{"id":10084,"date":"2012-10-01T07:34:01","date_gmt":"2012-10-01T06:34:01","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084"},"modified":"2023-02-12T19:07:58","modified_gmt":"2023-02-12T18:07:58","slug":"neue-industriepolitik-mit-clusternhokuspokus-oder-wohldurchdachtes-konzept","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084","title":{"rendered":"Neue Industriepolitik mit Clustern <br\/><font size=3; color=grey> Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept? <\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>&#8222;Ich bin ein Optimist, der nichts \u00fcber die Zukunft wei\u00df und der daher keine Voraussagen macht.&#8220; (Karl Popper)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die \u00f6konomische Welt hat sich ver\u00e4ndert. Seit der Finanzkrise ist vieles anders. Die \u201eneue\u201c Welt der immer zahlreicheren \u201eBRICs\u201c erlebt einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Besch\u00e4ftigung, Wachstum und Wohlstand entwickeln sich ausgesprochen positiv. Das ist in der \u201ealten\u201c Welt beidseits des Atlantiks anders. Dort schleppt sich die wirtschaftliche Erholung dahin, die Besch\u00e4ftigung lahmt, das Wachstum ist an\u00e4misch, die Staatsschulden sind eine dr\u00fcckende Last, der Finanzsektor ist weiter fragil. \u00dcberall dominiert Skepsis. \u00dcberall? Nein, Deutschland stemmt sich gegen den Trend. Nach langen Jahren der Stagnation hat es die Rote Laterne beim wirtschaftlichen Wachstum abgegeben. Die Lage am Arbeitsmarkt war seit \u00fcber 20 Jahren nie besser. Trotz Schw\u00e4chen vor allem staatlicher Institute scheint der Finanzsektor relativ stabil. Die Staatsschulden sind zwar viel zu hoch, sie wachsen aber langsamer als anderswo. Deutschland scheint zu alter St\u00e4rke zur\u00fcckgefunden zu haben. Seine Unternehmen sind international wettbewerbsf\u00e4hig, erhebliche Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse pflastern den Weg.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Damit es auch so bleibt, hat sich die Politik etwas Neues ausgedacht. International wettbewerbsf\u00e4hig bleibt nur, wer innovativer ist als andere. Wo Cluster wachsen und gedeihen, ist es um Forschung und Entwicklung gut bestellt. Kein Wunder, dass Clusterpolitik en vogue ist. In Deutschland herrscht schon seit l\u00e4ngerem \u201eClustermania\u201c. Neben dem finanziell attraktiven Spitzenclusterwettbewerb des Bundes sind auch die Bundesl\u00e4nder hyperaktiv. Die Clusterinitiative Bayern ist ein Beispiel unter vielen. Der Grund f\u00fcr diese Gesch\u00e4ftigkeit der Politik liegt auf der Hand: Cluster gelten als Treiber von Innovation. Wer auf dem Feld der Innovation erfolgreich ist, kann \u00f6konomische Renten absch\u00f6pfen. Es winken mehr Besch\u00e4ftigung, Wachstum und Wohlstand. Und noch etwas lockt: Mit einem geschickten clusterpolitischen Kurs lassen sich wom\u00f6glich regionale Ungleichheiten einebnen. Das ist in der solidarit\u00e4tsschwangeren Diskussion hierzulande kein schlechtes politisches Argument. Mit einer cleveren Clusterpolitik gelingt es m\u00f6glicherweise, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Globalisierung und Cluster<\/strong><\/p>\n<p>Die weltwirtschaftlichen Ver\u00e4nderungen machen auch deutschen Unternehmen zu schaffen. Weltweit offenere G\u00fcter- und Faktorm\u00e4rkte versch\u00e4rfen den internationalen Wettbewerb. St\u00e4rken und Schw\u00e4chen von Unternehmen und Standorten werden schneller und schonungsloser als fr\u00fcher aufgedeckt. Komparative Vorteile \u00e4ndern sich in Zeiten der Globalisierung \u00f6fter, oft fast schon kaleidoskopisch. Der strukturelle Wandel l\u00e4uft nicht mehr in Zeitlupe ab, er nimmt immer schneller Fahrt auf. Wer in diesem hektischen wirtschaftlichen Umfeld \u00fcberleben will, muss sich schneller und \u00f6fter an ver\u00e4nderte Gegebenheiten anpassen. Das gilt f\u00fcr Unternehmen, es trifft aber auch f\u00fcr Standorte zu. Private Unternehmen haben zwei M\u00f6glichkeiten, auf die volatile Umwelt zu reagieren. Nur wenn sie <em>besser oder billiger<\/em> werden, haben sie eine Chance zu \u00fcberleben. Die Politik kann Hilfe leisten und die Anpassung erleichtern. Der Standort muss f\u00fcr international mobile Faktoren attraktiver werden. Das ist eine st\u00e4ndige Aufgabe der Politik.<\/p>\n<p>Nach der unerbittlichen Logik der \u00d6konomie m\u00fcssen immobile Faktoren die Lasten der Anpassung einer ver\u00e4nderten wirtschaftlichen Umwelt tragen. Im schnelleren strukturellen Wandel wird vor allem einfache Arbeit entwertet. \u00dcber sinkende reale L\u00f6hne und sonstige Arbeitskosten sowie eine gr\u00f6\u00dfere r\u00e4umliche und berufliche Mobilit\u00e4t l\u00e4sst sich Zeit f\u00fcr die unvermeidliche Anpassung kaufen, aber auch nicht mehr. Eine zukunftstr\u00e4chtige Strategie ist das allerdings nicht, schon gar nicht in hochentwickelten L\u00e4ndern. Dennoch ist eine nachhaltige Anpassung vor allem f\u00fcr einfache Arbeit unvermeidlich und bleibt eines der gr\u00f6\u00dften politischen Probleme der Zukunft. Erfolgversprechender ist allerdings eine Strategie, die darauf setzt, dass immobilere Faktoren besser, also produktiver werden. Mehr Investitionen in Humankapital sind ein Schl\u00fcssel zum Erfolg. Aber auch die Kombination mit mehr technischem Wissen ist eine zukunftstr\u00e4chtige Strategie. Die Kosten der Anpassung an eine ver\u00e4nderte Weltwirtschaft werden so minimiert.