{"id":15065,"date":"2014-06-15T00:01:53","date_gmt":"2014-06-14T23:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065"},"modified":"2026-01-06T15:45:25","modified_gmt":"2026-01-06T14:45:25","slug":"ungleichheit-heute-23rettet-den-kapitalismus-vor-den-kapitalistenhoehere-steuern-oder-mehr-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Ungleichheit heute (23)<\/font><br\/>Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!<br\/><font size=3; color=grey>Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx<\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>\u201eEs gibt eben keine andere Wahl als die: entweder von isolierten Eingriffen in das Spiel des Marktes abzusehen oder aber die gesamte Leitung der Produktion und der Verteilung an die Obrigkeit zu \u00fcbertragen.\u201c (Ludwig von Mises)<\/em><i><\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Vor 25 Jahren kollabierten die osteurop\u00e4ischen Planwirtschaften. Der liberale Weg f\u00fcr Demokratie und Marktwirtschaft schien frei. Die Markt- hatte die Planwirtschaft besiegt. Karl Marx schien mausetot. Francis Fukuyama philosophierte schon \u00fcber das Ende der Geschichte. Das war offensichtlich voreilig. Vor 5 Jahren offenbarte die Finanzkrise die Achillesfersen der Marktwirtschaft: Ein instabiler Finanzsektor und ungleich verteilte Einkommen und Verm\u00f6gen. Die Reparatur des finanziellen Sektors h\u00e4lt die Welt seither in Atem. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dazu kommt ein wachsendes Unbehagen \u00fcber die ungel\u00f6ste Verteilungsfrage. Allerdings sorgen nicht nur sehr ungleich verteilte Einkommen f\u00fcr Aufregung. Auch die Macht und der Einfluss immer st\u00e4rker <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\">konzentrierter Verm\u00f6gen <\/a>sorgen f\u00fcr Diskussionen. Thomas Piketty hat mit seinem dicken W\u00e4lzer \u201eKapital im 21. Jahrhundert\u201c einen Nerv getroffen. Demnach war Karl Marx nur scheintot. Wenn wir so weiter machen, so seine These, ist das Ende des Kapitalismus nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Zerst\u00f6rt Ungleichheit den Kapitalismus?<\/b><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Effizienz spricht weltweit ohne \u201eWenn und Aber\u201c f\u00fcr marktwirtschaftliche Ordnungen. Es gibt kein besseres System, die Allokation der Ressourcen zu organisieren. Eine Achillesferse ist allerdings die ungleiche Verteilung von Einkommen und Verm\u00f6gen. Seit mehreren Jahrzehnten w\u00e4chst in den reichen L\u00e4ndern die Ungleichheit. Glaubt man Thomas Piketty, wird sich diese Entwicklung k\u00fcnftig noch verst\u00e4rken. Die wachsende Ungleichheit sei drauf und dran, die marktwirtschaftliche Ordnung zu zerst\u00f6ren. Schuld daran sind die \u201eKapitalisten\u201c, die \u201eobsz\u00f6n\u201c hohe Einkommen erzielen und in Dagobert Duck\u2019scher Manier dabei sind, Kapital anzuh\u00e4ufen. Geld und Kapital verleihen Macht und Einfluss. Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, dass die ober(st)en Einkommensschichten versuchen, die Politik in ihrem Sinne \u2013 \u201epro business\u201c, nicht \u201epro market\u201c &#8211; zu beeinflussen. Das tut allerdings der marktwirtschaftlichen Ordnung nicht gut. Es sch\u00fcrt die gallische Angst vor dynastischen Entwicklungen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist die Verteilungsfrage komplexer. Weltweit konvergieren die Einkommen. Globalisierung und technischer Fortschritt sind wichtige Treiber. \u00c4rmere L\u00e4nder holen sp\u00fcrbar auf. Die weltweite Verteilung der Einkommen wird gleichm\u00e4\u00dfiger. <a href=\"http:\/\/www.amazon.com\/Great-Escape-Health-Origins-Inequality\/dp\/069115354X\/ref=la_B001IR1MAQ_1_1\/178-3312709-9415615?