{"id":14656,"date":"2014-04-08T00:01:00","date_gmt":"2014-04-07T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14656"},"modified":"2023-07-12T09:56:27","modified_gmt":"2023-07-12T08:56:27","slug":"ordnungspolitische-denker-heute-5hayek-und-die-konstruktivismusfalledie-geplante-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14656","title":{"rendered":"<small\/>Ordnungspolitische Denker heute (5)<\/small><br\/>Hayek und die Konstruktivismusfalle<br\/><font size=3; color=grey>Die geplante Energiewende<\/font>"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><b>I.\u00a0 <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1945 ver\u00f6ffentlichte Friedrich August von Hayek den Aufsatz \u201eThe Use of Knowledge in Society\u201c.<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Es sollte einer jener seltenen Standardaufs\u00e4tze werden, die auch nach Jahrzehnten zitiert, gelesen und diskutiert werden. Dieser Artikel markiert einen Wendepunkt in Hayeks wissenschaftlicher Entwicklung. Er wandte sich von seinen geldtheoretischen (auch geldgeschichtlichen) und konjunkturtheoretischen Arbeiten der Vorkriegszeit ab und befasste sich intensiver mit grunds\u00e4tzlichen Fragen nach dem \u201eWesen\u201c der marktwirtschaftlichen Ordnung. Seine vormals rein \u00f6konomischen und wirtschaftspolitischen Fragestellungen hatte er dabei nicht aus dem Blick verloren, aber Hayek wurde mehr und mehr klar, dass er sich einen allgemeineren theoretischen Standpunkt erarbeiten musste, um zu praktischen \u00f6konomischen Fragen etwas G\u00fcltiges sagen zu k\u00f6nnen. Es besch\u00e4ftigen ihn Fragen wie diese: Wie koordiniert eine marktwirtschaftliche Ordnung millionenfache Pl\u00e4ne von Personen, die sich nicht kennen? Was m\u00fcssen Personen wissen, um sich in eine solche Ordnung mit ihren wirtschaftlichen Handlungen erfolgreich eingliedern zu k\u00f6nnen? Welche Schranken m\u00fcssen Personen und Firmen in ihren wirtschaftlichen Handlungen auferlegt werden, damit diese Ordnung funktionieren kann? Welche Aufgaben fallen dem Staat darin zu? In welcher Weise stellt die Freiheit eine Ressource f\u00fcr die Ordnung dar oder vermag sie, wie viele Kritiker mutma\u00dfen, die Ordnung auszuh\u00f6hlen? Stellt der Staat einen Ordnungsgaranten dar oder k\u00f6nnte er mit seinem Machtmonopol die marktwirtschaftliche Ordnung selbst zerst\u00f6ren, zumindest empfindlich beeintr\u00e4chtigen? Welche Frustrationstoleranz sollten die Menschen, die in einer solchen Ordnung wirtschaften, aufbieten, was die Ordnungsergebnisse, zum Beispiel die Verteilung von Einkommen, betrifft? Muss eine marktwirtschaftliche Ordnung Wohlstandsergebnisse \u201eliefern\u201c oder sind die Menschen ganz allein f\u00fcr ihren Wohlstand verantwortlich, wenn nur gewisse Regeln der Ordnung einmal hergestellt sind? Welchen Zeithorizont sollten wir w\u00e4hlen, um \u00fcber den Erfolg einer marktwirtschaftlichen Ordnung zu befinden und Ordnungsalternativen \u2013 zum Beispiel eine Variante von Sozialismus \u2013 in Erw\u00e4gung zu ziehen? K\u00f6nnte es sein, dass kurzfristige, sogar verst\u00e4ndliche Frustrationen \u00fcber die Ergebnisse einer marktwirtschaftlichen Ordnung zu schwerwiegenden politischen Fehlentscheidungen f\u00fchren, nur weil wir Anpassungsprozesse nicht abwarten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solche Fragen waren f\u00fcr die \u00f6konomische Theorie keineswegs neu, aber Hayek wandte sich ihnen einer neuartigen Weise zu. Dabei entwarf er f\u00fcr die marktwirtschaftliche Ordnung ein theoretisches Modell, das sich von dem Walras-Modell einer gleichgewichtigen, station\u00e4ren Wirtschaft deutlich unterschied. Es betonte andere Leistungsmerkmale einer marktwirtschaftlichen Ordnung als solche, die im Modell des allgemeinen Gleichgewichts thematisiert wurden. Letzteres stieg zum Standardmodell der \u00f6konomischen Theorie auf, war aber in mathematischer Hinsicht nur rudiment\u00e4r ausgearbeitet, als Hayek bereits damit begann, eine theoretische Alternative zu entwickeln, die er manchmal als Gegenentwurf, manchmal als Erg\u00e4nzung zum Standardmodell verstand. Hayek holte f\u00fcr seine neue Theorie einer marktwirtschaftlichen Ordnung weit aus: er griff auf sozialphilosophische Arbeiten der schottischen Aufkl\u00e4rer \u2013 David Hume, Adam Ferguson, Adam Smith \u2013 zur\u00fcck, vertiefte sich in die politische Philosophie des Liberalismus, welche in seinem Sp\u00e4twerk auch Kants praktischer Vernunft einen wichtigen Platz zuwies, und verband diese Arbeiten mit Carl Mengers Methodologie der Sozialwissenschaften.