{"id":13983,"date":"2013-12-18T08:43:29","date_gmt":"2013-12-18T07:43:29","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13983"},"modified":"2013-12-19T18:09:33","modified_gmt":"2013-12-19T17:09:33","slug":"ungleichheit-heute-18bildung-hilft-die-ungleichheit-zu-reduzieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13983","title":{"rendered":"<small>Ungleichheit heute (18)<\/small><br>Bildung hilft, die Ungleichheit zu reduzieren"},"content":{"rendered":"<p>Die Verteilung der Einkommen wird weltweit zunehmend ungleicher. Im Laufe unserer Serie wurde deutlich, dass der technische Fortschritt eine Ursache dieser Entwicklung darstellt. Wann immer technologische Neuerungen asynchron auf die Besch\u00e4ftigung und die Einkommen wirken, wird die Einkommensverteilung ungleicher. Arbeitnehmer mit hohem Bildungsgrad sind zumeist eher in der Lage, die technologischen Errungenschaften produktiv in den Unternehmen einzusetzen. Die relative Knappheit an Arbeitskr\u00e4ften mit entsprechender Qualifikation l\u00e4sst die L\u00f6hne in den Sektoren mit neuer Technologie ansteigen. Bei gleichzeitig stagnierenden Einkommen von Arbeitnehmern mit geringerem Bildungsniveau kommt es zu einer Zunahme der Ungleichverteilung.<\/p>\n<p>In einer Welt, in der jedem Menschen die gleichen Chancen offenstehen und in der jegliche Entscheidung \u00fcber Humankapitalallokation Folge individueller Pr\u00e4ferenzen ist, ist gegen diese Entwicklung grunds\u00e4tzlich nichts einzuwenden. Individuen mit hoher Bildung verzichten in ihren jungen Jahren auf Einkommen und w\u00e4lzen Lehrb\u00fccher an den Universit\u00e4ten. Die Renditen werden sp\u00e4ter durch Bildungspr\u00e4mien abgesch\u00f6pft. Demgegen\u00fcber verzichten Individuen mit geringerer Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Bildung auf humankapitalinduzierte Einkommenspotentiale. Ist die Verteilung des Humankapitals auf die Individuen einer Volkswirtschaft allerdings nicht das Ergebnis der eigenen Pr\u00e4ferenzen sondern wird zu gro\u00dfen Teilen vom sozialen Umfeld und der Herkunft diktiert, dann ist das Ergebnis zugleich ungerecht und ineffizient. Ungerecht, weil trotz hoher Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Bildung kein entsprechendes Humankapital erlangt werden kann. Ineffizient, weil Humankapital ein wesentlicher Treiber von wirtschaftlichem Wachstum ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Warum Bildung die Ungleichheit reduziert<\/strong><\/p>\n<p>Das Humankapital beeinflusst das Wachstum und damit das Einkommensniveau einer Volkswirtschaft auf zweierlei Weisen. Zum einen direkt, da mit h\u00f6herem Bildungsstand bei gegebenem Bestand an Produktionsfaktoren effizienter produziert werden kann, was zu einem Anstieg des Outputs f\u00fchrt. Zum anderen indirekt, da erst ein hoher Qualifikationsstand die effektive Umsetzung von technologischen Neuerungen erm\u00f6glicht. In einer globalisierten Welt diffundiert Technologie zwischen den Volkswirtschaften und steht grunds\u00e4tzlich allen hinreichend offenen L\u00e4ndern zur Verf\u00fcgung. Der Grad der Effizienz ihrer Verwendung richtet sich allerdings zu gro\u00dfen Teilen nach dem Bildungsstand der einzelnen L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung von Bildung und den M\u00f6glichkeiten Ihrer Erlangung f\u00fchrt daher simultan zu zwei positiven Effekten f\u00fcr die Volkswirtschaft. Erstens wird Ungleichheit reduziert, die auf einem Ungleichgewicht der Chancen beruht. Sind die Einkommen danach noch immer ungleich verteilt, so ist dies ausschlie\u00dflich das Ergebnis individueller Entscheidungen und daher grunds\u00e4tzlich nicht