{"id":10621,"date":"2012-11-26T15:43:33","date_gmt":"2012-11-26T14:43:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10621"},"modified":"2012-11-26T15:43:33","modified_gmt":"2012-11-26T14:43:33","slug":"der-kapitalismus-das-ungeliebte-kind-der-deutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10621","title":{"rendered":"Der Kapitalismus: Das ungeliebte Kind der Deutschen"},"content":{"rendered":"<p>Gern einmal l\u00e4sst sich Gregor Gysi mit dem Satz zitieren, dass der Kapitalismus sich nicht als das bessere System erwiesen habe, sondern dass er einfach nur \u00fcbrig geblieben sei. Er wei\u00df, warum er das gesagt hat, denn kaum etwas sichert den erheischten Applaus zuverl\u00e4ssiger als eine Sp\u00f6tterei \u00fcber unser Wirtschaftssystem. Und in der Tat: Der Kapitalismus ist ein ungeliebtes Kind, ob man ihn nun mit diesem Begriff bezeichnet oder mit den Begriffen Marktwirtschaft, Soziale Marktwirtschaft oder was auch immer. Einer vom John-Stuart-Mill-Institut in Heidelberg in Auftrag gegebenen und vor einigen Tagen ver\u00f6ffentlichten Allensbach-Umfrage zufolge sehen 43 Prozent der Deutschen die Marktwirtschaft pauschal als Ursache sozialer Ungerechtigkeit. Nur 38 Prozent waren der Meinung, dass die Marktwirtschaft die Grundlage f\u00fcr soziale Gerechtigkeit lege. Andere Umfragen des Allensbach-Instituts kommen zu immer wieder vergleichbaren Ergebnissen. So hatten im Jahre 2010 38 Prozent der Deutschen keine gute Meinung von der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Schlie\u00dflich zitierte der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie eine weitere Allensbach-Umfrage aus dem Jahre 2010, wonach in Westdeutschland in den Jahren 2007\/2008 rund 35 Prozent der Westdeutschen und nur 20 Prozent der Ostdeutschen eine gute Meinung zum Wirtschaftssystem in Deutschland hatten, w\u00e4hrend knapp 40 Prozent der Westdeutschen und rund die H\u00e4lfte aller Ostdeutschen keine gute Meinung davon hatten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wie man es auch dreht, immer schneidet der Kapitalismus schlecht ab, und immer schneidet er in Ostdeutschland noch einmal deutlich schlechter ab als im Westen. Anekdotische Evidenz auf allen Kan\u00e4len best\u00e4tigt das Bild in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit. Wer immer sich gesellschaftskritisch geben mag, ist unter den Kapitalismuskritikern gut aufgehoben. Welches Problem uns auch immer sorgt, sei es Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Armut, Ungleichheit, Umweltprobleme, Gesundheits-, Pflege-, Altersvorsorge oder was auch immer: Alle diese Probleme w\u00e4ren offenbar l\u00f6sbar, wenn wir nur diesen Kapitalismus nicht h\u00e4tten. Denn der Kapitalismus mitsamt seinen vermeintlichen Sachzw\u00e4ngen hindert uns fortw\u00e4hrend daran, L\u00f6sungswege zu beschreiten, die uns voranbringen k\u00f6nnten auf dem Weg zur \u00dcberwindung aller dieser Probleme, welche aber nur diesen einzigen Nachteil haben, dass sie nicht vereinbar sind mit den Regeln des Marktes. Was also liegt da n\u00e4her, als sich dieser Probleml\u00f6sungsbremsen einfach zu entledigen und sich zu emanzipieren von der Diktatur der M\u00e4rkte? Nur: Warum unterwerfen wir uns angesichts eines solchen Befundes eigentlich einer solchen Diktatur mit allen ihren Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, wo es uns ohne sie doch so viel besser gehen k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Um einer Antwort zu dieser Frage n\u00e4her zu kommen, w\u00e4re es zun\u00e4chst hilfreich zu wissen, wie