<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> In der \u201eVerfassung der Freiheit\u201c verdichtete Hayek seinen neuen Ansatz, indem er die Freiheit zum Zentrum seines Verst\u00e4ndnisses einer marktwirtschaftlichen Ordnung machte.<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Das ist insofern bemerkenswert, als die \u00f6konomische Theorie mit Adam Smiths System der nat\u00fcrlichen Freiheit ihren Ausgang nahm, gleichwohl den Freiheitsbegriff nicht mehr explizit vorkommen lie\u00df, je weiter die \u00f6konomische Analyse voranschritt. Die Frage war, ob der Freiheitsbegriff zumindest implizit noch mitgedacht wurde oder auch das nicht mehr der Fall war. Zu letzterer Auffassung gelangte schlie\u00dflich Hayek, weshalb eine theoretische Umorientierung geboten schien. Er legte dar, dass wirtschaftliche Freiheit f\u00fcr die Dynamik einer wirtschaftlichen Ordnung eine zentrale Rolle spielt und somit den Mittelpunkt einer theoretischen Analyse bilden musste. Freiheit war f\u00fcr Hayek dabei nicht nur die Abwesenheit von Zwang oder ein Zustand des Unbehelligtseins von staatlicher Kontrolle; es war f\u00fcr ihn der Ort des Zuf\u00e4lligen, Kreativen, Unkontrollierbaren und Unberechenbaren \u2013 also der Ausgangspunkt sozialer Elementarkr\u00e4fte, denen antiliberale Bewegungen seit je eine ordnungsgef\u00e4hrdende Potenz zugeschrieben hatten. Hayek entwickelte ein Ordnungsverst\u00e4ndnis, das diese scheinbar ordnungszerst\u00f6renden Elemente als produktive Kraft des sozialen und wirtschaftlichen Fortschritts erkannte, auch wenn es dazu besonderer institutioneller Einhegungen bedurfte. Daf\u00fcr erfand Hayek den Begriff der \u201espontanen Ordnung\u201c. Obwohl er sein Ordnungsmodell mit allerlei Anleihen an die Kybernetik oder neuronale Netzwerke zu pr\u00e4zisieren versuchte, blieb es vor allem inspirativ und markiert darum bis heute eher ein Forschungsprogramm als eine fertige Theorie. Bemerkenswerterweise unternahm Hayek aber bereits in der \u201eVerfassung der Freiheit\u201c Versuche, die wirtschaftspolitischen Konsequenzen seines neuen Ordnungsmodells in verschiedenen Anwendungsbereichen zu durchdenken. Um die Br\u00fccke zwischen abstrakter Ordnungstheorie und wirtschaftspolitischer Anwendung war ihm stets gelegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>II.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Worin bestand nun die Umorientierung Hayeks in der Analyse der marktwirtschaftlichen Ordnung? Er verstand sie nicht als etwas, was auf Perfektion oder Optimalit\u00e4t von vornherein angelegt w\u00e4re und wandte sich schon fr\u00fch gegen das (theoretisch erst nach und nach verfeinerte) Ordnungsmodell eines stabilen Gleichgewichts, welches annahm, dass die Marktteilnehmer Marktentwicklungen antizipieren k\u00f6nnten. Das werden sie zwar versuchen und das Haftungsprinzip, das Verluste den Unternehmen selbst zurechnet, bietet einen starken Anreiz f\u00fcr Unternehmer, die Chancen ihrer Investitionsvorhaben genau abzusch\u00e4tzen. Aber das schlie\u00dft fehlerhafte unternehmerische Entscheidungen keineswegs aus, weil zu viele \u00f6konomische Daten \u00fcber den wirtschaftlichen Erfolg einer Investition entscheiden: Preisver\u00e4nderungen, Entwicklungen auf Rohstoffm\u00e4rkten, das Verhalten der Wettbewerber und vieles andere mehr. Hayeks Unternehmer sind nicht Vollzugsorgane einer perfekten Rationalit\u00e4t sondern Experimentatoren. Fehlerhafte Entscheidungen zum Beispiel aufgrund falsch eingesch\u00e4tzter Marktentwicklungen bilden einen Teil der Ordnungsrealit\u00e4t. Aber hierin liegt kein Ordnungsdefizit, sondern Versuch und Irrtum sind geradezu konstitutiv f\u00fcr die spontane Marktordnung. Denn der Wettbewerb setzt die Marktteilnehmer einer besonderen Lernumgebung aus, die einen Anreiz