{"id":15057,"date":"2014-06-11T00:01:03","date_gmt":"2014-06-10T23:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057"},"modified":"2014-06-11T06:19:14","modified_gmt":"2014-06-11T05:19:14","slug":"ungleichheit-heute-22wie-ungleich-ist-die-vermoegensverteilung-in-deutschlandnoch-ungleicher-als-die-einkommensverteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057","title":{"rendered":"<small>Ungleichheit heute (22)<\/small><br\/>Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland?<br \/><font size=3; color=grey>Noch ungleicher als die Einkommensverteilung<\/font><\/br>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>&#8222;Wherever there is great property there is great inequality.&#8220; (Adam Smith)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr einen umfassenden interpersonellen Wohlstandsvergleich reicht es nicht, lediglich die Verteilung der Einkommen zu betrachten. Eine Gr\u00f6\u00dfe, die den pers\u00f6nlichen Lebensstandard ebenfalls beeinflusst, ist das Verm\u00f6gen. Pers\u00f6nliches Verm\u00f6gen kann grunds\u00e4tzlich auf zwei verschiedene Arten gemehrt werden: Entweder durch die Akkumulation von eigenen Ersparnissen oder durch den Transfer von Verm\u00f6gen vorheriger Generationen (\u00fcbertragene Ersparnisse). Einkommen und Verm\u00f6gen stehen somit in enger Beziehung, da gespartes Einkommen zur Verm\u00f6gensbildung genutzt werden und Verm\u00f6gen wiederum Einkommen abwerfen oder gegebenenfalls liquidiert werden kann. Jedoch kann ein einkommensschwacher Haushalt verm\u00f6gend oder ein einkommensstarker Haushalt ebenso nettoverschuldet sein. Eine integrierte Betrachtung von Einkommen und Verm\u00f6gen ist vonn\u00f6ten. Nachdem bislang die Einkommensverteilung ausf\u00fchrlich unter die Lupe genommen wurde, gilt das Interesse nun dem Verm\u00f6gen und seiner Verteilung zwischen den Bundesb\u00fcrgern. Und hier f\u00e4llt als erstes eines auf: die Verm\u00f6gen sind viel ungleicher verteilt als die Einkommen!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Die Entwicklung des Verm\u00f6gens in Deutschland<\/b><\/p>\n<p>Bevor der Frage nachgegangen wird, wie sich das Verm\u00f6gen auf die Personen verteilt, ist es von Nutzen, zun\u00e4chst zu erkunden, wie sich das Verm\u00f6gen und seine Bestandteile auf aggregierter Ebene entwickelt haben. Es ist also sinnvoll zu ergr\u00fcnden, ob der zu verteilende Kuchen im Zeitverlauf gewachsen oder geschrumpft ist, bevor im Anschluss seine Aufteilung analysiert wird.<\/p>\n<p>Das Nettoverm\u00f6gen hat sich gem\u00e4\u00df der Verm\u00f6gensstatistik der Bundesbank innerhalb des Zeitraums zwischen 1991 und 2012, also in nur 21 Jahren, nominal mehr als verdoppelt und d\u00fcrfte schon bald die 10-Billionen-Grenze \u00fcbertreffen (Tabelle 1). Dies entspricht rund dem 3,7-fachen des j\u00e4hrlichen Bruttoinlandproduktes. Im Verh\u00e4ltnis zu den verf\u00fcgbaren Haushaltseinkommen \u00fcberstieg das Nettoverm\u00f6gen im Jahr 2012 diese sogar um den Faktor 5,8. Dabei setzte sich das Bruttoverm\u00f6gen aus materiellen sowie immateriellen Anlageg\u00fctern (rund zu 40 %), aus Geldverm\u00f6gen (zu ca. 43 %) und aus Bauland (zu 17 %) zusammen. Die Verbindlichkeiten machten in Relation zum Bruttoverm\u00f6gen rund 14 % aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraass1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Verm\u00f6gensbilanz\" alt=\"Verm\u00f6gensbilanz\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraass1.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Um einen Einblick in die Verm\u00f6gensverteilung zu erhalten, reicht es nicht, lediglich gesamtwirtschaftliche Aggregate zu betrachten, da diese keine Auskunft \u00fcber Verteilungsaspekte bieten k\u00f6nnen. F\u00fcr Deutschland lassen sich hierf\u00fcr insbesondere zwei repr\u00e4sentative Mikrodatens\u00e4tze heranziehen. Dies ist zum einen die von der Bundesbank initiierte Haushaltsbefragung namens \u201ePrivate Haushalte und ihre Finanzen (PHF)\u201c, welche mitunter eine europ\u00e4ische Harmonisierung der Verm\u00f6gensdaten im Rahmen des von der EZB geleiteten \u201eHousehold Finance and Consumption Network (HFCN)\u201c gew\u00e4hrleisten soll. Da jedoch erst eine Befragung der ausgew\u00e4hlten Haushalte erfolgte, kann sie lediglich Aufschluss \u00fcber die derzeitige Verm\u00f6gensverteilung, nicht aber deren Entwicklung geben.