{"id":15182,"date":"2014-07-07T15:46:50","date_gmt":"2014-07-07T14:46:50","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182"},"modified":"2014-07-07T15:46:50","modified_gmt":"2014-07-07T14:46:50","slug":"junge-ordnungsoekonomikzu-viele-banken-zu-viele-krediteeine-kritische-wuerdigung-des-finanzsektors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182","title":{"rendered":"<font size=3; color=grey>Junge Ordnungs\u00f6konomik<\/font><br \/>Zu viele Banken, zu viele Kredite?<br\/><font size=3; color=grey>Eine kritische W\u00fcrdigung des Finanzsektors<\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>&#8222;It is not by augmenting the capital of the country, but by rendering a greater part of that capital active and productive than would otherwise be so, that the most judicious operations of banking can increase the industry of the country.\u201c\u009d(Adam Smith)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Nationale Regierungen \u00fcber den gesamten Globus hinweg formulieren eine klare Erwartungshaltung an den Finanzsektor: Durch eine Ausweitung der Kreditvergabe soll die Wirtschaftsleistung angekurbelt werden. Die Zentralbanken unterst\u00fctzen diesen Kurs, wollen sie doch durch eine historisch lockere Geldpolitik der sich vielerorts abzeichnenden zarten wirtschaftlichen Erholung weiter an Kraft verleihen. Und um sicherzustellen, dass die Banken der ihnen zugeordneten Rolle auch mit gro\u00dfem Eifer nachkommen, suggerieren Staaten und Regulatoren dies- und jenseits des Atlantiks durch einen Flickenteppich unterschiedlichster regulatorischer Ma\u00dfnahmen, die \u201ebesseren Banker\u201c zu sein. Dabei existieren alleine in Deutschland und den USA gen\u00fcgend prominente Beispiele f\u00fcr Kreditinstitute, die in der zur\u00fcckliegenden Finanzkrise trotz staatlicher Steuerung nahezu ungebremst gegen den Eisberg, bestehend aus komplexen Finanzprodukten sowie zu hohen Risiken bei zu geringer Kapitalausstattung, prallten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Fortsetzung des \u201equantitative easing\u201c durch die Europ\u00e4ische Zentralbank wurde von zahlreichen Vertretern aus Wissenschaft und Bankenbranche gleicherma\u00dfen kritisiert: Eine Steigerung der Kreditvergabe sei \u00fcber diesen Weg kaum zu erzielen. Unabh\u00e4ngig davon, dass viele Argumente f\u00fcr die Richtigkeit der These der Kritiker sprechen, dr\u00e4ngt sich allerdings eine Diskussion grunds\u00e4tzlicher Natur auf. Ist eine Ausdehnung der Kreditmenge aus ordnungspolitischer Sicht \u00fcberhaupt ratsam? Oder wird die von Adam Smith formulierte Pr\u00e4misse, dass nur von der Vernunft geleitete Bankgesch\u00e4fte wirtschaftliches Wachstum stimulieren, durch die aktuelle politische Sto\u00dfrichtung ad absurdum gef\u00fchrt?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Finanzsektor als Motor der Wirtschaft<\/b><\/p>\n<p>Die zentrale Rolle des Finanzsektors als Motor der Wirtschaft wird in der Literatur ausgiebig und ersch\u00f6pfend behandelt. Dass ein leistungsf\u00e4higes Finanzsystem eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr \u00f6konomische Stabilit\u00e4t und wirtschaftliches Wachstum darstellt, ist demgem\u00e4\u00df kaum zu bestreiten. So f\u00fchrten schon Walter Bagehot und John Hicks die Vorreiterrolle Englands bei der Industrialisierung im 18. Jahrhundert nicht etwa auf einen technologischen Vorsprung zur\u00fcck, sondern identifizierten den fortgeschrittenen britischen Kapitalmarkt als wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Joseph A. Schumpeter konkretisierte die Theorie zur \u00f6konomischen Wirkungsweise des Finanzsektors zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Ein funktionierender Kapitalmarkt evaluiert die Erfolgsaussichten unterschiedlicher Investitionsm\u00f6glichkeiten und sorgt demzufolge f\u00fcr eine bestm\u00f6gliche Allokation des knappen Produktionsfaktors Kapital. Erst durch die Intermediationsleistung der Banken werden demzufolge die Realisierung