<\/p>\n<p>Eine weitere Antwort auf offenere M\u00e4rkte sind Cluster. Mit der Globalisierung erleben sie eine Renaissance. Unternehmen, die regional enger kooperieren und intensiver mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, sind wettbewerbsf\u00e4higer als lokal isolierte Unternehmen. Lange Zeit sah es so aus, als ob hierzulande gegen den \u201eTod der Distanz\u201c kein Kraut gewachsen sei. Sinkende Informations- und Kommunikationskosten setzen hiesige Standorte gnadenlos unter Druck. Unternehmen zerlegen Produktionsprozesse immer kleinteiliger und stellen die einzelnen Komponenten dort her, wo es weltweit am g\u00fcnstigsten ist. Aus der starken deutschen Wirtschaft wird eine volatile Basar\u00f6konomie. Tats\u00e4chlich h\u00e4lt das \u201estille Wissen\u201c (tacit knowledge) den \u201eTod der Distanz\u201c auf (Audretsch u.a. 2012). Dieses Wissen ist \u2013 noch &#8211; stark regional gebunden. Gelingt es Unternehmen und Forschungsinstituten mit regionaler Kooperation, Verbundwissen vor Ort zu schaffen und es dort zu halten, strahlen die positiven Wohlfahrtseffekte prim\u00e4r auf die Region ab.<\/p>\n<p>Standorte mit wirtschaftlichen Konzentrationen haben sp\u00fcrbare wettbewerbliche Vorteile. Die drei wichtigsten Treiber der Agglomeration sind Urbanisierung, Ausgr\u00fcndungen und Lokalisation. Dabei sind Urbanisierung und Ausgr\u00fcndungen die treibenden Kr\u00e4fte, Lokalisationsvorteile verst\u00e4rken diese Entwicklung. Diversifizierte sektorale Strukturen f\u00f6rdern Urbanisierung und innovative Unternehmer. Damit wird die Basis f\u00fcr erfolgreiche Ausgr\u00fcndungen und radikal neue Produkte gelegt. Der Motor, \u201estilles Wissen\u201c regional zu verbreiten, sind junge KMUs. Die f\u00fcr Cluster typischen Lokalisationsvorteile spezialisierter sektoraler Strukturen sind die Sahne auf der agglomerativen Entwicklung. Enger verflochtene Produzenten, Zulieferer und Konsumenten, gr\u00f6\u00dfere und ergiebigere M\u00e4rkte f\u00fcr spezialisierte Arbeitskr\u00e4fte und regional begrenzte Spillovers von Wissen begr\u00fcnden Lokalisationsvorteile. Neue Produkte und Prozesse sind das positive Ergebnis. Die Globalisierung versch\u00e4rft den Standortwettbewerb. Der Dreiklang von Wissen, Regionen und Unternehmer gewinnt an Bedeutung.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Markt und Cluster<\/strong><\/p>\n<p>Cluster sind seit langem ein Erfolgsmodell. Sie steigern die Produktivit\u00e4t, erh\u00f6hen die Besch\u00e4ftigung und st\u00e4rken das wirtschaftliche Wachstum. Der steigende Wohlstand kommt lokalen Unternehmen und Arbeitnehmern zugute und sorgt f\u00fcr prosperierende Regionen. Cluster sind keine Erfindung der Politik. Unternehmen haben schon in der Vergangenheit regional eng miteinander und mit Bildungs- und Forschungseinrichtungen kooperiert. Cluster sind \u00e4lter als die Clusterpolitik. Davon zeugen etwa die Porzellanherstellung im Bayerischen Wald, Kohle und Stahl an der Ruhr, die Tuchherstellung auf der Schw\u00e4bischen Alb, der Maschinen- und Fahrzeugbau rund um Stuttgart, die Chemie im Rhein-Main-Gebiet oder der Schiffbau an der K\u00fcste. Allerdings existieren neben den Spezialisierungs- und Lokalisationsvorteilen der Ballung auch Nachteile wie h\u00f6here Umweltbelastungen, ausgelastete Infrastrukturen und steigende Grundst\u00fcckspreise. Es existiert also eine optimale Clustergr\u00f6\u00dfe. Die spannende Frage ist, ob es dem Markt gelingt, sie ohne staatliche Hilfe zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Die Kritiker sagen nein. Asymmetrisch verteilte Informationen, Unteilbarkeiten und externe Effekte verhindern eine optimale Clustergr\u00f6\u00dfe (Berthold\/Rieger, 2010b). Informationsasymmetrien zwischen den Teilnehmern sind unvermeidlich. Vor dem Eintritt in ein Cluster k\u00f6nnen Unternehmen irref\u00fchrende Angaben \u00fcber ihre Unternehmenspolitik machen, speziell ihre FuE-Abteilung aufblasen. Nach dem Eintritt besteht die Gefahr, dass Unternehmen versuchen, Trittbrett zu fahren. Sie verringern stillschweigend ihre FuE-Aktivit\u00e4ten und bedienen sich des Wissens der Konkurrenz. Das ist denkbar, weil abweichendes Verhalten nur kostenintensiv nachpr\u00fcfbar ist. Dennoch d\u00fcrften asymmetrische Informationen eher ein geringes Problem sein. Es ist m\u00f6glich, Informationsasymmetrien zu verringern, etwa durch den Einsatz unabh\u00e4ngiger Gutachter. Zudem ist der Beitritt zu einem Cluster nur m\u00f6glich, wenn sich die kooperierenden Unternehmen der Konkurrenz \u00f6ffnen. Der Anreiz f\u00fcr opportunes Verhalten ist somit eher gering.