ungerecht. Zweitens wird das Wirtschaftswachstum angekurbelt, was zu einer Vergr\u00f6\u00dferung des zu verteilenden Kuchens f\u00fchrt. Die beiden Weltbank-\u00d6konomen David Dollar und Aart Kraay haben unl\u00e4ngst <a href=\"http:\/\/elibrary.worldbank.org\/doi\/pdf\/10.1596\/1813-9450-2587\">gezeigt<\/a>, dass Wirtschaftswachstum zu einem Einkommensanstieg der Armen f\u00fchrt, der den Zuw\u00e4chsen der Reichen relativ exakt entspricht. Gleichzeitig sind das Schulsystem und die M\u00f6glichkeiten zur Bildung von <a href=\"http:\/\/www.nber.org\/papers\/w14633.pdf?new_window=1\">entscheidender Bedeutung<\/a> f\u00fcr den Wachstumsprozess. Damit wird die Ungleichheit \u00fcber den Kanal des Wirtschaftswachstums weiter reduziert.<\/p>\n<p>Bildungsma\u00dfnahmen und politische Handlungen, welche die Chancen zur Bildungsgleichheit erh\u00f6hen, sind einer reinen staatlichen Umverteilung in vielerlei Hinsicht \u00fcberlegen. Zum einen beruht die resultierende Verteilung auf individuellen Entscheidungen, wohingegen staatliche Umverteilung stets zu einer allokativen Verzerrung f\u00fchrt. Gerade im Bereich des Steuer- und Transfersystems ist Staatsversagen eher die Regel denn die Ausnahme. Interessensgruppen, rent-seeking und Crony Capitalism beeinflussen die politischen Entscheidungen in vielen Volkswirtschaften der Welt. Zum anderen f\u00fchrt staatliche Umverteilung direkt zu einer Ver\u00e4nderung der Pr\u00e4ferenzen f\u00fcr Bildung. Eine wirtschaftspolitische Pr\u00e4misse muss daher lauten \u201e<i>Bildung und Wachstum statt Umverteilung<\/i>\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der Status Quo: Bildung, Bildungspr\u00e4mien und Chancengleichheit<\/strong><\/p>\n<p>In den OECD-Staaten besitzen \u00fcber die L\u00e4ndergrenzen hinweg rund 33% der Frauen und 30% der M\u00e4nner einen terti\u00e4ren Bildungsabschluss. Dennoch zeigt der Vergleich der einzelnen L\u00e4nder, dass der Bildungsgrad selbst in der relativ homogenen Gruppe der OECD-Nationen stark variiert. W\u00e4hrend in S\u00fcdkorea, Japan, Kanada und Russland jeweils knapp 60% der 25-34j\u00e4hrigen Personen ein Studium abgeschlossen haben, liegt dieser Wert bei den Schlusslichtern \u00d6sterreich, Italien, T\u00fcrkei und Brasilien bei lediglich rund 20%. Deutschland rangiert in dieser Betrachtung im hinteren Mittelfeld, wobei hier das duale Berufsausbildungssystem den Vergleich erschwert. Insgesamt liegt der Anteil der terti\u00e4ren Abschl\u00fcsse bei den 25-34 J\u00e4hrigen in der OEDC rund 7% \u00fcber dem Gesamtschnitt aller Altersgruppen. In S\u00fcdkorea, Japan, Polen, Irland und Frankreich macht der Unterschied im Anteil terti\u00e4r Gebildeter zwischen den Generationen rund 20% oder mehr aus. Vor allem der Anteil der Frauen mit terti\u00e4rer Bildung ist rasant angestiegen. Die geschlechterspezifische Bildungsl\u00fccke schlie\u00dft sich nicht nur, sie kehrt sich in vielen L\u00e4ndern sogar bereits um. So liegen die Zuw\u00e4chse der terti\u00e4ren Bildung der Frauen in der gesamten OECD ausnahmslos \u00fcber den Zuw\u00e4chsen der M\u00e4nner.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/bildung1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Bildung in den OECD-Staaten\" alt=\"Bildung in den OECD-Staaten\" src=\"\/wordpress\/bilder\/bildung1.