{"id":13021,"date":"2013-08-02T00:01:00","date_gmt":"2013-08-01T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13021"},"modified":"2013-08-04T06:28:09","modified_gmt":"2013-08-04T05:28:09","slug":"ungleichheit-heute-15ungleichheit-und-gerechtigkeit-was-hat-das-miteinander-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13021","title":{"rendered":"<small>Ungleichheit heute (15)<\/small><br \/>Ungleichheit und Gerechtigkeit: Was hat das miteinander zu tun?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>1. Das Paradies<\/strong><\/p>\n<p>Stellen wir uns eine Welt vor, in der es vollkommene wirtschaftliche Gleichheit gibt. Egal, welche Arbeit einer macht, Angebot und Nachfrage befinden sich stets in einem Gleichgewicht, welches jedermann das gleiche Einkommen erm\u00f6glicht. In dieser Gesellschaft gibt es keine Debatten \u00fcber eine Schere zwischen Arm und Reich; es braucht auch keinen Streit \u00fcber Art und Umfang einer Einkommensumverteilung durch den Staat. Weil jeder den fairen Anteil seines Einsatzes erh\u00e4lt, hat auch jedermann die gleichen Anreize, sich anzustrengen. Die Regierung braucht sich ausschlie\u00dflich darum zu k\u00fcmmern, \u00f6ffentliche G\u00fcter bereit zu stellen (Verteidigung, Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit), die sich mit einer f\u00fcr alle gleich hohen Kopfsteuer finanzieren lassen. In dieser Welt herrscht nicht nur perfekte Gleichheit, sondern auch perfekte Effizienz. Es ist eine Welt vor dem <a href=\"http:\/\/www.aspeninstitute.org\/sites\/default\/files\/content\/docs\/OKUN_EQUALITY_AND_EFFICIENCY_(AS08).PDF\" target=\"blank\">Okunschen Trade-Off<\/a>. Es ist das Paradies der Gleichheit und Gerechtigkeit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dieses sch\u00f6ne Paradies der Gleichheit hat sich Gregory Mankiw ausgedacht (<a href=\"http:\/\/scholar.harvard.edu\/files\/mankiw\/files\/defending_the_one_percent_0.pdf\" target=\"blank\">\u201eDefending the One Percent\u201c<\/a>). Doch jedes Paradies geht bekanntlich einmal zu Ende: Der Abschied von der egalit\u00e4ren Utopie setzt exakt in jenem Moment ein, als drei Unternehmer mit Ideen f\u00fcr ein neues Produkt auftauchen \u2013 denken wir an Steve Jobs mit einem iPad, J.K. Rowling mit Harry Potter und Steven Spielberg mit einem neuen Blockbuster-Film. Sogleich rennen alle Leute diesen Stars die Bude ein und sind bereit, freiwillig hundert Euro daf\u00fcr zu bezahlen (wenn nicht mehr). Jetzt gibt es viele K\u00e4ufer, aber nur drei Verk\u00e4ufer. Und die Verk\u00e4ufer werden mit einem Schlag viel reicher als der Rest der Welt. Aus dem Paradies der Gleichheit wurde eine Gesellschaft der Ungleichheit. Aber wenigstens gibt es iPads, Harry Potter Romane und Spielberg-Filme.<\/p>\n<p>Die bisherigen Folgen der Serie \u201eUngleichheit heute\u201c haben sich quasi wertneutral-\u00f6konomisch mit dem Thema befasst und die normative Frage ausgeklammert. Oder anders gesagt: Ungleichheit tauchte bislang als normatives Problem allenfalls dann auf, wenn es Anzeichen daf\u00fcr gab, dass durch gr\u00f6\u00dfere Einkommens- oder Verm\u00f6gensspreizung auch gr\u00f6\u00dfere Ineffizienzen entstehen und Ungleichheit deshalb wirtschaftlich sch\u00e4dlich ist. Ob Ungleichheit aber per se ein moralisches Problem ist, blieb unbeantwortet: Denn die Frage der Gerechtigkeit wurde explizit bislang nicht gestellt. Das ist Auftrag und Aufgabe dieses Beitrags.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>2. Wo ist das Problem?