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1402311528&amp;sr=1-1\">Angus Deaton<\/a> hat diese Entwicklung j\u00fcngst eindrucksvoll empirisch analysiert und ebenfalls in ein dickes Buch gegossen. Innerhalb der L\u00e4nder entwickeln sich allerdings die Einkommen <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10851\">auseinander<\/a>. Das gilt f\u00fcr die Verteilung der Einkommen vor und nach Umverteilung. Der Prozess ungleicher verteilter Einkommen ist in den USA seit Mitte der 80er Jahre in Gang. In Europa setzte er fast ein Jahrzehnt sp\u00e4ter ein. Der Schwerpunkt der verteilungspolitischen Diskussion hat sich mit der Zeit verschoben. Urspr\u00fcnglich konzentrierte sich die Politik auf den Anstieg der Armut. Danach galt die Sorge der <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11140\">Mittelschicht<\/a>, die gegen\u00fcber \u201eoben\u201c und \u201eunten\u201c verlor. Seit der Finanzkrise dreht sich (fast) alles nur noch um die oberen 1 % der Einkommensempf\u00e4nger. Die <a href=\"http:\/\/newsoffice.mit.edu\/2014\/qa-david-autor-inequality-among-99-percent-0522\">Ungleichheit unter den 99 %<\/a> geht beinahe unter.<\/p>\n<p>Seit sich die politische Diskussion auf die h\u00f6chsten Einkommen konzentriert, geraten auch die Einkommen aus Verm\u00f6gen wieder in den Blick. Sie stehen bei vielen im Verdacht, ein wichtiger Treiber der explodierenden Einkommen ganz oben zu sein. Das trifft allerdings (bisher) nicht zu. Vor der Finanzkrise wurden die obersten Einkommensschichten reicher, weil <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">\u201eTopstars\u201c, \u201eWallstreet\u201c und \u201eMainstreet\u201c<\/a> kr\u00e4ftig verdienten. Die Globalisierung hat das Ph\u00e4nomen verst\u00e4rkt, dass der \u201eGewinner alles bekommt\u201c. Die hohen Einkommen (obere 1 %) werden aber vor allem aus Arbeit erzielt. Nach wie vor haben Kapitaleinkommen ein geringes Gewicht. Allerdings wachsen sie schneller als andere Arten von Einkommen. Thomas Piketty glaubt, dass auch k\u00fcnftig die Einkommen aus Kapital schneller wachsen als die aus Arbeit. Das t\u00e4te der Marktwirtschaft nicht gut. Die Verm\u00f6gen w\u00fcrden sich noch st\u00e4rker bei den Reichen konzentrieren, deren Einkommen w\u00fcrden explodieren. Ihre Macht und ihr politischer Einfluss n\u00e4hmen weiter zu. Letztlich w\u00fcrden die Kapitalisten den Kapitalismus zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Die Welt des Thomas Piketty<\/b><\/p>\n<p>Die distributive Welt des Thomas Piketty spielt auf vier Ebenen: 1) <i>Die Ertr\u00e4ge aus Kapital (r) wachsen auch k\u00fcnftig schneller als das Sozialprodukt (g). <\/i>Er sieht f\u00fcr diese Entwicklung vor allem zwei Gr\u00fcnde: Zum einen w\u00e4chst die Bev\u00f6lkerung in reichen L\u00e4ndern der Welt noch langsamer als bisher. Damit f\u00e4llt ein wichtiger Treiber des wirtschaftlichen Wachstums aus. Zum anderen sind die \u201etiefh\u00e4ngenden Fr\u00fcchte\u201c der Innovation (Tyler Cowen) weitgehend abgeerntet. Alle wichtigen Innovationen sind schon get\u00e4tigt (Robert Gordon). Damit d\u00fcmpelt das Wachstum der Arbeitsproduktivit\u00e4t, der zweite wichtige Wachstumstreiber, k\u00fcnftig weiter vor sich hin. Beide Entwicklungen lassen das Sozialprodukt noch langsamer wachsen. Demgegen\u00fcber geht Piketty von der Annahme aus, dass die Ertr\u00e4ge aus Kapital auch k\u00fcnftig relativ stabil sein werden. Er verweist auf die Vergangenheit. Es ist in der Tat erstaunlich, dass sich die Kapitalertr\u00e4ge (brutto) \u00fcber lange Zeit hinweg kaum ver\u00e4ndert haben. Das sei auch in Zukunft wahrscheinlich.<\/p>\n<p>2) <i>Die schon heute ungleich verteilten Verm\u00f6gen werden k\u00fcnftig noch ungleicher verteilt sein<\/i>. Schon bisher sind die Verm\u00f6gen stark konzentriert. Wachsen die Einkommen aus Kapital k\u00fcnftig weiter viel schneller als die Einkommen aus Arbeit, wird sich die Ungleichheit verst\u00e4rken. Der Bestand an Kapital gemessen am Sozialprodukt wird Werte annehmen, wie sie im 19. Jahrhundert gang und g\u00e4be waren. Das Problem entsteht nach der Meinung von Thomas Piketty, weil sich wachsende Verm\u00f6gen noch st\u00e4rker als bisher konzentrieren. Schon heute sind die Verm\u00f6gen gro\u00dfteils in den H\u00e4nden der ober(st)en Einkommensschichten. Getrieben wird diese Entwicklung von der hohen Sparquote dieser Gruppe. Wachsen die Einkommen aus Kapital st\u00e4rker als die aus Arbeit, schlagen sich die h\u00f6heren Zuw\u00e4chse ganz oben nieder. Das l\u00e4sst auch die Verteilung der Einkommen nicht unber\u00fchrt. Die ungleich verteilten Einkommen werden noch ungleicher, weil st\u00e4rker wachsende Kapitaleinkommen einen wachsenden Teil der Einkommen ausmachen.