„The Texas Bullion Depository“.
Die Texaner sorgen für Währungswettbewerb

“Gold is a currency. It is still, by all evidence, a premier currency. No fiat currency, including the dollar, can match it.“ (Alan Greenspan, Oktober 2014)

Am 12. Juni 2015 hat der Gouverneur des US-Bundesstaates Texas, Greg Abbott, ein Gesetz („HB 483“) zur Schaffung einer bundesstaatlichen Goldlagerstätte – der „The Texas Bullion Depository“ – unterschrieben. Texas – größter US-Bundesstaat – will physisches Gold, das derzeit bei der Federal Reserve Bank von New York lagert (es handelt sich um Goldbestände der Universität-Texas-Stiftung), nach Texas zurückzuholen. Wert: etwa 1 Mrd. US-Dollar.

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“1. Würzburger Ordnungstag“
Wettbewerb der Zentralbanken

1. Grundsätzliches zum monetären Wettbewerb

Spätestens seit Hayeks Vorschlag der Entnationalisierung des Geldes (1976), der den staatlichen Notenbanken das Monopol der Geldemission entziehen will, wird über monetären Wettbewerb kontrovers gestritten:

Die Entmonopolisierung der staatlichen Geldbereitstellung und die damit verbundene Installierung von Währungswettbewerb privater Emittenten sollte dem monopolistischen Missbrauch der Geldentwertung aufgrund monetärer Überexpansion entgegenwirken.

Die Idee des Währungswettbewerbs basiert auf den dem Wettbewerb auf Märkten grundsätzlich zugeeigneten Wirkungen: Effizienz, Machtbegrenzung, Entdeckung innovativer Lösungen, institutionelles Lernen.

A priori spricht nichts dagegen anzunehmen, dass dies auch für den Geldangebotswettbewerb zwischen Zentralbanken gilt.

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Wettbewerb der Zentralbanken”
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Parallelwährungen können hilfreich sein: 11 Thesen zur Euro-Krise

  1. Die anhaltende Euro-Krise stimuliert eine Reaktivierung der bereits in den 1970er Jahren in der Diskussion um die Einführung einer europäischen Gemeinschaftswährung geführten Debatte. Nachdem der Euro durch politischen Beschluss installiert wurde, flachte die Diskussion zunächst jahrelang ab. Die nunmehr vitalisierte Renaissance des Parallelwährungsgedankens ist fruchtbar für die Suche nach Alternativlösungen gegenüber den offiziellen Pfaden der gegenwärtigen politischen Euro-Rettungspolitik. Das Euro-Problem lässt sich auf zwei grundsätzliche Facetten reduzieren: Erstens driftet die Euro-Zone immer stärker ab in einen zunehmend ineffizienten Währungsraum. Und zweitens steigt das Risiko, dass die anhaltend (über)expansive Geldpolitik der EZB Inflation im Euro-Raum produziert. Was können Parallelwährungen leisten, um diesen Entwicklungen entgegenzusteuern? “Parallelwährungen können hilfreich sein: 11 Thesen zur Euro-Krise” weiterlesen

Euro-Krise: Ein Währungswettbewerb wird dringend gebraucht

I.

Die Forderungen, die mit Blick auf die Lösung der „Euro-Krise“ vorgebracht werden, sind vielfältig. Die einen verlangen, dass finanziell schwache Länder – wie zum Beispiel Griechenland – aus dem Euro-Währungsverbund ausscheiden sollen. Andere sehen in einem Aufspalten der Währungsunion in einen „Nord-Euro“ und einen „Süd-Euro“ den Ausweg aus der Misere. Wieder andere verlangen, die Europäische Zentralbank (EZB) solle ihre Käufe von Staatsanleihen einstellen und sich auf ihren eigentlichen Auftrag, die Sicherung der Preisstabilität, beschränken.

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Der Euro im internationalen Währungssystem

Im Gegensatz zu den öffentlich bekundeten Treueschwüren der europäischen Machteliten herrscht in amerikanischen Regierungskreisen, was die politisch relevante Zukunft der Euro-Zone betrifft, beachtliche Skepsis: Die Euro-Zone könnte zerbrechen, und damit ginge auch der Euro seiner –  immerhin nach dem USD zweitwichtigsten – Funktion als Transaktions- und Reservewährung  der Welt verlustig. Hinter dieser Auffassung steht einerseits das bekannte Pro-domo-Denken der Amerikaner in Sachen eigener Währung, aber andererseits auch eine den Amerikanern ebenfalls nicht fremde analytische Nüchternheit, die sich nicht zu weit von den einschätzbaren Realitäten entfernt.

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