<\/p>\n<p>Auch Unteilbarkeiten k\u00f6nnen optimale Clustergr\u00f6\u00dfen verhindern. Unternehmen organisieren sich auch in einem Cluster, um gemeinsame Investitionen zu t\u00e4tigen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig. Eine hohe Fixkostendegression bei kostentr\u00e4chtigen F&amp;E-Aktivit\u00e4ten, gemeinsame Aktivit\u00e4ten technologieverwandter Unternehmen und abnehmende Clustervorteile mit r\u00e4umlicher Entfernung z\u00e4hlen dazu. Eine solche Politik gemeinsamer Investitionen im Cluster funktioniert nur, wenn zwei Bedingungen erf\u00fcllt sind: Zum einen muss eine gemeinsame Nutzung m\u00f6glich sein, ohne dass andere eingeschr\u00e4nkt werden (Nichtrivalit\u00e4t). Zum anderen muss garantiert werden, dass Mitglieder, die sich nicht an der Investition beteiligen, von der Nutzung ausgeschlossen werden k\u00f6nnen (Ausschlussprinzip). Probleme sind unvermeidlich, wenn Eigentumsrechte, Finanzierung und Nutzungsrechte nicht effizient geregelt sind. Eine optimale Clustergr\u00f6\u00dfe kommt nur zustande, wenn diese Rahmenbedingungen sinnvoll gestaltet werden. Das ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr optimale Cluster, die aus dem Marktprozess heraus entstehen, sind technologische externe Effekte. Oft treten sie in Gestalt von Wissensspillovers auf. In einem Cluster sind es Ideen und Innovationen, die von der Konkurrenz in der Nachbarschaft angewandt werden k\u00f6nnen, ohne den Erfinder oder dessen Unternehmen zu entsch\u00e4digen. Wissensspillovers entstehen auch, wenn spezialisierte Arbeitskr\u00e4fte von einem Unternehmen abgeworben werden. Dass Fluktuationen in einem Cluster besonders hoch sind, liegt auf der Hand. Zum einen fragen (technologieverwandte) Unternehmen h\u00e4ufig Arbeitnehmer mit vergleichbaren Qualifikationen nach. Zum anderen sind Arbeitskr\u00e4fte ein St\u00fcck weit immobil und haben daher eine Pr\u00e4ferenz zu Arbeitgebern in r\u00e4umlicher N\u00e4he zum sozialen Umfeld. Wissensspillovers k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass die Unternehmen zu wenig in F&amp;E und die F\u00e4higkeiten ihrer Besch\u00e4ftigten investieren. Das Cluster bleibt hinter seinen M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck. Eine optimale Gr\u00f6\u00dfe wird nicht erreicht.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Staat und Cluster<\/strong><\/p>\n<p>Weder asymmetrische Informationen noch Unteilbarkeiten, sondern Wissenspillovers stehen am ehesten optimalen Clustern im Wege. Es spricht aus theoretischer Sicht einiges daf\u00fcr, dass Cluster nicht ihre optimale Gr\u00f6\u00dfe erreichen, wenn man M\u00e4rkte sich selbst \u00fcberl\u00e4sst. Tats\u00e4chlich scheinen allerdings die Marktergebnisse so schlecht nicht. Empirische Untersuchungen deuten darauf hin, dass Unternehmen m\u00f6gliche Lokalisationsvorteile bei ihrer Standortwahl ber\u00fccksichtigen (Martin u.a. 2008). Sie internalisieren durch F&amp;E-Kooperationen die externen Effekte zu einem gro\u00dfen Teil. Aber selbst wenn M\u00e4rkte nur suboptimale Clustergr\u00f6\u00dfen produzieren sollten, ist dies noch kein Grund, diese Aufgabe in die H\u00e4nde des Staates zu legen. Nicht nur der Markt ist unvollkommen, auch der Staat ist es. Mit einer ineffizienten Clusterpolitik setzt er knappe Ressourcen oft falsch ein, verzerrt den Wettbewerb auf vielf\u00e4ltige Weise und verursacht mit der Finanzierung negative Effekte. Staatliche Clusteraktivit\u00e4ten sind dann sinnvoll, wenn sie weniger unvollkommen als marktliche L\u00f6sungen sind.<\/p>\n<p>Eine ad\u00e4quate Clusterpolitik kann grunds\u00e4tzlich helfen, positive externe Effekte zu internalisieren, mehr Investitionen in F&amp;E und Ausbildung anzusto\u00dfen sowie Cluster auf den Weg zu einer optimalen Gr\u00f6\u00dfe zu schubsen. Was die Politik auch immer finanziell f\u00f6rdert, sie hat ein schier unl\u00f6sbares Wissensproblem. Sie muss Antworten auf drei Fragen finden: Welchen relevanten Technologien geh\u00f6rt die Zukunft? Welche Regionen haben das gr\u00f6\u00dfte Potential f\u00fcr erfolgreiche Cluster? Welche Unternehmen sind als Treiber von Innovationen am besten geeignet? Wie immer sich die Politik auch entscheidet, sie ma\u00dft sich Wissen an, das sie nicht haben kann. Sie schl\u00fcpft in die Rolle des Propheten, wenn sie einem Cluster unter die Arme greift, anderen aber nicht. Sie gibt sich als Experte regionaler Potentiale, wenn sie sich f\u00fcr einen Standort und damit gegen andere entscheidet. Und schlie\u00dflich spielt sie sich als Sachverst\u00e4ndiger \u00fcber betriebsinterne Abl\u00e4ufe auf, wenn sie ein Unternehmen finanziell unterst\u00fctzt, andere aber nicht.<\/p>\n<p>Kritiker staatlicher Clusterpolitik behaupten, sie leide unter dem \u201eMITI-Syndrom\u201c: Sie sei entweder irrelevant oder kontraproduktiv. Setzt die Politik auf Technologien, Regionen und Unternehmen, die sich auch ohne staatliche F\u00f6rderung durchgesetzt h\u00e4tten, kommt es zu Mitnahmeeffekten. Die Allokation der Ressourcen wird verzerrt. Damit nicht genug. Weitere Fehlanreize sind vorprogrammiert. Werden bestimmte Regionen gef\u00f6rdert, wird der Wettbewerb der Standorte verzerrt. Der Aufholprozess r\u00fcckst\u00e4ndiger Regionen wird weiter verlangsamt, Strukturen werden konserviert, regionale Ungleichheiten verst\u00e4rkt. Werden bestimmte Unternehmen gef\u00f6rdert, wird der Wettbewerb als Entdeckungsverfahren f\u00fcr die besten Technologien, Produkte und Prozesse empfindlich beeintr\u00e4chtigt. Das d\u00fcrfte allerdings nur die Spitze des Eisberges sein. Der Kampf um die Fleischt\u00f6pfe der Clusterf\u00f6rderung verst\u00e4rkt \u201erent seeking\u201c. Die Gefahr ist gro\u00df, dass die Politik zu Ausgaben neigt, die keinen volkswirtschaftlichen Nutzen stiften.