man sich eine Welt ohne diese verflixte Marktwirtschaft vorstellen k\u00f6nnte, worin also die Alternative zu unserem ganzen kapitalistischen Elend besteht. Nehmen wir einmal an, dass es stimmte, was Gysi behauptet, dass n\u00e4mlich der durch den alten Marx vom Kopf auf die Beine gestellte Weltgeist uns den Kapitalismus nur durch ein dummes Versehen als einziges noch bestehendes Wirtschaftssystem \u00fcbriggelassen hat. Nehmen wir weiter an, dass wir in der Lage w\u00e4ren, in die dialektischen Bewegungsgesetze der Geschichte einzugreifen und sie wieder auf den richtigen Pfad zu setzen: Welcher Pfad sollte das denn dann sein? Welches System w\u00e4re dann die Alternative zum Kapitalismus? Da der Sozialismus in den jeweils von Stalin, Mao, Tito, Pol Pot, Ho Chi Min, Hoxha, Castro und all den anderen gepr\u00e4gten Erscheinungsformen f\u00fcr die Meisten von uns als Alternative zum Kapitalismus ausscheiden d\u00fcrfte, was w\u00e4re denn dann noch die Alternative, die den 40 bis 50 Prozent der Deutschen vorschwebt? Hierzu finden wir leider weit und breit nichts. W\u00e4hrend ganze Heerscharen von (vorzugsweise \u00f6ffentlich-rechtlichen) Journalisten und Talk-Show-Moderatoren, von Lehrern, Professoren, Erwachsenenbildern und Kulturschaffenden den Kapitalismus aufs Korn nehmen, wo er ihnen nur vor die Flinte kommt, w\u00e4hrend mit einer einzigen Ausnahme praktisch alle Kleinkunst-Akteure und Kabarettisten keine Gelegenheit auslassen, sich mit dem ihnen geb\u00fchrenden Spott \u00fcber die vermeintlichen marktwirtschaftlichen Sachzw\u00e4nge den rauschenden Applaus des kritischen Publikums zu sichern, so werden sie doch alle stumm, wenn es um die schlichte Frage geht, was sie denn an die Stelle des Kapitalismus setzen w\u00fcrden, sollten die kapitalistischen Strippenzieher dann doch einmal den Weg freimachen f\u00fcr eine \u201ewirkliche Demokratie\u201c, in der das Volk selbst die Wahl h\u00e4tte \u00fcber das zu etablierende Wirtschaftssystem.<\/p>\n<p>Dass es an dieser Stelle stets still wird, galt schon f\u00fcr den alten Marx selbst, denn der hatte bekanntlich ebenfalls keinen blassen Schimmer davon, was es denn sein k\u00f6nnte, was einmal den b\u00f6sen Kapitalismus abzul\u00f6sen in der Lage sei, wenn der dereinst besiegt sein sollte. Das alles ist nat\u00fcrlich kein Zufall, denn auf all den schrecklichen Machenschaften und Problemen steht zwar immer gern Kapitalismus drauf, es war aber doch fast nie Kapitalismus drin, wenn man nur einmal etwas genauer hingeschaut h\u00e4tte:<\/p>\n<ul>\n<li>So ist die Armut in den Entwicklungsl\u00e4ndern recht eindeutig darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass es in diesen L\u00e4ndern keine industrielle Revolution und auch kein sp\u00e4ter einsetzendes Aufholwachstum gegeben hat \u2013 erst Recht keine eigenes dynamisch-innovatives Wachstum; alles das war aber immer und \u00fcberall, wo es dann doch auftrat, von kapitalistischen Institutionen getrieben; zun\u00e4chst in England und Westeuropa, sp\u00e4ter in Nord-Amerika und schlie\u00dflich in immer weiteren Regionen. Warum es in den verbleibenden Regionen nicht zur Herausbildung kapitalistischer Institutionen kam, beruht auf verschiedensten Gr\u00fcnden, welche im Prinzip alle etwas mit der historischen Entwicklung von politischen Institutionen zu tun haben. Wo immer diese die Allmacht monistischer Staatsherrschaft \u00fcber Meinung und Handlung aufgebrochen haben und an deren Stelle die Wirkung von M\u00e4rkten gesetzt haben, sind die Einkommen gewachsen und ist die Armut geschwunden; und wo sie dies nicht getan haben, ist die Armut geblieben. Das Ergebnis ist die heutige Verteilung von reichen und armen L\u00e4ndern \u00fcber den Globus.