{"id":13313,"date":"2013-09-16T00:01:06","date_gmt":"2013-09-15T23:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13313"},"modified":"2013-09-15T15:23:46","modified_gmt":"2013-09-15T14:23:46","slug":"gastbeitragwirtschaftliche-freiheit-weltweit-economic-freedom-report-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13313","title":{"rendered":"<small>Gastbeitrag<\/small><br>Wirtschaftliche Freiheit weltweit \u2013 Economic Freedom Report 2013"},"content":{"rendered":"<p>Bereits Mitte der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts verfolgte eine Gruppe liberaler \u00d6konomen um Rose und Milton Friedman und Michael Walker vom kanadischen Free-Market Thinktank Fraser Institute die Idee eines Index der wirtschaftlichen Freiheit. Ziel war es, f\u00fcr m\u00f6glichst viele L\u00e4nder und Regionen ein klar definiertes und methodisch konsistent konstruiertes Ma\u00df f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung wirtschaftlicher Freiheit in Politik und staatlichen Institutionen zu entwickeln. Seit 1996 erscheint der Economic Freedom of the World Report als Gemeinschaftsprojekt der im Economic Freedom Network organisierten Think Tanks aus 86 L\u00e4ndern (www.freetheworld.com). Seither haben sich unz\u00e4hlige Studien auf die Daten des EFW-Projekts zur Untersuchung des Einflusses der wirtschaftlichen Freiheit auf Investitionen, wirtschaftliches Wachstum, Volkseinkommen und Armut gest\u00fctzt. Nahezu ohne Ausnahme zeigen diese Untersuchungen, dass L\u00e4nder, deren ordnungspolitische Rahmenbedingungen wirtschaftliche Freiheit gew\u00e4hrleisten, mehr investieren, ein z\u00fcgigeres Wirtschaftswachstum aufweisen, eine wohlhabendere Bev\u00f6lkerung beheimaten und Armutsprobleme schneller beseitigt haben. Zwar sind auch andere Faktoren, wie kulturelle Besonderheiten, Klima, und geographische Lage eines Landes als Erkl\u00e4rungsvariablen f\u00fcr die Wohlstandsentwicklung von Bedeutung, doch haben institutionelle Charakteristika eines Landes, also politische Faktoren, die den B\u00fcrgern wirtschaftliche Freiheit geben oder nehmen, einen deutlichen h\u00f6heren Erkl\u00e4rungswert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wie wird die wirtschaftliche Freiheit gemessen?<\/strong><\/p>\n<p>In den Economic Freedom Index wird versucht Indikatoren f\u00fcr die vier wesentlichen Eckwerte wirtschaftlicher Freiheit zu erfassen: die individuelle Handlungsfreiheit der B\u00fcrger, die Gew\u00e4hrleistung freiwilliger Austauschbeziehungen auf M\u00e4rkten, die Freiheit des Wettbewerbs und des Marktzutritts sowie der Schutz von Personen und ihrem privaten Eigentum vor dem gewaltsamen Zugriff durch andere. Als Datenbasis des Index finden vornehmlich Daten des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (Internationale Monetary Fund), der Weltbank (World Bank) und des Internationalen Wirtschaftsforums (World Economic Forum) Verwendung. Um die Objektivit\u00e4t der Datenbasis zu gew\u00e4hrleisten werden von den Projektpartnern erhobene Sekund\u00e4rdaten aus den einzelnen L\u00e4ndern nur genutzt, wenn sich aus offiziellen Quellen internationaler Organisationen keine hinreichenden Informationen gewinnen lassen. Der aggregierte Economic-Freedom-Index (EF-Index) fasst in 24 Einzelkomponenten insgesamt 42 Ma\u00dfzahlen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Freiheit in f\u00fcnf \u00fcbergeordneten Kategorien zusammen, wobei der Index auf einer Skala von 1 bis 10 abgebildet wird (Abbildung 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent1.