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>In Deutschland, den USA und Israel ist kein Anstieg der terti\u00e4ren Bildung der jungen Generation zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil liegt der Anteil der M\u00e4nner mit terti\u00e4rem Anschluss innerhalb der j\u00fcngeren Generation (25-34 Jahre) sogar unterhalb des Anteils der alten Generation (55-64 Jahre). Der Bildungsgrad entwickelt sich in diesen L\u00e4nder also r\u00fcckl\u00e4ufig. Aufgefangen wird diese Entwicklung nur durch den Anstieg des Anteils des Frauen, der den R\u00fcckgang der Bildung der M\u00e4nner in etwa auff\u00e4ngt. Dies hat verheerende Konsequenzen f\u00fcr die Entwicklung des Inlandsprodukts und damit der Einkommen. Schon seit Beginn der 2000er Jahre befindet sich der Gro\u00dfteil der reichen Volkswirtschaften in einer <a href=\"https:\/\/www.econstor.eu\/dspace\/bitstream\/10419\/75278\/1\/74710204X.pdf\">Wachstumsschw\u00e4che<\/a>. W\u00e4hrend die durchschnittliche Wachstumsrate der heute reichsten 25 Volkswirtschaften der Erde in den 1980er und 1990er Jahren im Schnitt noch bei 2,3% bzw. 2,2% pro Jahr lag, reduzierten sich die Wohlstandssteigerungen zwischen 2000 und 2012 auf lediglich 1,2% p.a.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/bildung2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Bildung, Ungleichheit und Einkommen\" alt=\"Bildung, Ungleichheit und Einkommen\" src=\"\/wordpress\/bilder\/bildung2.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Eine Ursache f\u00fcr diese Wachstumsschw\u00e4che, die in der \u00f6konomischen Diskussion immer wieder aufkommt, ist die mangelnde Akkumulation neuen Humankapitals. Auff\u00e4llig ist, dass gerade die Volkswirtschaften, deren langfristiges Wachstum in letzter Zeit stark abgenommen hat, in der Zahl der Bildungsabschl\u00fcsse keinen oder nur einen geringen Anstieg verzeichnet haben. Abbildung 2 untersucht dieses Ph\u00e4nomen auf Basis aller L\u00e4nder, f\u00fcr welche die OECD Daten zur Entwicklung der terti\u00e4ren Bildung bereitstellt. Abgebildet ist das logarithmierte Niveau des durchschnittlichen BIP pro Kopf zwischen 1995 und 2010. Tats\u00e4chlich stehen diejenigen L\u00e4nder, die es geschafft haben, das Bildungsniveau zu steigern, besser da, als Nationen, in denen die terti\u00e4re Bildung weniger stark angestiegen ist. Selbstverst\u00e4ndlich kann hier mit Recht die Frage nach der Richtung der Kausalit\u00e4t gestellt werden. Erstens ist das Sample der OECD-L\u00e4nder jedoch relativ homogen und zweitens bilden Deutschland und die USA eine gewichtige Ausnahme von der an sich positiven Beziehung, da beide L\u00e4nder deutlich unterhalb der Ausgleichsgeraden rangieren. Trotz moderater Zuw\u00e4chse in der terti\u00e4ren Bildung befinden sich beide Volkswirtschaften noch immer im oberen Drittel der entwickelten \u00d6konomien. Aus der Abbildung wird jedoch deutlich, dass auf diese Weise langfristige Wachstumspotentiale verschwendet werden. Beide Volkswirtschaften zehren von Errungenschaften der Vergangenheit. Der Kuchen steigt damit aktuell weniger stark an, als er es k\u00f6nnte. Schuld ist die Stagnation in der Bildung der Individuen. Auch das Argument, die Bildungszuw\u00e4chse in Deutschland seien geringer, da die Ausbildung hierzulande bereits auf h\u00f6herem Niveau rangiert, als in anderen OECD-Staaten, ist schlichtweg falsch. Die Anzahl an Jahren, die ein Sch\u00fcler durchschnittlich in der Schule verbringt, sind in den Musterl\u00e4ndern S\u00fcdkorea (11,49), Japan (11,59), Kanada (12,08) und Russland (11,48) durchaus vergleichbar mit Deutschland (11,82).<\/p>\n<p>Abbildung 2 zeigt \u00fcberdies, dass Bildung tats\u00e4chlich ein wichtiger Faktor f\u00fcr die Verteilung der Einkommen ist. Diejenigen L\u00e4nder, deren Bildungsgrad sich in den vergangenen Jahren erh\u00f6ht hat, weisen im Schnitt einen geringeren GINI-Koeffizienten auf, als L\u00e4nder mit lediglich moderaten Zuw\u00e4chsen. Das bedeutet, dass Verbesserungen im Bildungssystem augenscheinlich zu einer Reduktion der Ungleichheit f\u00fchren.