\u00c2\u00a0 Zum anderen bietet das \u201eSozio-\u00f6konomische Panel (SOEP)\u201c aufgrund der seit 2002 (bzw. 1988) begonnenen und sich wiederholenden f\u00fcnfj\u00e4hrlichen Verm\u00f6gensbefragung mit seinem L\u00e4ngsschnittcharakter die M\u00f6glichkeit nicht nur eine Bestandsaufnahme der personellen Verm\u00f6gensverteilung vorzunehmen, sondern diese auch im Zeitverlauf zu betrachten. Das PHF erm\u00f6glicht somit einen europ\u00e4ischen Vergleich, das SOEP hingegen eine Betrachtung der zeitlichen Entwicklung innerhalb Deutschlands. Ein weiterer besonderer Unterschied zwischen den beiden Datens\u00e4tzen ist zudem, dass das PHF eine Befragung auf Haushaltsbasis ist und jedem Haushaltsmitglied das Verm\u00f6gen als Ergebnis einer gewichteten Pro-Kopf-Berechnung zugewiesen wird, wohingegen das SOEP eine direkte Analyse auf Personenebene darstellt und somit insbesondere einen Vergleich zwischen Lebenspartnern zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Vergleicht man die aus dem SOEP generierte Verm\u00f6gensbilanz privater Haushalte mit der aggregierten Verm\u00f6gensmessung im Rahmen der Verm\u00f6gensbilanz der Deutschen Bundesbank, stellt man fest, dass die einzelnen Verm\u00f6genskomponenten zum Teil erheblich nach unten abweichen. Dies hat verschiedene Gr\u00fcnde. So neigen Befragte tendenziell dazu, ihr Verm\u00f6gen geringer anzugeben als es in Wirklichkeit ist. Dieses Problem tritt vor allem bei der Erfassung von Geldverm\u00f6gen zutage. Zudem sind speziell sehr verm\u00f6gende Personen unterrepr\u00e4sentiert, wobei jedoch versucht wird, diesem Problem durch verschiedene statistische Verfahren und die Integration von Sonderstichproben zu begegnen. Die Statistiken unterscheiden sich au\u00dferdem in der Abgrenzung und Bewertungsmethode hinsichtlich der Verm\u00f6genskomponenten und der relevanten Untersuchungspopulation. Beispielsweise flie\u00dfen in die aggregierte Statistik der Bundesbank private Organisationen ohne Erwerbszweck mit ein, die teils relativ verm\u00f6gend sind. W\u00e4hrend das Sachverm\u00f6gen in der aggregierten Verm\u00f6gensbilanz zu seinem Wiederbeschaffungswert bewertet wird, wird in dem SOEP nach Marktwerten gefragt. Diese weichen im Allgemeinen signifikant von den Wiederbeschaffungswerten ab.<\/p>\n<p>Trotz dieser Abweichungen erreichen sowohl das SOEP als auch das HFCN ebenso wie bei Sachanlagen auch bei den Verbindlichkeiten einen im internationalen Vergleich sehr hohen Abdeckungsgrad. Lediglich das Geldverm\u00f6gen wird relativ stark untersch\u00e4tzt. Dies f\u00fchrt tendenziell dazu, dass im Rahmen von Haushaltsbefragungen die Bedeutung von Immobilien \u00fcber- und die von Geldverm\u00f6gen untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Wie ungleich ist das Verm\u00f6gen in Deutschland verteilt? &#8211; Die personelle Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland<\/b><\/p>\n<p>Bevor ich auf den aktuellen Datenrand eingehe, m\u00f6chte ich kurz die Verm\u00f6gensentwicklung in Westdeutschland vor der Wiedervereinigung skizzieren. Die Ergebnisse beziehen sich hierbei auf die sogenannte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) und lassen sich ab dem Jahre 1973 darstellen. Der Gini-Koeffizient entwickelte sich von 0,748 im Jahre 1973 auf 0,668 im Jahre 1988. Der Anteil der verm\u00f6gendsten 10 % verringerte sich stetig von \u00fcber 50 % auf rund 40,8 %.\u00c2\u00a0 So l\u00e4sst sich f\u00fcr diesen Zeitraum der Trend festhalten, dass die Ungleichheit gesunken ist und die Verm\u00f6genskonzentration innerhalb des obersten Dezils abgenommen hat. Problematisch hierbei ist jedoch, dass alle Studien vor dem Jahre 1993 aufgrund unterschiedlicher Methodik nicht verl\u00e4sslich vergleichbar sind und die Entwicklung hinsichtlich der Verm\u00f6gensungleichheit mit Unsicherheit behaftet ist. Ebenso divergieren die Angaben \u00fcber das durchschnittliche Verm\u00f6gen. Deshalb verzichte ich bewusst darauf, f\u00fcr diesen Zeitraum und f\u00fcr Ergebnisse, die aus Daten der EVS stammen, das Durchschnittsverm\u00f6gen zu beziffern.<\/p>\n<p>Ab dem Jahre 1993 liegen vergleichbare Ergebnisse aus der EVS f\u00fcr Ost- und Westdeutschland vor. Die Zeit bis 2003 war davon gekennzeichnet, dass die Ungleichheit in Westdeutschland zu (der Gini stieg von 0,622 auf 0,657) und in den neuen Bundesl\u00e4ndern abgenommen hat (der Gini fiel von 0,693 auf 0,671). Die Daten der EVS geben jedoch Anlass zu vermuten, dass sie die Verm\u00f6gensungleichheit untersch\u00e4tzen. Besonders dramatisch ist, dass die EVS eine obere Abschneidegrenze besitzt, die bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 18000 Euro liegt. Bezieher sehr hoher Einkommen sind somit extrem unterrepr\u00e4sentiert. Die Ergebnisse der EVS k\u00f6nnen daher als Untergrenze der Verm\u00f6gensungleichheit betrachtet werden. Diese und weitere Problematiken werden im SOEP besser ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die Verm\u00f6gensdaten des SOEP bieten die M\u00f6glichkeit, die Entwicklung der Verm\u00f6gensungleichheit von 2002 bis 2012 genauer zu durchleuchten.