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Was den Umfang staatlicher Aktivit\u00e4ten betrifft werden Aktivit\u00e4ten des Staates bewerten, deren Folge eine Allokation von Ressourcen, G\u00fctern und Dienstleistungen ist. Wird der Staat als Wirtschaftsakteur infolge seiner Ausgabenpolitik aktiv, werden individuelle Wahlm\u00f6glichkeiten beschr\u00e4nkt und wirtschaftliche Freiheit reduziert. Daher erfasst der Indikator den Anteil des Staatsverbrauchs sowie der staatlichen Einkommenstransfers und Subventionen am Bruttoinlandsprodukt. Aber auch die direkte T\u00e4tigkeit des Staates als Unternehmer wird hier erfasst. Staatsunternehmen sind den Regeln des Marktes zwar unterworfen, tragen aber h\u00e4ufig nur unvollst\u00e4ndig die daraus resultierenden Konsequenzen. Sie genie\u00dfen den Schutz des Staates, was den Wettbewerb um Produktionsfaktoren, aber auch um die Nachfrager ihrer Produkte und Dienstleistungen verzerrt. Sp\u00fcrbare Einschr\u00e4nkungen der wirtschaftlichen Freiheit gehen aber auch von der Belastung der B\u00fcrger durch Steuern und Abgaben aus. Hier werden die marginalen Steuer- und Abgabens\u00e4tze ebenso erfasst wie die Bemessungsgrenzen des belasteten Einkommens. Hohe Grenzsteuers\u00e4tze auf relativ niedrige Einkommen enthalten den B\u00fcrger die Fr\u00fcchte ihrer Arbeit vor und sind damit indikativ f\u00fcr ein geringes Niveau wirtschaftlicher Freiheit. L\u00e4nder mit einem niedrigen Staatsausgabenanteil am BIP, geringerem Anteil staatlicher Unternehmen und niedrigen Abgabens\u00e4tzen f\u00fchren zu einem h\u00f6heren Freiheitsindex.<\/p>\n<p>Ein zentrales Element der wirtschaftlichen Freiheit ist der Schutz der Person und des privaten Eigentums. Aus liberaler Perspektive besteht hierin die zentrale Aufgabe des Staates. Daher wird der Staat im Teilindex Rechtssystem und Eigentumsrechte auch danach bewertet, ob er ein unabh\u00e4ngiges und faires Rechtssystem und den Schutz des Privateigentums gew\u00e4hrleistet. Daneben wird auch bewertet inwiefern das Rechtssystem Vertragsfreiheit und \u2013durchsetzung garantiert und das Wirtschaftsleben vor illegalen Aktivit\u00e4ten absichert. Nur so l\u00e4sst sich das notwendige f\u00fcr ein reibungsloses Wirtschaftsgeschehen notwendige Vertrauen der Marktteilnehmer gew\u00e4hrleisten und besten individuelle Anreize produktiv t\u00e4tig zu werden. Eine effiziente und an langfristiger Entwicklung ausgerichtete Allokation der Ressourcen ist ohne diese Voraussetzungen nicht denkbar, weshalb Defizite sich hier sehr schnell in Entwicklungsr\u00fcckst\u00e4nden \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Freihandel war und ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die globale Wohlstandsentwicklung. Die Wahrnehmung komparativer Kostenvorteile, arbeitsteilige Spezialisierung und Ausnutzung von Gr\u00f6\u00dfenvorteilen der Produktion tr\u00e4gt wesentlich zur Erh\u00f6hung der Produktivit\u00e4t der globalen Wirtschaft bei. Dennoch hat der Einfluss gewichtiger wirtschaftlicher Interessengruppen und politischer Bewegungen bis in die Gegenwart vermocht staatliche Handelshemmnisse aufrechtzuerhalten. Zollschranken und Einfuhrbeschr\u00e4nkungen sind sichtbare Hindernisse des freien Warenaustauschs. Aber auch Devisenverkehrsbeschr\u00e4nkungen beeintr\u00e4chtigen den globalen Welthandel. Gleicherma\u00dfen schr\u00e4nken hoher b\u00fcrokratischer Aufwand und Korruption beim Grenz\u00fcbergang der Waren internationale Austauschbeziehungen ein. L\u00e4nder mit geringen Zolls\u00e4tzen, geringen Einfuhrbeschr\u00e4nkungen, unb\u00fcrokratischen Zollbeh\u00f6rden und geringer Devisenbewirtschaftung gew\u00e4hrleisten hohe wirtschaftliche Freiheit und steigen im Ranking auf.