<\/p>\n<p>An dieser Stelle muss die Frage gestellt werden, ob die Individuen der L\u00e4nder mit geringen Bildungszuw\u00e4chsen generell eine geringere Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Bildung besitzen, oder ob das soziale, \u00f6konomische und politische Umfeld in Bezug auf die Bildungsf\u00f6rderung suboptimal sind. Ein suboptimales Umfeld kann entstehen, wenn die Anreize zur Investitionen in Bildung gering sind, oder wenn die Chancengleichheit nicht gew\u00e4hrt wird.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst das Argument der Anreize: Jede Investition in Humankapital geht unmittelbar mit einem Einkommensverzicht in der kurzen und mittleren Frist einher und ist daher \u2013 streng \u00f6konomisch betrachtet \u2013 nur dann sinnvoll, wenn die zu erzielenden L\u00f6hne von Arbeitnehmern mit hohem Qualifikationsniveau die L\u00f6hne von Geringqualifizierten (deutlich) \u00fcbersteigen. Es stellt sich also die Frage nach der H\u00f6he der sogenannten <i>Bildungspr\u00e4mien<\/i>. Ein Blick auf die Bildungspr\u00e4mien in den OECD-Staaten (Abbildung 3) zeigt, dass terti\u00e4r gebildete Personen in allen L\u00e4ndern teils deutlich h\u00f6here Einkommen beziehen, als Personen mit hoher sekund\u00e4rer Bildung. Gerade in den Staaten mit stagnierenden terti\u00e4ren Bildungsabschl\u00fcssen steigen die Bildungsrenditen. In Deutschland und den USA betragen die Arbeitseinkommen terti\u00e4r Gebildeter 160-170% des Einkommens der Personen mit hohem sekund\u00e4rem Abschluss. In den s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern Brasilien und Chile liegt der Wert gar bei 250%. Anders die L\u00e4nder mit hohem Anteil Hochschulabsolventen: S\u00fcdkorea und Japan liegen unterhalb des OECD-Durchschnitts. Auch in Frankreich und Spanien, die zuletzt starke Zuw\u00e4chse in der terti\u00e4ren Bildung verzeichneten, werden unterdurchschnittliche Bildungsrenditen erzielt. Ein Anreizproblem besteht daher in Deutschland und den USA nicht. Erstens sind die Bildungsrenditen vergleichsweise hoch, zweitens wird in L\u00e4ndern, in denen die Bildungspr\u00e4mien relativ gering sind dennoch in gro\u00dfem Umfang in Humankapital investiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/bildung3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Bildungspr\u00e4mien in Deutschland\" alt=\"Bildungspr\u00e4mien in Deutschland\" src=\"\/wordpress\/bilder\/bildung3.png\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie steht es hingegen um die Chancengleichheit? Abbildung 4 stellt den Einfluss des sozialen Umfelds und der Herkunft auf das PISA-Ergebnis dar. Es wird ersichtlich, dass Schulqualit\u00e4t und Chancengleichheit in starkem Ma\u00dfe miteinander korreliert sind. Dort, wo jedem Individuum die gleichen Chancen offen stehen und wo nicht nach Herkunft diskriminiert wird, ist der Bildungsoutput deutlich h\u00f6her. Davon profitieren vor allem L\u00e4nder wie Finnland, Kanada, Japan, S\u00fcdkorea, Norwegen und Australien. In Deutschland und den USA, also denjenigen L\u00e4ndern mit stagnierenden Fortschritten in der Bildung, bestimmt die soziale Herkunft stark \u00fcberdurchschnittlich \u00fcber den Bildungserfolg. Lediglich Belgien, die T\u00fcrkei, Chile und Ungarn weisen hier h\u00f6here Werte auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/bildung4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Bildungschancen und soziales Umfeld\" alt=\"Bildungschancen und soziales Umfeld\" src=\"\/wordpress\/bilder\/bildung4.png\" width=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch warum