{"id":15002,"date":"2014-06-05T00:01:26","date_gmt":"2014-06-04T23:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002"},"modified":"2023-07-12T07:13:29","modified_gmt":"2023-07-12T06:13:29","slug":"ordnungspolitische-denker-heute-6oekonomischer-imperialismus-zu-gary-beckers-oekonomischer-theorie-der-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002","title":{"rendered":"<small\/>Ordnungspolitische Denker heute (6)<\/small><br\/>\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>1. Der \u00f6konomische Ansatz zur Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00d6konomen haben einen schweren Stand, wenn sie die Dinge dieser Welt mit dem Instrumentarium der \u00f6konomischen Analytik zu erkl\u00e4ren versuchen. \u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c auf der Basis eines Menschenbildes des <i>homo oeconomicus<\/i> hei\u00dft die gemeinhin absch\u00e4tzig benutzte Abwehrvokabel, wenn es gilt, das Paradigma der Vorteil-Nachteil-Abw\u00e4gung im menschlichen Handeln prinzipiell in Frage zu stellen. Wenn \u201e\u00f6konomischer Imperialismus\u201c bedeuten soll, dass es unstatthaft ist, sich aller Lebensbereiche mit der \u00f6konomischen Analytik zu bem\u00e4chtigen, die in ihrem Kern auf rationales Verhalten in Bezug auf knappe Mittel, konkurrierende Ziele und Wahlzwang abstellt, dann liegt hier ein Missverst\u00e4ndnis vor. Denn menschliches Verhalten und alle Lebensbereiche haben vielf\u00e4ltige Perspektiven: Wenn Menschen zum Beispiel Straftaten begehen, so hat dieses Handeln nicht allein juristische Dimensionen, sondern inkludiert ganz sicher auch psychologische, soziologische, anthropologische, medizinische, theologische, p\u00e4dagogische und gar nicht zuletzt auch \u00f6konomische Aspekte. Dieselben \u00dcberlegungen gelten wohl f\u00fcr jeden anderen Lebensbereich. Zu heiraten, eine Familie zu gr\u00fcnden und Kinder in die Welt zu setzen, entzieht sich ebenfalls neben der psychologischen, juristischen, theologischen, soziologischen, familienpolitischen usw. nicht einer handfesten \u00f6konomischen Dimension. \u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c als absch\u00e4tziger Abwehrmechanismus unterliegt der verbreiteten Vorstellung, dass \u00d6konomen \u00fcber ihr \u201eeigentliches\u201c traditionell wirtschaftswissenschaftliches Problemfeld, in dessen Mittelpunkt speziell nur der Markt-Bereich stehe, hinaus nichts sinnvoll Erkl\u00e4rendes beizutragen h\u00e4tten und sich mithin nicht in Dinge einmischten sollten, f\u00fcr die sie mit ihrer spezifischen Analytik gar nicht geeignet seien. Eine solche Haltung ist wissenschaftsfremd, weil sie sich als Feind der Inter-Disziplinarit\u00e4t geriert. Und sie ist zudem empirisch in hohem Ma\u00dfe nicht gehaltvoll, weil sie negiert, dass f\u00fcr alle Wahlentscheidungen von Menschen die Ph\u00e4nomene Ressourcenknappheit und Zielkonkurrenz relevant sind. Insofern ist der \u201e\u00f6konomische Ansatz\u201c nicht aus seinem Gegenstandsbereich (\u201eWirtschaftswissenschaften\u201c) heraus definiert, sondern aus seiner gegenstandsneutralen Methodik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist das gro\u00dfe Verdienst Gary S. Beckers, des j\u00fcngst am 3. Mai dieses Jahres verstorbenen Nobelged\u00e4chtnispreisgewinners von 1992, die \u00f6konomische Analyse in diesen Kontext der Interdisziplinarit\u00e4t zu stellen, indem er menschliches Handeln prinzipiell nicht nur nicht vom \u00f6konomischen R\u00e4sonnement trennte, sondern dieses als explizit herausragendes, wenngleich keineswegs alleiniges, modulares Erkl\u00e4rungssegment herausstellte und zu seinem analytischen Mittelpunkt f\u00fcr die Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens machte. In den Laudationes der Nobelged\u00e4chtnispreisverleihung wurden die wichtigsten Bereiche hervorgehoben, die Becker mit seinem \u00f6konomischen Ansatz wegweisend analysierte: Humankapitaltheorie, Familien\u00f6konomik, Theorie der Kriminalit\u00e4t, Theorie der Diskriminierung (vor allem der Schwarzen), Zeitallokationstheorie, Theorie der sozialen Interaktion, Theorie der Politik. Becker war und ist keineswegs unumstritten, was insbesondere seine Familien\u00f6konomik anbetrifft. Sie steht im Folgenden im Betrachtungsmittelpunkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.