daf\u00fcr setzt, aus fehlerhaften Entscheidungen Schl\u00fcsse f\u00fcr k\u00fcnftiges Verhalten zu ziehen. Daf\u00fcr ist es wichtig, dass die Marktteilnehmer ihre Lernumgebung nicht ihrerseits kontrollieren k\u00f6nnen, mit anderen Worten, dass Wettbewerb herrscht. In diesem Fall n\u00e4mlich bleiben auch die Folgen \u00f6konomischer Irrt\u00fcmer f\u00fcr die Gesamtwirtschaft begrenzt, anders als wenn eine kollektive staatliche Instanz Investitionspl\u00e4ne verabschiedet h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz im Sinne der Klassiker des \u00f6konomischen Liberalismus r\u00e4umt das Modell der spontanen Ordnung zwar Irrt\u00fcmer ein, aber es l\u00e4sst sich keine \u00fcbergeordnete Instanz denken, die solche Irrt\u00fcmer vermeiden k\u00f6nnte und das dazu n\u00f6tige Wissen bes\u00e4\u00dfe: \u201eDer eigent\u00fcmliche Charakter des Problems einer rationalen Wirtschaftsordnung ist gerade durch die Tatsache bestimmt, da\u00df die Kenntnis der Umst\u00e4nde, von der wir Gebrauch machen m\u00fcssen, niemals zusammengefa\u00dft oder oder als Ganzes existiert, sondern immer nur als zerstreute St\u00fccke unvollkommener und h\u00e4ufig widersprechender Kenntnisse, welch all die verschiedenen Individuen gesondert besitzen.\u201c <a title=\"\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Die Dezentralit\u00e4t menschlicher Kenntnisse, die in ihrer Gesamtheit niemand besitzen kann, avanciert zu einer Leitidee bei Hayek. \u201eDie Summe des Wissens aller Einzelnen existiert nirgends als integriertes Ganzes.\u201c (ebenda, S. 34) Dabei gelangte er zu der Erkenntnis, dass das millionenfache arbeitsteilige Wirtschaften in einer gro\u00dfen Gesellschaft eine Ordnung hervorbringt, die sich von einer Organisation grundlegend unterscheidet. Eine Organisation, etwa eine Firma, verfolgt ein Ziel und ist dementsprechend hierarchisch aufgebaut. Letztlich sind alle Organisationsteilnehmer diesem Ziel verpflichtet und haben ihren Leistungsbeitrag auf das Organisationsziel auszurichten. Aber die Wirtschaft, sagen wir Deutschlands, \u201ehat\u201c kein Ziel. Sie ist kein kollektiver Akteur, auch wenn sich die \u00f6ffentliche Debatte selbst unter manchen \u00d6konomen gelegentlich kollektivistischer Sprachmuster bedient (\u201eDeutschland muss seine L\u00f6hne erh\u00f6hen\u201c oder \u00e4hnliche Topoi, die die Existenz eines kollektiven Wirtschaftsakteurs \u201eDeutschland\u201c vermeinen.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das wichtigste Leistungsmerkmal einer spontanen Ordnung bildet ihre Zukunftsorientierung. \u201eAus den tastenden Bem\u00fchungen der Menschen\u201c entsteht \u201eetwas Gr\u00f6\u00dferes als aus einem einzelnen menschlichen Verstand\u201c.<a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Nicht die \u201eplanende Vernunft\u201c bringt eine Ordnung hervor, sondern vielmehr die \u201eanpassende Entwicklung\u201c vieler Wirtschaftseinheiten. Die spontane Ordnung baut sich gleichsam von unten auf, indem die Wirtschaftsteilnehmer ihre Pl\u00e4ne korrigieren, Anpassungen vornehmen und neue Chancen realisieren. Dabei ben\u00f6tigen sie Freiheit, wobei es nicht um die Freiheit Einzelner oder Gruppen zu Lasten anderer geht, sondern um die <i>allgemeine<\/i> Freiheit unter dem Gesetz. Hierin folgt Hayek den klassischen Vorl\u00e4ufern des Liberalismus wie Adam Smith oder J. St. Mill, die dem Staat eine neutrale Schutzfunktion f\u00fcr alle Individuen zuwiesen und nicht etwa die Beg\u00fcnstigung von Gruppen \u2013 schon gar nicht die von monopolistischen Unternehmern. Freiheit als wirtschaftliche Ressource \u2013 es ist dieser Gedanke, den Hayek neu belebt. Fortschritt resultiert dabei aus dem Gebrauch der Freiheit. \u201eEs ist eine der charakteristischsten Tatsachen in einer im Fortschritt befindlichen Gesellschaft, da\u00df das meiste, wonach die Individuen streben, nur durch weiteren Fortschritt erreicht werden kann\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fortschritt denkt Hayek nicht als Realisation eines kollektiven Planes, sondern als die Hervorbringung des Neuen. &#8222;Freiheit ist wesentlich, um Raum f\u00fcr das Unvorhersehbare und Unvoraussagbare zu lassen; wir wollen sie, weil wir gelernt haben, von ihr die Gelegenheit zur Verwirklichung vieler unserer Ziele zu erwarten. Weil jeder einzelne so wenig wei\u00df und insbesondere, weil wir selten wissen, wer von uns etwas am besten wei\u00df, vertrauen wir darauf, da\u00df die unabh\u00e4ngigen und wettbewerblichen Bem\u00fchungen Vieler die Dinge hervorbringen, die wir w\u00fcnschen werden, wenn wir sie sehen.