ist im deutschen Bildungssystem die Herkunft derart entscheidend und\u00c2\u00a0 warum ist die Chancengleichheit vergleichsweise gering? Die zunehmend ungleicher werdende Einkommensverteilung tr\u00e4gt ihren Teil zu der Entwicklung bei. Sind Haushalte nicht solvent genug, um die Kosten f\u00fcr Bildung am Kapitalmarkt zu refinanzieren, so werden Ma\u00dfnahmen zur Steigerung des Humankapitals nicht durchgef\u00fchrt und Potentiale f\u00fcr Bildung verschwendet. Oftmals liegt die Ursache f\u00fcr einen verfr\u00fchten Schulabbruch jedoch nicht (nur) an der Finanzierung, sondern oftmals auch an einem <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/edu\/school\/50293148.pdf\">Informationsmangel<\/a> der Eltern.<\/p>\n<p>Die hohe Zahl verschiedener Schularten in Europa tr\u00e4gt zudem zur Segregation der Sch\u00fcler nach Einkommen und ethnischer Herkunft bei, da die Schulwahl oftmals suboptimal verl\u00e4uft. F\u00e4higkeiten sind jedoch \u00fcber Einkommensgruppen und ethnische Herkunft gleichverteilt, weshalb auch hier Bildungspotentiale verschwendet werden. Die fr\u00fche Trennung im deutschen Schulsystem verst\u00e4rkt diesen Effekt. Auch der Bildungsgrad der Eltern bestimmt in hohem Ma\u00dfe \u00fcber den schulischen Werdegang der <a href=\"http:\/\/www.nber.org\/papers\/w11805.pdf\">Kinder<\/a>. Zudem zeigen einige Studien, dass \u00fcberlaufene Schulen dazu tendieren, benachteiligte Sch\u00fcler zu verdr\u00e4ngen und Sch\u00fcler, die einfach zu unterrichten sind, zu <a href=\"http:\/\/epx.sagepub.com\/content\/20\/2\/323.full.pdf\">bevorzugen<\/a> (Cream Skimming). Dar\u00fcber hinaus tendieren wohlhabende Eltern h\u00e4ufig dazu, Schulen mit einem hohen Anteil von benachteiligten Sch\u00fclern zu vermeiden. Ganz generell zeigen die Ergebnisse vieler Forschungsberichte, dass Eltern h\u00e4ufig dazu neigen, ihre Kinder auf Schulen zu schicken, deren Sch\u00fcler der eigenen Familie <a href=\"http:\/\/www.nber.org\/papers\/w11805.pdf\">ethnisch \u00e4hneln<\/a>. \u00c2\u00a0Eine gro\u00dfe Rolle spielt zudem die <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/docserver\/download\/5k9fq23507vc.pdf?expires=1384447117&amp;id=id&amp;accname=guest&amp;checksum=3056AC013CA7365ED1069A96D6AE3C48\">r\u00e4umliche Trennung<\/a> von Familien mit verschiedenen sozialen Hintergr\u00fcnden innerhalb von St\u00e4dten, da Familien h\u00e4ufig die Schule in der Nachbarschaft pr\u00e4ferieren. All diese Faktoren f\u00f6rdern die <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/docserver\/download\/9111301e.pdf?expires=1384442456&amp;id=id&amp;accname=oid021421&amp;checksum=567A6EFC7EF59DC6130D014782355AF3\">Segregation<\/a> nach der sozialen Herkunft. Dies hat in Deutschland starke Konsequenzen: Die Ergebnisse der PISA-Studie zeigen, dass Sch\u00fcler aus Immigrantenfamilien in Deutschland lediglich 88% der Punktzahl von einheimischen Sch\u00fclern erzielen. In offeneren Gesellschaften wie Australien (100%), Kanada (98%), Neuseeland (98%) oder den USA (95%) gelingt dies deutlich besser. Auff\u00e4llig ist auch, dass in Deutschland kaum Fortschritte zwischen den Ergebnissen der Kinder aus Immigrantenfamilien der ersten Generation (450 Punkte im Bereich Lesen der PISA-Studie) und der zweiten Generation (457) verzeichnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Erreichen eines hohen Bildungsabschlusses ist jedoch nach wie vor die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Die Besch\u00e4ftigungsquote der Personen zwischen 25 und 64 Jahren, die einen Abschluss unterhalb der Sekund\u00e4rstufe besitzen, liegt in Deutschland bei knapp \u00fcber 50%. Der Besitz einer hohen