aussichtsreicher Investitionen und die Entwicklung neuartiger Technologien erm\u00f6glicht. Die Existenzberechtigung f\u00fcr die Kreditinstitute ergibt sich dabei aus der Tatsache, dass der Markt die Voraussetzung der Vollkommenheit der neoklassischen Theorie nicht erf\u00fcllt und somit ohne Banken zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gelangen w\u00fcrde. Die j\u00fcngere Literatur folgt bei der theoretischen Herleitung des \u00f6konomischen Nutzens des Finanzsektors im Wesentlichen f\u00fcnf Argumentationsstr\u00e4ngen:<\/p>\n<ol>\n<li>Vereinfachung des Warenaustauschs durch Zahlungs\u00c2\u00adverkehrs\u00c2\u00addienstleistungen<\/li>\n<li>Mobilisierung, B\u00fcndelung und Verwaltung von Ersparnissen<\/li>\n<li>Akquisition und Auswertung von Informationen \u00fcber Unternehmen bzw. anderen Investitionsm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung, \u00dcberwachung und Kontrolle von Investitionen sowie ggf. Eingriff in die Unternehmenssteuerung zur Sicherstellung der R\u00fcckf\u00fchrung von Krediten<\/li>\n<li>Diversifizierung und Reduzierung von Liquidit\u00e4tsrisiken sowie Transformation von Fristen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die grunds\u00e4tzliche Notwendigkeit und der Nutzen des Finanzsektors sind demzufolge unstrittig. Weit weniger klar ist allerdings, wie viel Finanzintermediation f\u00fcr eine funktionierende Wirtschaftsordnung erforderlich ist. So zeigte die Empirie bis etwa zur Jahrtausendwende einen eindeutig und kontinuierlich positiven Zusammenhang zwischen der Gr\u00f6\u00dfe des Finanzsektors und der wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit auf. Mehr Banken bzw. mehr vergebene Kredite waren demzufolge rund um den Globus gleichzusetzen mit h\u00f6heren Raten f\u00fcr das Wirtschaftswachstum. Dieses Bild tr\u00fcbte sich mit den beiden gro\u00dfen Krisen in den 2000er Jahren allerdings deutlich ein. Die Hypothese, dass der Finanzsektor ab einer gewissen Gr\u00f6\u00dfe keinen zus\u00e4tzlichen Nutzen mehr stiftet bzw. sogar negativ auf das wirtschaftliche Wachstum wirken kann, gewann zunehmend an Gewicht. Der Literatur folgend k\u00f6nnen hierf\u00fcr drei wesentliche Wirkungsmechanismen verantwortlich gemacht werden.<\/p>\n<p><em>Punkt 1: <\/em>Schon Mitte der 1980er Jahre erl\u00e4uterte Hyman P. Minsky, dass mit einer Ausdehnung des Finanzsektors Spekulationsblasen wahrscheinlicher und darauf folgende Krisen heftiger werden. Unter der gesteigerten Verf\u00fcgbarkeit von Krediten leidet demzufolge ab einem gewissen Grad die Qualit\u00e4t der get\u00e4tigten Investitionen. Der Finanzsektor verliert somit sein eigentliches Ziel \u2013 die optimale Allokation des Produktionsfaktors Kapital \u2013 aus den Augen. Die Liste empirischer Werke, welche eine gesteigerte Kreditvergabe als wesentlichen Indikator f\u00fcr aufkeimende Krisen identifizieren, ist lang. Komplexe Finanzprodukte, welche die Entkopplung von Handlung und Haftung durch die Weitergabe von Risiken erm\u00f6glichten, entfalteten in diesem Zusammenhang eine fatale Anreizwirkung. Und auch der Staat hat sich durch implizite und teilweise sogar explizite Bestandsgarantien f\u00fcr Gro\u00dfbanken prominent in das System falsch kalibrierter Verantwortlichkeiten eingereiht.<\/p>\n<p><em>Punkt 2:<\/em> Zudem entwickelten sich die Gesch\u00e4ftsmodelle zahlreicher Banken in den vergangenen Jahrzehnten weiter. Die klassischen Aufgaben zur Bereitstellung von Zahlungsverkehrsdienstleistungen und zur Versorgung der Wirtschaft mit Krediten r\u00fcckten bei vielen Banken zunehmend in den Hintergrund. Welch negative wirtschaftliche Auswirkungen allerdings eine stetig ansteigende private und staatliche Verschuldung haben k\u00f6nnen \u2013 um nur zwei der alternativen Gesch\u00e4ftsfelder der Banken zu benennen \u2013 haben das Platzen der US-Immobilienblase und die europ\u00e4ische Schuldenkrise eindrucksvoll verdeutlicht. Demzufolge wirkt sich eine Ausdehnung des Finanzsektors nur so lange positiv aus, wie das Wachstum im Kontext der realwirtschaftlichen Entwicklung entsteht.