\u00c2\u00a0 Im Durchschnitt besa\u00df ein Individuum in Deutschland im Jahre 2002 rund 80000 Euro (Tabelle 2). Das Nettoverm\u00f6gen war sowohl in interpersoneller als auch in geographischer Hinsicht sehr ungleich verteilt. So lag der Medianwert, also das Verm\u00f6gen der Person, die sich in der Mitte der Verm\u00f6gensverteilung befindet \u2013 d.h. 50 % der Bev\u00f6lkerung sind reicher und 50 % sind \u00e4rmer -, mit 15000 Euro weit unter dem Durchschnittswert. Dies ist ein klares Indiz daf\u00fcr, dass sich das Verm\u00f6gen am oberen Ende der Verm\u00f6gensverteilung konzentriert. Noch deutlicher wird dieses Bild bei der Betrachtung der Nettoverm\u00f6gen nach Dezilen, also mit Hilfe der hierarchischen Einteilung der Verm\u00f6gensverteilung nach Verm\u00f6gensh\u00f6he in zehn gleich gro\u00dfe Personengruppen. Demnach besa\u00dfen 2002 die unteren 50 % der Verm\u00f6gensverteilung lediglich 1,3 % des gesamten Nettoverm\u00f6gens. Rund 26 % aller Personen hatten kein Nettoverm\u00f6gen oder waren sogar nettoverschuldet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraass2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Nettoverm\u00f6gen\" alt=\"Nettoverm\u00f6gen\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraass2.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die reichsten 10 % verf\u00fcgten hingegen \u00fcber knapp 58 % des gesamten Nettoverm\u00f6gens (Abbildung 1). Die Person, die innerhalb der reichsten 10 % am wenigsten Verm\u00f6gen besa\u00df, hatte ein Nettoverm\u00f6gen von ungef\u00e4hr 210000 Euro. Dies ist circa das 14-fache der reichsten Person der verm\u00f6gens\u00e4rmsten 50 %! Noch frappierender wird die Betrachtung, wenn man einen Blick auf das reichste 1 % wirft. Hier besa\u00df die \u201e\u00e4rmste\u201c Person mit rund 760000 Euro fast das 50-fache des Medianwertes.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraass3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Nettoverm\u00f6gen\" alt=\"Nettoverm\u00f6gen\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraass3.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>F\u00fcnf bzw. zehn Jahre sp\u00e4ter war das Nettoverm\u00f6gen immer noch sehr ungleich verteilt. Das Verm\u00f6gen erh\u00f6hte sich sowohl hinsichtlich des Durchschnitts als auch des Medianwertes bis 2012 auf 83000 bzw. rund 16500 Euro. Die Ungleichheit stieg bis 2007, gemessen am Gini, von 0,776 auf 0,799 an, verringerte sich anschlie\u00dfend bis 2012 wieder leicht auf 0,780 und lag damit knapp \u00fcber dem Niveau in dem Jahre 2002. Die Verm\u00f6gensungleichheit verharrte somit auf hohem Niveau, stieg jedoch nicht signifikant an. Zur Erinnerung: die Einkommensungleichheit nach Steuern und Transfers war 2012 mit einem Gini von rund 0,28 weitaus geringer als die Verm\u00f6gensungleichheit!<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Auch die meisten der zuvor genannten Indikatoren haben sich in diesem Zeitraum nur moderat ver\u00e4ndert. Lediglich die H\u00f6he des Verm\u00f6gens, um zu dem obersten 1 % zu geh\u00f6ren, hat sich von 760000 auf 817000 und der Anteil derer, die kein oder negatives Verm\u00f6gen besitzen,\u00c2\u00a0 auf 27,6 % signifikant erh\u00f6ht.\u00c2\u00a0 Insgesamt l\u00e4sst sich festhalten, dass mit fast einem dreiviertel aller Haushalte extrem viele ein Nettoverm\u00f6gen besa\u00dfen, das unterhalb des Durchschnitts lag und dass das Verm\u00f6gen am oberen Ende der Verteilung konzentriert war.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Die neuen Bundesl\u00e4nder \u2013 weniger Verm\u00f6gen und noch ungleicher verteilt<\/b><b>\u00c2\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Ebenfalls deutlich f\u00e4llt der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland aus. Sowohl hinsichtlich des Durchschnitts- als auch des Medianverm\u00f6gens waren die Werte f\u00fcr die neuen Bundesl\u00e4nder im Jahr 2002 weniger als halb so hoch wie die der alten mit jeweils nur rund 37000 bzw. 7500 Euro. Obwohl Ostdeutsche rund 18 % der Gesamtbev\u00f6lkerung ausmachen, sind sie nur zu 3 % im obersten Verm\u00f6gensdezil vertreten. In Ostdeutschland lag das Mindestverm\u00f6gen des 10. Dezils vierzehnmal, in Westdeutschland nur zw\u00f6lfmal h\u00f6her als das Medianverm\u00f6gen (Tabelle 2). Auch zehn Jahre sp\u00e4ter blieben diese Unterschiede weiterhin bestehen. Die Gini-Koeffizienten verharrten sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesl\u00e4ndern bei Werten von rund 0.79 bzw. 0.77.