<\/p>\n<p>Staatliche Clusterpolitik hat mit einem weiteren Problem zu k\u00e4mpfen. Sie ger\u00e4t in einen Zielkonflikt mit dem inter-regionalen Ausgleich. Auf der politischen Agenda in Deutschland und Europa steht das Ziel, inter-regionale Unterschiede im Pro-Kopf-Einkommen einzuebnen, ziemlich weit vorne. Eine erfolgreiche Clusterpolitik steht zumeist im Widerspruch zu diesem Ziel. Aus Gr\u00fcnden der Effizienz muss sich die F\u00f6rderung auf erfolgreiche Cluster konzentrieren. Das Motto der Clusterpolitik sollte lauten: \u201eSt\u00e4rken st\u00e4rken\u201c. Erfolgreiche Cluster existieren aber zumeist in besser entwickelten Regionen. Die Konzentration auf besser funktionierende Cluster in reicheren Regionen schw\u00e4cht aber die Position weniger effizienter Konkurrenten und Standorte. Damit wird es schwieriger, den R\u00fcckstand wirtschaftlich weniger entwickelter Regionen zu verk\u00fcrzen. Dieser Zielkonflikt l\u00e4sst sich auf direktem Weg nicht l\u00f6sen. Es macht Sinn, erst die allokative Effizienz zu st\u00e4rken und das inter-regionale Verteilungsziel \u00fcber Umverteilung zu verwirklichen.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Empirie und Cluster<\/strong><\/p>\n<p>Es ist eine empirische Frage, ob ineffiziente M\u00e4rkte oder schlechte Politik verhindern, dass Cluster eine optimale Gr\u00f6\u00dfe erreichen. Einen ersten Anhaltspunkt liefert eine Umfrage unter den im VDMA organisierten Maschinen- und Anlagebauern f\u00fcr die Zeit zwischen 2004 und 2008 (Berthold\/Rieger, 2010a). Die Studie best\u00e4tigt, dass Mitglieder in Clustern wirtschaftlich erfolgreicher sind als Unternehmen au\u00dferhalb. Ein Hinweis auf Marktversagen k\u00f6nnte ein suboptimaler Einsatz von Schl\u00fcsseltechnologien sein. Tats\u00e4chlich sind sich die Unternehmen aber dieser Technologien bewusst und wenden sie \u00fcberwiegend l\u00e4ngst an. Das gilt f\u00fcr Unternehmen in Clustern aber auch au\u00dferhalb. Einen Hinweis auf marktliches Versagen liefert eher der hohe Bedarf der Unternehmen, mit anderen gemeinsam intensiver zu forschen und zu entwickeln. Das gilt auch f\u00fcr die Kooperation rund um die Aus- und Weiterbildung von Arbeitskr\u00e4ften. Die Unternehmen wollen sowohl bei F&amp;E als auch bei der Qualifizierung nicht nur einen engeren Austausch mit bisherigen Partnern, sie w\u00fcnschen auch mehr Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen.<\/p>\n<p>Unterbleibt die unternehmerische Zusammenarbeit, weil informatorische Defizite oder organisatorische M\u00e4ngel vorliegen, ist das ein Indiz f\u00fcr wenig effiziente M\u00e4rkte. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist die kritische Einstellung der Unternehmen gegen\u00fcber staatlichen Clusteraktivit\u00e4ten. Eine Mehrheit lehnt es ab, dass Schl\u00fcsseltechnologien staatlich gef\u00f6rdert werden. Das ist wohl auch deshalb der Fall, weil sie meist l\u00e4ngst in den Unternehmen angewandt werden. Es kann aber auch ein Indiz daf\u00fcr sein, dass es die Unternehmen nicht sch\u00e4tzen, wenn sich der Staat in ihre spezifische F&amp;E-Politik einmischt. Die kritische Haltung gegen\u00fcber Clustern kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die VDMA-Mitglieder den Clusterprogrammen generell nur eine durchschnittliche Note geben. Ein Teil der Clusteraktivit\u00e4ten ist nach Meinung der Unternehmen sogar weitgehend wirkungslos. In diesen F\u00e4llen werden Steuergelder verteilt, ohne dass sich merkliche Wachstums- und Besch\u00e4ftigungseffekte einstellen. Das w\u00e4re Staatsversagen pur.<\/p>\n<p>Einen weiteren Hinweis, wie effizient Cluster sind, liefert eine bisher noch rare \u00f6konometrische Studie (Rodr\u00ed\u00adguez-Pose\/Comptour, 2011), die 152 Regionen in Europa unter die Lupe nimmt. Es wird untersucht, welche Faktoren regionale Innovation und Wachstum am besten erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Die Ergebnisse sind nicht wirklich \u00fcberraschend. Ganz vorne auf der Liste steht das gesamte sozio-\u00f6konomische Design einer Region. Innovativ und wirtschaftlich erfolgreich sind Regionen, die ein gutes Bildungsniveau, gro\u00dfe F\u00e4higkeiten der Bev\u00f6lkerung und Arbeitnehmer mit High-Tech-Kenntnissen haben. Aber auch eine gute Balance von Besch\u00e4ftigung und Arbeitslosigkeit beschleunigt Innovation und Wachstum. Hilfreich sind auch fiskalische Anreize, mit denen es Regionen gelingt, attraktive Unternehmen mit einem hohen innovativen Potential anzulocken. Diese Ergebnisse best\u00e4tigen die These, wonach Regionen erfolgreich sind, wenn es ihnen gelingt, vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen und f\u00fcr mobile Faktoren attraktiv zu werden.