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> Damit beschreibt Hayek das Entwicklungsprinzip einer freiheitlichen, spontanen Ordnung. Hierbei tritt aber auch das typische und immer wiederkehrende Argumentationsproblem des Liberalismus hervor: Er muss kontrafaktisch argumentieren, n\u00e4mlich im Hinblick auf M\u00f6glichkeiten, welche die allgemeine Freiheit er\u00f6ffnet, ohne dass er die vorteilhaften Ergebnisse des Freiheitsgebrauches voraussagen oder gar garantieren kann.<a title=\"\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> Vor allem aber kann der Liberalismus nicht angeben, worauf eine Gesellschaft verzichten wird, wenn sie die Freiheit beschr\u00e4nkt. Um es mit einem besonders drastischen Gedankenexperiment zu verdeutlichen: W\u00e4re die ganze Welt bis heute nach dem Wirtschaftsprinzip der Sowjetunion oder der DDR organisiert, w\u00fcrde man gar nicht wissen, worauf diese Welt \u00f6konomisch verzichtet, da die M\u00f6glichkeiten des wirtschaftlichen und technischen Fortschritts mangels Freiheit im Dunkeln w\u00e4ren. Um das obige Hayek-Zitat aufzugreifen: Die Menschen k\u00f6nnen nicht wissen, was sie w\u00fcnschen, eben weil sie es nicht sehen. Alle Bereiche der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie w\u00e4ren unbekannt, aber genau deshalb w\u00e4ren sie im \u00f6konomischen Sinne noch nicht einmal \u201eknapp\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><b>III.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es d\u00fcrfte damit schon andeutungsweise klar geworden sein, dass Hayek den Fortschritt in der spontanen Ordnung weder hypostasiert noch die \u00f6konomischen Defizite dieser Ordnung leugnet. Im Gegenteil beruht die spontane Ordnung daraus, dass Individuen best\u00e4ndig nach Chancen suchen, die sich im Tausch f\u00fcr andere als vorteilhaft erweisen und damit die Koordinationsleistungen der Ordnung verbessern. Diese sukzessive Ordnungsverbesserung durch \u201eanpassende Entwicklung\u201c findet zwar auch in Organisationen statt, aber eben in erster Linie nur dann, wenn sie ihrerseits Teil einer spontanen Ordnung sind, d.h. dem Wettbewerb ausgesetzt sind. Ich erlaube mir im Folgenden, den Hayekschen Gedanken der spontanen Ordnung auf eine aktuelle wirtschaftspolitische Frage anzuwenden, welche nach allen Bekundungen von grundlegender Bedeutung f\u00fcr die \u00f6konomische und \u00f6kologische Zukunft ist: auf die Frage der Energiewende, d.h. der Umstellung der Energieerzeugung auf CO<sub>2<\/sub>-arme oder CO<sub>2<\/sub>-vermeidende Energietr\u00e4ger. Es ist klar, dass die zahlreichen Detailfragen, welche die wirtschaftspolitische Debatte pr\u00e4gen, au\u00dfen vor bleiben m\u00fcssen, da dies eine gr\u00fcndliche Befassung mit dem Politikfeld der Energiewende voraussetzt. Es ist jedoch reizvoll genug, das Problem der Energiewende einmal aus der Perspektive des Modells der spontanen Ordnung zu betrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Hayekschem Blickwinkel handelt es sich bei der Energiewende um ein gesellschaftliches Gro\u00dfprojekt, was f\u00fcr sich genommen noch keinen Einwand bietet. Wenn die Reduzierung klimasch\u00e4dlicher Gase wie CO<sub>2<\/sub> gesellschaftlich notwendig erscheint, bedarf es kollektiver Ma\u00dfnahmen, da die Wirtschaftsteilnehmer \u2013 Unternehmen oder Haushalte \u2013 dies kaum freiwillig tun werden, wenn CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen mit Kosten verbunden sind, sie selber aber keinen unmittelbaren Nutzen erfahren. Die Frage lautet allerdings, in welchem Umfange der Staat mit Zwangsvorschriften, Verg\u00fcnstigungen oder energiewirtschaftlichen Planungen hier t\u00e4tig werden sollte. Im Modell einer spontanen Ordnung h\u00e4tte die \u00f6kologische Anpassung dezentral, also \u201evon