<\/strong><\/p>\n<p>In Mankiws Beispiel entsteht die Ungleichheit durch einen freiwilligen Tausch zwischen Anbietern und Nachfragern. Wenn also kein Zwang dabei im Spiel war, ist anzunehmen, dass beide, K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer, durch den Deal sich besser stellen, andernfalls h\u00e4tten sie ja nicht einwilligen brauchen. So gesehen, wirft die Mankiwsche post-paradiesische Welt der Ungleichheit kein Gerechtigkeitsproblem auf. Der \u201eLocus classicus\u201c dazu kommt von Ludwig von Mises und Milton Friedman. Geht es nach ihnen, ist die einzige Art der Gleichheit, die eine gerechte Gesellschaft n\u00f6tig hat, die Gleichheit vor dem Gesetz. Im \u00fcbrigen m\u00fcssen wir aber davon ausgehen, \u201ethat men are borne unequal\u201c und dass es gerade diese Ungleichheit ist, die soziale Kooperation, Zivilisation und Fortschritt zur Folge hat. Friedman: \u201eA society, that puts equality before freedom will get neither. A society that puts freedom before equality will get a high degree of both.\u201c\u009d (Friedman: Created equal. In: <a href=\"http:\/\/www.freetochoosemedia.org\/freetochoose\/detail_ftc1990_transcript.php?page=5\" target=\"blank\">Free to choose<\/a>.) Schaut man sich in den heutigen Sozialstaaten ein wenig um, wird man nicht behaupten k\u00f6nnen, dass Friedman g\u00e4nzlich falsch lag.<\/p>\n<p>Wo ist also das Problem? Martin Feldstein hatte 1998 die versammelten Tagungsteilnehmer der Konferenz von Jackson Hole mit einem kleinen Gedankenexperiment am\u00fcsiert: \u201eStellen Sie sich vor, ein kleiner Gl\u00fccksvogel bringt Ihnen allen 1000 Dollar. Das ist nichts Schlechtes, w\u00fcrde aber ohne Zweifel den Gini-Koeffizienten gr\u00f6\u00dfer werden lassen: Wachsende Ungleichheit? Nat\u00fcrlich. Aber doch eine Ungleichheit, unter der niemand zu leiden hat. Was soll daran falsch oder schlecht sein?\u201c<a id=\"fna1\" href=\"#fn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Falsch oder schlecht w\u00fcrde die Sache nur, wenn der Reichtum, der zu Ungleichheit f\u00fchrt, auf widerrechtliche Weise angeeignet wurde. Aber schon, was die Theorie der Meritokratie unhinterfragt als selbstverst\u00e4ndlich voraussetzt, dass Ungleichheit nur als Lohn f\u00fcr eigene Leistung gerechtfertigt ist, ist nicht erforderlich: Der Gl\u00fccksvogel kann auch in Gestalt einer reichen Familie daher kommen, die dem Sohn ein fettes Erbe hinterl\u00e4sst oder als jenes Gl\u00fcck, das sich einstellt, wenn eine Wette aufgeht und den Zocker reich macht. Die Tatsache, dass die vom Gl\u00fccksvogel bewirkte Ungleichheit jene ungl\u00fccklich oder neidisch macht, die von ihm nicht beschenkt wurden, ist jedenfalls philosophisch kein Argument f\u00fcr Umverteilung. Selbst wenn sich nachweisen lie\u00dfe, dass Neid und Ungl\u00fcck die \u00c4rmeren demotiviert und somit der Vogel Wohlstands- oder Wachstumsverluste auf dem Kerbholz h\u00e4tte, w\u00e4re das kein Grund zu sozialtechnokratischen Eingriffen, seien diese auch in bester, das Wachstum f\u00f6rdernden Intention geschehen: Es blieben paternalistischer Eingriffe in die Freiheitsordnung. W\u00e4hrend \u00f6konomisch betrachtet Effizienz vorgeht, so hat philosophisch Gerechtigkeit Priorit\u00e4t \u2013 selbst wenn sie Ineffizienzen zur Folge h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>3. Das Weltbild der Egalitaristen<\/strong><\/p>\n<p>Die (links)liberale Mehrheitsmeinung hat sich darauf verst\u00e4ndigt, \u201eChancengleichheit\u201c am Start einen Vorschlag zur G\u00fcte zu machen, dem mutma\u00dflich alle Gutwilligen als Kriterium der Gerechtigkeit zustimmen k\u00f6nnen m\u00fcssten. Ungleichheiten, f\u00fcr die die Akteure nichts k\u00f6nnen, sollen am Beginn des Spiels des Lebens eingeebnet werden, hei\u00dft es, damit alle die gleichen Startchancen haben und fortan zeigen k\u00f6nnen, was sie zu leisten f\u00e4hig sind. Wenn dann der eine besser ist als der andere, w\u00e4re das eine gerechtfertigte Ungleichheit, beruht sie doch auf eigener Leistung. So h\u00e4tte eine Operndiva, die das hohe C besser trifft als ihre Wettbewerberinnen auch eine h\u00f6here Gage verdient. \u00c4hnlich wird bei Sportlern argumentiert. Bei Managern tolerieren die meisten diese Argumentation nicht, aus guten Gr\u00fcnden (wie hierin fr\u00fcheren Beitr\u00e4gen gezeigt wurde), kommen doch die Einkommen der Top-Manager nicht meritokratisch zustande, sondern als Ergebnis von <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">Rent-Seeking<\/a>. Wettbewerb, der Ungleichheiten gebiert, die auf Leistung beruhen, ist gut. Geben andere Dinge den Ausschlag, ist es schlecht.