<\/p>\n<p>Staatliche Regulierung ist eine weitere wichtige Barriere f\u00fcr den wirtschaftlichen Austausch der B\u00fcrger. In dieser Bewertungskategorie des EFW werden gesetzliche Beschr\u00e4nkungen der Finanzm\u00e4rkte, des Arbeitsmarktes sowie der Produktion von G\u00fctern und Dienstleistungen erfasst. Bez\u00fcglich der Freiheit der Finanzwirtschaft wird der Anteil privater Finanzinstitute, Refinanzierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr private Unternehmen und der staatliche Einfluss auf die Kreditvergabe und \u2013konditionen bewertet. L\u00e4nder mit \u00fcberwiegend privatwirtschaftlich organisierten Banken, umfangreichen Refinanzierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Unternehmen und geringen Zinskontrollen erhalten hohe Indexwerte. Arbeitsm\u00e4rkte sind h\u00e4ufig umfangreichen Restriktionen ausgesetzt. Hierzu z\u00e4hlen Mindestl\u00f6hne, K\u00fcndigungsschutzregeln, gesetzlich kontrollierte Lohnfestlegungen zwischen den Tarifparteien, die auch au\u00dferhalb der Tarifvereinbarungen Wirksamkeit besitzen, sowie die \u00f6ffentliche Wehr- bzw. Dienstpflicht. Schlie\u00dflich werden staatliche Regulierungen der G\u00fcter- und Dienstleistungsproduktion bewertet. Hier geht es vor allem darum das Ausma\u00df von Wettbewerbsbeschr\u00e4nkungen und Marktzutrittsschranken zu bestimmen. L\u00e4nder mit geringer Unternehmensregulierung und freiem Marktzutritt steigen im Ranking auf.<\/p>\n<p>F\u00fcr L\u00e4ngsschnittvergleiche der wirtschaftlichen Freiheit wird auf einen Kettenindex mit dem Basisjahr 2000 zur\u00fcckgegriffen. Da sich \u00fcber die Jahre immer wieder Ver\u00e4nderungen der Anzahl und Zusammensetzung der Komponenten des Index ergeben haben, m\u00fcssen die Ver\u00e4nderungen relativ zu einer gemeinsamen Basis normiert werden. Im Datenl\u00e4ngsschnitt erfolgt dadurch nur eine Ver\u00e4nderung des Index relativ zum Basisjahr, wenn sich bei den Komponenten zweier angrenzender Jahre eine Ver\u00e4nderung ergab. L\u00fcckenlos liegt dieser Kettenindex von 1980 bis 2011 f\u00fcr 101 L\u00e4nder vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Rangliste der Wirtschaftlichen Freiheit 2013<\/strong><\/p>\n<p>Seit einigen Jahren belegt Hongkong den Spitzenplatz im globalen Ranking (8,97). Dahinter folgen die L\u00e4nder Singapur (8,73) und Neuseeland (8,49). Alle drei Spitzenreiter konnten im Vergleich zum Vorjahr ihren Indexwert weiter erh\u00f6hen (Abbildung 2). Deutschland hat mit 7,68 Indexpunkten seine Position von Platz 31 im Vorjahr auf Platz 19 verbessern k\u00f6nnen und platziert sich damit vor Irland (7,66) und hinter Zypern (7,72). Noch immer sind die L\u00e4nder mit den gr\u00f6\u00dften Defiziten an wirtschaftlicher Freiheit \u00fcberwiegend auf dem afrikanischen Kontinent auszumachen. Eine Ausnahme bilden lediglich das tabellenletzte Land Venezuela (3,93) und das dar\u00fcber platzierte Myanmar (4,08), die gegen\u00fcber dem Vorjahr noch weiter an wirtschaftlicher Freiheit einb\u00fc\u00dften. Lateinamerika und S\u00fcdostasien sind nach Subsahara-Afrika die Weltregionen mit der geringsten wirtschaftlichen Freiheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent2.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Deutschland holt wieder auf<\/strong><\/p>\n<p>Den R\u00fcckschlag im L\u00e4nderranking des Jahres 2010 konnte Deutschland innerhalb eines Jahres wieder wettmachen. Zu verdanken ist dies einer Verbesserung des Indexwertes von 7,52 auf 7,68, Ergebnis eines sp\u00fcrbaren R\u00fcckgangs der staatlichen Marktregulierung und geringf\u00fcgiger Freiheitsgewinne im Bereich der Staatst\u00e4tigkeit sowie des Rechtssystems und der Eigentumsordnung (Abbildung 3). Die um Deutschland im Vorjahr platzierten L\u00e4nder Schweden und Luxemburg haben hier nicht mithalten k\u00f6nnen. Schweden hat nur 0,05 Indexpunkte gut machen k\u00f6nnen, Luxemburg nur 0,02. Damit geh\u00f6rt Deutschland wieder zu den wirtschaftlich freisten L\u00e4ndern Europas. Noch haben jedoch die Schweiz (Rang 4), Finnland (Rang 7), Gro\u00dfbritannien (Rang 12), D\u00e4nemark (14), Estland (16) und Zypern (18) die Nase vorn.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent3.