Klimanaivität!

Die globale Temperatur ist seit der industriellen Revolution laut Weltklimarat um rund 1,1°C angestiegen – in einigen europäischen Ländern sogar um deutlich mehr, wie beispielsweise in Deutschland. Die weltweiten Emissionen wachsen auf hohem Niveau weiter. Dabei mangelt es in der Politik nicht an ehrgeizigsten Zielen zum Klimaschutz. So will die Bundesregierung, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird. Global soll die Erderwärmung auf unter 1,5°C begrenzt werden. Doch mit nüchternem Blick auf die Welt erscheint die Erfüllung solcher Ziele als „klimanaiv“.

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Gendern? Bitte gerne automatisiert!

Einige fordern, eine sogenannte gendergerechte Sprache solle ausnahmslos verwendet werden. Andere stören sich an Gendersternchen oder ähnlichen Ausdrucksformen. An mancher Hochschule, Universität oder manchem Unternehmen gibt es Streitereien über neue Sprachleitfäden. Dabei dürfte es ökonomisch betrachtet im Grunde schon bald nichts mehr zu streiten geben. Zukünftig könnten Texte einfach maschinell und automatisch ge- und entgendert werden.

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Sanktionsversagen? Was nun?

Überall wird diskutiert, ob die westlichen Sanktionen der russischen Wirtschaft überhaupt schaden. Doch das ist die falsche Frage. Natürlich schaden sie der russischen Wirtschaft. Aber durch ihre Wirkungsweise spielen sie Putin auch in die Hände und stärken sein Regime. Das war zu erwarten: Schon viele autokratische Regierungen wurden vom Westen hart sanktioniert und haben dennoch lange überlebt, so etwa die Regime von Fidel Castro, Saddam Hussein, Bashar al-Assad, der Kim-Clan oder die iranischen Mullas. Warum ist das so und gäbe es bessere Alternativen?

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Warum das Auto eine großartige Zukunft haben wird

Viele halten den Automobilverkehr nicht für zukunftsfähig. Mitunter denken sie, der Klimawandel würde einen schnellen Umstieg auf den öffentlichen Verkehr notwendig machen. So wird derzeit auch von Teilen der politischen Entscheidungsträger in Deutschland das „9-Euro-Ticket“ als Autoalternative propagiert, das für drei Monate einen nachhaltigen Umstieg auf den ÖPNV attraktiv machen solle.

Doch ob dem Auto oder dem öffentlichen Verkehr die Zukunft gehört, hängt stark von Kosten-Nutzen-Überlegungen der Nutzer ab. Im Gegensatz zur Meinung mancher Politiker und Aktivisten dürfte der öffentliche Verkehr mit Bus oder Bahn aufgrund von einfachen ökonomischen Gründen gegenüber dem Auto bald stark an Bedeutung verlieren. Autonom fahrende, elektrische Autos könnten das Kosten-Nutzen-Kalkül grundlegend und dauerhaft zugunsten des Autos verändern.

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Ein moralisches Angebot an die Intelligenzija

Die Bürger und politischen Entscheidungsträger der freien, demokratischen Welt sind sich weitgehend einig: Das militärische Aggressionspotential des Putin Regimes soll reduziert werden. Dazu könnten Wirtschaftssanktionen mittel- bis längerfristig einen Beitrag leisten. Die gesamte russische Wirtschaftsaktivität wird durch sie ineffizienter. Die Realeinkommen schrumpfen und damit fehlt zukünftig das Kapital für ausgedehnte Militäraktivitäten des Regimes, selbst wenn dieses weiterhin an der Macht bleibt.

Doch eine alternative, systematische Schwächungsmöglichkeit des Putin Regimes lässt sich die freie, demokratische Welt weitgehend entgehen. Schlimmer noch, eine relevante Kapitalform, nämlich das Humankapital mit russischen Wurzeln, könnte in die Arme des Regimes getrieben werden.

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Wie Sanktionen ein Regime stärken können

Sanktionen schwächen die Wirtschaft des betroffenen Ziellandes. Das bedeutet aber nicht, dass sie auch immer und notwendigerweise das Regime schwächen. Viele autokratische Regierungen leben mit Sanktionen recht gut, relativ stabil und vor allem erstaunlich lange, wie zum Beispiel die Regime von Fidel Castro in Kuba, Saddam Hussein im Irak, Bashar al-Assad in Syrien, dem Kim-Clan in Nordkorea oder den Mullas im Iran zeigen.

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Wärmer ist nicht immer auch ärmer
Temperatur und Wirtschaftswachstum auf regionaler Ebene

Nachdem der Klimawandel aufgrund des dringlicheren Corona-Pandemie etwas aus dem Fokus von Politik und Medien gerückt war, könnte der kommende Frühling und Sommer in vielfacher Hinsicht normaler werden. Dann könnte statt des Corona-Notstands wieder der „Klima-Notstand“ ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken.

Tatsächlich erwärmt sich die Erde. Der Klimawandel ist menschengemacht und er führt zu weltweiten Kosten. Gemäß einem aktuellen Bericht des Weltklimarat der Vereinten Nationen betrug der globale Temperaturanstieg im Vergleich zum Zeitraum 1850-1900 bis zu den 2010er Jahren etwa 1,1°C. Das hat vielfältige Folgen auf die Natur. Doch wie stark negativ wirkt sich der Klimawandel auf den menschlichen Wohlstand aus?

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Medienversagen in Krisen und dessen Lösung

Für Demokratie und gute Politik braucht es freie, vielfältige und kritische Medien. Politik und Medien sind eng verflochten. Einerseits liefern die Medien Informationen zu politischen Problemstellungen, andererseits berichten Medien über politische Entscheidungen und haben eine wichtige Funktion bei der Beleuchtung und Einordnung eben dieser.

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Europa braucht mehr politischen Wettbewerb

Europa, die EU und Deutschland stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Über die großen Ziele herrscht weitgehend Einigkeit: Europa soll ein freiheitlicher, durch Vielfalt geprägter Wohlstandsraum sein und zukünftigen Generationen hervorragende Lebensbedingungen bieten. Dabei soll die EU keine abgeschlossene Wohlstandsinsel sein, sondern europa- und weltweit eine positive Rolle zur Mehrung von Freiheit und Wohlstand spielen. Diese Ziele könnten durch einfache, freiheitliche Reformen unter Wahrung des sozialen Ausgleichs erreicht werden. Es liegt unter anderem am schwachen politischen Wettbewerb, warum solche Reformen nicht angegangen werden.

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Kostenwahrheit statt Kostenscheinwahrheit in der Klimapolitik

Nach dem Corona-Notstand dürften bald Forderungen zur Ausrufung eines erneuten „Klimanotstands“ drohen. An ehrgeizigen Klimazielen mangelt es der Politik nicht. So soll die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden, was weltweit – nicht nur in Deutschland oder Europa – eine massive Reduktion der Klimagase nötig machen würde. Nur: Die tatsächlichen Emissionen steigen. Was sind die Kosten höherer Temperaturen und warum herrscht nicht schon lange Kostenwahrheit?

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