Wer wird denn gleich in die Luft gehen?
Duisburg ist eine Katastrophe, aber kein Skandal

Den älteren unter uns ist noch die HB Zigarettenwerbung bekannt, bei der sich ein recht nervöser und häufig ungeschickter Mann von einer alltäglichen Katastrophe in die nächste bewegte, um dann regelmäßig vor Wut in die Luft zu gehen. Das sogenannte HB-Männchen beruhigte sich durch Rauchen einer Zigarette und dann ging alles wie von selbst.

Der Ratschlag, eine Zigarette zu rauchen, ist gewiss nicht gut, der Rat nach einer Katastrophe wie der Duisburger erst einmal ruhig nachzudenken und die Probleme nüchtern zu analysieren, ist jedoch ausgezeichnet. Wir sind von dieser Ruhe nach dem Sturm weit entfernt. So wie der Raucher seiner Sucht, geben wir vielmehr unserer Lust an Skandal und Personalisierung leichtfertig nach.

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Sparpaket und Elterngeld für Arbeitslose: Ein Lehrstück

Die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen führte im Jahre 2007 ein Elterngeld als Ersatz für das bisherige Erziehungsgeld ein. Damit soll jungen Eltern ein zumindest teilweiser Ausgleich für entgangene Erwerbseinkommen in der ersten Lebensphase nach der Geburt eines Kindes gewährt werden. Das Elterngeld wird über einen Zeitraum von maximal 14 Monaten gewährt und beträgt regelmäßig 67 Prozent des laufenden Netto-Erwerbseinkommens, jedoch mindestens 300 und höchstens 1800 Euro. Das Familienministerium lässt dabei keinen Zweifel am Zweck dieser Zuwendung an junge Eltern. Auf der Website des Ministeriums finden wir entsprechend:

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