<\/li>\n<li>Die Ungleichheit der Einkommens- und Verm\u00f6gensverteilung hat \u00e4hnliche Ursachen. So hat der kapitalistische Kurs in China die Einkommensverteilung zweifellos weit auseinandergetrieben. Allerdings geschah dies durch einen rasanten Anstieg der Einkommen einiger Bev\u00f6lkerungsschichten und keineswegs durch einen Abstieg anderer. Auch wenn Letztere von der Dynamik der Einkommensentwicklung (noch) nicht in diesem Ma\u00dfe erfasst sind, so profitieren gleichwohl auch sie; so ist der Anteil derer, die von absoluter Armut betroffen sind, seit Beginn des kapitalistischen Kurses von \u00fcber 30 auf unter f\u00fcnf Prozent gesunken. Das Gleiche gilt f\u00fcr die weltweite personelle Einkommensverteilung sowie f\u00fcr die Armut, wobei erstere in den letzten Jahren wegen des wirtschaftlichen Aufholens bev\u00f6lkerungsreicher L\u00e4nder wie China und Indien nicht etwa ungleichm\u00e4\u00dfiger, sondern im Gegenteil gleichm\u00e4\u00dfiger geworden ist. Derweil ist die Armut weltweit \u00e4hnlich dramatisch gesunken wie sie es in China ist. Alles das ist ein Produkt kapitalistischer Institutionen, und es w\u00e4re ohne sie schlicht undenkbar gewesen.<\/li>\n<li>Umweltbelastung ist immer die Konsequenz von zu wenig und niemals von zu viel Marktwirtschaft. Denn Marktwirtschaft entfaltet letztlich alle ihre Wirkungen \u00fcber die Internalisierung von externen Effekten, was bedeutet, dass Ertr\u00e4ge und Kosten stets den jeweiligen Marktakteuren zugewiesen werden. Wo dies nicht geschieht, hilft nicht mehr Gemeineigentum, sondern ganz im Gegenteil genauer spezifiziertes Privateigentum, beispielsweise in der Form von handelbaren Verschmutzungsrechten. Diese und andere Instrumente konkretisieren Eigentumsrechte und f\u00fchren damit die Marktwirtschaft in den Umweltschutz ein. Geschieht dies, wird die Umwelt geschont, geschieht dies nicht, wird sie zerst\u00f6rt. Zu Zeiten der Teilung Europas war der Westen der Vorreiter in Sachen Umweltschutz \u2013 auch wenn man das noch nicht ausreichend finden mag; zugleich aber wurde die Umwelt in den damaligen sozialistischen Staaten Mittel- und Osteuropas nahezu bedenkenlos zerst\u00f6rt. Seit und soweit der Kapitalismus dort inzwischen eingef\u00fchrt ist, verbessert sich der Zustand der Umwelt zusehends.<\/li>\n<li>Die meisten dem Kapitalismus angelasteten Sachzw\u00e4nge finden ihre tiefere Ursache in Wirklichkeit in dem allgemeinen Umstand knapper Ressourcen; anders ausgedr\u00fcckt ist es nicht dem Kapitalismus geschuldet, dass wir nicht im Schlaraffenland leben. Wir m\u00f6gen die Ressourcenknappheit den grundlegenden \u00f6konomischen Sachzwang nennen und m\u00fcssen feststellen, dass dieser jenseits des Schlaraffenlands vom Wirtschaftssystem unabh\u00e4ngig immer pr\u00e4sent ist. So f\u00fchrt \u00fcberbordende Verschuldung in jedem Wirtschaftssystem zu Problemen, eine geringe Ersparnisbildung begrenzt immer den Spielraum f\u00fcr Investitionen in die Zukunft und demographische Alterung f\u00fchrt immer zu einer h\u00f6heren Belastung der Jungen oder alternativ zu schlechteren Leistungen f\u00fcr Alte und Bed\u00fcrftige. Diese und viele andere Probleme sind daher alle keinesfalls spezifisch f\u00fcr den Kapitalismus. Aber immer hat die Einf\u00fchrung von M\u00e4rkten die dahintersteckenden grundlegenden \u00f6konomischen Sachzw\u00e4nge am effektivsten gelindert, und umgekehrt hat