{"id":1069,"date":"2009-06-08T04:28:01","date_gmt":"2009-06-08T03:28:01","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=1069"},"modified":"2025-11-24T17:56:26","modified_gmt":"2025-11-24T16:56:26","slug":"der-lord-und-die-loehnekrugman-auf-den-spuren-von-keynes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=1069","title":{"rendered":"Der Lord und die L\u00f6hne <br\/><font size=3; color=grey>Krugman auf den Spuren von Keynes<\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIn the short run ideas are unimportant and ineffective, but in the long run they can rule the world\u201c\u009d (Lionel Robbins)<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geschichte wiederholt sich nicht. Das gilt allerdings nicht f\u00fcr Diskussionen, einige kehren immer wieder. Die Frage, wie L\u00f6hne die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen, ist heute genauso umstritten wie in den Zeiten der gro\u00dfen Depression. Es ist kein Zufall, dass gerade der Nobelpreistr\u00e4ger Paul Krugman dieses Thema immer wieder aufgreift. Ende letzten <a href=\"http:\/\/www.princeton.edu\/~pkrugman\/nominal_wage.pdf\">Jahres <\/a>hat er Kritikern des New Deal unterstellt, dass sie keine Ahnung h\u00e4tten, wenn sie bef\u00fcrchteten, dass steigende Nominall\u00f6hne in einer keynesianischen Situation die Lage auf den Arbeitsm\u00e4rkten verschlimmerten. Anfang <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/05\/04\/opinion\/04krugman.html?_r=2\">Mai<\/a> hat er behauptet, dass sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtern w\u00fcrde, wenn Unternehmen und Konsumenten erwarteten, dass die L\u00f6hne in Zukunft weiter fielen. Dabei hat er sich explizit auf Keynes berufen. Damit stellt sich wieder einmal die altbekannte Frage: Was hat der Meister tats\u00e4chlich gesagt und was hat er wirklich gemeint?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Klassische Interpretation<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vertreter der klassischen Theorie sahen in den Ideen von Keynes nichts wirklich Neues. Unfreiwillige Arbeitslosigkeit war etwa f\u00fcr Franco Modigliani auch in der keynesianischen Theorie vor allem auf inflexible Nominall\u00f6hne (Modigliani, 1944), f\u00fcr Abba Lerner auf nach unten starre Reall\u00f6hne (Lerner, 1936) zur\u00fcckzuf\u00fchren. Franco Modigliani hat versucht, seine These mit einem einfachen keynesianischen Modell zu verdeutlichen. Danach f\u00fchrt eine r\u00fcckl\u00e4ufige Nachfrage nach Investitionen \u00fcber sinkende Nominall\u00f6hne, niedrigere nominelle Einkommen und eine geringere Geldnachfrage zu niedrigeren Zinsen. Das st\u00e4rkt die Investitionen und baut die Angebots\u00fcberh\u00e4nge auf den G\u00fcterm\u00e4rkten wieder ab. Anhaltende Arbeitslosigkeit kann somit nur entstehen, wenn nach unten inflexible Nominall\u00f6hne oder die Existenz einer Liquidit\u00e4tsfalle diesen Anpassungsprozess verhindern. Da Franco Modigliani nicht an eine l\u00e4nger andauernde Liquidit\u00e4tsfalle geglaubt hat, kann aus seiner Sicht anhaltende Arbeitslosigkeit auch in der keynesianischen Theorie nur auf nach unten rigiden Nominall\u00f6hnen beruhen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tr\u00e4fe diese Interpretation zu, h\u00e4tte Keynes nur einen speziellen Fall der klassischen Theorie beschrieben. Sein Anspruch w\u00e4re gescheitert, einen eigenst\u00e4ndigen, im Widerspruch zur klassischen Theorie stehenden Beitrag zur Erkl\u00e4rung unfreiwilliger Arbeitslosigkeit zu liefern. Auf den Fall\u00c2\u00a0 nach unten inflexibler Nominall\u00f6hne als eine Ursache