<\/p>\n<p>\u201eNiemand soll aufgrund von Dingen, die er nicht kann, schlechter gestellt werden als andere.\u201c So ungef\u00e4hr hei\u00dft der daraus folgende kategorische Imperativ, der vermutlich von einer gro\u00dfen Zahl von Menschen geteilt w\u00fcrde. Wer so redet, nennt sich stolz einen Egalitaristen. Egalitaristische Theorien bestimmen das einem jedem Zustehende relational oder komparativ, also stets mit Blick auf andere.<a id=\"fna2\" href=\"#fn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Auf Philosophen wie Laien l\u00f6st der Egalitarismus seit langem einen schweren moralischen Sog aus, dem sie sich nur mit extrem schlechtem Gewissen entziehen k\u00f6nnen und dies deshalb auch meist unterlassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Egalitaristen ist Gleichheit ein intrinsischer Wert. Er versteht sich von selbst. Nicht die Gleichheit (wie bei Mises und Friedman), sondern die Ungleichheit muss begr\u00fcndet werden. Um dies zu beweisen, haben die Egalitaristen stets eine schlagende (auf Isaiah Berlin zur\u00fcckgehende) Geschichte parat und die geht so: Eine Mutter will einen Kuchen unter Kindern verteilen. Angenommen alle Kinder wollen ein m\u00f6glichst gro\u00dfes St\u00fcck. Wie soll die Mutter den Kuchen verteilen? Wenn keines der Kinder einen \u00fcberzeugenden Grund daf\u00fcr nennen kann, warum es ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck als die anderen bekommen soll als andere, dann m\u00fcsse der Kuchen in gleich gro\u00dfe St\u00fccke geteilt werden, sagt diese Geschichte. Gleichverteilung, soll man aus dem Beispiel schlie\u00dfen, hat argumentativen Vorrang. Ungleichhheit ist eine Ausnahme, die der Begr\u00fcndung bedarf.<\/p>\n<p>Man sollte nicht zu rasch vor diesem Beispiel kapitulieren. Denn so plausibel es auf den ersten Blick scheint, so sehr ger\u00e4t beim zweiten Nachdenken alles ins Rutschen. Es f\u00e4ngt schon mit der Geschichte selbst an. W\u00fcrden nicht in der Realit\u00e4t alle Kinder stets \u00fcberzeugende Gr\u00fcnde vorbringen, warum gerade ihnen ein besonders gro\u00dfes St\u00fcck des Kuchens zusteht? Der \u00c4lteste w\u00fcrde argumentieren, sein Kalorienbedarf sei schlie\u00dflich gr\u00f6\u00dfer als jener der j\u00fcngsten Schwester. Die J\u00fcngste k\u00f6nnte gerade umgekehrt argumentieren und auf Nachholbedarf pl\u00e4dieren. Und die Mittlere w\u00fcrde die Argumentationsebene wechseln und daran erinnern, sie habe der Mutter beim Backen geholfen, was, weil die anderen sich gedr\u00fcckt haben, selbstverst\u00e4ndlich den Anspruch auf ein gro\u00dfes St\u00fcck begr\u00fcnde.<\/p>\n<p>Bei weiterem Nachdenken f\u00e4llt auf, wie schief das Bild insgesamt konstruiert ist. Wer zustimmt, sitzt einem raffinierten Taschenspielertrick auf. Die Mutter mit ihrem Gleichheitskuchen setzt n\u00e4mlich jene paternalistische Umverteilungswelt schon voraus, die ihre Geschichte erst begr\u00fcnden will. Die paradiesische Urszene dieser Welt ist von Anfang an als zu verteilender Kuchen erz\u00e4hlt. Der Kuchen ist schon gebacken und muss nur noch verteilt werden. Ein Schlaraffenland (die Welt der M\u00fctter!), wo immer wieder ein neuer Kuchen da ist, wenn der alte gegessen ist. Die Egalitaristen begr\u00fcnden die Welt als Verteilungs- nicht als Produktionsthema. Die Zutaten zum Kuchen gibt es auf der \u201efiskalischen Allmende\u201c frei Haus. Wie aus dem Nichts oder wie aus dem M\u00e4rchen erscheint die gute Mutter mit ihrem Kuchen. \u201eWir sind nicht in der Lage von Kindern, denen jemand Kuchenst\u00fccke austeilt und in letzter Minute schlecht geschnittene St\u00fccke berichtigt\u201c, sagt Robert Nozick, dem wir eine brillante Theorie der Freiheit und des Staates verdanken und von dem einer der gro\u00dfen antiegalitaristischen Entw\u00fcrfen stammt.