unten\u201c zu erfolgen, ohne dass der Staat die Richtungen bestimmt oder vorgibt. Um einen solchen Prozess einzuleiten, bed\u00fcrfte es allerdings eines k\u00fcnstlichen, langfristig ausgerichteten Verknappungseingriffes des Staates, um CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen in der Volkswirtschaft zu initiieren. Dies kann mit einem k\u00fcnstlich geschaffenen Emissionsrechtehandel f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>, mit \u00d6kosteuern auf den Verbrauch von CO<sub>2<\/sub> oder in manchen (aber auf Ausnahme beschr\u00e4nkten) F\u00e4llen auch mit technischen Standards f\u00fcr den CO<sub>2<\/sub>-Verbrauch geschehen. Wesentliches Merkmal solcher regulatorischen Eingriffe ist die \u201enegative Regel\u201c, ein Grundprinzip der spontanen Ordnung: Es werden lediglich unerw\u00fcnschte Handlungen \u2013 hier: CO<sub>2<\/sub>-verbrauchende \u2013 verteuert oder gar untersagt, aber es werden den Individuen keine Handlungen vorgeschrieben. Negative Regeln bilden das Grundprinzip einer innovationsoffenen Gesellschaft; denn die Wirtschaftsteilnehmer bleiben frei darin, Handlungen ihrer Wahl auszuprobieren.<a title=\"\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> Mit einem Emissionsrechtehandel, der m\u00f6glichst ausnahmslos f\u00fcr alle Emittenten verbindlich zu machen w\u00e4re, k\u00f6nnte \u00fcberdies die CO<sub>2<\/sub>-Emissionsmenge gesteuert werden, was ja das eigentliche Motiv der Energiewende w\u00e4re. Typischerweise l\u00e4sst sich bei diesem Modell staatlicher Steuerung aber nicht vorhersehen, wie die \u00f6kologische Umsteuerung am Ende aussehen wird: welche technischen Formen erneuerbarer Energien sich im Wettbewerb durchsetzen werden oder welche Energieeinsparungen die Energienutzer realisieren werden, weil sie sich an gestiegene Preise, welche nunmehr die Knappheit von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen anzeigen, anpassen. Dieser Anpassungsprozess ist vielmehr durch Versuch und Irrtum gekennzeichnet und l\u00e4sst sich in seinen Resultaten nicht voraussagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der alternative Politikansatz setzt auf umfassende gesellschaftliche Planung. Es handelt sich um eine Spielart dessen, was Hayek als \u201ekonstruktivistisch\u201c bezeichnet. Charakteristisch hierf\u00fcr ist die konkrete Vorgabe von langfristigen Entwicklungszielen, und zwar nicht nur (legitimer Weise) f\u00fcr die Reduktion von CO<sub>2<\/sub>, sondern auch f\u00fcr die technologische Umsetzung dieser Ziele und langfristige Preissetzungen: Ausbauziele f\u00fcr erneuerbare Energie, und garantierte Einspeiseverg\u00fctungen f\u00fcr Strom aus Erneuerbaren Energien aber auch Vorschriften zur Strom- und Energieeinsparung stellen einen gro\u00df angelegten Versuch da, den Wechsel auf CO<sub>2<\/sub>-sparende Energieerzeugung staatlich zu lenken. Die langfristige Bedeutung der Energiewende gilt generell als Rechtfertigung f\u00fcr den staatlichen Eingriff. Dabei stellen sich jedoch eine Reihe von kritischen Fragen f\u00fcr den planerischen Gro\u00dfversuch:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wird sich die Wissensgrundlage in den kommenden 15 Jahren ge\u00e4ndert haben, was die Verf\u00fcgbarkeit neuer CO<sub>2<\/sub>-sparender Technologien in der Stromerzeugung betrifft? Wer ist motiviert, nach innovativen CO<sub>2<\/sub>-sparenden Technologien zu suchen, wenn das bestehende Verg\u00fctungssystem nur die gegenw\u00e4rtig bekannten Technologien erfasst? Da sich die Wissensgrundlagen f\u00fcr die Energiewende bereits erheblich ver\u00e4ndern und die gegenw\u00e4rtige F\u00f6rderpraxis garantierter Einspeiseverg\u00fctungen in Frage stellen, schlie\u00dft sich die n\u00e4chste Frage an: Besitzen die politischen Akteure ein Interesse, die offenkundig gewordene Fehlsteuerung durch \u00dcberf\u00f6rderung bestimmter Erneuerbarer Energien laufend zu \u00fcberpr\u00fcfen? Werden diese Politiker gar bereit sein, eine solche als ineffizient erkannte Politik zu stoppen und kosteng\u00fcnstigere Alternativen der CO<sub>2<\/sub>-Vermeidung zu identifizieren? Welchen Anreiz haben Politiker, die F\u00f6rderung erneuerbarer Energien zu senken, wenn