<\/p>\n<p>Ein zweites Ergebnis d\u00e4mpft die politische Euphorie f\u00fcr Cluster. Erfolgreich sind Cluster n\u00e4mlich nicht per se, sondern nur in einem bestimmten institutionellen Umfeld. Sie beeinflussen Innovation, Besch\u00e4ftigung und Wachstum nur nachhaltig positiv, wenn sie das Herzst\u00fcck eines regionalen Innovationsverbundes sind. F\u00fcr sich allein, bewirken sie wenig. Cluster sind erfolgreich, wenn sie in ein innovationsfreundliches Umfeld eingebettet sind. Das ist gegeben, wenn ein hohes und breites Bildungsniveau existiert, vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten lebenslangen Lernens vorhanden sind, menschliche Ressourcen besser und effizienter genutzt werden, Ausbildung und Innovation mit den lokalen Produktionsbedingungen besser abgestimmt sowie Wissenschaft und Technologie st\u00e4rker verzahnt werden. Das alles macht aber auch noch etwas notwendig, was in der Studie \u00fcbersehen wird. Der Erfolg einer Region erfordert ein unternehmerfreundliches Umfeld. Unternehmer sind die Treiber, die Forschung und Entwicklung in innovative Produkte und Prozesse umsetzen.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>F&amp;E-Offshoring und Cluster<\/strong><\/p>\n<p>Die Zukunft der Cluster hierzulande ist unsicher. Globalisierte M\u00e4rkte stellen die Unternehmen tagt\u00e4glich auf den Pr\u00fcfstand. Wer nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig ist, scheidet aus. Effiziente Cluster k\u00f6nnen Unternehmen eine Atempause verschaffen. Trotzdem reichen auch solche Netzwerkaktivit\u00e4ten nicht immer, den inl\u00e4ndischen Standort zu retten. Unternehmen verlagern nicht mehr nur wettbewerbsunf\u00e4hige Produktionsst\u00e4tten ins Ausland, um Kosten zu sparen und neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen. Sie praktizieren Offshoring immer \u00f6fter auch im Bereich von Forschung und Entwicklung. Das geschieht innerhalb des Unternehmens (offshore insourcing) oder durch Auslagerung an externe F&amp;E-Einrichtungen (offshore outsourcing).\u00c2&nbsp; Neu ist dieses Ph\u00e4nomen allerdings nicht. Schon 1937 hat der Nobelpreistr\u00e4ger Ronald Coase auf die Probleme von \u201emake or buy\u201c hingewiesen. Heute ist es nicht nur m\u00f6glich, Produktionsketten fast beliebig zu zerkleinern und weltweit auf verschiedene Standorte zu verteilen. Es trifft auch immer \u00f6fter auf die Forschung und Entwicklung zu.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist F&amp;E-Outsourcing l\u00e4ngst gang und g\u00e4be. Es findet allerdings bisher noch h\u00e4ufig innerhalb von Clustern und au\u00dferhalb mit inl\u00e4ndischen Unternehmen statt. Eine Tendenz zu F&amp;E-Offshoring ist allerdings un\u00fcbersehbar. Mit der Verlagerung von Produktionen werden auch F&amp;E-T\u00e4tigkeiten ausgelagert. Das trifft vor allem Entwicklungsaktivit\u00e4ten, wenn Unternehmen im Ausland f\u00fcr den lokalen Markt produzieren und die Produkte den lokalen Pr\u00e4ferenzen angepasst werden m\u00fcssen. Es werden aber auch eigentliche Forschungsaktivit\u00e4ten ins Ausland verlagert, wenn damit Kosten gespart werden k\u00f6nnen und es m\u00f6glich ist, auf Wissen und Forschungseinrichtungen vor Ort zuzugreifen. Allerdings ist der Umfang von F&amp;E-Offshoring, gemessen an den gesamten F&amp;E-Ausgaben noch gering. Die Quote der F&amp;E-Ausgaben deutscher Unternehmen im Ausland betrug 2009 etwas mehr als 27 % der Gesamtausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung (EFI, 2012). Die Zielgebiete sind die USA und die Alt-EU, immer \u00f6fter aber auch Asien und die neuen Mitglieder der EU.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung wird sich beschleunigen. Der Anteil der F&amp;E-Ausgaben an ausl\u00e4ndischen Standorten wird steigen. Die Zukunftsm\u00e4rkte liegen in weniger entwickelten Regionen der Welt. Das zwingt die Unternehmen zu reagieren. Erst werden Produktionsst\u00e4tten verlagert, dann F&amp;E-Abteilungen. Das gilt zun\u00e4chst f\u00fcr einfachere Technologien. Aber die Entwicklungsl\u00e4nder werden wirtschaftlich aufholen. Mit wachsendem Wohlstand werden auch Bereiche der Hochtechnologie in diese L\u00e4nder verlagert. Die F&amp;E-Kompetenz flieht aus den ges\u00e4ttigten alten M\u00e4rkten in die hungrigen neuen. Da bleibt es nicht aus, dass sich immer mehr Produktionsst\u00e4tten im Ausland und nicht mehr nur im Inland zu Unternehmensnetzwerken zusammenschlie\u00dfen. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, wann die F&amp;E-Abteilungen nachziehen. Ein F&amp;E-Offshoring ist vorprogrammiert. Es besteht die Gefahr, dass die inl\u00e4ndischen Netzwerke ausbluten. Regionale Wertsch\u00f6pfungsketten werden br\u00fcchig, positive Spillover-Effekte versiegen.<\/p>\n<p>Aber Totgesagte leben bekanntlich l\u00e4nger. Das gilt auch f\u00fcr den deutschen F&amp;E-Standort. Der unvermeidliche F&amp;E-Doomsday l\u00e4sst sich hinausz\u00f6gern, wenn es gelingt, einzigartige Kompetenzen auf nationaler Ebene zu erhalten, wie in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Chemieindustrie oder sie zu schaffen, wie in der Informations- und Kommunikationsindustrie, der Pharmaindustrie und der Biotechnologie (EFI, 2012). Der inl\u00e4ndische F&amp;E-Standort bleibt attraktiv, wenn er f\u00fcr international mobile Faktoren interessant ist. Hoch qualifizierte Arbeitnehmer und Unternehmen m\u00fcssen Anreize haben, sich hierzulande nieder zu lassen. Die F&amp;E-Cluster m\u00fcssen internationale Alleinstellungsmerkmale haben. Wirtschaft, Forschung und Bildung m\u00fcssen effizienter und vernetzter werden. Der Arbeitsmarkt f\u00fcr Hochqualifizierte muss offener und internationaler werden. Deutschland kann aber auch gewinnen, wenn deutsche Unternehmen ihre F&amp;E auch an internationalen Standorten umsetzen. Die Agglomerationsvorteile im Ausland k\u00f6nnen auch hierzulande nutzen.