<a id=\"fna3\" href=\"#fn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Ungleichheit aus egalit\u00e4ren Motiven korrigieren zu wollen, ist ein gef\u00e4hrliches Unterfangen (siehe Friedman): Denn die Egalisierung ist stets Ausgangspunkt und Quelle neuer Ungleichheiten. Das ist der Fluch jeglicher pr\u00e4ventiver Ex-Ante-Korrektur. G\u00e4be man verschiedenen Menschen die gleiche Menge Geld, so w\u00fcrden die Vorsichtigen daraus einen gr\u00f6\u00dferen Gewinn ziehen als die Unvorsichtigen und Verschwenderischen. Vielleicht kommt es aber auch ganz anders? Dann h\u00e4tten die Risikofreudigen den gr\u00f6\u00dften Vorteil der Egalisierungsaktion. Da die Individuen unterschiedliche Talente, Ziele, soziale Identit\u00e4ten und Lebensumst\u00e4nde haben, bleibt das Ziel der Egalisierung stets eine sinnlose Sisyphosarbeit. Die Egalisierer m\u00fcssen stets nacharbeiten (tun sie ja in Wirklichkeit auch). Denn es sind ungleiche Menschen, die Unterschiedliches aus ihren \u201eTalenten\u201c machen und denen das Schicksal unterschiedlich hold ist. Nicht jedem das gleiche, sondern jedem das seine (\u201esuum cuique\u201c), hei\u00dft deshalb der Wahlspruch derer, f\u00fcr die die Freiheit vor der Gleichheit rangiert.<\/p>\n<p>Wer Gleichheit herstellen will, wusste schon David Hume, kriegt am Ende nicht nur mehr Ungleichheit: er landet auch in der Armut. Hume weist darauf hin, dass der Egalitarismus stets auf einen autorit\u00e4ren Polizeistaat angewiesen ist (er mag sich noch so paternalistisch fromm geb\u00e4ren), damit das Gleichheitsziel auch durchgesetzt wird: \u201eWie gleichm\u00e4\u00dfig Eigentum auch verteilt sein mag, der unterschiedliche Grad an Geschicklichkeit, Sorge und Flei\u00df wird diese Gleichheit sofort durchbrechen. Hindert man aber die Entwicklung dieser Tugenden, dr\u00fcckt man die Gesellschaft auf das Niveau \u00e4u\u00dferster Armut herab; und anstatt Not und Bettelei bei einigen wenigen zu verhindern, macht man sie f\u00fcr die ganze Gesellschaft unabwendbar. Auch w\u00e4re die genaueste \u00dcberwachung notwendig, um jede Ungleichheit bei ihrem ersten Auftreten zu bemerken; und die strengste Gerichtsbarkeit, um sie zu bestrafen und zu beseitigen. Aber abgesehen davon, dass so gro\u00dfe Machtkonzentration bald in Tyrannei ausarten und mit gro\u00dfer Parteilichkeit ausge\u00fcbt werden m\u00fcsste; wer k\u00f6nnte sie in einer solchen Situation, wie sie hier angenommen wird, \u00fcberhaupt innehaben. Vollkommene Gleichheit an Besitz f\u00fchrt, indem sie jede Unterordnung zerst\u00f6rt, zu weitestgehender Schw\u00e4chung der Regierungsautorit\u00e4t und muss alle Macht, ebenso wie das Eigentum, nahezu restlos nivellieren.\u201c<a id=\"fna4\" href=\"#fn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Mit anderen Worten: Das Prinzip der Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit \u00fcberzeugt nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>4. H\u00e4retische Kritik an der Idee der Chancengleichheit<\/strong><\/p>\n<p>Lange Zeit standen konservativ-liberale Freiheitsfreunde (die Minderheit) und links-liberale Gleichheitsbef\u00fcrworter (Mehrheit) einander unvers\u00f6hnt gegen\u00fcber. Doch in letzter Zeit br\u00f6ckelt die Front der Egalitaristen auch auf der Linken. Eine kleine, h\u00e4retische Gruppe \u201ehumanit\u00e4rer Antiegalitaristen\u201c verschafft sich Geh\u00f6r und bestreitet den Egalitaristen im eigenen Lager ihren Anspruch, stets Herz und Moral auf dem einzigen rechten (also: linken) Fleck zu haben. \u201eWarum eigentlich Gleichheit?