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Im Vergleich zu seinen europ\u00e4ischen Partnerl\u00e4ndern (EU28) schneidet Deutschland in Bezug auf den Umfang der Staatst\u00e4tigkeit, das Rechtssystem und den Schutz der Eigentumsrechte sowie die Stabilit\u00e4t des W\u00e4hrungssystems \u00fcberdurchschnittlich gut ab. Nur durchschnittliche Freiheit genie\u00dft die deutsche Wirtschaft, was den internationalen Handel und die Regulierungsintensit\u00e4t durch den Staat betrifft (Tabelle 1). In Relation zu den in der OECD organisierten Industriestaaten steht Deutschland zwar in den Bereichen Rechtssystem und Eigentumsschutz, Geldpolitik und Freihandel vergleichsweise gut da, bei der Regulierungsintensit\u00e4t wird der OECD-Mittelwert allerdings nicht erreicht. Was den Umfang der Staatst\u00e4tigkeit betrifft ist Deutschland nur OECD-Mittelma\u00df. Zwar bietet das Land in den Bereichen Rechtssystem\/Eigentumsschutz der Spitzengruppe Paroli und kann sogar mit einer stabileren W\u00e4hrungspolitik aufwarten, jedoch wird in allen anderen Bereichen das hohe Niveau der Top 10 nicht erreicht. Im Bereich Regulierungsintensit\u00e4t schafft Deutschland nicht einmal das Minimum der Top 10. Noch immer leidet Deutschland unter einem stark regulierten Arbeitsmarkt und einer restriktiven Finanzmarktregulierung. Bei allen Einzelindikatoren der Regulierungsintensit\u00e4t liegt Deutschland unter dem Durchschnitt der Spitzengruppe.<\/p>\n<p>Tabelle 2 gibt einen genaueren \u00dcberblick \u00fcber die Einzelbewertungen f\u00fcr den Bereich Regulierungsintensit\u00e4t. Nach wie vor bietet Deutschland im EU-Vergleich nur unterdurchschnittlich gute Bedingungen f\u00fcr Investoren und Sparer. Mit Rang 89 hat sich die Situation im Bereich der Regulierung der Kreditwirtschaft gegen\u00fcber dem Vorjahr (97) zwar verbessert, trotzdem zeichnet sich das Bankwesen noch immer durch ein hohes Ma\u00df an Regulierung aus. Erfreulicherweise hat sich die Situation inzwischen auf dem Arbeitsmarkt positiv entwickelt. Hier ist es Deutschland mit einem Anstieg des Index von 5,35 auf 6,34 gelungen von Rang 112 im Vorjahr auf 84 zu springen. Gegen\u00fcber dem EU-Durchschnitt ist die Unternehmensregulierung weniger stark ausgepr\u00e4gt, internationale Spitzenwerte werden hier aber noch nicht erreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent_t1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent_t1.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent_t2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent_t2.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Langfristige Entwicklung 1980-2010<\/strong><\/p>\n<p>L\u00fcckenlos l\u00e4sst sich der Index der wirtschaftlichen Freiheit f\u00fcr 101 L\u00e4nder von 2011 bis in das Jahr 1980 zur\u00fcckverfolgen. Der kontinuierliche Anstieg der wirtschaftlichen Freiheit bis in die erste H\u00e4lfte des vorigen Jahrzehnts endete im Zuge der als Reaktion auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise unternommenen staatlichen Interventionen. Seither hat sich der Indexwert kaum ver\u00e4ndert. Auch auf Deutschland trifft dieses Entwicklungsmuster zu (Abbildung 4).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent4.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Im globalen Mittel hat sich die wirtschaftliche Freiheit in den letzten drei Jahrzehnten bis ins Jahr 2007 stetig erh\u00f6ht und danach auf einem leicht niedrigeren Niveau stabilisiert. Im Boxplot-Diagramm (Abbildung 5) f\u00e4llt auf, dass sich die Maximalwerte kaum ver\u00e4ndert haben, die Minimalwerte dagegen heute ein h\u00f6heres Niveau als in den achtziger Jahren aufweisen. Auch sind hier die Schwankungen st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als bei den Spitzenwerten. Erfreulich ist der Anstieg des Medians des EFW-Index. W\u00e4hrend die H\u00e4lfte der 101 L\u00e4nder 1980 einen EFW-Index von mehr als 5,33 erreichte, schaffen 2011 f\u00fcnfzig Prozent einen Index von mehr als 6,97. Dreiviertel aller L\u00e4nder kommen heute auf einen Index von mehr als 6,34. Dieser Wert lag 1980 noch bei 4,50. Die L\u00e4nderbewertungen sind \u00fcber die Jahre zusammenger\u00fcckt. Nur das unterste Quartil weist 2011 noch eine \u00e4hnlich breite Streuung der Indexwerte auf wie 1980.