Semiprofessionelle Fußballligen:
Drop out ohne Berufsperspektive – Ist der Staat in der Verantwortung?

In den Amateurligen des deutschen Fußballs haben sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt durch das medienwirksame Vorbild des Profifußballs semi-professionelle Arbeitsverhältnisse herausgebildet. Die daraus resultierenden gezahlten Entgelte erfordern während der sportlichen Laufbahn in vielen Fällen keinen Nebenerwerb, reichen aber oftmals nicht aus, um auf eine berufliche Betätigung nach der sportlichen Karriere verzichten zu können. Deshalb ist eine Karriere nach der Karriere für eine Vielzahl an Fußballspielern unumgänglich. Vor diesem Hintergrund sollten sich Fußballspieler eigentlich schon während ihrer sportlichen Laufbahn für ihr berufliches Fortkommen danach vorbereiten. Tatsächlich belegen Studien jedoch, daß sich ein Großteil der aktiven Fußballspieler nur unzulänglich mit der Thematik beschäftigt (Daumann & Römmelt 2009).

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Sportevents: Sinnvolle öffentliche Investitionen oder Geldverschwendung?

Die Fußball-WM 2006, die Handball-WM im Jahr darauf, die Leichtathletik-WM 2009 und jüngst die alpine Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen: Die Anzahl internationaler Sportevents in Deutschland ist in den letzten Jahren fraglos hoch. Offiziell werden derartige Veranstaltungen durch die jeweiligen Verbände wie den DFB oder den DLV bzw. nationale Organisationskomitees verantwortet. Faktisch ist die öffentliche Hand jedoch in großem Umfang mit in die Planung, die notwendigen Investitionen und die Umsetzung involviert. Aktuell zeigt sich dies bei der Bewerbung Münchens zur Austragung der olympischen Spiele 2018. So sind neben dem DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund) die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land als Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft vertreten.

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Stadienbau und polit-ökonomische Anreizmechanismen

Ein neues Stadion für den heimischen Fußballverein – das wünschen sich regelmäßig nicht nur die Fans, sondern auch die Stadtoberen. In der Sportökonomie werden verschiedene Aspekte diskutiert, in welcher Weise ein Neubau bzw. eine umfassende Sanierung positive Effekte generieren kann.

  • Sofern die Arbeiten durch lokale Unternehmen durchgeführt werden, kann das örtliche Baugewerbe profitieren. Zumindest während der Bauphase sind Effekte auf dem Arbeitsmarkt denkbar. Steigende Gewinne führen weiterhin zu steigenden Steuereinnahmen. Schließlich sind mittel- und langfristige Multiplikatoreffekte zu berücksichtigen.
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