<\/p>\n<p>3) <i>Der Einfluss der Reichen auf die Politik nimmt weiter zu<\/i>. Die Stimmen der W\u00e4hler sind nicht gleichviel wert. Es wird die Vermutung ge\u00e4u\u00dfert, dass die Macht des Geldes den oberen Einkommensschichten mehr Einfluss auf politische Entscheidungen einr\u00e4umt. Sehr reiche Einkommensempf\u00e4nger mit extrem hohen Einkommen beeinflussen die Politik in ihrem Sinne. Die Spielarten des \u201ecrony capitalism\u201c sind vielf\u00e4ltig. Finanzielle Verg\u00fcnstigungen &#8211; Steuerschlupfl\u00f6cher, Subventionen \u2013 sind das eine, politische Marktzutrittsbarrieren f\u00fcr neue Konkurrenten sind das andere. Das ist weder gut f\u00fcr die Marktwirtschaft noch f\u00fcr die Demokratie. Die Allokation der Ressourcen wird verzerrt, das wirtschaftliche Wachstum lahmt, die Verteilung von Einkommen und Verm\u00f6gen wird ungleicher, die soziale Mobilit\u00e4t wird eingebremst. Eine st\u00e4rkere Konzentration von Verm\u00f6gen tr\u00e4gt mit dazu bei, dass die Kapitalisten nicht nur den Kapitalismus zerst\u00f6ren. Sie besch\u00e4digen auch den Markenkern der Demokratie (\u201eone man one vote\u201c).<\/p>\n<p>4) <i>Der Kapitalismus ist nur zu retten, wenn man verhindert, dass die Kapitalisten riesige Verm\u00f6gen anh\u00e4ufen k\u00f6nnen.<\/i> Thomas Piketty geht nicht ganz so weit, wie Karl Marx, der das Privateigentum abschaffen wollte. Er setzt auf das Instrument einer hohen progressiven Einkommen- und einer weltweiten Verm\u00f6gensteuer. Eine progressive Einkommensteuer mit <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">\u201eoptimalen\u201c Steuers\u00e4tzen<\/a> zwischen 73 und 80 % soll verhindern, dass die Top-Einkommensbezieher in den Unternehmen weiter ungerechtfertigte Renten absch\u00f6pfen. Damit w\u00fcrde f\u00fcr Topverdiener der Weg steiniger, \u00fcber extrem hohe Einkommen riesige Verm\u00f6gen zu akkumulieren. Mit einer progressiven Verm\u00f6gensteuer von bis zu 10 % pro Jahr sollen gro\u00dfe Verm\u00f6gen abgesch\u00f6pft werden. Um Umgehungsm\u00f6glichkeiten zu minimieren, soll die Steuer auf Verm\u00f6gen weltweit erhoben werden. Die Verteilung von Einkommen und Verm\u00f6gen w\u00fcrde gleichm\u00e4\u00dfiger, Macht und Einfluss auf die Politik w\u00fcrden geringer ausfallen, der \u201eKapitalismus\u201c w\u00fcrde effizienter und gerechter.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Wie begr\u00fcndet ist die gallische Angst?<\/b><\/p>\n<p>Die vier Elemente der pikettey\u2019schen Welt sind nicht in Stein gemei\u00dfelt. Vielf\u00e4ltige Kr\u00e4fte der Kritik nagen an ihnen. 1) <i>Die L\u00fccke zwischen dem Wachstum der Ertr\u00e4ge aus Kapital und dem der Arbeit wird sich nicht weiter \u00f6ffnen. <\/i>Es ist spekulativ anzunehmen, das Wachstum des Sozialproduktes werde sinken, die Kapitalrendite aber weiter hoch bleiben. Der Einwand gilt f\u00fcr das Wachstum des Sozialproduktes. Bei einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung wird die Immigration in reiche L\u00e4nder steigen. Der R\u00fcckgang der Fertilit\u00e4t dort wird teilweise kompensiert. Auch der weitverbreitete Pessimismus, dass die Rate des technischen Fortschritts weiter sinken wird, ist reine Spekulation. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Potential bahnbrechender Erfindungen bei offenen M\u00e4rkten systematisch untersch\u00e4tzt wird. Aber selbst wenn sich eine gr\u00f6\u00dfere L\u00fccke zwischen (r) und (g) auftun sollte, muss damit gerechnet werden, dass die Rendite des Kapitals sinken wird. Das <a href=\"http:\/\/www.democracyjournal.org\/33\/the-inequality-puzzle.php?