sie der F\u00f6rderung nicht mehr bed\u00fcrfen, zum Beispiel weil sie die Wettbewerbsf\u00e4higkeit erlangt haben? Diese knappen \u00dcberlegungen verdeutlichen, dass die staatlich gelenkte Energiewende nach deutschem Muster einem ganz anderen Ordnungsprinzip folgt, als es f\u00fcr die wettbewerbliche Selbststeuerung in der spontanen Ordnung wirksam ist. Eine \u00fcberteuerte Produktion in der Stromerzeugung wird den Anbietern nicht automatisch signalisiert, indem sie Verluste machen, welche sie zu einer Anpassung zwingen. Vielmehr bedarf es eines politischen Aktes, die garantierten Abnahmepreise des Erneuerbaren Energiengesetzes (EEG) zu korrigieren. Dagegen werden sich die Betroffenen mit aller politischen Kraft zu wehren versuchen und Widerstand organisieren. Auch wird der Korrekturbedarf nicht fr\u00fchzeitig signalisiert, sondern erst dann, wenn die Fehlf\u00f6rderung einer \u00fcberteuerten, nicht wettbewerbsf\u00e4higen Stromerzeugung gewisse Schwellwerte \u00fcbersteigt, welche den politischen Akteuren ein gesellschaftliches Widerstandspotential anzeigt. In der spontanen Ordnung hingegen geh\u00f6ren Preisver\u00e4nderungen zur Normalit\u00e4t; sie signalisieren bereits fr\u00fchzeitig einen Anpassungsbedarf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Perspektive der spontanen Ordnung stellt sich die entscheidende Frage: Wie kann eine langfristige Energiepolitik konzipiert werden, welche innovationsoffen ist anstatt das gegenw\u00e4rtige Wissen als Planungsgrundlage f\u00fcr die kommenden 15 Jahre zu w\u00e4hlen? Einer konstruktivistischen Politik der Wissenskonservierung ist die volkswirtschaftliche Verschwendung von vornherein eingeschrieben; sie ist schon vom Ansatz her anti-innovativ. Ein auf Innovationsf\u00e4higkeit setzender Ansatz hingegen w\u00fcrde einr\u00e4umen, dass wir das k\u00fcnftige Wissen um CO<sub>2<\/sub>-sparende Techniken nicht kennen und deshalb nicht das gegenw\u00e4rtig verf\u00fcgbare zur Planungsgrundlage w\u00e4hlen sollten. Niemand wei\u00df, wie eine klimafreundliche Wirtschaft im Jahre 2030 aussehen k\u00f6nnte. Es ist darum ein politischer Ansatz zu w\u00e4hlen, der die Korrekturf\u00e4higkeit der Marktteilnehmer st\u00e4rkt anstatt sie zu Vollzugsorganen eines Gro\u00dfversuchs zu machen, f\u00fcr das die politischen Akteure keine \u00f6konomische Verantwortung tragen und bestenfalls mittelbar politisch haften, wenn Zahlungswiderst\u00e4nde zu einem Wiederwahlrisiko werden. Ein solcher politischer Korrekturmechanismus ist viel zu schwach, um die Volkswirtschaft vor Verschwendung zu bewahren und auf innovativen Bahnen zu halten. Stattdessen ist einer indirekten Politik des \u201enegativen Eingriffe\u201c der Vorzug zu geben, welche sich auf die Steuerung des umweltpolitischen Zieles konzentriert, aber die Art der Umsetzung dem Wettbewerb \u00fcberantwortet. Der Preis dieser Politik besteht darin, dass der \u201eWettbewerb als Entdeckungsverfahren\u201c zu \u00fcberraschenden Ergebnissen f\u00fchrt und au\u00dferhalb gegenw\u00e4rtiger Vorstellungswelt liegen d\u00fcrfte.<a title=\"\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> Es liegt sehr viel n\u00e4her, anzustreben, was man sich auch vorstellen kann. Was f\u00fcr individuelles Handeln sinnvoll erscheint, bildet im Bereich kollektiven Handelns die Quelle kostspieliger Irrt\u00fcmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hayeks ordnungstheoretische Analyse bietet aber auch Hinweise, warum die spontane Ordnung keineswegs allgemein als vorzugsw\u00fcrdig erscheinen muss, obwohl sie auf lange Sicht wirtschaftlichen Fortschritt und Wachstum in historisch einzigartiger Weise hervorgebracht hat. Wirtschaftliche Entwicklungsdynamik bedeutet stets, dass Verm\u00f6gensbest\u00e4nde von Unternehmen und berufliche Qualifikationen, also Kapital im weitesten Sinne, eine Neubewertung erfahren. Es gibt keine Garantie f\u00fcr Einkommensm\u00f6glichkeiten in bestehenden Verwendungen. Das erkl\u00e4rt mit Blick auf die Energieplanungswirtschaft, welche das EEG etabliert hat, auch die Tatsache, warum es von den Nutznie\u00dfern mit gro\u00dfer Hartn\u00e4ckigkeit verteidigt wird. In einer spontanen Ordnung regt die