<\/p>\n<p>Die Unterschiede zwischen den neuen und den alten Bundesl\u00e4ndern sind im Wesentlichen historisch durch die geringeren M\u00f6glichkeiten zur Kapitalakkumulation in der ehemaligen DDR bedingt. Als weitere Gr\u00fcnde werden die Umstellung des Geldverm\u00f6gens im Verh\u00e4ltnis<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> 2:1 und die geringere Sparf\u00e4higkeit infolge der Wende aufgrund von Nachholprozessen hinsichtlich des Ankaufs von Gebrauchsverm\u00f6gen angef\u00fchrt. Auch eine geringere Verbreitung von Grundbesitz und Wohneigentum sowie ein geringerer Besitz an Betriebsverm\u00f6gen finden in die Literatur als Erkl\u00e4rungen Eingang.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Ist Deutschland ein Sonderfall? Das deutsche Verm\u00f6gen im internationalen Vergleich<\/b><b>\u00c2\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Ein internationaler Vergleich ist in vielerlei Hinsicht interessant. Erstens l\u00e4sst sich absch\u00e4tzen, ob das durchschnittliche Verm\u00f6gen in Deutschland relativ klein oder gro\u00df ausf\u00e4llt. Zweitens kann ein Vergleich des Durchschnittsverm\u00f6gens hinsichtlich seiner Zusammensetzung wiederum relativiert werden, da insbesondere die Verteilung gewisser Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde im internationalen Vergleich \u00fcber die Dezile hinweg sehr unterschiedlich ausf\u00e4llt. Und drittens l\u00e4sst sich absch\u00e4tzen, wie ungleich das deutsche Verm\u00f6gen letztendlich im internationalen Vergleich verteilt ist.<\/p>\n<p>Als die Bundesbank im M\u00e4rz 2013 erste Ergebnisse der Haushaltsstudie der EZB (HFCN) pr\u00e4sentierte, war das mediale Echo vor dem Hintergrund der europ\u00e4ischen W\u00e4hrungs- und Schuldenkrise gro\u00df. Demnach waren die Deutschen, gemessen am Median, weniger verm\u00f6gend als fast alle Partner der EWU. So besa\u00dfen beispielsweise Spanier (182700 Euro) und Griechen (101900 Euro) weit mehr als Deutsche (51400 Euro). Ist es wirklich so, dass Deutsche zu den\u00c2\u00a0 \u00c4rmsten in der EWU geh\u00f6ren? Mitnichten. Normalerweise stellt der Median ein geeignetes Ma\u00df f\u00fcr internationale Vergleiche dar, da extreme Verteilungsunterschiede, wie diese u.a. bei einer starken Verm\u00f6genskonzentration am oberen Ende der Verteilung auftreten,\u00c2\u00a0 nicht so stark ins Gewicht fallen wie beispielsweise beim Durchschnitt. F\u00fcr die extreme Diskrepanz der Medianwerte gibt es jedoch eine einfache Erkl\u00e4rung. In allen L\u00e4ndern bis auf \u00d6sterreich und Deutschland liegt die Hauseigent\u00fcmerquote bei \u00fcber 50 %. Dementsprechend besitzt der mittlere Haushalt in diesen beiden L\u00e4ndern keine Immobilie. F\u00fchrt man sich vor Augen, dass 2012 Immobilien in Deutschland rund 74 % und in der EWU durchschnittlich rund 70 % des gesamten Nettoverm\u00f6gens ausmachten, tritt die besondere Bedeutung dieser Verm\u00f6gensposition zu Tage. In Deutschland besitzt der mittlere Haushalt schlichtweg nicht die bedeutendste Verm\u00f6genskomponente. Deutlich wird dieser Fakt, wenn man sich das Medianverm\u00f6gen differenziert nach Hauseigent\u00fcmerstatus anschaut. So liegt in Deutschland das mittlere Verm\u00f6gen der Personen, die keine Immobilie besitzen, knapp \u00fcber dem EWU-Durchschnitt derer, die keine Immobile besitzen. Das deutsche Medianverm\u00f6gen derer, die mindestens eine Immobilie besitzen, liegt nur knapp unterhalb des EWU-Durchschnitts der Hauseigent\u00fcmer. Hinzu kommt, dass seit der Befragung, die zwischen 2008 und 2010 stattfand, die Immobilienpreise in einigen L\u00e4ndern gesunken sind und das heutige Bild wohl weniger diskrepant ausfallen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Bedeutung von Hauseigentum wird ebenfalls deutlich, wenn man einen Blick auf die Durchschnittswerte wirft. Da in \u00d6sterreich und Deutschland der mittlere Haushalt kein Haus besitzt, f\u00e4llt die Diskrepanz zwischen dem Median und dem Durchschnitt am gr\u00f6\u00dften aus. Deutschland liegt mit 195200 Euro im europ\u00e4ischen Vergleich zwar im Mittelfeld, aber dennoch unterhalb des EWU Durchschnitts von 230800 Euro.