von Unterbesch\u00e4ftigung hatte explizit schon der Altmeister der \u00d6konomie Alfred Marshall hingewiesen (Marshall, 1920, 709f). Damit w\u00e4re die keynesianische Theorie in Einklang mit den Vorstellungen der Klassiker zu bringen. Kurzfristig k\u00f6nnen zwar Friktionen und Rigidit\u00e4ten einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf den Arbeitsm\u00e4rkten verhindern. L\u00e4ngerfristig funktioniert aber der klassische Marktmechanismus. Die Klassiker setzten auf die von Thomas Kuhn beschriebene Strategie, im Paradigmenwechsel der Wissenschaft, die neue Entwicklung als einen Spezialfall in das alte Paradigma zu integrieren. Gelungen ist ihnen das nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Keynes und Nominall\u00f6hne<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keynes weist explizit darauf hin, dass seine Theorie unabh\u00e4ngig davon gilt, ob die Nominall\u00f6hne flexibel oder rigide sind (Keynes, 1973, 257). Im 19. Kapitel seiner \u201eGeneral Theory\u201c versucht er zu zeigen, weshalb sinkende Nominall\u00f6hne im allgemeinen nicht zu geringerer Arbeitslosigkeit beitragen. Er formulierte auch die Bedingungen, unter denen fallende Nominall\u00f6hne positiv auf die Besch\u00e4ftigung wirken: eine steigende marginale Konsumneigung, eine h\u00f6here Grenzleistungsf\u00e4higkeit des Kapitals oder sinkende Zinsen. \u00dcber sinkende Nominall\u00f6hne wird Einkommen zugunsten der Unternehmen und zu Lasten der Arbeitnehmer umverteilt. Da Unternehmerhaushalte eine h\u00f6here durchschnittliche Sparneigung haben, st\u00e4rkt diese Umverteilung die gesamtwirtschaftliche Nachfrage allerdings nicht. Ganz im Gegenteil verschlechtert sich die Lage auf den G\u00fcterm\u00e4rkten weiter (Keynes, 1973, 262). Sinkende Nominall\u00f6hne vergr\u00f6\u00dfern \u00fcber eine geringere Konsumnachfrage die Angebots\u00fcberh\u00e4nge auf den G\u00fcterm\u00e4rkten, anstatt sie abzubauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von sinkenden Nominall\u00f6hnen versprach sich Keynes kurzfristig ebenfalls keinen positiven Einfluss auf die Grenzleistungsf\u00e4higkeit des Kapitals und damit die Investitionst\u00e4tigkeit. Er war vielmehr der Meinung, dass Unternehmen in Zeiten der Krise glaubten, die L\u00f6hne w\u00fcrden weiter fallen. Dieser Prozess der negativen Erwartungen werde durch die desolate Lage auf den G\u00fcterm\u00e4rkten beschleunigt (Keynes, 1973, 265). Ein Boden ist f\u00fcr Unternehmen kurzfristig nicht zu erkennen, weil sinkende L\u00f6hne auf wettbewerbsintensiven G\u00fcterm\u00e4rkten mit Angebots\u00fcberh\u00e4ngen die G\u00fcterpreise weiter senken. Damit erh\u00f6ht sich aber der Realwert der Schulden. Immer mehr Unternehmen gehen Pleite, ein allgemeines Klima des Pessimismus breitet sich aus, ein negativer kumulativer Prozess wird in Gang gesetzt. Die trudelnde Nachfrage nach Investitionen l\u00e4sst sich kurzfristig nicht stoppen; die Wirtschaft st\u00fcrzt weiter ab. Helfen k\u00f6nnten allenfalls nach unten inflexible G\u00fcterpreise. Sie w\u00fcrden einen Boden einziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel erwartete Keynes auch nicht von fallenden Nominall\u00f6hnen f\u00fcr die Zinsen und damit die Investitionst\u00e4tigkeit. Ebenso wie eine expansive Geldpolitik wegen elastischer Liquidit\u00e4tspr\u00e4ferenzen die Zinsen kaum senken k\u00f6nne, gel\u00e4nge es auch nicht, diese \u00fcber geringere Nominall\u00f6hne in dem erforderlichen Ausma\u00df zu verringern (Keynes, 1973, 266). Seine Skepsis wurde verst\u00e4rkt, weil er der Meinung war, dass selbst dann, wenn