<\/strong> <b>Der Haushalt als Produktionsort <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gary Becker bricht mit der Tradition nahezu aller mikro\u00f6konomischen Textb\u00fccher, dass ein \u201eHaushalt\u201c als Entscheidungseinheit nur als Anbieter des Produktionsfaktors Arbeit und als Nachfrager nach Konsumg\u00fctern aufgefasst wird. Vielmehr behandelt er den Haushalt, wenn es ein Mehrpersonenhaushalt ist, also eine Familie, in seiner als <i>new home economics<\/i> bezeichneten Mikrotheorie als Ort interdependenter Transaktionen zwischen den nutzenmaximierenden Haushaltsmitgliedern. Man kann wohl sagen, dass Gary Becker der erste bedeutende \u00d6konom war, der eine \u00d6konomik der Familie begr\u00fcndet hat .Analog zur Theorie der Firma steht im Zentrum die innerhalb des Haushalts erfolgte Produktion von nutzenstiftenden G\u00fctern (<i>basic commodities<\/i>) durch den Input von Marktg\u00fctern und Zeiteinsatz der Haushaltsmitglieder auf Basis einer spezifischen Haushaltsproduktionsfunktion. Die Wahl der intra-familialen effizienten Produktion bezieht sich dann auf die optimale Aufteilung der Zeit zwischen Markt- und Hausarbeit als Inputfaktoren der Haushaltsmitglieder. Diese Aufteilung ist nicht unabh\u00e4ngig von den durch die jeweilige Humankapitalausstattung generierten Produktivit\u00e4ten in beiden Aktivit\u00e4ten, also von den Entscheidungen der Haushaltsmitglieder in Bezug auf Investitionen in deren eigenes Humankapital.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Kontext findet die optimale intra-familiale Arbeitsteilung zwischen den Haushaltsmitgliedern auf Basis der Spezialisierung gem\u00e4\u00df komparativer Vorteile statt. Wie \u00fcberall ist also Arbeitsteilung durch Spezialisierung auch in der Familie wohlfahrtssteigernd. Komparative Produktionsvorteile, die er als \u201eintrinsisch\u201c bezeichnet, sieht Becker zum Beispiel bei der Frau in der Kindererziehung und -betreuung aufgrund ihrer biologischen F\u00e4higkeiten des Geb\u00e4rens und Stillens und den zur Kinderbetreuung komplement\u00e4ren Haushaltst\u00e4tigkeiten. Becker zieht daraus den Schluss, dass eine Spezialisierung der Frau auf Haushaltsproduktion und des Mannes auf Marktaktivit\u00e4ten sinnvoll ist. Dass eine solche Sicht der Dinge heute augenscheinlich nicht mehr allgemeine Akzeptanz findet, spricht keineswegs gegen Beckers grunds\u00e4tzlichen Ansatz, sondern befragt allenfalls in der Dynamik familialen Wandels das geschlechtsrelevante Axiom der Intrinsik sowie die Annahme der strikten Komplementarit\u00e4t zwischen Kinderbetreuung und speziellen Haushaltst\u00e4tigkeiten nach ihrem heutigen empirischen Gehalt, insbesondere in jungen Familien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.<\/strong> <b>Die Theorie des Heiratens und der Scheidung <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Heirat, jedenfalls wenn sie freiwillig erfolgt, l\u00e4sst sich im Beckerschen Mikro-Modell als Entscheidung zweier Individuen interpretieren, die f\u00fcr beide Partner eine gegen\u00fcber dem Zustand als Alleinstehende h\u00f6here Nutzenproduktion bewirkt. Die Partner finden sich auf dem Heiratsmarkt, der den Regeln von Angebot und Nachfrage im Suchprozess der Heiratswilligen \u2013 in Analogie zum Arbeitsmarkt \u2013 unterliegt. Je nach Humankapitalausstattung der Partner generiert die Heirat komparative Spezialisierungsvorteile, die nur in der Ehe nutzbar sind, sowie spezielle Familieng\u00fcter, die \u2013 im Sinne