Militärkarrieren von Politikern beeinflussen das Abstimmungsverhalten

In seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 ging der amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower eindringlich auf die Verflechtungen des militärisch-industriellen Komplexes ein. Dies ist wenig erstaunlich, da der ehemalige General aus dem 2. Weltkrieg, wie etwa zwei Drittel der US-Präsidenten auf einen Dienst in den Streitkräften zurückblicken kann. Gerade in US-Wahlkämpfen wurde in der Vergangenheit der militärische Hintergrund von Politikern gerne als besonderes Gütesiegel hervorgehoben. Doch dies ist beileibe kein rein amerikanisches Phänomen. Vladimir Putins Sicherheitspolitik wird nachgesagt, sie wäre von dessen militärischen und geheimdienstlichen Erfahrungen mitgeprägt und der ehemalige französische Präsident François Hollande sah es als Pflicht für seinen politischen Werdegang den Militärdienst zu verrichten.

“Militärkarrieren von Politikern beeinflussen das Abstimmungsverhalten” weiterlesen

Die Politische Ökonomie der Revolution
Was man als Ökonom zu den Ereignissen in Ägypten sagen kann

Der nun offene Widerstand der ägyptischen Bevölkerung gegen das Regime des Husni Mubarak wird in den Medien auch als Internet-Phänomen dargestellt. Von einer sogenannten Facebook-Revolution ist da die Rede, anspielend darauf, daß die Koordinierung der Proteste offenbar wenigstens zum Teil über soziale Netzwerke erfolgte. Es scheint, als seien zwei Dinge als Auslöser der aktuellen Entwicklungen zusammengekommen: Der in der Bevölkerung schon lange weit verbreitete, latente Wunsch nach einem Sturz des Regimes sowie die erfolgreiche Vertreibung des tunesischen Diktators als konkreter Auslöser und unmittelbares Vorbild. Aber was genau ist da eigentlich passiert?

“Die Politische Ökonomie der Revolution
Was man als Ökonom zu den Ereignissen in Ägypten sagen kann”
weiterlesen