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Industriepolitik mit Clustern?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist unbestritten, wirtschaftliche Agglomerationen haben positive wirtschaftliche Effekte. Das gilt f\u00fcr Innovation, Besch\u00e4ftigung und Wachstum. Die Erfahrung zeigt aber, dass eine regionale Spezialisierung einer Diversifizierung meist unterlegen ist. Die Chance, wirklich neue Produkte zu schaffen, ist gr\u00f6\u00dfer, wenn Unternehmen in Regionen sektor\u00fcbergreifend kooperieren. Bei der Politik ger\u00e4t leicht in Vergessenheit, dass die Kraftzentren aller regionalen Konzentrationen die privaten Unternehmen sind. Es spricht vieles daf\u00fcr, dass sie selbst in der Lage sind, die Vorteile wirtschaftlicher Agglomeration zu nutzen. Staatlich initiierter Cluster bedarf es zumeist nicht. Oft ist auch ein staatliches oder staatlich initiiertes Cluster-Management \u00fcberfl\u00fcssig. Gut organisierte Verb\u00e4nde, wie etwa der VDMA, sind in der Lage, diese Aufgabe wirksam zu erf\u00fcllen. Der Staat sollte sich darauf konzentrieren, ad\u00e4quate Rahmenbedingungen zu schaffen, die unternehmerisches Handeln erleichtern und regionale Konzentrationen f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Wenn der Staat ad\u00e4quate Rahmenbedingungen schaffen will, muss er zumindest an drei Punkten ansetzen: 1) Er muss das private Unternehmertum st\u00e4rken. Die Unternehmen, oft gerade die eigent\u00fcmerorientierten kleinen und mittleren, sind die eigentlichen Treiber von Innovation und Clustern. Empirische Untersuchungen &#8211; national und international \u2013 zeigen, dass es hilfreich ist, sich am \u201eLKW-Modell\u201c zu konzentrieren (Berthold u.a., 2007). 2). Es sollte alles getan werden, Unternehmer unternehmen zu <strong><em>l<\/em><\/strong>assen, sie sollten unternehmen <strong><em>k<\/em><\/strong>\u00f6nnen und auch <strong><em>w<\/em><\/strong>ollen. Der Staat muss aktiv mithelfen, Investitionen in Humankapital zu st\u00e4rken. Ist diese Politik in Kinderg\u00e4rten, Schulen und Hochschulen erfolgreich, setzt sie einen Tugendkreis aus mehr Unternehmern, mehr Innovationen und mehr Wohlstand in Gang. 3) Eine wichtige staatliche Aufgabe besteht darin, Grundlagen f\u00fcr Forschung und Entwicklung zu legen. Ad\u00e4quat ausgestattete Hochschulen sind ein wichtiger und richtiger Ansatzpunkt. Ob man sich eher an der bayerischen Politik der \u201eLeuchtt\u00fcrme\u201c oder der baden-w\u00fcrttembergischen St\u00e4rkung der \u201eGrasswurzeln\u201c orientieren sollte, ist umstritten.<\/p>\n<p>Mit einem effizienten ordnungspolitischen Rahmen kann der Staat die Auslagerung von F&amp;E-Aktivit\u00e4ten bremsen. Ein h\u00e4ufig genanntes Motiv f\u00fcr F&amp;E-Offshoring sind Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse im Inland. In der Forschung und Entwicklung mangelt es an Fachkr\u00e4ften (Ingenieure, Biochemiker etc.). Vor allem forschungsintensive Industrien beklagen diese L\u00fccke. Hier ist neben den Unternehmen auch die Politik gefordert. Ein besseres Klima f\u00fcr Wissenschaft und Technologie, die F\u00f6rderung von MINT-Studieng\u00e4ngen und die leichtere Zuwanderung qualifizierter Arbeitskr\u00e4fte aus dem Ausland sind nur einige wenige Beispiele. Aber auch ad\u00e4quate Rahmenbedingungen, wie eine gut ausgebaute Infrastruktur f\u00fcr die Grundlagenforschung, eine steuerliche F&amp;E-F\u00f6rderung und ein Abbau b\u00fcrokratischer Hemmnisse bei Existenzgr\u00fcndungen k\u00f6nnen Wunder bewirken. Verlagern sich allerdings die M\u00e4rkte immer st\u00e4rker ins ferne Ausland, l\u00e4sst sich die Tendenz, dass die F&amp;E-Abteilungen folgen, allenfalls verz\u00f6gern aber nicht aufhalten.<\/p>\n<p>Die Politik wird sich nicht davon abhalten lassen, Clusterpolitik als eine Strategie des \u201epicking the winner\u201c zu betreiben. Der Anreiz, die wirtschaftliche Landschaft umzugestalten, ist einfach zu gro\u00df, die industriepolitische Gefahr allerdings auch. Es muss deshalb immer wieder klar gestellt werden, was in der Industriepolitik des Marktes und was des Staates ist. Staatliche Aktivit\u00e4ten sind auf den vor-wettbewerblichen Bereich der Forschung zu beschr\u00e4nken. Um die Sch\u00e4den interventionistischer Cluster-Politik in Grenzen zu halten, m\u00fcssen regionale Handlungsspielr\u00e4ume gest\u00e4rkt werden. Das erh\u00f6ht die Chancen, dass die Themen \u201ebottom up\u201c gefunden und nicht \u201etop down\u201c oktroyiert werden. Mehr wettbewerblicher F\u00f6deralismus ist auch auf dem Feld der Clusterpolitik sinnvoll. Um die Gefahren eines Subventionswettlaufs der Regionen wirksam einzud\u00e4mmen, ist allerdings ein ad\u00e4quater nationaler Ordnungsrahmen f\u00fcr den regionalen Clusterwettbewerb notwendig. Nur er zieht Grenzen f\u00fcr den staatlichen Unsinn.