der Clubtheorie \u2013 als haushalts\u00f6ffentliche G\u00fcter nur im gemeinsamen Konsum Nutzen stiften und sich insbesondere auf Liebe, Geborgenheit und gemeinsame Kinder beziehen. Im Becker-Modell ist der Anteil am (erwarteten) Ehegewinn aus gemeinsamer Produktion zugleich der marktbestimmter \u201ePreis\u201c, den die Partner durch Heirat jeweils bereit sind zu zahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Scheidung einer Ehe l\u00e4sst sich in grunds\u00e4tzlicher Analogie zur Heirat erkl\u00e4ren: Wenn beide Ehepartner die Aufl\u00f6sung ihrer Ehe gegen\u00fcber dem Ehezustand als n\u00fctzlicher empfinden, l\u00f6sen sie den f\u00fcr sie ins Ungleichgewicht geratenen Zustand auf, um ein h\u00f6heres Nutzenniveau zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Scheidung kann als Korrektur eines Partnerschaftsirrtums interpretiert werden, der der Eheschlie\u00dfung zugrunde lag, die mit Erwartungsunsicherheit und Intransparenz verbunden war. Diese beziehen sich u. a. auf die Ver\u00e4nderungen eigener Pr\u00e4ferenzen sowie der der Partnereigenschaften und auf neue attraktive Partneralternativen. Bei Wunsch nach Scheidung nur eines Partners kann der andere die Aufrechterhaltung der Ehe durch Kompensationszahlungen an den Scheidungswilligen zu verhindern versuchen. Das Scheidungsrisiko vermindert sich durch das \u201eehespezifische Kapital\u201c, zu dem auch Kinder geh\u00f6ren, durch materielle und immaterielle Trennungskosten sowie Suchkosten f\u00fcr neue Partnerschaften. Beckers Modell impliziert, dass Frauen sich umso eher scheiden lassen, je h\u00f6her ihre Opportunit\u00e4tskosten auf dem Arbeitsmarkt sind, dem sie aufgrund ihrer ehelichen Hausarbeit entzogen sind und die mit steigender arbeitsmarktrelevanter Qualifikation steigen. Scheidungen werden zudem umso weniger attraktiv, je wohlhabender die Eheleute sind, weil sich dann eine Trennung finanziell gegen\u00fcber dem Ehe-Status unter Umst\u00e4nden nicht lohnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Grundsatz kann man diese spezifisch familialen \u00dcberlegungen Beckers in den Rahmen der modernen Institutionen\u00f6konomik integrieren, in der Partnerschaften und Eltern-Kind-Beziehungen vertragstheoretisch modelliert werden. Das mag den gravierenden Ver\u00e4nderungen in den Familienstrukturen der modernen Zeit entgegenkommen, ohne den Becker-Ansatz prinzipiell zu entwerten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.<\/strong> <b>Die Theorie des Kinderkriegens<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kinder werden im Becker-Modell als \u201edauerhafte Konsumg\u00fcter\u201c der Ehe behandelt, die Nutzen stiften und Ausgaben verursachen. Der Nutzen ist \u00fcberwiegend immaterieller Natur (Liebe , Freude, Empathie zu und von den Kindern, allerdings auch : Kinder als Arbeitskraft und Altersversorgung), die Kosten beziehen sich auf den Kauf von kinderrelevanten Marktg\u00fctern sowie auf die Opportunit\u00e4tskosten der f\u00fcr Kinder eingesetzten Spiel- und Erziehungszeit der Eltern. Hier kommt das Altruismus-Konzept Beckers ins Spiel, das auf interdependenten Nutzenfunktionen innerhalb der Familie basiert, deren Mitglieder aber durchaus unterschiedliche Altruismus-Intensit\u00e4ten in ihren Nutzenfunktionen aufweisen. Becker zeigt mit seinem ber\u00fchmten \u201eRotten-kid-Theorem\u201c, dass es sich auch f\u00fcr ein nicht-altruistisch ausgerichtetes Familienmitglied lohnen kann, sich kooperativ zu verhalten, wenn ein anderes Mitglied in der Lage oder legitimiert ist, das familial erwirtschaftete Outputmaximum innerhalb der Familie umzuverteilen. Dieser Fall ist ja auch \u2013 ohne Altruismus-Axiom \u2013 aus der allgemeinen Spieltheorie bekannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die familiale Fertilit\u00e4tsentscheidung steht im Zentrum eine Haushaltsnutzenfunktion, die auf Basis eines Zeitallokationsmodells