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent5.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent5.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Erh\u00f6ht hat sich der Grad der wirtschaftlichen Freiheit in 96 L\u00e4ndern. Ein R\u00fcckgang war nur in 5 Staaten zu verzeichnen. In Abbildung 6 sind die Ver\u00e4nderungen des Index der f\u00fcnf L\u00e4nder mit dem h\u00f6chsten Freiheitsgewinn den langfristigen Ver\u00e4nderungen in Deutschland sowie den f\u00fcnf Verliererl\u00e4ndern gegen\u00fcbergestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent6.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent6.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Erfreulicherweise hat die mit der Weltwirtschaftskrise einsetzende Talfahrt der wirtschaftlichen Freiheit ein Ende gefunden. In einigen L\u00e4ndern wurden die im Zuge der politischen Reaktion auf die Wirtschaftskrise vorgenommen staatlichen Interventionen teilweise zur\u00fcckgenommen und Restriktionen f\u00fcr die Wirtschaft wieder gelockert bzw. nicht weiter versch\u00e4rft. Doch der im Jahr 2007 erreichte H\u00f6chstwert des globalen Durchschnitts der wirtschaftlichen Freiheit (6,92) ist noch nicht wieder erreicht worden. Besonders ausgepr\u00e4gt war der R\u00fcckgang der wirtschaftlichen Freiheit in den USA (7,73). In allen f\u00fcnf Bewertungskategorien hat das Land durch zunehmende staatliche Interventionen Verluste der wirtschaftlichen Freiheit erlitten, vor allem in den Bereichen Rechtssystem und Schutz privater Eigentumsrechte, Freiheit des internationalen Handels sowie Regulierung privater Unternehmen. Betrachtet man die langfristige Entwicklung des Kettenindex, hat die USA gegen\u00fcber ihrem h\u00f6chsten Gesamtindexwert im Jahr 2000 Einbu\u00dfen von 8,65 auf 7,74 erlitten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wirtschaftliche Freiheit und Indikatoren des gesellschaftlichen Fortschritts<\/strong><\/p>\n<p>Wirtschaftliche Freiheit steht in einem engen positiven Zusammenhang zu wirtschaftlicher Leistungsf\u00e4higkeit. Aber auch andere Indikatoren der Wohlstandsentwicklung und der Lebensqualit\u00e4t weisen eine positive Korrelation mit dem Index der wirtschaftlichen Freiheit eines Landes auf.<\/p>\n<p>Menschen in wirtschaftlich freien L\u00e4ndern sind deutlich besser als in unfreien Wirtschaftssystemen in der Lage die ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen produktiv f\u00fcr ihre pers\u00f6nlichen Ziele einzusetzen. Das nutzt nicht nur dem einzelnen B\u00fcrger, sondern bringt alle Mitglieder der Gesellschaft voran. Die klar positive Korrelation zwischen dem Index der wirtschaftlichen Freiheit und dem nationalen Pro-Kopf-Einkommen (Abbildung 7) illustriert diesen Zusammenhang. Wo Leistung sich lohnt, Investitionen Gewinne erwarten lassen und stabile Rahmenbedingungen die Handlungen der Marktteilnehmer rechtlich absichern, da bl\u00fchen wirtschaftlicher Austausch, individuelle Kreativit\u00e4t und technischer Fortschritt. Rechtssicherheit und Vertragsfreiheit erh\u00f6hen die Attraktivit\u00e4t des marktwirtschaftlichen Austauschs, was wiederum eine produktive Spezialisierung der Marktteilnehmer und einen friedlichen Leistungswettbewerb f\u00f6rdert. Nach wie vor ist die Einkommensschere zwischen den wirtschaftlich freien und unfreien L\u00e4ndern sehr gro\u00df. Das ist ein sicherer Hinweis auf die Bedeutung der wirtschaftlichen Freiheit f\u00fcr eine dynamische Entwicklung der globalen Wirtschaft. Noch immer bleiben aufgrund ung\u00fcnstiger institutioneller Rahmenbedingungen in vielen L\u00e4ndern enorme Produktivit\u00e4ts- und Entwicklungspotentiale ungenutzt. Ein Zugewinn an wirtschaftlicher Freiheit w\u00fcrde sich in diesen L\u00e4ndern sehr schnell in realen Wachstumseffekten niederschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent7.