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der EZB-Studie sind jedoch mit Vorsicht zu genie\u00dfen. Einerseits bleibt die inh\u00e4rente Schw\u00e4che von Haushaltsbefragungen zu nennen, dass ihr subjektiver Wahrnehmungscharakter insbesondere bei Verm\u00f6gensangaben zu Verzerrungen f\u00fchrt. Wie erw\u00e4hnt, tendieren Individuen dazu, ihre Verm\u00f6genspositionen teils gewollt und teils auch aus Unwissenheit falsch einzusch\u00e4tzen. So weist ein Forschungspapier der Allianz auf Ungereimtheiten des EZB-Datensatzes hin. Um einige Beispiele zu nennen: In \u00d6sterreich liegt der mittlere Wert des Betriebsverm\u00f6gens Selbstst\u00e4ndiger mit \u00fcber 180000 Euro fast zehnmal oberhalb des Wertes f\u00fcr Deutschland, in Italien liegt der mittlere Wert hierbei bei weniger als einem Drittel des Wertes in Spanien oder Frankreich und in Griechenland und in Spanien gibt es mehr Haushalte, die eine Immobilie besitzen als Haushalte, die ein Auto besitzen. Hinzu kommt, dass man, je nachdem welche Funktion man dem Verm\u00f6gen hinsichtlich des individuellen Wohlbefindens beimisst, ebenfalls Kaufkraftunterschiede ber\u00fccksichtigen m\u00fcsste. Zielt man beispielsweise darauf ab, dass Verm\u00f6gen eine Sicherungsfunktion zur \u00dcberbr\u00fcckung tempor\u00e4rer Einkommensausf\u00e4lle gew\u00e4hrleisten soll, so spielen die Kaufkraftunterschiede zwischen den L\u00e4ndern bei der Liquidation von Verm\u00f6gen eine betr\u00e4chtliche Rolle.<\/p>\n<p>Andererseits haben die L\u00e4nder unterschiedliche Altersvorsorgekonzepte und auch andere Verm\u00f6gensabgrenzungen und -bewertungen, so dass beispielsweise die Zurechnung und Bewertung des Betriebsverm\u00f6gens auf den Unternehmens- und den Haushaltssektor unterschiedlich gehandhabt wird. Kapitalgedeckte private Altersvorsorge wird als Finanzverm\u00f6gen in die Verm\u00f6gensanalyse mit einbezogen. Umlagefinanzierte Renten- und Pensionsanspr\u00fcche finden in den genannten Haushaltsumfragen keine bzw. nur eine unzureichende Beachtung. Beispielsweise werden die Rentenanspr\u00fcche von Niederl\u00e4ndern, die im europ\u00e4ischen Vergleich eine relativ hohe Quote privater Altersvorsorge aufweisen, st\u00e4rker in den Verm\u00f6gensrechnungen ber\u00fccksichtigt als die zu einem gro\u00dfen Teil umlagefinanzierten Rentenanspr\u00fcche deutscher Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Trotz der genannten methodischen Schw\u00e4chen bleibt jedoch festzuhalten, dass sich Deutschland hinsichtlich des durchschnittlichen Verm\u00f6gens ungef\u00e4hr in der Mitte der EWU wiederfindet. Manch einen d\u00fcrfte dies wundern, da Deutschland gemessen am BIP pro Kopf relativ wohlhabender ist als dies durch die Verm\u00f6gensstatistik erscheinen mag. Hierbei muss man sich vor Augen f\u00fchren, dass Verm\u00f6gen nichts anderes darstellt als \u00fcber den Lebenszyklus akkumulierte oder von vorherigen Generationen transferierte Ersparnisse. Umso mehr man erwirtschaftet (BIP pro Kopf), desto gr\u00f6\u00dfer m\u00fcssten auch die Ersparnisse und somit die Verm\u00f6gen sein (insofern man eine gleiche Sparquote unterstellt). Was sind also die Hauptgr\u00fcnde, dass Deutschland hinsichtlich der Verm\u00f6gen \u201enur\u201c im Mittelfeld zu finden ist? Hier lassen sich vor allem drei Gr\u00fcnde hervorheben. Erstens werden das durchschnittliche und das mittlere Verm\u00f6gen in Deutschland durch die Wiedervereinigung und die geringe Hauseigent\u00fcmerquote nach unten gedr\u00fcckt. Zweitens ist der Sozialstaat in Deutschland hinsichtlich der Bereitstellung \u00f6ffentlicher G\u00fcter relativ gro\u00dfz\u00fcgig, wodurch f\u00fcr viele Private ein Sparmotiv zur Finanzierung dieser G\u00fcter entf\u00e4llt. Der dritte Grund geht in die gleiche Richtung. Die Steuer- und Abgabenquote in Deutschland ist relativ hoch, was wiederum die Haushalte zu Ersparnissen zwingt, die bei der Verm\u00f6gensermittlung keinerlei Ber\u00fccksichtigung finden.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Wie ungleich ist Deutschland im internationalen Vergleich?