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Globalisierung krempelt die Welt um. Alte \u00f6konomische Glaubenss\u00e4tze werden obsolet. Die Distanz ist tot, die Welt ist flach. Arbeit und Kapital sind international mobil. Nur gro\u00dfe Unternehmen k\u00f6nnen \u00fcberleben. Von Standorttreue kann keine Rede mehr sein. Die nationale Politik ist impotent. Die M\u00e4rkte haben endg\u00fcltig das Kommando \u00fcbernommen. Tats\u00e4chlich sind das alles nur Spr\u00fcche. Die Realit\u00e4t ist eine andere. Weltweit offenere G\u00fcter- und Faktorm\u00e4rkte haben neue Chancen er\u00f6ffnet. Der Wohlstand weltweit steigt. \u00c4rmere L\u00e4nder profitieren st\u00e4rker als reichere. Allerdings hat alles seinen Preis. Ein intensiverer Wettbewerb hinterl\u00e4sst Spuren. Arbeitnehmer und Unternehmen stehen gewaltig unter Druck. Die M\u00e4rkte \u00fcberpr\u00fcfen tagt\u00e4glich, wie wettbewerbsf\u00e4hig sie sind. Das gilt auch f\u00fcr die Regionen. Der internationale Standortwettbewerb ist ruppiger geworden. Erfolg haben nur Regionen, die f\u00fcr international mobile Faktoren attraktiv sind. Es liegt an Arbeitnehmer, Unternehmen und Politik, was sie daraus machen.<\/p>\n<p>Ohne Innovationen l\u00e4uft nichts. Sie entscheiden dar\u00fcber, wie wettbewerbsf\u00e4hig Standorte sind. Wem es gelingt, Innovationen zu initiieren, wird mit Besch\u00e4ftigung, Wachstum und Wohlstand belohnt. Das alles geht nicht ohne exzellente Forschung und Entwicklung. Begnadete Forscher und hoch qualifizierte Arbeitnehmer sind aber nicht alles. Ohne findige Unternehmer ist alles nichts. Manfred Wittenstein ist einer von ihnen. Erst sie machen aus bahnbrechenden Erfindungen marktverwertbare Innovationen. Oft sind es nicht gro\u00dfe Unternehmen, sondern KMUs, in denen sie radikale Innovationen umsetzen. Einzelne Unternehmer k\u00f6nnen zwar viel bewirken. Viel erfolgreicher sind sie allerdings in effizienten regionalen Netzwerken (Wittenstein, 2010). Die Globalisierung hat den Wettbewerb intensiviert und Totgeglaubte wieder zu vitalem Leben erweckt. Der Unternehmer feiert seine Wiederauferstehung. Er wird zum Agenten des Wandels. Die Regionen sind wieder die Kraftzentren der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Zentralstaat spielt nur noch die zweite Geige.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Audretsch, D., I. Grilo und A. Thurik (2012), Globalization, entrepreneurship and the region. EIM Research Report. January 2012<\/p>\n<p>Berthold, N., M. Kullas und M. Neumann (2007), Motivatoren und Demotivatoren f\u00fcr Unternehmer im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, in Schriftenreihe der Impuls-Stiftung. Frankfurt, Stuttgart 2007<\/p>\n<p>Berthold, N. und J. Rieger (2010a), Clusteraktivit\u00e4ten der Unternehmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, in: Schriftenreihe der Impuls-Stiftung, Frankfurt, Stuttgart, 2010.<\/p>\n<p>Berthold, N. und J. Rieger (2010b), Industriepolitik im neuen Gewand? in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium 2 (2010), 79-84<\/p>\n<p>EFI (2012), Gutachten zur Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsf\u00e4higkeit Deutschlands. Berlin 2012<\/p>\n<p>Martin, P., T. Mayer und F. Mayneris (2008), Spatial concentration and firm-level productivity in France. CEPR Discussion Papers (6858)<\/p>\n<p>Rodr\u00c3\u00adguez-Pose, A. und F. Comptour (2011), Do Clusters Generate Greater Innovation and Growth? An Analysis of European Regions. Bruges European Economic Research Papers 21\/2011<\/p>\n<p>Wittenstein, M. (2010), Gesch\u00e4ftsmodell Deutschland. Warum die Globalisierung gut f\u00fcr uns ist. Hamburg<\/p>\n<p><strong>Hinweis: <\/strong>Der Beitrag ist in der Festschrift <a href=\"http:\/\/www.murmann-verlag.de\/buch\/hochleistungsnetzwerk-deutschland-0\">&#8222;Hochleistungsnetzwerk Deutschland. Wertsch\u00f6pfung und Wohlstand f\u00fcr die Zukunft.&#8220; Hamburg 2012<\/a> zum 70. Geburtstag von Manfred Wittenstein erschienen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/81bda0292d1c41b58cdbdfb68c589304\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ich bin ein Optimist, der nichts \u00fcber die Zukunft wei\u00df und der daher keine Voraussagen macht.&#8220; (Karl Popper) Die \u00f6konomische Welt hat sich ver\u00e4ndert. Seit &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNeue Industriepolitik mit Clustern <br \/><font size=3; color=grey> Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept? <\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":22517,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,21,434],"tags":[556,202,893,109,353],"class_list":["post-10084","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innovatives","category-unternehmerisches","category-waehrungspolitisches","tag-berthold","tag-cluster","tag-fe-offshoring","tag-globalisierung","tag-industriepolitik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Neue Industriepolitik mit Clustern  Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?  - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Neue Industriepolitik mit Clustern  Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?  - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"&#8222;Ich bin ein Optimist, der nichts \u00fcber die Zukunft wei\u00df und der daher keine Voraussagen macht.