\u201c hei\u00dft ihre provokant-polemische Frage, die nat\u00fcrlich weniger naiv ist, als sie klingt. Oder, etwas ausf\u00fchrlicher: \u201eDer fundamentale Irrtum des Egalitarismus liegt in der Annahme, es sei moralisch entscheidend, ob eine Person weniger als eine andere hat, unabh\u00e4ngig davon, wie viel jeder der beiden hat\u201c (Harry G. Frankfurt). Liest man die Frage, so wie sie gestellt ist, klingt sie fast trivial. Warum soll die Differenz per se einen moralischen Unterschied machen? F\u00fcr eine Mehrheit der Moralphilosophen scheint sie so selbstverst\u00e4ndlich zu sein, dass sie verga\u00dfen, darauf eine Antwort zu geben.<\/p>\n<p>Pfiffig an der Attacke der H\u00e4retiker ist, dass sie die Begr\u00fcndungspflicht umdrehen. Sollen doch die Egalitaristen nachweisen, dass Ungleichheit ein moralisches Problem ist. Solange diese noch damit besch\u00e4ftigt sind, k\u00f6nnen die H\u00e4retiker sich ihre Gedanken machen, warum der Egalitarismus so hartn\u00e4ckig sich h\u00e4lt. Die amerikanische Philosophin Elizabeth Anderson macht dabei auf eine verr\u00e4terische Bemerkung bei Ronald Dworkin (einem Pionier des neueren Egalitarismus) aufmerksam, der Gleichheit als \u201eneidfreie Ressourcenverteilung\u201c definiert.<a id=\"fna5\" href=\"#fn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Das n\u00e4hrt den (von den Egalitaristen energisch bestrittenen) lange gehegten Verdacht, Neid sei das Hauptmotiv egalitaristischer Politik. In der kurzen Bemerkung Dworkins steckt das ganze Programm: Die Ressourcen sind bereits da (woher sie kommen, wer sie erwirtschaftet, das ist den Moralphilosophen egal), die dann wie im Kuchenbild der Mutter, vom autorit\u00e4ren Vater Staat verteilt werden, so lange, bis der Neid aus der Welt vertrieben ist.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt es ernst zu nehmende Autoren, die der \u00dcberzeugung sind, dass Gleichheit in Kombination mit dem Gebot einer Neutralit\u00e4t gegen\u00fcber Konzeptionen des Guten den Staat dazu zwinge, auch f\u00fcr den Unterhalt von Surfern (!) aufzukommen, die zwar im Besitz k\u00f6rperlicher Kr\u00e4fte, aber faul und arbeitsunwillig seien. Das klingt schon wie die Parodie des Egalitarismus. Konsequent und vielf\u00e4ltiger Zustimmung sicher jedenfalls ist aus Sicht des Egalitarismus allemal ein staatlich garantiertes (von wem finanziertes?) Grundeinkommen, das jedermann die F\u00e4higkeit und Chance gibt, gem\u00e4\u00df seiner W\u00fcnsche zu leben. Dieses Grundeinkommen st\u00fcnde dann selbstredend auch arbeitsscheuen Surfern zu. Die \u00e4u\u00dferst beliebte Idee des Grundeinkommens stellt die Welt vollends auf den Kopf. Sie will paradoxerweise den Kuchen erst verteilen, um ihn anschlie\u00dfend herstellen zu k\u00f6nnen. Gleichheit der verf\u00fcgbaren Ressourcen soll der Ausgangspunkt sein, der dann alle Menschen gem\u00e4\u00df ihrer Anlagen und W\u00fcnsche dazu bef\u00e4higt, Gro\u00dfes zu bewirken.<\/p>\n<p>Es geht den Freunden der Chancengleichheit um die allseitige Entsch\u00e4digung f\u00fcr unverdientes Pech: weniger angeborene Talente, schlechte Eltern oder eine unangenehme Pers\u00f6nlichkeit zu besitzen, unter Unf\u00e4llen oder Krankheiten zu leiden, das alles muss, weil nicht selbst verschuldet, eingeebnet werden. Doch abgesehen davon, welch tiefen Eingriff in die Privatsph\u00e4re damit verbunden ist, setzen diese Prinzipien nicht nur eine Norm der Gleichheit voraus, sondern auch ein Wissen um den Normalfall, von dem aus \u2013 abermals relational \u2013 Abweichungen bestimmt werden k\u00f6nnen. Hier kommt absch\u00e4tziges Mitleid zum Ausdruck mit denen, die der Staat als minderwertig brandmarkt. Zugleich wird der Neid sanktioniert als die Basis f\u00fcr G\u00fcterumverteilung von den Gl\u00fccklichen zu den Gl\u00fccklosen. \u201eSolche Prinzipien stigmatisieren die Gl\u00fccklosen, erweisen aber auch den Gl\u00fccklichen keine Achtung, weil sie ihnen nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, warum sie der Neid anderer \u00fcberhaupt zu irgend etwas verpflichten m\u00fcsste\u201c; schreibt Elizabeth Anderson.