<\/b><\/p>\n<p>Es bleibt jedoch noch die Frage offen, ob die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland besonders ungleich ausf\u00e4llt. Hierzu m\u00f6chte ich auf verschiedene Verteilungsma\u00dfe zur\u00fcckgreifen. Vergleicht man den Durchschnittswert mit dem Medianwert, kann man erste Aussagen dar\u00fcber treffen, wie ungleich das Verm\u00f6gen verteilt ist. Umso gr\u00f6\u00dfer das arithmetische Mittel gegen\u00fcber dem Median ausf\u00e4llt, desto rechtsschiefer, also ungleicher<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>, ist die Verm\u00f6gensverteilung. Sowohl in \u00d6sterreich als auch in Deutschland liegt das Verh\u00e4ltnis vom Durchschnitts- zum Medianverm\u00f6gen bei \u00fcber 3 (Abbildung 2). Die geringe Hauseigent\u00fcmerquote und die relativ starke Konzentration des Verm\u00f6gens am oberen Ende der Verteilung sind hierbei hauptverantwortlich daf\u00fcr, dass dieser Quotient so hoch ausf\u00e4llt. Ein weiteres Ma\u00df, an dem sich die Verm\u00f6gensungleichheit messen l\u00e4sst, ist der Verm\u00f6gensanteil der reichsten 10 % einer Volkswirtschaft. Auch hier liegt der Anteil der verm\u00f6gendsten 10 % Deutschlands und \u00d6sterreichs mit \u00fcber 55 % \u00fcber dem europ\u00e4ischen Durchschnitt. In Deutschland besitzen die obersten 10 % somit mit einem Mindestnettoverm\u00f6gen von rund 442000 Euro mehr als die H\u00e4lfte der gesamten Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde. Die Verm\u00f6genskonzentration am oberen Ende der Verteilung f\u00e4llt in Deutschland also besonders gro\u00df aus. Dies geht auch aus den 90\/50-Dezilverh\u00e4ltnissen hervor (Abbildung 2). Hierbei wird das Mindestverm\u00f6gen der obersten 10 % in Relation zu der mittleren Verm\u00f6gensh\u00f6he gesetzt. F\u00fcr Deutschland weist auch dieser Indikator mit einem Wert von \u00fcber 8 auf eine relativ ungleiche Verteilung hin. Untermauert wird dieser Tatbestand durch einen Vergleich des Gini-Koeffizienten. Deutschland hat mit einem Gini von 0,78 den h\u00f6chsten in der gesamten EWU (EWU-Durchschnitt: 0,69).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraass4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Verm\u00f6gensverteilung\" alt=\"Verm\u00f6gensverteilung\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraass4.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Eine weitere Datengrundlage f\u00fcr einen internationalen Vergleich der Verm\u00f6gensungleichheit und \u2013konzentration bietet die so genannte Luxembourg Wealth Study (LWS), die eine harmonisierte Verm\u00f6gensdefinition der jeweiligen l\u00e4nderspezifischen Haushaltsstudien bietet. In Deutschland lag der Anteil der verm\u00f6gendsten 10 % im Jahre 2002 laut dem harmonisierten SOEP bei 54 %. Dies kommt dem in der EZB-Studie berechneten Anteil sehr nahe. Das oberste 1 % besa\u00df rund 14 % aller Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde. Der Gini betrug 0,78. Ein \u00e4hnliches Bild ergibt sich f\u00fcr Kanada. Sowohl in Finnland als auch in Gro\u00dfbritannien fiel die Verm\u00f6gensungleichheit mit einem Gini von 0,68 beziehungsweise von 0,66 geringer als in Deutschland aus. Die obersten 10 % besa\u00dfen in diesen L\u00e4ndern weniger als die H\u00e4lfte des gesamten Verm\u00f6gens. Auffallend ungleicher fiel die Verteilung in Schweden und in den USA aus. In den USA besa\u00dfen die obersten 10 % rund 71 % und somit mehr als zwei Drittel des gesamten Verm\u00f6gens. Auf das oberste 1 % entfielen hier sogar 33 % des gesamten Verm\u00f6gens. Obwohl diese Verteilungsindikatoren in Schweden geringer sind (10 % besitzen 58 %; 1 % besitzt 18 % der Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde), f\u00e4llt die Ungleichheit gemessen am Gini mit 0,89 im Vergleich zu 0,84 noch gr\u00f6\u00dfer aus.<\/p>\n<p>Wie gezeigt, ist die Verm\u00f6gensungleichheit in Deutschland im internationalen Vergleich relativ hoch. Vergleicht man die Verteilung hingegen mit Schweden und den USA, l\u00e4sst sich festhalten, dass die Verm\u00f6gensungleichheit und \u2013konzentration in Deutschland signifikant geringer ist. Ein internationaler Vergleich der Verm\u00f6gensungleichheit ist derzeit mit Vorbehalten behaftet. Einerseits f\u00fchren unterschiedliche nationale Hauseigentumsquoten und Altersvorsorgekonzepte zu einer gewissen Verzerrung der Ergebnisse. In einer Studie des DIW Berlin wurde das Konzept des SOEP um die Rentenanwartschaften mit Hilfe statistischen Matchings erweitert. Im Ergebnis stiegen das gesch\u00e4tzte durchschnittliche sowie mittlere Verm\u00f6gen an und die ausgewiesene Verm\u00f6gensungleichheit verringerte sich signifikant. Andererseits sind unterschiedliche nationale demographische Entwicklungen f\u00fcr eine Verzerrung der Analysen verantwortlich. Typischerweise folgt die H\u00f6he des individuellen Verm\u00f6gens einem Lebenszyklusmuster. In jungen Jahren ist das Gehalt und somit die Sparf\u00e4higkeit noch relativ niedrig. Im Laufe des Lebens bis zum Eintritt in die Ruhestandsphase erh\u00f6ht sich das Einkommen und somit das individuelle Verm\u00f6gen sukzessiv. Im Rentenalter verringert sich das individuelle Verm\u00f6gen wieder, da in dieser Phase das Verm\u00f6gen teils zur Einkommenssicherung liquidiert oder vorab \u00fcbertragen wird. Folglich wird die gemessene Ungleichheit davon beeinflusst, wie viele Personen sich relativ in einer bestimmten Phase des Lebens befinden. Eine Kohortenstudie, die der demographischen Entwicklung Rechnung tr\u00e4gt, k\u00f6nnte in Zukunft zu einem besseren Verst\u00e4ndnis des wahren Ausma\u00dfes der Verm\u00f6gensungleichheit beitragen.