sekund\u00e4ren Ausbildung (75%) oder eines terti\u00e4ren Abschlusses (knapp 90%) f\u00fchrt zu einer deutlich h\u00f6heren Besch\u00e4ftigungswahrscheinlichkeit. Auch \u00fcber diesen Kanal kann Bildung die Ungleichheit reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Was zu tun ist<\/strong><\/p>\n<p>Der wichtigste Hebel, um Chancengleichheit in Deutschland zu erreichen, ist die Einschr\u00e4nkung der Segregation der Sch\u00fcler nach sozio-kulturellem und \u00f6konomischem Hintergrund. Eine der wichtigsten Stellschrauben ist das Verhindern einer fr\u00fchen Trennung im Schulsystem. Sch\u00fcler aus einem benachteiligten sozialen Umfeld wechseln deutlich seltener in die Gymnasialstufe, wenngleich die F\u00e4higkeiten dazu oftmals ausreichen w\u00fcrden. Mit einer sp\u00e4teren Trennung im Schulsystem wird dieser Kanal der Segregation verstopft. \u00dcberdies kann so verhindert werden, dass mangelnde Informationen, der Bildungsgrad der Eltern oder die wirtschaftliche Situation der Familie einen Einfluss auf den Bildungserfolg nimmt. \u00dcberdies muss erreicht werden, dass die Wahl der Schule nicht zu einer Segregation nach Herkunft oder zu Cream Skimming der begabtesten Sch\u00fcler f\u00fchrt. Vielfach wird hier eine Vereinheitlichung der Anmeldungsfristen und das Verbot der Diskriminierung in der Sekund\u00e4rstufe nach Herkunft oder Schulnote der Prim\u00e4rstufe vorgeschlagen. Um die Anreize f\u00fcr Schulen zu erh\u00f6hen, benachteiligte Sch\u00fcler aufzunehmen, sind zudem \u201eFormula-Funding\u201c-Programme wie in den Niederlanden sinnvoll. Nach dem System wird zun\u00e4chst jedem Sch\u00fcler ein Gewicht zugeordnet. Die finanziellen Mittel, die eine Schule bereitgestellt bekommt, bemessen sich schlussendlich an der Summe der Gewichte. Wenn Sch\u00fcler aus benachteiligten Familien ein h\u00f6heres Gewicht zugewiesen wird, so entsteht ein Anreiz seitens der Schule, eben diese Sch\u00fcler aufzunehmen. Cream Skimming wird dadurch eingeschr\u00e4nkt, die Mischung von Sch\u00fclern verschiedenster ethnologischer und sozialer Herkunft f\u00fchrt zu einer Reduzierung der Clusterbildung. Desegregation verringert \u00fcberdies den Einfluss von f\u00fcr Kinder suboptimale Pr\u00e4ferenzen der Eltern, egal ob diese individuell oder von der sozialen und kulturellen Herkunft determiniert sind. Gleichzeitig wird \u00fcber diesen Weg die Anzahl \u201eschlechter Schulen\u201c reduziert. Der Einfluss des sozio-\u00f6konomischen Status der Schule auf die PISA-Ergebnisse ist in Deutschland h\u00f6her als <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/888932561120\">in fast jedem anderen OECD-Land<\/a>. Nur in Tschechien und Japan spielt die einzelne Schule eine noch gewichtigere Rolle. Weitere Ma\u00dfnahmen, um dieses Problem zu \u00fcberwinden, sind die Erschaffung eines guten, <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/888932561158\">lernfreundlichen Schulklimas<\/a> und die Bereitstellung <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/888932561234\">angemessener Lehrressourcen<\/a> f\u00fcr eine direktere Betreuung der Sch\u00fcler.