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>5. Radikalkritik am Konzept der Chancengleichheit<\/strong><\/p>\n<p>Eine Reihe linker Autoren geht sogar noch weiter mit der Kritik am linksliberalen Konzept der Chancengleichheit. Der britische Wirtschaftshistoriker R.H. Tawney (1880 bis 1962) \u2013 der sich als \u201emoralischer Sozialist\u201c bezeichnet \u2013 spricht von einer Kaulquappenphilosophie und erz\u00e4hlt folgende Geschichte<a id=\"fna6\" href=\"#fn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>: Stellen wir uns vor, die Kaulquappen eines T\u00fcmpels halten eine Versammlung ab und gestehen sich ein, dass die meisten unter ihnen als Kaulquappen geboren wurden und auch als solche sterben werden. Nur die talentiertesten untern ihnen, so sagen sie es selbst, werden das Gl\u00fcck haben, eines Tages sich zu Fr\u00f6schen zu verwandeln, den T\u00fcmpel in Richtung Land verlassen und k\u00f6nnen dann ihren fr\u00fcheren Freunden von dort zurufen, dass Kaulquappen mit Charakter und Talent es aus einer Leistung eben schaffen k\u00f6nnen, Fr\u00f6sche zu werden. Mit anderen Worten: Die Idee der Chancengleichheit ist eine (verlogene) Legitimationsideologie der Starken, die ihren Aufstieg meritokratisch rechtfertigen. Sie dient der Selbstvergr\u00f6\u00dferung der ohnehin schon Erfolgreichen. Die Sieger sonnen sich im Glanz der Leistungsgerechtigkeit.<\/p>\n<p>Basierend auf Tawney hat der britische Philosoph Brian Barry eine Kritik der Idee der Chancengleichheit vorgelegt.<a id=\"fna7\" href=\"#fn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Stellen wir uns vor, ein Arbeitgeber, der an die Idee der Meritokratie glaubt, hat eine Stelle frei, die er ausschreibt. Er wird gem\u00e4\u00df seiner \u00dcberzeugung jenem Kandidaten den Zuschlag geben, der die besten Zeugnisse und die besten beruflichen Expertisen hat und au\u00dferdem beim Vorstellungsgespr\u00e4ch einen \u00fcberzeugenden Eindruck macht. \u201eWas soll daran meritokratisch sein?\u201c, fragt Barry: Das Ergebnis h\u00e4tten wir vorher sagen k\u00f6nnen. Keiner der beiden Kandidaten hat zum Zeitpunkt der Ausschreibung eine Chance, irgendetwas zu seinen Gunsten zu tun. Die W\u00fcrfel sind l\u00e4ngst gefallen. Chancengleichheit ist eine Fiktion, eine Illusion.<\/p>\n<p>Wenn man diesen Gedanken radikal zu Ende denkt, landet entweder man beim Sozialismus oder beim Liberalismus. \u201eSozialismus. Warum nicht?\u201c hei\u00dft die faszinierende kleine Schrift des Philosophen Gerald A. Cohen.<a id=\"fna8\" href=\"#fn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Dreh- und Angelpunkt sind f\u00fcr ihn die vielen ungerechtfertigten Ungleichheiten zwischen den Menschen. Das Schicksal ist immer eine Zumutung der Ungleichheiten und bleibender Stachel der Ungerechtigkeit. Es ist ein Skandal, dass der eine arm, der andere reich geboren wird. Dass der eine gebildete Eltern hat und der andere im bildungsfernen Milieu aufw\u00e4chst. Dass der eine einen hohen IQ und der andere eine niedrige Intelligenz hat. Kann der Reiche wirklich froh werden, wenn er wei\u00df, dass er seinen Wohlstand nur der Lebensleistung seiner Eltern und Gro\u00dfeltern, den gl\u00fccklichen Genen seines Geschlechts oder einer ungerechten Klassengesellschaft verdankt?