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Befund scheint zun\u00e4chst eindeutig. Das aggregierte Nettoverm\u00f6gen hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Die Verm\u00f6gensungleichheit in Deutschland f\u00e4llt im internationalen Vergleich relativ hoch aus. Die Konzentration des Verm\u00f6gens am oberen Ende der Verteilung wird nur von wenigen L\u00e4ndern wie beispielsweise Schweden und den USA \u00fcbertroffen. In der letzten Dekade verharrte die Ungleichheit auf einem hohen Niveau. Die Konzentration stieg weiter an. Im EWU-weiten Vergleich landet Deutschland hinsichtlich des durchschnittlichen Verm\u00f6gens auf einem mittleren Platz und bez\u00fcglich des mittleren Verm\u00f6gens auf einem der hinteren Pl\u00e4tze. Hauptverantwortlich daf\u00fcr ist die geringste Hauseigent\u00fcmerquote innerhalb der EWU. Die Ergebnisse beziehen sich jedoch auf Daten, die aus Haushaltsbefragungen gewonnen wurden. Problematisch ist hierbei, dass Geldverm\u00f6gen unter- und Sachverm\u00f6gen \u00fcbersch\u00e4tzt wird. Zudem ist davon auszugehen, dass extrem Verm\u00f6gende trotz statistischer Anpassungen unterrepr\u00e4sentiert sind. Weiterhin werden einige Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde und Rentenanwartschaften nur unzureichend erfasst, so dass ein Vergleich der Verm\u00f6gensverteilungen nur unter Vorbehalten erfolgen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Deutsche Bundesbank (2013), Verm\u00f6gen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Bundesbankstudie, Deutsche Bundesbank Monatsbericht Juni 2013.<\/p>\n<p>EZB (2013), The Eurosystem Household Finance and Consumption Survey &#8211; Results from the first wave, Eurosystem Household Finance and Consumption Network, Statistics Paper Series, Nr. 2\/2013.<\/p>\n<p>EZB (2013), The Eurosystem Household Finance and Consumption Network (HFCN), Statistical tables.<\/p>\n<p>Frick, J. R., Grabka, M. M., Hauser, R. (2010), Die Verteilung der Verm\u00f6gen in Deutschland \u2013 Empirische Analysen f\u00fcr Personen und Haushalte, Hans-B\u00f6ckler-Stiftung, D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Frick, J. R., Grabka, M. M. (2010), Alterssicherungsverm\u00f6gen d\u00e4mpft Ungleichheit \u2013 aber gro\u00dfe Verm\u00f6genskonzentration bleibt bestehen, in: DIW Wochenbericht Nr. 3\/2010, Berlin.<\/p>\n<p>Grabka, M. M., Westermeier, C. (2014), Anhaltend hohe Verm\u00f6gensungleichheit in Deutschland, in: DIW Wochenbericht Nr. 9\/2014, Berlin.<\/p>\n<p>Holzhausen, A. (2013), Verm\u00f6gen in Europa \u2013 Auswirkungen der Niedrigzinspolitik, Allianz, Economic Research &amp; Corporate Development, Working Paper Nr. 163.<\/p>\n<p>Sierminska, E., Brandolini, A., Smeedings, T. (2006), Comparing Wealth Distribution across Rich Countries: First Results from the Luxembourg Wealth Study, Luxembourg Wealth Study Working Paper No. 1.<\/p>\n<p>Statistisches Bundesamt (2013), Sektorale und gesamtwirtschaftliche Verm\u00f6gensbilanzen, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden.<\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Quelle: Eurostat<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> ab 4000 Mark galt ein Verh\u00e4ltnis von 4:1<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Genau genommen ist es bei einem sehr hoch ausfallenden vierten zentralen Moment (Kurtosis) vorstellbar, dass die Verteilung trotz einer geringeren Schiefe ungleicher ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge der Serie <em>\u201cUngleichheit heute\u201c\u009d<\/em>:<\/strong><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14886\">Staatliche Umverteilung und soziale Mobilit\u00e4t. Eine verteilungspolitische Fata Morgana?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14754\">Die &#8222;Great Gatsby&#8220;-Kurve. Mehr als politische Progaganda?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13583\">Des L\u00e4ba isch koin Schlotzer. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist grober Unfug.