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent7.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Mehr wirtschaftliche Freiheit ist mit h\u00f6heren Wachstumsraten des Pro-Kopf-Einkommens assoziiert (Abbildung 8). Relativ zum Vorjahr hat sich der Abstand der Wachstumsraten zwischen wirtschaftlich unfreien und freien L\u00e4ndern weiter erh\u00f6ht. W\u00e4hrend in unfreien L\u00e4ndern das durchschnittliche Wirtschaftswachstum die Ein-Prozent-Marke nur noch knapp \u00fcberschreitet, wuchs die Wirtschaft in freien L\u00e4ndern mit rund 3,7 Prozent gut 0,1 Prozentpunkte schneller als im Jahr 2010.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent8.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent8.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Kritiker der Marktwirtschaft beklagen h\u00e4ufig die Ungleichverteilung der Gewinne des Wirtschaftswachstums. Vor allem reiche Eliten w\u00fcrden von freien M\u00e4rkten profitieren, wohingegen den Armen der verdiente Anteil am Produktivit\u00e4tswachstum vorenthalten wird und sie sich den \u00f6konomischen Zw\u00e4ngen des Marktes unterzuordnen haben. Der Zusammenhang von wirtschaftlicher Freiheit und Einkommensverteilung zeigt jedoch, dass Wirtschaftswachstum nicht zwangsl\u00e4ufig zu gr\u00f6\u00dferer Ungleichverteilung f\u00fchrt. Ganz im Gegenteil, entf\u00e4llt auf Menschen mit relativ geringeren Einkommen in L\u00e4ndern mit der h\u00f6chsten wirtschaftlichen Freiheit auch ein gr\u00f6\u00dferer Anteil am Volkseinkommen (Abbildung 9). Marktkritiker konzentrieren sich bei ihrer Kritik oft auch auf die relative Ungleichheit der Einkommensverteilung, schenken aber den absoluten Einkommen der Armen vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit. Auch wenn sich der relative Einkommensanteil zwischen wirtschaftlich freien und unfreien L\u00e4ndern kaum unterscheidet, verf\u00fcgt die als arm klassifizierte Bev\u00f6lkerung in den freiesten L\u00e4ndern \u00fcber ein Vielfaches des realen Wohlstands der Armen aus unfreien L\u00e4ndern. Inzwischen steht den als arm klassifizierten Menschen in wirtschaftlich freien L\u00e4ndern mehr als das Elffache der realen Kaufkraft von Armen aus wirtschaftlich unfreien L\u00e4ndern zur Verf\u00fcgung (Abbildung 10). Armut l\u00e4sst sich mit einer Erh\u00f6hung der wirtschaftlichen Freiheit sehr wirksam bek\u00e4mpfen. Dem zweifelhaften Anspruch auf eine Angleichung der Einkommen wird ein freies Wirtschaftssystem allerdings nicht gerecht. Zu gro\u00df ist der Zielkonflikt zwischen einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung, die ohne freie Entfaltungsm\u00f6glichkeiten ihrer marktwirtschaftlichen Akteure nicht denkbar ist, und einer Politik der Umverteilung, die den B\u00fcrger in aller Regel starken Beschr\u00e4nkungen unterwirft und damit das Anreizsystem des Marktes hemmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent9.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent9.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent10.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent10.