<\/p>\n<p>Die Fragen sind f\u00fcr Cohen rhetorisch. Wenn die Idee der Meritokratie eine Illusion ist, dann muss man daraus folgern, dass die Idee der Gleichheit als Gerechtigkeit verlangt, alle Unterschiede zwischen den Menschen einzuebnen, die nicht auf einer freien Entscheidung beruhen. Also rechtliche, soziale und genetische Ungleichheiten m\u00fcssen von der Gesellschaft kompensiert werden. Erlaubt ist am Ende nur die Ungleichheit, die der Zocker ausl\u00f6st, wenn er bei wachem Bewusstsein ein Gl\u00fccksspiel spielt und gewinnt oder verliert. Das war seine freie Entscheidung, die er auch h\u00e4tte bleiben lassen k\u00f6nnen. Er hat keinen Anspruch auf umverteilende Kompensation. Alle anderen Menschen schon. Das Konzept der vollkommenen Korrektur der unverschuldeten Ungleichheiten ist die Reinform des utopischen Sozialismus. Das Modell daf\u00fcr ist nicht der Kaulquappendarwinismus, sondern das Zeltlager der Jugendbewegung, wo allen alles geh\u00f6rt und jeder bekommt, was er braucht.<\/p>\n<p>Wer diese Welt zu tr\u00e4umerisch, dem steht die radikalliberale Kritik am Konzept der Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit zur Verf\u00fcgung, das auf Friedrich A. von Hayek zur\u00fcckgeht. W\u00e4hrend die Linke die Chancengleichheit als unaufrichtig ansieht, zeigt Hayek, komplement\u00e4r, dass das Konzept weder realistisch, noch w\u00fcnschenswert ist. Wollen wir wirklich, dass Menschen nur nach der Leistung sich richten? Oder wollen wir, dass sie etwas Sinnvolles machen? Finden wir einen Automechaniker gut, weil er sich anstrengt? Oder finden wir ihn gut, wenn unser Auto repariert ist? Wollen wir jenen Mechaniker besser bezahlen, der sich mehr anstrengt? Oder bezahlen wir ihn danach, wie das Ergebnis seiner Arbeit ausf\u00e4llt? Das Prinzip der Meritokratie f\u00fchrt zu einer Leistungsgesellschaft, in der die Menschen nicht danach beurteilt werden, was sie tun wollen, sondern was andere von ihnen erwarten. Es ist keine freie Gesellschaft. Scheitern ist immer das Ergebnis unzureichender Leistung. Ist das wirklich gerecht?<\/p>\n<p>Mit dieser Kritik liegt Hayek nur wenige Millimeter entfernt von der linken Kritik.<a id=\"fna9\" href=\"#fn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Doch seine Folgerung ist radikal entgegengesetzt. Nicht sozialistische Einebnung der Unterschiede w\u00e4re die Konsequenz aus der Kritik der Chancengerechtigkeit, sondern Anerkennung der Chancenungleichheit, der Differenz, ohne Umverteilung und Ausgleichsanspr\u00fcche. Es gibt nur ein einziges Prinzip der gerechten Verteilung: Es sind die Resultate, die z\u00e4hlen, einerlei mit wie viel subjektiver Anstrengung sie verfertigt wurden.<\/p>\n<p>Daraus folgt: Marktergebnisse zu korrigieren, w\u00e4re ungerecht (und, wie wir sahen, auch vergeblich), denn der Markt ist selbst das gerechteste Verteilungsinstrument, das Anbieter und Nachfrage zusammen bringt &#8211; unabh\u00e4ngig von ihrer Leistung. Es kommt darauf an, was ankommt, nicht, welche Anstrengung es gekostet hat. Wir m\u00fcssen die Welt so einrichten, dass jedermann die Chance erh\u00e4lt, aus den vorhandenen Differenzen (seien sie genetisch, kulturell, national, oder wie auch immer zu erkl\u00e4ren) den Ansporn f\u00fcr den Gebraucht seiner Freiheit zu ziehen. Das ist das Gegenteil von egalisierender Ex-Ante-Umverteilung. Die Umverteilung des Marktes erfolgt ex post. Die Kompensation steht bei den Liberalen nicht am Anfang wie bei den Sozialisten, sondern am Ende. Der Wettbewerb auf dem Markt ist die Maschine der Kompensation.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">******<\/p>\n<p>Last but not least: Ich mache keine Hehl aus meiner Auffassung, dass ich sowohl f\u00fcr die radikal linke, wie f\u00fcr die radikal liberale Auffassung gr\u00f6\u00dfere Sympathie habe, weil sie philosophisch sch\u00e4rfer gefasst sind, als der sozialliberale Egalitarismus.<\/p>\n<h4>Fu\u00dfnoten<\/h4>\n<p><a id=\"fn1\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna1\">[1]<\/a> Martin Feldstein: <a href=\"http:\/\/www.kc.frb.org\/publicat\/sympos\/1998\/S98feldstein.pdf\" target=\"blank\">Is Income Inequality Realy a Problem?