<\/p>\n<p>Auch Bildungsgutscheine k\u00f6nnen helfen, Segregation abzubauen und Sch\u00fclern unabh\u00e4ngig vom sozio-\u00f6konomischen Hintergrund der Eltern die freie Schulwahl zu erm\u00f6glichen. Dies f\u00fchrt gleichzeitig zu einem Anstieg des Wettbewerbs zwischen den Schulen, was Anreize zur Qualit\u00e4tsverbesserung schafft. Der Nobelpreistr\u00e4ger Milton Friedman f\u00fchrte diese Idee erstmals Mitte der 1950er Jahre ein, indem er sich daf\u00fcr aussprach, dass Bildungseinrichtungen nicht mehr vom Staat direkt, sondern \u00fcber den Umweg der Sch\u00fcler mittelbar finanziert werden sollen. Jeder Sch\u00fcler bekommt hierf\u00fcr einen Gutschein, den er an einer Schule seiner Wahl einl\u00f6sen kann. In Deutschland gibt es diese Gutscheine von der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit f\u00fcr verschiedene Weiterbildungsma\u00dfnahmen. Bislang erzielten die Programme in <a href=\"http:\/\/www.columbia.edu\/~msu2101\/HsiehUrquiola%282004%29.pdf\">Chile<\/a> und den <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/docserver\/download\/9812061ec007.pdf?expires=1386236587&amp;id=id&amp;accname=oid021421&amp;checksum=CEC3CFF8B9E05685A0341010A8A3E5BD\">OECD-Staaten<\/a> jedoch bestenfalls mittelm\u00e4\u00dfige Erfolge. Der Grund f\u00fcr die ern\u00fcchternden Resultate liegt darin, dass es den entsprechenden Programmen (noch) nicht gelingt, Cream-Skimming zu unterbinden und den Wettbewerb zwischen den Schulen zu verst\u00e4rken. Dies mag daran liegen, dass die Qualit\u00e4t von Schulen eine hohe Persistenz aufweist. Das bedeutet, dass diejenigen Schulen, die vor Einf\u00fchrung der Gutschein-Systeme sehr beliebt waren, auch danach die begehrtesten Anlaufstellen f\u00fcr potentielle Sch\u00fcler sind. Die Kombination von Bildungsgutscheinen mit \u201eFormula-Funding\u201c nach niederl\u00e4ndischem Vorbild k\u00f6nnte hier Skimming der besten Sch\u00fcler reduzieren.<\/p>\n<p>Ein weiterer wesentlicher Punkt, wo Bildungspotentiale verschwendet werden, ist die hohe Quote der Wiederholer. In Deutschland haben mehr als 20% der Sch\u00fcler mindestens eine Klassenstufe wiederholt. Dies sind deutlich mehr, als im OECD-Schnitt (13%). Finnland ist mit hier das Musterland: Weniger als 2% der Sch\u00fcler, welche die finnische Gesamtschule verlassen, haben je eine Klassenstufe wiederholt. Die finnischen Bildungsforscher V\u00e4lij\u00e4rvi und Stahlberg haben <a href=\"http:\/\/www.seg.guanajuato.gob.mx\/Ceducativa\/CartillaB\/6antologia\/antecedentes\/pdf\/20.-%20SHOULD%20FAILING%20STUDENTS%20REPEAT%20A%20GRADE%20-%20RETROSPECTIVE%20RESPONSE%20FROM%20FINLAND.pdf\">gezeigt<\/a>, dass das \u201efinnische Bildungswunder\u201c zu gro\u00dfen Teilen auf sehr gut ausgebildeten Lehrkr\u00e4ften und einer intensiven Betreuung der einzelnen Sch\u00fcler beruht. So besitzt in Finnland jeder Grundschullehrer mindestens einen Masterabschluss und muss \u00fcberdies mindestens 120 ECTS im Bereich der p\u00e4dagogischen Module absolvieren. Ferner liegt die Zahl der durchschnittlichen Lehrzeit in Finnland rund 200 Stunden <a href=\"http:\/\/edpolicy.stanford.edu\/sites\/default\/files\/publications\/secret-finland%E2%80%99s-success-educating-teachers.pdf\">unter<\/a> dem OECD-Schnitt. Der Nachteil einer intensiven und individuellen Betreuung der Sch\u00fcler sind die hohen Kosten, die hierdurch entst\u00fcnden. Sch\u00e4tzungen der OECD zufolge betragen jedoch die Kosten, die durch die Wiederholungen von Klassenstufen in Deutschland entstehen, j\u00e4hrlich rund 12% der Gesamtausgaben im prim\u00e4ren und sekund\u00e4ren Bereich. Eine intensivere Betreuung der Sch\u00fcler k\u00f6nnte demnach sogar in monet\u00e4rer Hinsicht lohnenswert sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Bildung hilft, die Ungleichverteilung der Einkommen in einer Volkswirtschaft zu reduzieren. Stehen jedem Individuum ex ante dieselben Bildungschancen zur Verf\u00fcgung, so ist die konkrete Aufteilung des Humankapitals \u00fcber die Individuen das Resultat individueller Pr\u00e4ferenzen und damit sowohl gerecht als auch allokativ effizient. Ist dies nicht der Fall, so erwachsen der Volkswirtschaft zwei Probleme: Erstens entsteht