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Materieller Wohlstand gilt zwar als notwendige, jedoch nicht hinreichende Voraussetzung f\u00fcr hohe Lebensqualit\u00e4t. Gesundheit und Wohlbefinden, erm\u00f6glicht durch materielle Absicherung und individuelle Selbstbestimmung, geh\u00f6ren ebenso zu einem zufriedenen Leben. Wirtschaftliche Prosperit\u00e4t entlastet die B\u00fcrger von harter und gef\u00e4hrlicher Arbeit, stellt die n\u00f6tigen Ressourcen f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Bildung der B\u00fcrger zur Verf\u00fcgung und erm\u00f6glicht eine effektive medizinische Versorgung f\u00fcr ein langes und erf\u00fclltes Leben. Nicht zuf\u00e4llig besteht ein enger Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Freiheit eines Landes und der durchschnittlichen Lebenserwartung seiner Bev\u00f6lkerung (Abbildung 11).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent11.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent11.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wirtschaftliche Freiheit, B\u00fcrgerrechte und politische Partizipation<\/strong><\/p>\n<p>Wirtschaftliche Freiheit ist ohne b\u00fcrgerliche Grundrechte nicht denkbar. Ein prosperierendes Wirtschaftssystem kann ohne aktive B\u00fcrger, die sich ihrer pers\u00f6nlichen Freiheiten und individuelle Grundrechte sicher sind, auf Dauer nicht erhalten werden. Zu wichtig sind produktive Kreativit\u00e4t und gegenseitiges Vertrauen f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung. Wirtschaftsfreiheit ist aber auch ein T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr eine Politik der politischen Partizipation. In der Vergangenheit gingen der politischen Demokratisierung immer wieder wirtschaftliche Reformen voraus. In wirtschaftlich freien L\u00e4ndern kann ein \u00f6konomischer Interessenausgleich zwischen den B\u00fcrgern in der Privatwirtschaft stattfinden, so dass politische Verteilungskonflikte mit geringerer H\u00e4rte ausgetragen und B\u00fcrgerrechte und politischer Einflussm\u00f6glichkeiten weniger stark beschnitten werden. Daraus resultiert ein positiver Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Freiheit, politischen Rechten und B\u00fcrgerrechten (Abbildung 12).<\/p>\n<p>Nimmt in demokratischen Entscheidungsprozessen der Kampf um Privilegien allerdings \u00fcberhand, steht die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit eines Landes auf dem Spiel. Trotz des positiven Wirkungszusammenhangs zwischen wirtschaftlicher Freiheit und demokratischen Grundrechten in Politik und Privatleben ist die Demokratie allein kein Garant f\u00fcr wirtschaftliche Freiheit. Umgekehrt ist allerdings die wirtschaftliche Freiheit f\u00fcr den Erhalt einer demokratischen Grundordnung von unsch\u00e4tzbarem Wert. In der Geschichte waren Marktrestriktionen immer wieder Vorboten einer schleichenden Erosion politischer Rechte und b\u00fcrgerlicher Freiheiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/hent12.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Economic Freedom\" alt=\"Economic Freedom\" src=\"\/wordpress\/bilder\/hent12.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der EFW-Index in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung<\/strong><\/p>\n<p>Der Weg zum Verst\u00e4ndnis der Dynamik des gesellschaftlichen Fortschritts gleicht dem Zusammensetzen eines komplizierten Puzzles aus einer Vielzahl sozialer, politischer, kultureller und nat\u00fcrlicher Entwicklungsfaktoren. Doch nie zuvor gab es allerdings bessere Voraussetzungen f\u00fcr die Analyse des institutionellen Wandels und dessen Auswirkungen auf die globale Entwicklung. Der Economic Freedom Index ist ein Baustein f\u00fcr die Wissenschaft, den Einfluss der institutionellen und politischen Faktoren vom Effekt der Umwelt, der Kultur und der Geschichte auf die Entwicklung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegenwart zu trennen.