maximiert wird. Aktivit\u00e4tstheoretisch ausgedr\u00fcckt impliziert das Kinderkriegen zudem lineare Technologie (linear-limitationale Produktionsfunktion), was bedeutet, dass die Kinderzahl in einer Familie von deren \u201eProduktionsbedingungen\u201c abh\u00e4ngt. Diese Bedingungen unterliegen u. a. Alter, Ern\u00e4hrung, Gesundheitszustand der Eltern sowie deren Kenntnis der Geburtenkontrolle. Die gew\u00fcnschte Kinderzahl ist, entsprechend der traditionellen Konsumnachfragetheorie, <i>ceteris paribus<\/i> abh\u00e4ngig neben dem Einkommen vom relativen Preis f\u00fcr Kinder: Werden Kinder relativ zu anderen Konsumg\u00fctern teurer, verringert sich die gew\u00fcnschte Kinderzahl in einer Familie. Die, wie Becker es ausdr\u00fcckt, \u201eQualit\u00e4t\u201c der Kinder richtet sich nach den in ihnen steckenden Humankapitalinvestitionen. Bei gegebenem Einkommen der Eltern besteht eine Trade-off-Entscheidung, die eine grunds\u00e4tzliche Substitutionsbeziehung zwischen Qualit\u00e4t und Anzahl der Kinder beinhaltet: Die Kinderzahl ist \u2013 mindestens bereichsweise \u2013 negativ korreliert mit der Kinderqualit\u00e4t, denn dem Optimalkalk\u00fcl der Eltern liegt die Frage zugrunde: Lieber <i>mehr<\/i> Kinder oder lieber <i>besser ausgebildete<\/i> Kinder? Die Wechselwirkung zwischen Zahl und Qualit\u00e4t der Kinder kann erkl\u00e4ren, weshalb signifikante R\u00fcckg\u00e4nge der Fertilit\u00e4t allgemein mit sichtbaren Verbesserungen der Bildung, des Gesundheitszustands und anderer Indikatoren der Kinder-Qualit\u00e4t einhergehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Becker stellt heraus, dass sich durch den Einfluss der Eltern auf die Qualit\u00e4t der Kinder ein Zusammenhang zwischen famili\u00e4rer Herkunft und Leistung der Kinder und deshalb auch zwischen Herkunft und Ungleichheit ihrer Entfaltungsm\u00f6glichkeiten ergibt und ebenso zwischen Herkunft und inter-generationaler Mobilit\u00e4t. Wichtiger als Quelle der Ungleichheit des Einkommens sei die Ungleichheit in der Art der Erziehung, die Kinder von ihren Eltern erfahren. Denn diese wirke sich auch auf die Art der Ausbildung aus, die Kinder w\u00e4hrend der Schulzeit erfahren, denn die Schule baue auf dem auf, was von der Familie geleistet worden sei. Kinder mit schlechter famili\u00e4rer Erziehung fallen mit der Zeit immer weiter hinter die anderen zur\u00fcck, die aus Familien mit guter Erziehung stammen. Wie fast \u00fcberall untermauert Becker seine Thesen empirisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5.<\/strong> <b>Familienpolitische Folgerungen<br \/>\n<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Becker zieht eine Reihe von familienpolitischen Folgerungen aus seinem Grundmodell und den vielen nicht-formalen Zus\u00e4tzen, die sich zum Beispiel auf Effekte von Sozialversicherung, von staatlichen Budgetdefiziten, Subventionen im Erziehungs- und Bildungswesen und anderen Bereichen ergeben. Einige Beispiele seien herausgegriffen: Die Sozialversicherung sei im Endeffekt eine von Kindern zu entrichtende Steuer, die f\u00fcr den Unterhalt der Eltern verwendet werde. Altruistische Eltern w\u00fcrden aber bestrebt sein, die Wirkung der Steuer auf ihre Kinder durch Vergr\u00f6\u00dferung von Geschenken und Hinterlassenschaften an diese auszugleichen. Eine Besteuerung der Jungen zur Finanzierung von Transferzahlungen an die \u00e4ltere Generation senkt die Nettol\u00f6hne der Kinder, was f\u00fcr altruistische Eltern die Kosten f\u00fcr Kinder erh\u00f6ht, wodurch wiederum die Nachfrage nach Kindern zur\u00fcckgeht. Aufgrund der Trade-off-Beziehung zwischen Zahl und Qualit\u00e4t der Kinder steigen dann die Ausgaben f\u00fcr jedes einzelne Kind. Ziemlich wahrscheinlich, so Becker, hat der starke Ausbau der Sozialversicherung in den letzten 50-60 Jahren die zur\u00fcckgehenden Geburtenraten in den westlichen L\u00e4ndern erheblich mitverursacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf das System der Alterssicherung pl\u00e4diert Becker, der ein kapitalbasiertes System gegen\u00fcber dem Umlageverfahren favorisiert, vehement f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung der Lebensarbeitszeit aufgrund der stetig wachsenden Lebenserwartung der Menschen bei zugleich sinkenden Geburtenraten und verurteilt den in manchen L\u00e4ndern vor allem Europas zu beobachtenden Trend zum absoluten Gegenteil als kontraproduktiv. Durch die Fr\u00fchverrentung vernichte jede Gesellschaft einen Gro\u00dfteil ihres Humankapitals, das in Menschen mit gro\u00dfer Erfahrung und Begabung stecke. Das Argument, die Gesellschaft ben\u00f6tige f\u00fcr Innovationen mehr j\u00fcngere Leute, sei zwar graduell richtig, aber \u00e4ltere Menschen verk\u00f6rperten einen gro\u00dfen Erfahrungsreichtum und vielf\u00e4ltiges Wissen, was in mehrfacher Hinsicht wichtiger sei als die Flexibilit\u00e4t j\u00fcngerer Menschen. Eine gesunde Wirtschaft zeichne sich durch eine Mischung \u00e4lterer und j\u00fcngerer Arbeitskr\u00e4fte aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was das Scheidungsrecht anlangt, so l\u00e4sst sich in den westlichen Staaten eine stetige Lockerung beobachten. Der erste Anschein spreche daf\u00fcr, dass die steigenden Scheidungsraten auf diese Liberalisierung zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. Becker zweifelt an dieser These und konstatiert, dass theoretische und empirische Belege, die sich allerdings vor allem auf die USA beziehen, auf die Unabh\u00e4ngigkeit der Scheidungsraten von Scheidungsgesetzen hinweisen. Allerdings sei \u2013 aus vielerlei Gr\u00fcnden \u2013 durch die Liberalisierung die \u00f6konomische Position geschiedener Frauen verschlechtert worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>6. Einige Einsch\u00e4tzungen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gary Becker war ohne Zweifel einer der originellsten Mikro\u00f6konomen und Vertreter <i>incentive<\/i>-orientierter Institutionen\u00f6konomik seiner Zeit. An ihm, der nie ein \u00f6konomischer \u201eImperialist\u201c im Sinne eines ausschlie\u00dflich \u00f6konomischen Erkl\u00e4rungsmonopolisten der Lebensbereiche sein wollte und es auch nicht war, scheiden sich die Geister \u2013 nicht nur, aber vor allem auch in Bezug auf seine Theorie der Familie, f\u00fcr die die Sprache und Analytik der \u00d6konomik oft genug als unangemessene und zudem realit\u00e4tsferne Provokation gilt. Ein zentraler Kritikpunkt, dem seine Familien\u00f6konomik vielfach unterlegt wird, bezieht sich auf das Axiom des dem <i>homo oeconomicus <\/i>zugeordneten Rationalverhaltens: Kein Mensch handele (immer) rational in dem Sinne, dass er Entscheidungen auf Basis vollst\u00e4ndiger Information, Transparenz und sicherer Erwartungen allein zum Zwecke der Nutzenmaximierung f\u00e4lle. Und dies schon gar nicht, wenn es um familiale und Fertilit\u00e4tsentscheidungen geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer diese Rationalit\u00e4tsdefinition extremer Anspruchsbedingungen formuliert, wird einem empirisch gehaltvollen Rationalit\u00e4tsaxiom f\u00fcr die Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens generell nicht gerecht. \u201eRational\u201c schlie\u00dft keineswegs aus bzw. schlie\u00dft empirisch explizit ein, dass Entscheidungen durchaus unter unvollst\u00e4ndiger Information, Intransparenz und Erwartungsunsicherheit erfolgen und damit auch den Entscheidungsirrtum enthalten (k\u00f6nnen). Das zeigt uns nicht zuletzt die Transaktionskostentheorie, die Informations- und Suchkosten sowie Kosten des Entscheidungsirrtums integriert und nicht die vollst\u00e4ndige, sondern den unter Kostenber\u00fccksichtigung optimalen Grad an Information und Transparenz der menschlichen Entscheidungen zugrundelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann das Axiom der Nutzenmaximierung: Der traditionellen Mikrotheorie des Haushalts ist bekanntlich immer wieder vorgeworfen worden, sie sei tautologisch angelegt und deshalb empirisch aussagelos. Die empirisch begr\u00fcndete Verhaltens\u00f6konomik macht ja diese Hypothese zum zentralen Forschungsobjekt und kommt oft genug zum Ergebnis, dass zum Beispiel Altruismus, Empathie und Mitleid in den Haushaltsentscheidungen sehr wohl eine Rolle spielen. Widerspricht diese Erkenntnis der Nutzenmaximierungshypothese? Keineswegs, ganz im Gegenteil. Beckers formaler Ansatz der interpersonalen Nutzenfunktionen f\u00fcr familiale Verhaltensweisen, der im \u00dcbrigen auch jenseits von Altruismus f\u00fcr rein vertragstheoretische Erkl\u00e4rungen innerhalb der Familie gelten kann, zeigt: Altruismus ist in die mikro\u00f6konomisch-familiale Nutzenmaximierungshypothese integrierbar: Altruistisch hei\u00dft, dass der Nutzen der Eltern (auch) vom Nutzen der Kinder abh\u00e4ngt. So spricht Becker von einer <i>invisible hand<\/i> des Altruismus, die die <i>invisible hand<\/i> des Eigennutzes in der Familie erg\u00e4nze. Hierin sieht Becker sogar den entscheidenden Unterschied zwischen der Familie und einem Unternehmen und anderer Organisationen: In der Familie wird die Allokation gr\u00f6\u00dftenteils durch Altruismus bestimmt, w\u00e4hrend dies in Unternehmen vor allem durch implizite und explizite Vertr\u00e4ge zwischen eigenn\u00fctzigen Mitgliedern erfolgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich konstatiert Gary Becker: \u201eDie soziale Rolle der Familie wird sich in der Zukunft weiter ver\u00e4ndern. Doch bin ich zuversichtlich, dass sie weiterhin vorrangig f\u00fcr Kinder verantwortlich sein wird und dass weiterhin Altruismus und Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl Eltern und Kinder verbinden werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beitr\u00e4ge der Serie \u201cOrdnungspolitische Denker heute\u201c\u009d:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wolf Sch\u00e4fer: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13648\">Verkehrswege in Deutschland: Falsche Institutionen<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ulrich van Suntum: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13779\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ordnungspolitische Leere: Es steht mehr auf dem Spiel als nur die Effizienz<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rainer Hank: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14265\">Was wir von Wilhelm R\u00f6pke lernen sollten \u2013 und was lieber nicht.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thorsten Polleit: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14436\">Die Interventionismus-Falle<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerhard Wegner: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14656\">Hayek und die Konstruktivismusfalle. Die geplante Energiewende<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zur Theorie der Familie:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Roland Vaubel: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14559\">\u00d6konomische Theorie der Ehe: Markt versus Regulierung<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frank Daumann: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14303\">Ist die Familien- und Kinderf\u00f6rderung in Deutschland hilfreich und richtig?<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thomas Apolte: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=9305\">Familien- und Sozialpolitik: Konzeptlosigkeit als Prinzip?<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thomas Apolte: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=3787\">Sparpaket und Elterngeld f\u00fcr Arbeitslose: Ein Lehrst\u00fcck<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thomas Apolte: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=1998\">Kinder an die Macht!