\">Gesetz abnehmender Grenzertr\u00e4ge<\/a> l\u00e4sst sich <a href=\"http:\/\/www.mit.edu\/~mrognlie\/piketty_diminishing_returns.pdf\">nicht<\/a> au\u00dfer Kraft setzen.<\/p>\n<p>2) <i>Es wirken vielf\u00e4ltige Kr\u00e4fte, die mit dazu beitragen, die Konzentration des Kapitals zu verw\u00e4ssern.<\/i> Die Verm\u00f6gen verteilen sich seit den 80er Jahre in den reichen L\u00e4ndern ungleicher, wenn auch unterschiedlich stark. Der Grad der Ungleichheit n\u00e4hert sich wieder Zeiten an, wie sie vor den beiden Weltkriegen geherrscht haben. Es ist allerdings <a href=\"http:\/\/www.economics21.org\/commentary\/wealth-inequality-rising-paul-krugmans-ambiguity-denial\">empirisch umstritten<\/a>, ob die Verm\u00f6gen der obersten 1 % der Verm\u00f6gensbesitzer in der j\u00fcngeren Zeit tats\u00e4chlich \u00fcberall st\u00e4rker gewachsen sind. Viel wichtiger ist aber, dass Kr\u00e4fte wirken, die der Konzentration der Verm\u00f6gen entgegenwirken. Die Zahl der Kinder und deren Nachkommen verw\u00e4ssern das Verm\u00f6gen ebenso, wie Scheidungen, schlechte Verm\u00f6gensverwaltung, Steuern, Schenkungen, Verschwendung und vieles andere mehr. Viel entscheidender ist allerdings die \u201eVerm\u00f6gensmobilit\u00e4t\u201c. Die Erfahrung zeigt, dass es schwer ist, sich l\u00e4nger an der Spitze der Verteilung zu halten. Das \u201eBuddenbrooks-Syndrom\u201c schl\u00e4gt zu. Die oberen 1 % k\u00f6nnen zwar einen immer gr\u00f6\u00dferen Teil des Verm\u00f6gens eines Landes anh\u00e4ufen. Es sind aber immer \u00f6fter andere, die es besitzen.<\/p>\n<p>3) <i>Die Gefahr des \u201ecrony capitalism\u201c existiert, sie wird k\u00fcnftig aber eher kleiner. <\/i>Es ist unbestritten, gro\u00dfe Verm\u00f6gen versuchen, Einfluss auf die Politik zu gewinnen. Das k\u00f6nnen Unternehmen oder Personen sein. Dabei sind gro\u00dfe Unternehmen gegen\u00fcber kleineren im Vorteil. Ob auch Individuen mit gro\u00dfem Verm\u00f6gen \u00fcber entsprechenden Einfluss verf\u00fcgen, ist in gefestigten Demokratien umstritten. Oligarchische Verh\u00e4ltnisse, wie in Argentinien, Russland oder der Ukraine, sind allerdings auch k\u00fcnftig unwahrscheinlich. Daf\u00fcr spricht auch, dass die Bedeutung ererbten \u201ealten\u201c Verm\u00f6gens \u2013 entgegen der u-f\u00f6rmigen Langfristprognose von Thomas Piketty &#8211; weiter auf dem <a href=\"http:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/141431\/wojciech-kopczuk-and-allison-schrager\/the-inequality-illusion\">R\u00fcckzug<\/a> ist. In den USA ist der Anteil des vererbten Verm\u00f6gens am gesamten Nettoverm\u00f6gen in den beiden letzten Dekaden um \u00fcber ein Drittel gesunken. Das durch <a href=\"http:\/\/www.spectator.co.uk\/features\/9211721\/unequal-battle\/\">eigene Anstrengungen<\/a> geschaffene Verm\u00f6gen gewinnt an Gewicht. Technischer Fortschritt und Globalisierung beg\u00fcnstigen unternehmerische Aktivit\u00e4ten. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass \u201eneues\u201c Kapital geschaffen wird. \u201eVetternwirtschaft\u201c wird weniger wahrscheinlich.<\/p>\n<p>4) <i>Eine progressive Verm\u00f6genssteuer einzuf\u00fchren, ist ein Spiel mit dem Feuer.<\/i> Wer gro\u00dfe Verm\u00f6gen progressiv besteuern will, steht vor einem grundlegenden Problem: Er muss unterscheiden, was \u201egutes\u201c und was \u201eschlechtes\u201c Verm\u00f6gen ist. Thomas Piketty geht wie viele andere von der Vorstellung aus, dass ererbtes Verm\u00f6gen leistungslos und damit \u201eschlecht\u201c sei. F\u00fcr ihn ist die Loreal-Erbin Liliane Bettencourt das abschreckende Beispiel. Macht und Einfluss solchen Verm\u00f6gens l\u00e4gen wie Mehltau auf der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes. \u201eGutes\u201c Verm\u00f6gen entstehe dagegen, wenn es selbst geschaffen werde, vorzugsweise durch innovative unternehmerische Aktivit\u00e4ten. Der Microsoft-Gr\u00fcnder Bill Gates oder die Apple-Legende Steven Jobs sind Beispiele daf\u00fcr. Ihr Erfolg beruhte nicht auf ererbtem \u201ealtem\u201c Verm\u00f6gen, er entstand quasi aus dem \u201evirtuellen\u201c Nichts. Von diesem \u201eneuen\u201c Verm\u00f6gen profitieren nicht nur Einzelne, es schafft Wohlstand f\u00fcr alle. Und es hat den weiteren Vorteil, dass es die Mobilit\u00e4t von Verm\u00f6gen beschleunigt. Das ist nicht nur effizienter, es ist auch gerechter.