&#8220; (Karl Popper) Die \u00f6konomische Welt hat sich ver\u00e4ndert. Seit &hellip; \u201eNeue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept? \u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2012-10-01T06:34:01+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-02-12T18:07:58+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"510\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"340\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Norbert Berthold\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Norbert Berthold\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"23\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\"},\"author\":{\"name\":\"Norbert Berthold\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554\"},\"headline\":\"Neue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?\",\"datePublished\":\"2012-10-01T06:34:01+00:00\",\"dateModified\":\"2023-02-12T18:07:58+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\"},\"wordCount\":4383,\"commentCount\":8,\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg\",\"keywords\":[\"Berthold\",\"Cluster\",\"F&amp;E-Offshoring\",\"Globalisierung\",\"Industriepolitik\"],\"articleSection\":[\"Innovatives\",\"Unternehmerisches\",\"W\u00e4hrungspolitisches\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\",\"name\":\"Neue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept? - Wirtschaftliche Freiheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg\",\"datePublished\":\"2012-10-01T06:34:01+00:00\",\"dateModified\":\"2023-02-12T18:07:58+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg\",\"width\":510,\"height\":340},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Neue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/\",\"name\":\"Wirtschaftliche Freiheit\",\"description\":\"Das ordnungspolitische Journal\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554\",\"name\":\"Norbert Berthold\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg\",\"caption\":\"Norbert Berthold\"},\"description\":\"Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=7\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Neue Industriepolitik mit Clustern  Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?  - Wirtschaftliche Freiheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Neue Industriepolitik mit Clustern  Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?  - Wirtschaftliche Freiheit","og_description":"&#8222;Ich bin ein Optimist, der nichts \u00fcber die Zukunft wei\u00df und der daher keine Voraussagen macht.&#8220; (Karl Popper) Die \u00f6konomische Welt hat sich ver\u00e4ndert. Seit &hellip; \u201eNeue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept? \u201c weiterlesen","og_url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084","og_site_name":"Wirtschaftliche Freiheit","article_published_time":"2012-10-01T06:34:01+00:00","article_modified_time":"2023-02-12T18:07:58+00:00","og_image":[{"width":510,"height":340,"url":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Norbert Berthold","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Norbert Berthold","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"23\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084"},"author":{"name":"Norbert Berthold","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554"},"headline":"Neue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?","datePublished":"2012-10-01T06:34:01+00:00","dateModified":"2023-02-12T18:07:58+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084"},"wordCount":4383,"commentCount":8,"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg","keywords":["Berthold","Cluster","F&amp;E-Offshoring","Globalisierung","Industriepolitik"],"articleSection":["Innovatives","Unternehmerisches","W\u00e4hrungspolitisches"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084","name":"Neue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept? - Wirtschaftliche Freiheit","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg","datePublished":"2012-10-01T06:34:01+00:00","dateModified":"2023-02-12T18:07:58+00:00","author":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#primaryimage","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/sky-3196323__340.jpg","width":510,"height":340},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10084#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Neue Industriepolitik mit Clustern Hokuspokus oder wohldurchdachtes Konzept?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/","name":"Wirtschaftliche Freiheit","description":"Das ordnungspolitische Journal","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554","name":"Norbert Berthold","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg","caption":"Norbert Berthold"},"description":"Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=7"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10084"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32801,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10084\/revisions\/32801"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/22517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}