keine Liquidit\u00e4tsfalle existiere, die Nominallohnsenkungen viel zu gering ausfielen, um quantitativ bedeutsame Zinssenkungen auszul\u00f6sen. Sinken die L\u00f6hne allerdings stark genug, um die Zinsen sp\u00fcrbar zu beeinflussen, wirkt dies seiner Meinung nach nicht positiv, im Gegenteil. Die Nachfrage geht sukzessive zur\u00fcck, die Preise auf den G\u00fcterm\u00e4rkten fallen ins Bodenlose, das Vertrauen der Unternehmen geht weiter in den Keller. Die positiven Effekte sinkender Zinsen werden \u00fcberkompensiert (Keynes, 1973, 261ff), die r\u00fcckl\u00e4ufige Grenzleistungsf\u00e4higkeit des Kapitals kann nicht \u00fcber sinkende Nominall\u00f6hne ausgeglichen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Keynes und Reall\u00f6hne<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch etwas anderes zeigt, dass Keynes den spezifischen Fall inflexibler Lohns\u00e4tze nicht als Fundament f\u00fcr seine Theorie nutzte. Er war dezidiert der Meinung, dass sinkende Nominall\u00f6hne nicht zu fallenden Reall\u00f6hnen f\u00fchren. In der klassischen Welt steigt die Besch\u00e4ftigung, wenn die Reall\u00f6hne bei gegebener Arbeitsproduktivit\u00e4t sinken. Die Arbeitnehmer k\u00f6nnen nur die Nominal- nicht aber die Reall\u00f6hne beeinflussen (Keynes, 1936, 13). Der Reallohn ergibt sich aus dem Zusammenspiel von G\u00fcter- und Arbeitsm\u00e4rkten. Wenn fallende Nominall\u00f6hne in einer keynesianischen Welt des gesamtwirtschaftlichen Nachfragemangels in gleichem Umfang zu sinkenden G\u00fcterpreisen beitragen, ver\u00e4ndern niedrigere Nominall\u00f6hne den f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung relevanten Reallohn nicht. Ein R\u00fcckgang der Nominall\u00f6hne garantiert somit noch nicht, dass unfreiwillige Arbeitslosigkeit abgebaut wird. Dies gilt zumindest f\u00fcr die Welt von Keynes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist allerdings falsch, diesen Zusammenhang so zu deuten, wie Abba Lerner es getan hat. Demnach stehe und falle die keynesianische Theorie mit der Annahme rigider Reall\u00f6hne (Lerner, 1936). Die richtige Frage lautet hingegen, unter welchen Bedingungen r\u00fcckl\u00e4ufige Nominall\u00f6hne zu sinkenden G\u00fcterpreisen f\u00fchren, ohne die Reall\u00f6hne zu ver\u00e4ndern. Diese Entwicklung ist unter klassischen Bedingungen nicht m\u00f6glich, da auf den G\u00fcterm\u00e4rkten von Nachfrage\u00fcberh\u00e4ngen ausgegangen wird. Es ist nur denkbar im\u00c2\u00a0 keynesianischen Fall anhaltender Angebots\u00fcberh\u00e4nge. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass diese Konstellation eintritt, wenn ein grundlegender Zusammenhang der klassischen Theorie \u2013 das Theorem von Say \u2013 au\u00dfer Kraft gesetzt ist. Wenn sinkende G\u00fcterpreise die Nachfragedefizite nicht beseitigen k\u00f6nnen, ist die mangelnde effektive Nachfrage die eigentliche Ursache f\u00fcr die Angebots\u00fcberh\u00e4nge, weshalb sinkende Nominall\u00f6hne nicht zu fallenden Reall\u00f6hnen f\u00fchren. Damit k\u00f6nnen sinkende L\u00f6hne auf den Arbeitsm\u00e4rkten die Arbeitslosigkeit nicht beseitigen (Leijonhufvud, 1981, 166).