Vertrauen
Unverzichtbare, aber zerbrechliche Grundlage des sozialen Konsenses

1. Das Problem

Am 21. Juli 1969 um 3:56 MEZ haben erstmalig Menschen, Neil Armstrong und Edwin Aldrin, den Mond betreten! –– Haben sie wirklich? Tatsächlich gibt es eine Reihe von Verschwörungstheorien, die das Gegenteil behaupten. So fragte sich der Verfasser dieser Zeilen einst: Warum glaube ich, dass die Meldung von der Mondlandung stimmt? Definitiv war es nicht der Umstand, dass ich mich mit den Argumenten der beiden Seiten intensiv auseinandersetzt hätte. Es reichte schon völlig aus, dass ich denjenigen, die diese Nachricht an mich weitergaben, vertraute: meinen Eltern, meinen Lehrern, meinen Freunden …

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Unverzichtbare, aber zerbrechliche Grundlage des sozialen Konsenses
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OrdnungsPolitiker
Vertrauen ist das Kernkapital des guten Politikers

Ohne Vertrauen funktionieren weder private Beziehungen, noch Gesellschaften und Volkswirtschaften. Ich muss darauf vertrauen können, dass andere aufrichtig sind, Gesetze und Verträge respektieren, sich im Großen und Ganzen fair verhalten. Niemals können Gesetze und Verträge so formuliert sein, dass sie jeglichen denkbaren Missbrauch wirksam sanktionieren oder gar ausschließen könnten. Wer auf den Gütermärkten Erfolg haben will, muss Vertrauen in sein Produkt oder seine Dienstleistung schaffen und dieses Vertrauen zugleich immer wieder rechtfertigen. Vertrauen muss erarbeitet werden, braucht Zeit und Überzeugungskraft. Es ist mühsam erworben und schnell verspielt.

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Vertrauen ist das Kernkapital des guten Politikers”
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Es fehlt das Vertrauen

Die Staatschuldenkrisen in vielen Ländern haben das Tempo der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr heftig abgebremst. Vor allem der Euroraum leidet unter den Anpassungslasten, die mit den hohen Schuldenbergen und den einsetzenden Korrekturen einhergehen. Die reale Wirtschaftsleistung ging – nach einem bereits vergleichsweisen schwachen Wachstumsjahr 2011 – im Jahr 2012 um 0,6 Prozent zurück. Dabei gaben alle verwendungsseitigen Aggregate im Euroraum nach: Der private Konsum sank um 1,3 Prozent, der Staatskonsum um 0,3 Prozent und die Anlageinvestitionen brachen sogar um fast 4 Prozent ein. Vor allem Letzteres markiert die hohe unternehmerische Unsicherheit, die sich im Gefolge der Staatsschulden- und Strukturkrisen im Euroraum aufgebaut hat.

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Gastbeitrag
Mission Vertrauen: Die Eurokrise als Chance nutzen

Goldankaufstuben haben Konjunktur, Krisenpropheten ohnehin, und die Immobilienpreise in deutschen Ballungszentren ziehen an. Weltweit haben Notenbanken Notmaßnahmen ergriffen, um einzelne notleidende Finanzinstitute und Staaten zu unterstützen. Doch nicht nur Finanzinstitute, sondern auch ganze Länder sind über gigantische Rettungsschirme mit komplizierten Garantieverflechtungen vor dem Bankrott gerettet worden. Und wenn es in den letzten Jahren ein Thema in den Medien, in der Öffentlichkeit und bis hinein in die Familien gab, dann war es die Wirtschafts- und Finanzkrise und die Ängste, die Menschen mit ihr verbinden.

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Gipfelhektik oder Investition in Vertrauen?
Es ist Zeit für einen Strategiewechsel in der Euro-Union

Aufregende Wochen liegen hinter und wohl auch vor uns. Der aktuelle Status der Staatsverschuldung mancher Euro-Staaten birgt nach wie vor Gefahren für die gemeinsame Währung sowie für die Europäische Union. Dass keine Alternativen zu den Rettungsprogrammen und hebelgetragenen Fonds temporärer und permanenter Natur existieren würden, darf bezweifelt werden. Es trifft allerdings dann zu, wenn die kurzfristig orientierte Krisen- und Gipfelhektik zum Programm erklärt wird. Dann paßt es, dass in aufreibenden Nachtsitzungen der Staats- und Regierungschefs, „Lösungen“ mit der heißen Nadel gestrickt werden, die durch die diversen Überzeugungsmechanismen zwar in den frühen Morgenstunden konsensfähig werden, dann jedoch kurze Halbwertszeiten aufweisen. Weshalb nicht nach den wahren Wurzeln der Krise fragen und dann die Konsequenzen ziehen?

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Es ist Zeit für einen Strategiewechsel in der Euro-Union
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