipiell möglich sei, seine ganze Nachbarschaft vor selbstverschuldetem Unheil zu bewahren. Die Arbeitslosigkeit ist so gering wie lange nicht mehr, die Erwerbstätigenzahlen erreichten wiederholt neue Spitzenwerte und selbst die Inflation war in den vergangenen Monaten rückläufig. Darüber hinaus sei Deutschland der Stabilitätsanker in einer zumindest teilweise überschuldeten Währungsunion. Die Statistiken scheinen hier eindeutig zu sein, doch soll im Folgenden gezeigt werden, dass der vermeintlich solide Zustand der deutschen Wirtschaft auf tönernen Füßen steht. Dies gilt sowohl für die konjunkturelle Lage als auch für die Staatsschuldenproblematik. Das Unheil, das mit dem Brüsseler Gipfel über die deutsche Volkswirtschaft hereinbrechen könnte, bestärkt diese Einschätzung auf höchst unerfreuliche Weise.

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Ein „Fiat-Geld-Boom“ endet in einer Depression. Deren Kosten können jedoch verringert werden, wenn die Zentralbanken sofort aufhören, die Zinsen zu manipulieren und die Geldmenge auszuweiten.

„The reason why I think that too deliberate striving for immediate usefulness is so likely to corrupt the intellectual integrity of the economist is that immediate usefulness depends almost entirely on influence, and influence is gained most easily by concessions to popular prejudice and adherence to existing political groups.“

Friedrich August von Hayek, (1991 [1944]), On Being An Economist.

I.

Viele Ökonomen, nicht selten mit besten Absichten, wollen mit ihren Ratschlägen, die sie an Zentralbank- und Regierungspolitiker, Regulierungsbürokraten und vor allem auch die breite Öffentlichkeit richten, zu einer „Lösung“ der Finanz- und Wirtschaftskrise beitragen. So empfehlen einige von ihnen, die Zentralbankpolitiker sollten das Gelddrucken nicht zu weit treiben, wenn es gilt, unrentable Banken und Staaten über Wasser zu halten; Regierungspolitiker sollten sich der Zustimmung zu immer größeren Staatsdefiziten und „Rettungsschirmen“ versagen; Finanzaufsichtsbehörden sollten die „Regulierungszügel“ mutig anziehen, ungeachtet des Widerstandes aus der Bank- und Finanzwirtschaft; und nicht zuletzt sollten die Wahlbürger nicht mehr chronisch auf Kosten künftiger Steuerzahler leben und Staatsausgabekürzungen zustimmen.

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Der Chefvolkswirt
“I’m an Austrian in economics“
What we can learn from the Austrian school of economics for today’s crisis

Failure of the “liquidationists” to overcome the Great Depression of the early 1930s prepared the ground for an era of interventionist economic policies. Modern macroeconomics and finance nourished the belief that we can successfully plan for the future. But the present crisis teaches us that we live in world of Knightian uncertainty, where the “unknown unknowns” dominate and our plans for the future are regularly thwarted by unforeseen and unforeseeable events.

Der Chefvolkswirt
“I’m an Austrian in economics“
What we can learn from the Austrian school of economics for today’s crisis
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Gastbeitrag:
Erklärung der Weltfinanzkrise durch die österreichische Kapital- und Konjunkturtheorie

Die von Ludwig von Mises und Friedrich A. von Hayek entwickelte österreichische Konjunkturtheorie (ÖKT) eignet sich ausgezeichnet zur Erklärung der Finanzkrise. Die ÖKT stützt sich auf die von Carl Menger und Eugen von Böhm-Bawerk entwickelte Kapitaltheorie. Deren Haupterkenntnis ist, dass menschliche Handlungen und Investitionen Zeit brauchen. Um Investitionsprojekte erfolgreich zu Ende zu führen, sind reale Ersparnisse nötig, um die in den Projekten beschäftigten Produktionsfaktoren zu unterhalten. Sind die Ersparnisse unzureichend, müssen die Projekte vor Beendigung eingestellt, oder liquidiert werden.

Gastbeitrag:
Erklärung der Weltfinanzkrise durch die österreichische Kapital- und Konjunkturtheorie”
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