die Abschaffung von M\u00e4rkten sie immer versch\u00e4rft und regelm\u00e4\u00dfig zu mangelhafter G\u00fcterversorgung gef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Pers\u00f6nliche Freiheit wird von der Marktwirtschaft nicht etwa beschr\u00e4nkt, wie dies gern und h\u00e4ufig zu h\u00f6ren ist, sondern im Gegenteil durch sie \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich. Denn nur Marktwirtschaft erlaubt privatautonome Entscheidungen jenseits staatlichen Zwangs, ohne dass die zun\u00e4chst unkoordinierte Vielfalt dieser privatautonomen Entscheidungen ins wirtschaftliche und gesellschaftliche Chaos f\u00fchrt. Es d\u00fcrfte kaum einen anderen derart zwingenden und zugleich leicht einsichtigen Sachverhalt geben, welcher in einer solch massiven Weise entweder str\u00e4flich \u00fcbersehen oder gar mit gro\u00dfer Vehemenz bestritten wird. Warum dies entgegen der leicht zug\u00e4nglichen Logik der Sache und entgegen der schlagenden weltweiten empirischen Evidenz geschieht, wird vorl\u00e4ufig ein R\u00e4tsel bleiben.<\/li>\n<li>Schlie\u00dflich behindert die Marktwirtschaft die Entfaltung der Demokratie nicht etwa, sondern sie ebnet ihr \u00fcberhaupt erst einmal den Weg. \u00c4hnlich wie schon bei Marx wird auch heute die \u201eb\u00fcrgerliche Demokratie\u201c noch gern einmal als eine Fassade gesehen, hinter der sich die alles steuernden kapitalistischen Interessen verbergen. Tats\u00e4chlich kann dies durchaus so sein, dann n\u00e4mlich, wenn die Institutionen des politischen Systems bestimmten Lobbygruppen mehr Gewicht verleihen als dem Volk als Souver\u00e4n. Das Ganze im Einzelfall beurteilen zu k\u00f6nnen, wird noch dadurch erschwert, dass wir nicht trennscharf zwischen legitimer Interessenvertretung und illegitimer Einflussnahme auf politische Entscheidungsprozesse unterscheiden k\u00f6nnen. Daher f\u00fchrt die Marktwirtschaft leider nicht zwangsl\u00e4ufig zur Demokratie, und so finden wir in manchen Regionen auch nach wie vor Marktwirtschaft ohne Demokratie. Das aber \u00e4ndert nichts daran, dass Marktwirtschaft eine unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr Demokratie ist. Denn erst durch Marktwirtschaft werden neben den Spielr\u00e4umen f\u00fcr die Entfaltung pers\u00f6nlicher Freiheit auch jene f\u00fcr die Entfaltung von Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und vieles andere mehr geschaffen, weil alles dies private, also staats-unabh\u00e4ngige Initiative voraussetzt und damit nichts anderes ist als unternehmerische Aktivit\u00e4t in einem weiten Sinne. Diese muss aber nicht nur zul\u00e4ssig sein, sondern sie muss durch etwas anderes als durch den Staat selbst koordiniert werden k\u00f6nnen, denn wenn der Staat sie koordiniert, ist es schon per Definition vorbei mit staats-unabh\u00e4ngiger Meinungsbildung. Daher bleibt f\u00fcr die Koordination solcher unternehmerischer Aktivit\u00e4t nur die Koordination durch M\u00e4rkte, und so muss eine Demokratie ohne Marktwirtschaft zwangsl\u00e4ufig zu einer leeren H\u00fclse verkommen. Aber mehr als das: Erst Marktwirtschaft erm\u00f6glicht es, den Umfang des notwendigen staatlichen Handelns so weit zu begrenzen, dass die demokratischen Prozesse vor \u00dcberforderung und damit vor ihrem Untergang gesch\u00fctzt werden. Wer das bestreitet, ist nicht etwa ein besonderer Freund der Demokratie, sondern zumindest im Ergebnis ihr Totengr\u00e4ber. Der empirische Befund zu diesen Einsichten ist \u00fcberw\u00e4ltigend: W\u00e4hrend es Marktwirtschaften ohne Demokratie gibt, hat die Welt kein einziges