<\/p>\n<p>Eine umfangreiche Anzahl von Forschungsergebnissen belegt, dass wirtschaftlich freie L\u00e4nder mehr investieren, ein z\u00fcgigeres Wirtschaftswachstum sowie ein h\u00f6heres Einkommensniveau und weniger Armut aufweisen als L\u00e4nder, in denen restriktive Bedingungen f\u00fcr die Wirtschaft herrschen. Auch gibt es klare Indizien f\u00fcr einen kausalen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Freiheit und gesellschaftlichem Wohlstand. Ein k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichter Literatursurvey von Joshua C. Hall und Robert H. Lawson, der die Resultate von 198 wissenschaftlichen Aufs\u00e4tzen unter Verwendung des EFW-Index auswertet, best\u00e4tigt diese Einsch\u00e4tzung. Gut zwei Drittel der erfassten wissenschaftlichen Arbeiten ermittelte einen positiven Zusammenhang zwischen Wirtschaftsfreiheit und w\u00fcnschenswerten Entwicklungsindikatoren, wie etwa Wirtschaftswachstum, Lebensstandard und Zufriedenheit. Sowohl positive als auch negative Wirkungen wirtschaftlicher Freiheit waren das Ergebnis von 28 Prozent der betrachteten Aufs\u00e4tze, wohingegen nur in vier Prozent der Arbeiten ausschlie\u00dflich gesellschaftlich negativ zu bewertende Effekte des EFW-Index beschrieben wurden. Wurde der gesamte EFW-Index als unabh\u00e4ngige Variable verwendet, waren positive Resultate h\u00e4ufiger als bei einer isolierten Verwendung einzelner Teilkomponenten des EFW-Index.<\/p>\n<p>Trotzdem bleiben noch eine ganze Reihe Fragen offen. Verst\u00e4rkt Demokratie die wirtschaftliche Freiheit oder f\u00fchrt sie vielmehr im Lauf der Zeit zur Verschuldung, Abh\u00e4ngigkeit und einer Politik der Partikularinteressen, die wirtschaftliche Freiheit untergr\u00e4bt? Welche politischen Institutionen passen am besten zu wirtschaftlicher Freiheit, Wachstum und Wohlstand? Ist wirtschaftliche Freiheit gut oder schlecht f\u00fcr die Umwelt? Der Economic Freedom of the World Report d\u00fcrfte auch f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Beantwortung dieser Fragestellungen ein geeigneter Ausgangspunkt sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>James Gwartney, Robert Lawson, Joshua Hall: <a href=\"www.freetheworld.com\">Economic Freedom of the World \u2013 2013 Annual Report<\/a>, Fraser Institute, 2013.<\/p>\n<p>Joshua Hall, Robert Lawson: Economic freedom of the World: An Accounting of the Literature, Contemporary Economic Policy, 2013.<\/p>\n<p>World Bank, World Development Indicators 2012.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige englischsprachige Ausgabe des Economic Freedom of the World Report 2013 steht auf der Homepage des <a href=\"www.freetheworld.com\">Economic Freedom Network<\/a> zum Download bereit. Dort finden Sie auch alle fr\u00fcheren Ausgaben und das dazugeh\u00f6rige Datenmaterial sowie einen \u00dcberblick \u00fcber wichtige Ver\u00f6ffentlichungen, die unter Verwendung des EFW-Index entstanden sind.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits Mitte der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts verfolgte eine Gruppe liberaler \u00d6konomen um Rose und Milton Friedman und Michael Walker vom kanadischen Free-Market Thinktank &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13313\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>Gastbeitrag<\/small><br \/>Wirtschaftliche Freiheit weltweit \u2013 Economic Freedom Report 2013\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":152,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,34,33,31,35],"tags":[776,146,490,1262,167,1233,488],"class_list":["post-13313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alles","category-kapitalistisches","category-makrooekonomisches","category-politisches","category-staatliches","tag-einkommensungleichheit","tag-freiheit","tag-glueck","tag-lebenserwartung","tag-wachstum","tag-wirtschaftliche-freiheit","tag-wohlstand"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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