Ungleichheit, zweitens werden Potentiale f\u00fcr Wirtschaftswachstum verschwendet. Der technische Fortschritt l\u00f6st bildungsinduzierte Einkommensungleichheit aus. Gleichzeitig ist er der Schl\u00fcssel f\u00fcr Wirtschaftswachstum und daher unbedingt zu f\u00f6rdern. Die Bildungspolitik ist daher ein wirksames Medikament gegen eine zunehmend ungleicher werdende Einkommensverteilung. Sie muss vor allem Chancengleichheit gew\u00e4hrleisten. In Deutschland bestehen hier nach wie vor gro\u00dfe Potentiale zur Verbesserung. Die relative Knappheit an qualifiziertem Personal l\u00e4sst die Bildungsrenditen in die H\u00f6he schnellen. Dieser Effekt wird sich in Zukunft noch verst\u00e4rken. Gleichzeitig spielt die Herkunft in Deutschland nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Frage, wie viel Bildung ein Individuum erlangen kann. Das Resultat ist eine beispiellose Stagnation der Zahl terti\u00e4ren Abschl\u00fcsse im Vergleich zu den meisten entwickelten \u00d6konomien. Das kostet zuk\u00fcnftige Wohlfahrt und f\u00fchrt zu einer Verst\u00e4rkung der Ungleichheit der Einkommensverteilung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge der Serie <em>\u201cUngleichheit heute\u201c\u009d<\/em>:<\/strong><\/p>\n<p>Mustafa Coban: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13302\">Kombil\u00f6hne versus Working Poor. Der Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12684\">Geldpolitik und Ungleichheit. Machen Notenbanken die Welt ungleicher?<\/a><\/p>\n<p>Rainer Hank: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13021\">Ungleichheit und Gerechtigkeit: Was hat das miteinander zu tun?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12673\">Ungleichheit und Krisen<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">&#8222;Reichtum ist distributive Umweltverschmutzung&#8220;. H\u00f6here Steuern oder mehr Wettbewerb?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12214\">Ungleichheit und Wachstum<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11892\">Der amerikanische Traum \u2013 Bremst Ungleichheit die soziale Mobilit\u00e4t?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11933\">Der Staat pfl\u00fcgt die Verteilung um <\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11584\">Die Ungleichheit wird m\u00e4nnlicher<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11656\">Krieg der Modelle. Technologie oder Institutionen?<\/a><\/p>\n<p>Michael Gr\u00f6mling: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11703\">Einkommensverteilung \u2013 Vorsicht vor der Konjunktur!<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11140\">Die deutsche \u201cMitte\u201c\u009d ist stabil. Wie lange noch?<\/a><\/p>\n<p>Eric Thode: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11396\">Die Mittelschicht schrumpft \u2013 Wo liegt der Handlungsbedarf?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11388\">Geringe Stundenl\u00f6hne, kurze Arbeitszeiten. Treiben Frauen die Ungleichheit?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11133\">Deutschland wird ungleicher. Was sagt die Lohnverteilung?<\/a><\/p>\n<p>Simon Hurst: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10879\">Der Staat strapaziert die Schweizer Mittelschicht<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10851\">Einkommensungleichheit in OECD-L\u00e4ndern. Wo stehen wir?<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verteilung der Einkommen wird weltweit zunehmend ungleicher. Im Laufe unserer Serie wurde deutlich, dass der technische Fortschritt eine Ursache dieser Entwicklung darstellt. 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