<\/a><\/p>\n<p>Thomas Apolte: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=143\">Ehegattensplitting &#8211; eine von vielen Merkw\u00fcrdigkeiten des progressiven Einkommensteuersystems<\/a><\/p>\n<p>Wolf Sch\u00e4fer: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=43\">Von Kindergrippen und der Willk\u00fcr des Staates<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=29\">Ordnungspolitik in der Familienpolitik &#8211; Kompass im dichten Nebel des Verteilungskampfes<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Der \u00f6konomische Ansatz zur Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens \u00d6konomen haben einen schweren Stand, wenn sie die Dinge dieser Welt mit dem Instrumentarium der \u00f6konomischen Analytik &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small\/>Ordnungspolitische Denker heute (6)<\/small><br \/>\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":34011,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,823,38,41],"tags":[1552,1315,1551,1553,1554,1555,1561],"class_list":["post-15002","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demographisches","category-familienpolitisches","category-institutionelles","category-ordnungspolitisches","tag-familie","tag-fertilitaet","tag-gary-s-becker","tag-haushalt","tag-heirat","tag-scheidung","tag-schaefer"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Ordnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Ordnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"1. Der \u00f6konomische Ansatz zur Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens \u00d6konomen haben einen schweren Stand, wenn sie die Dinge dieser Welt mit dem Instrumentarium der \u00f6konomischen Analytik &hellip; \u201eOrdnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-06-04T23:01:26+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-07-12T06:13:29+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie-1024x830.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"830\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Wolf Sch\u00e4fer\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Wolf Sch\u00e4fer\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\"},\"author\":{\"name\":\"Wolf Sch\u00e4fer\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/27f4df9e0084d2602f0c789847666d82\"},\"headline\":\"Ordnungspolitische Denker heute (6) \u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie\",\"datePublished\":\"2014-06-04T23:01:26+00:00\",\"dateModified\":\"2023-07-12T06:13:29+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\"},\"wordCount\":2610,\"commentCount\":2,\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png\",\"keywords\":[\"Familie\",\"Fertilit\u00e4t\",\"Gary S. Becker\",\"Haushalt\",\"Heirat\",\"Scheidung\",\"Sch\u00e4fer\"],\"articleSection\":[\"Demographisches\",\"Familienpolitisches\",\"Institutionelles\",\"Ordnungspolitisches\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\",\"name\":\"Ordnungspolitische Denker heute (6) \u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie - Wirtschaftliche Freiheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png\",\"datePublished\":\"2014-06-04T23:01:26+00:00\",\"dateModified\":\"2023-07-12T06:13:29+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/27f4df9e0084d2602f0c789847666d82\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png\",\"width\":1039,\"height\":842},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Ordnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/\",\"name\":\"Wirtschaftliche Freiheit\",\"description\":\"Das ordnungspolitische Journal\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/27f4df9e0084d2602f0c789847666d82\",\"name\":\"Wolf Sch\u00e4fer\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/wolf_schaefer.jpg\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/wolf_schaefer.