Ungewi\u00dfheit \u00fcber k\u00fcnftige Einkommen zu wirtschaftlicher Anpassung und Suche nach Chancen an. Garantierte Preise und garantierte Abnahmemengen (im Falle des EEG aufgrund des Einspeisevorrangs f\u00fcr erneuerbare Energien) verschaffen hingegeneine Einkommens- und Planungssicherheit, welche die spontane Ordnung nicht kennt. Es ist nicht zu erwarten, dass die Nutznie\u00dfer garantierter Preise und Abnahmemengen eine wettbewerbliche Stromwirtschaft bevorzugen. \u00dcberlebensf\u00e4hig ist eine solche planwirtschaftliche Sonderwirtschaftszone vor allem dadurch, dass die wettbewerbliche Wirtschaft einstweilen gen\u00fcgend Ressourcen bereitstellt, um die gesetzlich garantierten Einkommen zu finanzieren. Es steht aber au\u00dfer Frage, dass die spontane Ordnung mit der Umwandlung eines bedeutenden Sektors in eine Planwirtschaft insgesamt einem Belastungstest ausgesetzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gefahren eines Konstruktivismus lauern immer dann, wenn politische Ziele allgemein als besonders vordringlich erscheinen, wie Hayek betont. Gesellschaftliche Planung erscheint dann evident und kann sich oft genug auf gesellschaftliche Akzeptanz st\u00fctzen \u2013 zun\u00e4chst auch au\u00dferhalb des Kreises der unmittelbar Beg\u00fcnstigten. Die Folgen einer Zur\u00fcckdr\u00e4ngung des Wettbewerbs, mithin die Kosten des Konstruktivismus, sind f\u00fcr die B\u00fcrger zun\u00e4chst nicht absehbar und stellen sich, wie das Beispiel der bundesdeutschen Energiewende zeigt, erst nach und nach ein. Dies verweist auf einen beunruhigenden Befund: Die Theorie der spontanen Ordnung ist in epistemischer Hinsicht zu voraussetzungsvoll, um allgemein einzuleuchten. Die B\u00fcrger in modernen Demokratien w\u00fcnschen zwar allgemeinen Wohlstand, verstehen aber die wettbewerblichen Grundlagen ihres Wohlstandes zu wenig, um eine entsprechende Wirtschaftspolitik zu unterst\u00fctzen. Hinzu kommt, dass Einkommensungewissheit als Folge permanenten Strukturwandels gleichsam den Preis f\u00fcr Wohlstand darstellt. Es gibt von einem liberalen Standpunkt zwar keinen Grund, den B\u00fcrgern ihre Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Sicherheit auszureden, wenn man die Freiheit als Wert an sich anerkennt. Nur erzeugen die B\u00fcrger damit ihrerseits ein Wohlstandsrisiko, f\u00fcr das sie die Politik verantwortlich halten, anstatt ihre eigenen konstruktivistischen \u00dcberzeugungen als Ursache zu erkennen.<a title=\"\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> Eine Wirtschaftspolitik des freien Wettbewerbs \u00fcberzeugt dann oft erst ex negativo, wenn die Kosten einer konstruktivistischen Politik f\u00fchlbar werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hayek, F. A. v., Die Verfassung der Freiheit, 4. Aufl., T\u00fcbingen (Mohr) 2005.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hayek, F. A. v. (1976), \u201eThe Use of Knowledge in Society\u201c, in: American Economic Review (Vol. 35), S. 519-530; dt.: \u201eDie Verwertung des Wissens in der Gesellschaft\u201c, in: Hayek, F. A. v. (Hrsg.), Individualismus und wirtschaftliche Ordnung, Salzburg, 103 \u2013 104<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">HAYEK, F.A.V. (1969a), \u201eDer Wettbewerb als Entdeckungsverfahren\u201c; in: Hayek, F.A.v., Freiburger Studien, T\u00fcbingen (Mohr), S. 249-265.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hayek, F.A.v. (1969b) \u201e Grunds\u00e4tze einer liberalen Gesellschaftsordnung\u201c\u009d, in: Hayek, F. A. v. (Hrsg.), Freiburger Studien, T\u00fcbingen (Mohr), S. 108 \u2013 125.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hennecke, H. J., Friedrich August von Hayek. Die Tradition der Freiheit, D\u00fcsseldorf (Verlag Wirtschaft und Finanzen), 2000.