nicht-marktwirtschaftlich organisiertes Land mit Demokratie gesehen. Alle bekannten Demokratien, alle L\u00e4nder, welche Presse- und Meinungsfreiheit garantieren, ja sogar alle L\u00e4nder, welche \u00fcberhaupt nur die Menschen- und B\u00fcrgerrechte konsequent respektieren, waren und sind ausschlie\u00dflich Marktwirtschaften. Davon hat es bis heute nicht eine Ausnahme gegeben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Allen diesen Fakten zum Trotz lieben die Deutschen den Kapitalismus und die Marktwirtschaft nicht. Alle oder doch fast alle von ihnen werden ihre pers\u00f6nliche Freiheit, die Meinungsvielfalt, die politischen Mitspracherechte, den Wohlstand und die soziale Absicherung lieben und die Umwelt gesch\u00fctzt sehen wollen. Aber zumindest rund die H\u00e4lfte von Ihnen will das alles ohne Kapitalismus haben. Das mag verst\u00e4ndlich sein, wenn man davon \u00fcberzeugt ist, dass der Kapitalismus nicht die Ursache f\u00fcr alle diese sch\u00f6nen Dinge ist und dass er andererseits aber die Ursache f\u00fcr die verbleibenden Probleme und Unannehmlichkeiten ist. Leider ist es aber genau umgekehrt. Dies nicht zu sehen, kann man vor allem jenen Menschen nicht anlasten, welche ihr Auskommen abseits des Sinnens um die angemessene Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verdienen. Es ist aber schwer verst\u00e4ndlich f\u00fcr den Rest der Bev\u00f6lkerung: f\u00fcr die Lehrer, Professoren, Journalisten, Kulturschaffenden, Kabarettisten und die vielen anderen mehr, welche das Privileg haben, sich fast beliebig in diese Dinge einzuarbeiten und daf\u00fcr auch noch bezahlt zu werden. Sie m\u00fcssten es eigentlich besser wissen. Warum aber ausgerechnet sie uns schon als junge Menschen in der Schule und w\u00e4hrend des Studiums oder der Ausbildung und dann sp\u00e4ter auf allen Kan\u00e4len mit Inbrunst an der Einsichten vorbei zu schleusen versuchen, dass der Kapitalismus nicht weniger ist als die Quelle von Wohlstand, Freiheit und Demokratie, als ginge es darum, uns vor der geistzersetzenden Gehirnw\u00e4sche gef\u00e4hrlicher Sekten zu sch\u00fctzen, das wird vorl\u00e4ufig ein Geheimnis bleiben. Immerhin erkl\u00e4rt es die immer wieder aufs Neue best\u00e4tigten Umfrageergebnisse dar\u00fcber, dass die Deutschen den Kapitalismus nicht lieben. Sie lieben ihn nicht, weil er objektiv einfach schlecht ist \u2013 im Vergleich zum Schlaraffenland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gern einmal l\u00e4sst sich Gregor Gysi mit dem Satz zitieren, dass der Kapitalismus sich nicht als das bessere System erwiesen habe, sondern dass er einfach &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10621\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDer Kapitalismus: Das ungeliebte Kind der Deutschen\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[146,399,107,488],"class_list":["post-10621","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kapitalistisches","tag-freiheit","tag-kapitalismus","tag-marktwirtschaft","tag-wohlstand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Kapitalismus: Das ungeliebte Kind der Deutschen - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10621\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Kapitalismus: Das ungeliebte Kind der Deutschen - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Gern einmal l\u00e4sst sich Gregor Gysi mit dem Satz zitieren, dass der Kapitalismus sich nicht als das bessere System erwiesen habe, sondern dass er einfach &hellip; 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