<\/a> In: Income Inequality. Current Issues and Policy Options. Symposion sponsored by the Federal Reserve Bank of Cansas City in Jackson Hole. Wyoming 1998. S. 357.<\/p>\n<p><a id=\"fn2\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna2\">[2]<\/a> Argumente und Gegenargumente zum Egalitarismus finden sich in F\u00fcllen in: Angelika Krebs (Hg.): Gleichheit oder Gerechtigkeit. Texte der neuen Egalitarismuskritik. Frankfurt 2000 und Stefan Gosepath: Gleiche Gerechtigkeit. Grundlagen eines liberalen Egalitarismus. Frankfurt 2004<\/p>\n<p><a id=\"fn3\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna3\">[3]<\/a> Robert Nozick: Anarchie, Staat, Utopia (1974). M\u00fcnchen 2006, S. 201.<\/p>\n<p><a id=\"fn4\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna4\">[4]<\/a> David Hume: Eine Untersuchung \u00fcber die Prinzipien der Moral, III, 2, S. 114f<\/p>\n<p><a id=\"fn5\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna5\">[5]<\/a> Ihr Aufsatz \u201cWarum eigentlich Gleichheit\u201c\u009d ist abgedruckt im Buch von Angelika Krebs (Anm. 8), S. 117 bis 171.<\/p>\n<p><a id=\"fn6\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna6\">[6]<\/a> R.H. Tawney: Equality (1931)<\/p>\n<p><a id=\"fn7\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna7\">[7]<\/a> Brian Barry: Why Social Justice Matters. Politiy Press Cambridge 2005.<\/p>\n<p><a id=\"fn8\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna8\">[8]<\/a> Gerlald A. Cohen: Sozialismus. Warum nicht? Hrgs. von Rainer Hank. M\u00fcnchen 2009.<\/p>\n<p><a id=\"fn9\" title=\"Zur\u00fcck\" href=\"#fna9\">[9]<\/a> Vgl. Friedrich A. von Hayek: Drei Vorlesungen \u00fcber Demokratie, Gerechtigkeit und Sozialismus. T\u00fcbingen, Mohr, 1977 und der.: Law, Legislation and Liberty. Bd. 2 \u201eThe Mirage of Social Justice\u201c. Univ. of Chicago Press 1978<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge der Serie <em>\u201cUngleichheit heute\u201c\u009d<\/em>:<\/strong><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12673\">Ungleichheit und Krisen<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">&#8222;Reichtum ist distributive Umweltverschmutzung&#8220;. H\u00f6here Steuern oder mehr Wettbewerb?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12214\">Ungleichheit und Wachstum<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11892\">Der amerikanische Traum \u2013 Bremst Ungleichheit die soziale Mobilit\u00e4t?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11933\">Der Staat pfl\u00fcgt die Verteilung um <\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11584\">Die Ungleichheit wird m\u00e4nnlicher<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11656\">Krieg der Modelle. Technologie oder Institutionen?<\/a><\/p>\n<p>Michael Gr\u00f6mling: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11703\">Einkommensverteilung \u2013 Vorsicht vor der Konjunktur!<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11140\">Die deutsche \u201cMitte\u201c\u009d ist stabil. Wie lange noch?<\/a><\/p>\n<p>Eric Thode: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11396\">Die Mittelschicht schrumpft \u2013 Wo liegt der Handlungsbedarf?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11388\">Geringe Stundenl\u00f6hne, kurze Arbeitszeiten. Treiben Frauen die Ungleichheit?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11133\">Deutschland wird ungleicher. Was sagt die Lohnverteilung?<\/a><\/p>\n<p>Simon Hurst: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10879\">Der Staat strapaziert die Schweizer Mittelschicht<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10851\">Einkommensungleichheit in OECD-L\u00e4ndern. Wo stehen wir?<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Das Paradies Stellen wir uns eine Welt vor, in der es vollkommene wirtschaftliche Gleichheit gibt. 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