Gastbeitrag
Volkszählungen sind Schätzungen
Wenn auch andere als die Schätzung in der Weihnachtsgeschichte

Die uns vertraute Weihnachtsgeschichte der Bibel wäre ohne die Schätzung, die der römische Kaiser Augustus angeordnet hatte, nicht denkbar. In unzähligen Krippenspielen wird die Geschichte aus dem Lukas-Evangelium nachgespielt. Und wir alle haben in der Schule gelernt, dass es sich bei dieser Schätzung um eine Volkszählung handelt – ein Statistikzensus, wie er auch wieder für 2020/21 geplant ist. Aber alle modernen Volkszählungen hatten und haben  mit der biblischen Geschichte nichts zu tun. Denn die Schätzung, die Augustus angeordnet hatte, war keine statistische Erhebung. Die Schätzung bezog sich auf die Wirtschaftskraft  seiner Untertanen und sie war Grundlage der Steuererhebung. Ein moderner Zensus dagegen soll lediglich die Einwohnerzahlen in ihren Summen möglichst genau feststellen. Und das ist selbst im Computer- und Informationszeitalter gar nicht so einfach. Am Ende wird die Bevölkerungszahl tatsächlich „geschätzt“ und die  Ungenauigkeiten, die es gibt, sind auch nicht weiter schlimm.

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Quo vadis Zensus? – ein Zwischenruf

Dass eine neue Volkszählung ohne Widerstände seitens einiger betroffener Kommunen vonstatten gehen würde, damit hatte vermutlich keiner gerechnet. Es ist verständlich, dass Kommunen, die durch den Zensus Nachteile (zumeist finanzieller Art) erleiden, versuchen diese abzuwenden. So erscheinen die Pressemeldungen der letzten Zeit, wonach viele Kommunen Klage gegen die Ergebnisse des Zensus einlegen wollen, auf den ersten Blick auch wenig erstaunlich. Allerdings wird dabei kaum über einen Zensus-Befund diskutiert, der die angekündigten Klagen in anderem Licht erscheinen lässt.

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