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Kapitalismus ohne Kapitalisten?<\/b><\/p>\n<p>Die steile These von Thomas Piketty, dass der Kapitalismus sich selbst zerst\u00f6re, ist wenig \u00fcberzeugend. Dennoch sind sehr ungleich verteilte Einkommen und Verm\u00f6gen riskant f\u00fcr die Marktwirtschaft. Das gilt vor allem dann, wenn die soziale Mobilit\u00e4t gering ist, die Einkommens- und Verm\u00f6genspositionen also intra- und inter-generativ zementiert sind. Die Remedur, die Thomas Piketty empfiehlt, um die Verteilungsfrage zu l\u00f6sen, ist allerdings nicht zu empfehlen. Er setzt auf eine marxistische Strategie auf R\u00e4dern. Die \u201eKapitalisten\u201c sollen zwar nicht sofort, sondern sukzessive enteignet werden. Hohe Einkommen und Verm\u00f6gen sollen progressiv besteuert werden. Mit dieser Strategie w\u00fcrgt er den Motor des wirtschaftlichen Wohlstandes ab: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">Das private Unternehmertum<\/a>. Er unterliegt dem Irrtum vieler Sozialisten. F\u00fcr sie ist das Sozialprodukt gegeben, es muss nur noch umverteilt werden. Tats\u00e4chlich muss es aber erst geschaffen werden. Nimmt man den wirtschaftlichen Akteuren durch exzessive Umverteilung \u00fcber das Steuer-Transfer-System wichtige Anreize, werden die G\u00fcter gar nicht produziert.<\/p>\n<p>Ein staatlich veranstalteter Kapitalismus mit privaten Kapitalisten als Hofnarren schrumpft die \u00f6konomische Basis staatlicher Umverteilung. Das m\u00fcsste Thomas Piketty seit dem steuerpolitischen Desaster des sozialistischen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Francois Hollande eigentlich wissen. Der Staat tritt immer \u00f6fter an die Stelle des Marktes. Im Staatskapitalismus mit domestizierten Kapitalisten ist \u201ecrony capitalism\u201c besonders ausgepr\u00e4gt. Tats\u00e4chlich leiden aber schon heute viele L\u00e4nder unter dem Gift der \u201eVetternwirtschaft\u201c. Ein exzessives Steuer-Transfer-System ist allerdings kein ad\u00e4quates Gegenmittel. Die von Thomas Piketty beschriebene Gefahr monopolistischer Renten f\u00fcr Top-Manager und sehr ungleich verteilter Verm\u00f6gen lassen sich wirksamer mit dem Mittel des marktlichen Wettbewerbs bek\u00e4mpfen. Die zweifellos vorhandene inh\u00e4rente Tendenz der Kapitalisten zu marktwidrigen Treiben l\u00e4sst sich am besten mit einer m\u00f6glichst umfassenden weltweiten \u00d6ffnung der G\u00fcter- und Faktorm\u00e4rkte begrenzen.<\/p>\n<p>Dabei gilt: Der Wettbewerb ist das genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte (Franz B\u00f6hm). Wer exzessive Einkommens- und Verm\u00f6genspositionen schleifen will, sollte dieses Instrument nutzen. Ein intensiver Wettbewerb auf G\u00fcter- und Faktorm\u00e4rkten macht den Weg f\u00fcr mehr soziale Mobilit\u00e4t frei. Verkrustete Strukturen werden aufgebrochen. Die distributive Achillesferse marktwirtschaftlicher Ordnungen wird besser gesch\u00fctzt. Das wichtigste Instrument im Kampf gegen ungleich verteilte Einkommen und Verm\u00f6gen sind allerdings effiziente Investitionen in Humankapital. Das sieht auch <a href=\"http:\/\/www.cbsnews.com\/news\/economist-says-u-s-inequality-reaching-spectacular-heights\/\">Thomas Piketty<\/a> so. Die Einkommen der Arbeitnehmer lassen sich \u00fcberdies steigern, wenn sie neben dem Arbeits- auch ein Kapitaleinkommen erhalten. <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=37\">Mitarbeiterbeteiligungen<\/a> markieren den richtigen Weg. Dabei sind Ertrags- und Gewinnbeteiligungen den Investivl\u00f6hnen \u00fcberlegen. St\u00e4rker kapitalfundierte Systeme der Alterssicherung sind eine weitere M\u00f6glichkeit, Arbeitnehmer an steigenden Ertr\u00e4gen aus Kapital zu beteiligen.