Griechenland (7)
Schäubles Scherbenhaufen

Wolfgang Schäuble sitzt vor einem Scherbenhaufen. Seine Griechenland-Politik ist gescheitert. Die interne Abwertung war politisch nicht durchzuhalten. Die Griechen wollen sich nicht länger von Ausländern bevormunden lassen. Das entspricht dem Subsidiaritätsprinzip.

Schäuble wollte den Griechen seine Bedingungen diktieren. Er hat sich mit dem Geld der deutschen Steuerzahler Verfügungsmacht über Griechenland erkauft. Am deutschen Wesen sollte Griechenland genesen. Er hätte wissen können, dass die Deutschen immer noch im Glashaus sitzen. Er hätte wissen müssen, dass seine Politik Gift für die Völkerverständigung sein würde. Er war bereit, das Bailout-Verbot des Art. 125 AEUV zu verletzen – ein krasser Rechtsbruch. Wo immer es ging, hat er versucht, Angela Merkel und die Troika vorzuschicken, aber inzwischen wird er auch in Griechenland als der Haupturheber erkannt. Er sollte sich zu seiner Verantwortung bekennen und abdanken.

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“1. Würzburger Ordnungstag“
Wettbewerb der Zentralbanken

1. Grundsätzliches zum monetären Wettbewerb

Spätestens seit Hayeks Vorschlag der Entnationalisierung des Geldes (1976), der den staatlichen Notenbanken das Monopol der Geldemission entziehen will, wird über monetären Wettbewerb kontrovers gestritten:

Die Entmonopolisierung der staatlichen Geldbereitstellung und die damit verbundene Installierung von Währungswettbewerb privater Emittenten sollte dem monopolistischen Missbrauch der Geldentwertung aufgrund monetärer Überexpansion entgegenwirken.

Die Idee des Währungswettbewerbs basiert auf den dem Wettbewerb auf Märkten grundsätzlich zugeeigneten Wirkungen: Effizienz, Machtbegrenzung, Entdeckung innovativer Lösungen, institutionelles Lernen.

A priori spricht nichts dagegen anzunehmen, dass dies auch für den Geldangebotswettbewerb zwischen Zentralbanken gilt.

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Wettbewerb der Zentralbanken”
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Chefvolkswirt
Das Euro-Drama
Die Parallelwährung als Lösungsweg

1. Einleitung

Jubel, Sekt und Feuerwerk: So wurde vor zehn Jahren zu Silvester die Einführung der Euro-Münzen und Scheine gefeiert. Europa wächst zusammen. Heute ist die Euro-Party einer Katerstimmung gewichen. Für 2013 wird für die Euro-Zone ein Rückgang des BIP um 0,3 Prozent prognostiziert (vgl. Eurostat, 2013). In Griechenland wird das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 20 Prozent unter dem Wert von 2008 liegen. Mehr noch: Die unterschiedlichen Krisenreaktionspfade in den Mitgliedsländern führen zu Schlagzeilen, die weniger die Gemeinsamkeiten als die Divergenzen betonen.

Dabei galt der Euro als ein weiterer Schritt zur Integration. Wie kommt es, dass ausgerechnet das Einigungsprojekt Währungsunion zu einer Entfremdung zwischen den Völkern beiträgt? Und gibt es einen Weg zwischen Austritt und Deflationszenario? Dieser Beitrag setzt sich mit den Vorschlägen für eine Parallelwährung auseinander, die in einzelnen Mitgliedsstaaten neben dem Euro die Einführung einer weiteren Währung vorsehen.

Chefvolkswirt
Das Euro-Drama
Die Parallelwährung als Lösungsweg
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Parallelwährungen können hilfreich sein
11 Thesen zur Euro-Krise

  1. Die anhaltende Euro-Krise stimuliert eine Reaktivierung der bereits in den 1970er Jahren in der Diskussion um die Einführung einer europäischen Gemeinschaftswährung geführten Debatte. Nachdem der Euro durch politischen Beschluss installiert wurde, flachte die Diskussion zunächst jahrelang ab. Die nunmehr vitalisierte Renaissance des Parallelwährungsgedankens ist fruchtbar für die Suche nach Alternativlösungen gegenüber den offiziellen Pfaden der gegenwärtigen politischen Euro-Rettungspolitik. Das Euro-Problem lässt sich auf zwei grundsätzliche Facetten reduzieren: Erstens driftet die Euro-Zone immer stärker ab in einen zunehmend ineffizienten Währungsraum. Und zweitens steigt das Risiko, dass die anhaltend (über)expansive Geldpolitik der EZB Inflation im Euro-Raum produziert. Was können Parallelwährungen leisten, um diesen Entwicklungen entgegenzusteuern? “Parallelwährungen können hilfreich sein
    11 Thesen zur Euro-Krise
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Gastbeitrag
Parallelwährungen als Ausweg aus dem Euro-Dilemma?

Die aktuelle Eurokrise offenbart das grundsätzliche Dilemma einer Währungsunion: Es muss eine gemeinsame Geld- und Zinspolitik für mehrere Volkswirtschaften mit ggfs. ganz unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gefahren werden. Zudem gibt es nur einen Wechselkurs, der für das eine Land zu hoch, für das andere aber zu niedrig sein kann. Die Folge sind massive Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen, Fehlleitungen der internationalen Kapitalströme und divergierende Konjunkturlagen, denen die Geldpolitik nicht gleichzeitig gerecht werden kann.

Gastbeitrag
Parallelwährungen als Ausweg aus dem Euro-Dilemma?”
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Einfach nicht einfach
Zerfällt der Euro?

„Deutschland muss aus dem Euro austreten“ (Jens Ehrhardt, Vermögensverwalter und Fondsmanager)

Dem Euro steht das Wasser bis zum Hals. Die Gefahr ist groß, dass er in Geld ertrinkt. Das eigentliche Problem ist ungelöst: Multiples „moral hazard“. Banken-, Staatsschulden- und Wettbewerbskrisen schwelen weiter. Alle Versuche, den Euro mit Geld zu retten, sind kläglich gescheitert. Bald stehen die fiskalischen Retter selbst am Rand des finanziellen Abgrundes. Und unter den zu Rettenden macht sich „Gläubigerhass“ breit. Nun soll die EZB die Kastanien aus dem Feuer holen. Dieser Plan ist zum Scheitern verurteilt. Reale Probleme lassen sich nicht monetär lösen. Es ist ein riskantes Spiel mit dem inflationären Feuer. Kein Wunder, dass immer öfter gefragt wird, ob es nicht sinnvoll sei, die Europäische Währungsunion gesund zu schrumpfen. Damit könne der währungspolitische Kern erhalten und die reale Integration in Europa gerettet werden.

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