<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13983\">Bildung hilft, die Ungleichheit zu reduzieren<\/a><\/p>\n<p>Mustafa Coban: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13302\">Kombil\u00f6hne versus Working Poor. Der Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12684\">Geldpolitik und Ungleichheit. Machen Notenbanken die Welt ungleicher?<\/a><\/p>\n<p>Rainer Hank: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13021\">Ungleichheit und Gerechtigkeit: Was hat das miteinander zu tun?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12673\">Ungleichheit und Krisen<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">\u201cReichtum ist distributive Umweltverschmutzung\u201c\u009d. H\u00f6here Steuern oder mehr Wettbewerb?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12214\">Ungleichheit und Wachstum<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11892\">Der amerikanische Traum \u2013 Bremst Ungleichheit die soziale Mobilit\u00e4t?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11933\">Der Staat pfl\u00fcgt die Verteilung um <\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11584\">Die Ungleichheit wird m\u00e4nnlicher<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11656\">Krieg der Modelle. Technologie oder Institutionen?<\/a><\/p>\n<p>Michael Gr\u00f6mling: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11703\">Einkommensverteilung \u2013 Vorsicht vor der Konjunktur!<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11140\">Die deutsche \u201cMitte\u201c\u009d ist stabil. Wie lange noch?<\/a><\/p>\n<p>Eric Thode: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11396\">Die Mittelschicht schrumpft \u2013 Wo liegt der Handlungsbedarf?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11388\">Geringe Stundenl\u00f6hne, kurze Arbeitszeiten. Treiben Frauen die Ungleichheit?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11133\">Deutschland wird ungleicher. Was sagt die Lohnverteilung?<\/a><\/p>\n<p>Simon Hurst: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10879\">Der Staat strapaziert die Schweizer Mittelschicht<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10851\">Einkommensungleichheit in OECD-L\u00e4ndern. Wo stehen wir?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=98\">Ungleichheit, soziale Mobilit\u00e4t und Humankapital<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wherever there is great property there is great inequality.&#8220; (Adam Smith) F\u00fcr einen umfassenden interpersonellen Wohlstandsvergleich reicht es nicht, lediglich die Verteilung der Einkommen zu &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>Ungleichheit heute (22)<\/small><br \/>Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland?<br \/><font size=3; color=grey>Noch ungleicher als die Einkommensverteilung<\/font><\/br>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":181,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,25,34,31,4],"tags":[912,1562,913,142],"class_list":["post-15057","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alles","category-distributives","category-kapitalistisches","category-politisches","category-soziales","tag-einkommensverteilung","tag-vermoegen","tag-vermogensverteilung","tag-verteilung"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Ungleichheit heute (22)Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland?Noch ungleicher als die Einkommensverteilung - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Ungleichheit heute (22)Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland?Noch ungleicher als die Einkommensverteilung - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"&#8222;Wherever there is great property there is great inequality.&#8220; (Adam Smith) F\u00fcr einen umfassenden interpersonellen Wohlstandsvergleich reicht es nicht, lediglich die Verteilung der Einkommen zu &hellip; \u201eUngleichheit heute (22)Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland?Noch ungleicher als die Einkommensverteilung\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-06-10T23:01:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2014-06-11T05:19:14+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Marcus Fraa\u00df\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Marcus Fraa\u00df\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"20\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\"},\"author\":{\"name\":\"Marcus Fraa\u00df\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/26b039144a55d7c018ea5cdb58a10ddd\"},\"headline\":\"Ungleichheit heute (22) Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland? 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