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MENGER, C. (1969\/1883), Gesammelte Werke, Bd. II. Untersuchungen \u00fcber die Methode der Socialwissenschaften und der Politischen \u00d6konomie insbesondere, herausgegeben von F.A.v. Hayek, T\u00fcbingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wegner, G., \u00d6konomischer Liberalismus als politische Theorie. Befund, Kritik, Rekonstruktion, T\u00fcbingen 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> ) Hayek, F. A. v. (1976), \u201eThe Use of Knowledge in Society\u201c, in: American Economic Review (Vol. 35), S. 519-530; dt.: \u201eDie Verwertung des Wissens in der Gesellschaft\u201c, in: Hayek, F. A. v. (Hrsg.), Individualismus und wirtschaftliche Ordnung, Salzburg, 103 \u2013 104<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> ) Menger, C. (1969\/1883), Gesammelte Werke, Bd. II. Untersuchungen \u00fcber die Methode der Socialwissenschaften und der Politischen \u00d6konomie insbesondere, herausgegeben von F.A.v. Hayek, T\u00fcbingen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> ) Hayek, F. A. v., Die Verfassung der Freiheit, 4. Aufl., T\u00fcbingen (Mohr) 2005<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> ) Hayek, F. A. v. (1976), \u201eDie Verwertung des Wissens in der Gesellschaft\u201c, in: Hayek, F. A. v. (Hrsg.), Individualismus und wirtschaftliche Ordnung, Salzburg, 103 \u2013 104.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> ) Hayek, F. A. v., Die Verfassung der Freiheit, T\u00fcbingen, 2005, S. 76<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> ) ) Hayek, F. A. v., Die Verfassung der Freiheit, T\u00fcbingen, 2005, S. 56.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> ) ) Hayek, F. A. v., Die Verfassung der Freiheit, T\u00fcbingen, 2005, S. 40<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> ) Ausf\u00fchrlich hierzu: Wegner, G., \u00d6konomischer Liberalismus als politische Theorie. Befund, Kritik, Rekonstruktion, T\u00fcbingen 2012.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> ) vgl. Hayek, F.A.v. (1969b) \u201e Grunds\u00e4tze einer liberalen Gesellschaftsordnung\u201c\u009d, in: Hayek, F. A. v. (Hrsg.), Freiburger Studien, T\u00fcbingen (Mohr), S. 108 \u2013 125.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> ) vgl. Hayeks vielzitierten Aufsatz: F.A. v. Hayek (1969 a), \u201eDer Wettbewerb als Entdeckungsverfahren\u201c; in: Hayek, F.A.v., Freiburger Studien, T\u00fcbingen (Mohr), 1969, S. 249-265.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> ) Eine ausf\u00fchrliche Befassung mit diesem Thema findet sich in: Wegner, G, \u00d6konomischer Liberalismus als politische Theorie. Befund, Kritik, Rekonstruktion, T\u00fcbingen 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beitr\u00e4ge der Serie \u201cOrdnungspolitische Denker heute\u201c\u009d:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wolf Sch\u00e4fer: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13648\">Verkehrswege in Deutschland: Falsche Institutionen<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ulrich van Suntum: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13779\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ordnungspolitische Leere: Es steht mehr auf dem Spiel als nur die Effizienz<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rainer Hank: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14265\">Was wir von Wilhelm R\u00f6pke lernen sollten \u2013 und was lieber nicht.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thorsten Polleit: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14436\">Die Interventionismus-Falle<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I.\u00a0 Im Jahre 1945 ver\u00f6ffentlichte Friedrich August von Hayek den Aufsatz \u201eThe Use of Knowledge in Society\u201c.[1] Es sollte einer jener seltenen Standardaufs\u00e4tze werden, die &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14656\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small\/>Ordnungspolitische Denker heute (5)<\/small><br \/>Hayek und die Konstruktivismusfalle<br \/><font size=3; color=grey>Die geplante Energiewende<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":33,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1213,41,37],"tags":[144,1489],"class_list":["post-14656","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-energiepolitisches","category-ordnungspolitisches","category-umweltpolitisches","tag-hayek","tag-konstruktivismusfalle"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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