<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Die Kapitalisten zerst\u00f6ren den Kapitalismus. Das ist die Kernthese von Thomas Piketty in \u201eKapital im 21. Jahrhundert\u201c. Um den Kapitalismus zu retten, will er die Kapitalisten st\u00e4rker zur Ader lassen. Progressive Einkommen- und Verm\u00f6gensteuern sollen deren Spielraum drastisch einengen. Der Markt soll zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden, der Staat eine st\u00e4rkere Rolle spielen. Diese Strategie zerst\u00f6rt den Kapitalismus endg\u00fcltig. Die anreizvertr\u00e4glichste Form, \u00f6konomische und politische Macht zu begrenzen, ist ein intensiver Wettbewerb, also mehr und nicht weniger Markt. Weniger Ungleichheit erfordert aber noch mehr. Wer alle st\u00e4rker an den h\u00f6heren Ertr\u00e4gen aus Kapital beteiligen will, muss sie zu Kapitalisten machen. Aus Arbeitnehmern werden (Human)Kapitalisten, wenn sie in Humankapital investieren. Mit Ertrags- und Gewinnbeteiligungen in den Unternehmen haben sie an den Ertr\u00e4gen aus Kapital teil. Das gilt auch f\u00fcr st\u00e4rker kapitalfundierte Systeme der Alterssicherung. Verteilungspolitische Ziele erreicht man nicht gegen, sondern nur mit dem Markt. Das sollten auch sozialistische franz\u00f6sische \u00d6konomen wissen.<\/p>\n<p><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p>Tylor Cowen (2010): The Great Stagnation: How America Ate All The Low-Hanging Fruit of Modern History, Got Sick, and Will (Eventually) Feel Better. Dutton Books, Penguin Group<\/p>\n<p>Angus Deaton (2013): The Great Escape: Health, Wealth, and the Origins of Inequality. Princeton University Press<\/p>\n<p>Thomas Piketty (2014): Capital in the Twenty-First Century. Harvard University Press<\/p>\n<p>Raghuram Rajan und Luigi Zingales (2003): Saving Capitalism from the Capitalists. Unleashing the Power of Financial Markets to Create Wealth and Spread Opportunity. Princeton University Press<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge der Serie <em>\u201cUngleichheit heute\u201c\u009d<\/em>:<\/strong><\/p>\n<p>Marcus Fraa\u00df: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\">Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland? Noch ungleicher als die Einkommensverteilung<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14886\">Staatliche Umverteilung und soziale Mobilit\u00e4t. Eine verteilungspolitische Fata Morgana?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14754\">Die \u201cGreat Gatsby\u201c\u009d-Kurve. Mehr als politische Progaganda?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13583\">Des L\u00e4ba isch koin Schlotzer. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist grober Unfug.<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13983\">Bildung hilft, die Ungleichheit zu reduzieren<\/a><\/p>\n<p>Mustafa Coban: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13302\">Kombil\u00f6hne versus Working Poor. Der Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12684\">Geldpolitik und Ungleichheit. Machen Notenbanken die Welt ungleicher?<\/a><\/p>\n<p>Rainer Hank: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13021\">Ungleichheit und Gerechtigkeit: Was hat das miteinander zu tun?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12673\">Ungleichheit und Krisen<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">\u201cReichtum ist distributive Umweltverschmutzung\u201c\u009d. H\u00f6here Steuern oder mehr Wettbewerb?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12214\">Ungleichheit und Wachstum<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11892\">Der amerikanische Traum \u2013 Bremst Ungleichheit die soziale Mobilit\u00e4t?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11933\">Der Staat pfl\u00fcgt die Verteilung um <\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11584\">Die Ungleichheit wird m\u00e4nnlicher<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11656\">Krieg der Modelle. Technologie oder Institutionen?