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/wolf_schaefer.jpg\",\"caption\":\"Wolf Sch\u00e4fer\"},\"description\":\"Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t Hamburg\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=10\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Ordnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie - Wirtschaftliche Freiheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Ordnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie - Wirtschaftliche Freiheit","og_description":"1. Der \u00f6konomische Ansatz zur Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens \u00d6konomen haben einen schweren Stand, wenn sie die Dinge dieser Welt mit dem Instrumentarium der \u00f6konomischen Analytik &hellip; \u201eOrdnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie\u201c weiterlesen","og_url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002","og_site_name":"Wirtschaftliche Freiheit","article_published_time":"2014-06-04T23:01:26+00:00","article_modified_time":"2023-07-12T06:13:29+00:00","og_image":[{"width":1024,"height":830,"url":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie-1024x830.png","type":"image\/png"}],"author":"Wolf Sch\u00e4fer","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Wolf Sch\u00e4fer","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002"},"author":{"name":"Wolf Sch\u00e4fer","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/27f4df9e0084d2602f0c789847666d82"},"headline":"Ordnungspolitische Denker heute (6) \u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie","datePublished":"2014-06-04T23:01:26+00:00","dateModified":"2023-07-12T06:13:29+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002"},"wordCount":2610,"commentCount":2,"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png","keywords":["Familie","Fertilit\u00e4t","Gary S. Becker","Haushalt","Heirat","Scheidung","Sch\u00e4fer"],"articleSection":["Demographisches","Familienpolitisches","Institutionelles","Ordnungspolitisches"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002","name":"Ordnungspolitische Denker heute (6) \u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie - Wirtschaftliche Freiheit","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png","datePublished":"2014-06-04T23:01:26+00:00","dateModified":"2023-07-12T06:13:29+00:00","author":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/27f4df9e0084d2602f0c789847666d82"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#primaryimage","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/familie.png","width":1039,"height":842},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15002#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Ordnungspolitische Denker heute (6)\u201e\u00d6konomischer Imperialismus\u201c: Zu Gary S. Beckers \u00f6konomischer Theorie der Familie"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/","name":"Wirtschaftliche Freiheit","description":"Das ordnungspolitische Journal","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/27f4df9e0084d2602f0c789847666d82","name":"Wolf Sch\u00e4fer","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/wolf_schaefer.jpg","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/wolf_schaefer.jpg","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/wolf_schaefer.jpg","caption":"Wolf Sch\u00e4fer"},"description":"Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t Hamburg","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=10"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15002"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15002\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34010,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15002\/revisions\/34010"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/34011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}