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das alles zeigt, dass Keynes unfreiwillige Arbeitslosigkeit nicht als tempor\u00e4res Problem ansah, das auf unvollkommene Arbeitsm\u00e4rkte zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann. Vielmehr verhindern eine extrem instabile Grenzleistungsf\u00e4higkeit des Kapitals und eine sehr elastische Liquidit\u00e4tspr\u00e4ferenz der Individuen, dass Angebots\u00fcberh\u00e4nge auf den G\u00fcterm\u00e4rkten \u00fcber sinkende Zinsen zur\u00fcckgefahren werden. Die M\u00e4rkte passen sich nicht \u00fcber ver\u00e4nderte relative Preise (Keynes, 1973, 175), sondern \u00fcber kumulative Mengenbewegungen an. Das Ergebnis ist ein Gleichgewicht bei Unterbesch\u00e4ftigung. Es sind weniger unvollkommene Arbeitsm\u00e4rkte, sondern vor allem mangelhafte Kapitalm\u00e4rkte, die verhindern, dass eine Tendenz zu einem Vollbesch\u00e4ftigungsgleichgewicht entsteht. Axel Leijonhufvud hat den Fall keynesianischer Arbeitslosigkeit so charakterisiert: Der Nominallohn ist richtig, der Zinssatz ist falsch, ein flexibler Nominallohn kann\u00c2\u00a0 unfreiwillige Arbeitslosigkeit nicht beseitigen (Leijonhufvud, 1981, 167).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer keynesianischen Situation sind unvollkommene Arbeitsm\u00e4rkte eher nicht die Ursache unfreiwilliger Arbeitslosigkeit. Der eigentliche Grund der Misere auf den Arbeitsm\u00e4rkten sind pessimistische Erwartungen (\u201eanimal spirit\u201c), die nicht \u00fcber sinkende Zinsen auf funktionsf\u00e4higen Finanzm\u00e4rkten aufgefangen werden. In einer keynesianischen Welt macht es wenig Sinn, auf flexible L\u00f6hne zu setzen, um die Besch\u00e4ftigung zu steigern. Notwendig sind Reparaturen auf den Finanzm\u00e4rkten, um Sparneigung und Investitionst\u00e4tigkeit bei Vollbesch\u00e4ftigung zusammenzubringen. V\u00f6llig ohne Belang sind allerdings die L\u00f6hne auch in einer keynesianischen Situation nicht. Greg <a href=\"http:\/\/gregmankiw.blogspot.com\/2008\/12\/as-ad-and-new-deal.html\">Mankiw<\/a> hat darauf hingewiesen, dass eine expansive Lohnpolitik nicht nur die aggregierte Angebotskurve nach oben, sondern auch die aggregierte Nachfragekurve nach links verschieben kann. Lohnpolitisches Ma\u00dfhalten ist also auch in einer keynesianischen Welt eine Tugend.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><br \/>\nKeynes, J. M. (1936), The General Theory of Employment, Interest and\u00c2\u00a0 Money. London 1936<br \/>\nKeynes, J. M. (1973), The General Theory of Employment, Interest and Money. Bd. VII of Collected Writings of John Maynard Keynes. London 1973<br \/>\nLeijonhufvud, A. (1981), The Wicksell Connection: Variations on a Theme, in: A. Leijonhufvud, Information and Coordination. Essays in Macroeconomic Theory. New York u.a. 1981<br \/>\nLerner, A.P. (1936), Mr. Keynes\u2019s General Theory of Employment, Interest and Money, in: International Labor Review, 34 (1936), S. 435 &#8211; 454<br \/>\nMarshall, A. (1920), Industry and Trades, 3. Aufl., London 1920<br \/>\nModigliani, F. (1944), Liquidity Preference and the Theory of Money, in: Econometrica, 24 (1944), S. 45 \u2013 88<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/ed018176a9b24aabadb602dbaf87d3df\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIn the short run ideas are unimportant and ineffective, but in the long run they can rule the world\u201c\u009d (Lionel Robbins) Geschichte wiederholt sich nicht. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=1069\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDer Lord und die L\u00f6hne <br \/><font size=3; color=grey>Krugman auf den Spuren von Keynes<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,33],"tags":[155,556,145,338,320],"class_list":["post-1069","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgmeines","category-makrooekonomisches","tag-arbeitslosigkeit","tag-berthold","tag-keynes","tag-krugman","tag-lohnpolitik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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