<\/a><\/p>\n<p>Michael Gr\u00f6mling: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11703\">Einkommensverteilung \u2013 Vorsicht vor der Konjunktur!<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11140\">Die deutsche \u201cMitte\u201c\u009d ist stabil. Wie lange noch?<\/a><\/p>\n<p>Eric Thode: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11396\">Die Mittelschicht schrumpft \u2013 Wo liegt der Handlungsbedarf?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11388\">Geringe Stundenl\u00f6hne, kurze Arbeitszeiten. Treiben Frauen die Ungleichheit?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11133\">Deutschland wird ungleicher. Was sagt die Lohnverteilung?<\/a><\/p>\n<p>Simon Hurst: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10879\">Der Staat strapaziert die Schweizer Mittelschicht<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10851\">Einkommensungleichheit in OECD-L\u00e4ndern. Wo stehen wir?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=98\">Ungleichheit, soziale Mobilit\u00e4t und Humankapital<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/58bf823a6f91499a8a74c520ac47d3ca\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs gibt eben keine andere Wahl als die: entweder von isolierten Eingriffen in das Spiel des Marktes abzusehen oder aber die gesamte Leitung der Produktion &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<font size=3; color=grey>Ungleichheit heute (23)<\/font><br \/>Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!<br \/><font size=3; color=grey>Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":30832,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25,34,41,998,23],"tags":[556,1567,1565,1563,399,1566,1564,884,913],"class_list":["post-15065","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-distributives","category-kapitalistisches","category-ordnungspolitisches","category-steuerliches-alles","category-wettbewerbliches","tag-berthold","tag-crony-capitalism","tag-erbschaften","tag-kapital","tag-kapitalismus","tag-kapitalisten","tag-piketty","tag-vermogensteuer","tag-vermogensverteilung"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Ungleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Ungleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u201eEs gibt eben keine andere Wahl als die: entweder von isolierten Eingriffen in das Spiel des Marktes abzusehen oder aber die gesamte Leitung der Produktion &hellip; \u201eUngleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-06-14T23:01:53+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-01-06T14:45:25+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"560\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"793\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Norbert Berthold\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Norbert Berthold\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\"},\"author\":{\"name\":\"Norbert Berthold\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554\"},\"headline\":\"Ungleichheit heute (23) Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten! Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx\",\"datePublished\":\"2014-06-14T23:01:53+00:00\",\"dateModified\":\"2026-01-06T14:45:25+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\"},\"wordCount\":2878,\"commentCount\":21,\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png\",\"keywords\":[\"Berthold\",\"Crony capitalism\",\"Erbschaften\",\"Kapital\",\"Kapitalismus\",\"Kapitalisten\",\"Piketty\",\"Verm\u00f6gensteuer\",\"Verm\u00f6gensverteilung\"],\"articleSection\":[\"Distributives\",\"Kapitalistisches\",\"Ordnungspolitisches\",\"Steuerliches\",\"Wettbewerbliches\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\",\"name\":\"Ungleichheit heute (23) Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten! Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx - Wirtschaftliche Freiheit\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png\",\"datePublished\":\"2014-06-14T23:01:53+00:00\",\"dateModified\":\"2026-01-06T14:45:25+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png\",\"width\":560,\"height\":793},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Ungleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/\",\"name\":\"Wirtschaftliche Freiheit\",\"description\":\"Das ordnungspolitische Journal\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554\",\"name\":\"Norbert Berthold\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg\",\"caption\":\"Norbert Berthold\"},\"description\":\"Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg\",\"url\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=7\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Ungleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx - Wirtschaftliche Freiheit","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Ungleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx - Wirtschaftliche Freiheit","og_description":"\u201eEs gibt eben keine andere Wahl als die: entweder von isolierten Eingriffen in das Spiel des Marktes abzusehen oder aber die gesamte Leitung der Produktion &hellip; \u201eUngleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx\u201c weiterlesen","og_url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065","og_site_name":"Wirtschaftliche Freiheit","article_published_time":"2014-06-14T23:01:53+00:00","article_modified_time":"2026-01-06T14:45:25+00:00","og_image":[{"width":560,"height":793,"url":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png","type":"image\/png"}],"author":"Norbert Berthold","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Norbert Berthold","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"15\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065"},"author":{"name":"Norbert Berthold","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554"},"headline":"Ungleichheit heute (23) Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten! Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx","datePublished":"2014-06-14T23:01:53+00:00","dateModified":"2026-01-06T14:45:25+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065"},"wordCount":2878,"commentCount":21,"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png","keywords":["Berthold","Crony capitalism","Erbschaften","Kapital","Kapitalismus","Kapitalisten","Piketty","Verm\u00f6gensteuer","Verm\u00f6gensverteilung"],"articleSection":["Distributives","Kapitalistisches","Ordnungspolitisches","Steuerliches","Wettbewerbliches"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065","name":"Ungleichheit heute (23) Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten! Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx - Wirtschaftliche Freiheit","isPartOf":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png","datePublished":"2014-06-14T23:01:53+00:00","dateModified":"2026-01-06T14:45:25+00:00","author":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#primaryimage","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/pikett.png","width":560,"height":793},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Ungleichheit heute (23)Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten!Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/","name":"Wirtschaftliche Freiheit","description":"Das ordnungspolitische Journal","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/bcf0039b0b5485b761fb6e35ed8ea554","name":"Norbert Berthold","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg","contentUrl":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/bilder\/norbert_berthold.jpg","caption":"Norbert Berthold"},"description":"Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg","url":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?author=7"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15065"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42443,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15065\/revisions\/42443"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/30832"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}