<\/p>\n<p><em>Punkt 3:<\/em> Das letzte h\u00e4ufig in der Literatur anzutreffende Argument bezieht sich auf den Produktionsfaktor Humankapital. So f\u00fchrt die Fokussierung einzelner L\u00e4nder auf den Finanzsektor insbesondere in Verbindung mit \u00fcberdurchschnittlichen Verg\u00fctungen dazu, dass der \u00fcbrigen Wirtschaft schlicht der talentierte Nachwuchs entzogen wird. Durch diese suboptimale Ressourcenallokation wird die Entwicklung alternativer Branchen und eine dadurch st\u00e4rker diversifizierte und krisenresistentere Wirtschaftsleistung beeintr\u00e4chtigt. Mit R\u00fcckblick auf die vergangene Krise scheinen Gro\u00dfbritannien, die Schweiz, Zypern, Island und auch Irland gute Beispiele f\u00fcr eine zu sehr vom Finanzsektor abh\u00e4ngige Wirtschaft zu sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bewertung der \u00f6konomischen Wirkungsweise des Finanzsektors ist es also von entscheidender Bedeutung, in welchem Verh\u00e4ltnis dieser zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung eines Landes steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Einige empirische Fakten<\/b><\/p>\n<p>Der Finanzsektor hat in den vergangenen Jahrzehnten rund um den Globus an Bedeutung bzw. Gr\u00f6\u00dfe gewonnen. Diese weit verbreitete Erkenntnis l\u00e4sst sich mit Blick auf die empirischen Fakten leicht untermauern. Eine in der Forschung weit verbreitete Kennzahl zur Messung der Gr\u00f6\u00dfe des Finanzsektors sind die liquiden Verbindlichkeiten in Relation zum BIP einer Volkswirtschaft. Die liquiden Verbindlichkeiten ergeben sich hierbei aus den Geldbest\u00e4nden sowie s\u00e4mtlichen Sicht- und anderen verzinslichen Einlagen bei den Finanzintermedi\u00e4ren eines Landes. Verl\u00e4ssliche Daten bez\u00fcglich dieser Kennzahl sind f\u00fcr eine Vielzahl unterschiedlicher Nationen von Beginn der 1960er bis zum Jahre 2011 verf\u00fcgbar. Wie in Abbildung 1 veranschaulicht, hat sich der Durchschnitt \u00fcber alle L\u00e4nder hinweg in diesem Zeitraum von etwas \u00fcber 30% auf rund 65% mehr als verdoppelt. Die Tendenz zu einem, relativ betrachtet, bedeutender werdenden Finanzsektor ist dabei \u00fcber die Nationen s\u00e4mtlicher Einkommensgruppen hinweg zu beobachten. Dennoch wird anhand von Abbildung 1 schnell deutlich, dass vor allem die hoch entwickelten OECD-L\u00e4nder mit der gr\u00f6\u00dften Steigerung zu diesem Wachstum beitrugen. Alleine von 1998 bis zum Jahr 2009 vergr\u00f6\u00dferten sich ihre Finanzsektoren im Mittel von rund 70% auf nahezu 120% des BIPs. Auff\u00e4llig ist weiterhin, dass in den wenig entwickelten Volkswirtschaften bis etwa zum Jahr 2000 eine allenfalls marginale Vergr\u00f6\u00dferung der nationalen Finanzzentren in Relation zur Wirtschaftsleistung zu beobachten ist. Erst in der darauffolgenden Dekade ist auch in den Entwicklungsl\u00e4ndern eine Tendenz analog zu den \u00fcbrigen Nationen zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Finanzsektor\" alt=\"Finanzsektor\" src=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel1.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Da die relative Gr\u00f6\u00dfe des Finanzsektors, wie in Abbildung 1 dargestellt, allerdings vergleichsweise abstrakt wirkt, ist eine Betrachtung der von den Banken ausgegebenen Kreditmenge sinnvoll. Erst eine solche Kennzahl erscheint in dem eingangs erl\u00e4uterten theoretischen Kontext des Finanzdienstleistungssektors und der Wirtschaftsleistung eine gewisse Aussagekraft zu besitzen. In Abbildung 2 ist zu diesem Zwecke die von den Banken an den privaten Sektor ausgegebene Kreditmenge in Relation zum BIP veranschaulicht. Die grundlegende Aussage bleibt allerdings auch bei Betrachtung dieser alternativen Kennzahl bestehen: Der Finanzsektor hat in den zur\u00fcckliegenden 50 Jahren massiv an Bedeutung gewonnen.\u00c2\u00a0 So stieg die ausgegebene Kreditmenge im Mittel \u00fcber alle L\u00e4nder hinweg von rund gut 20% auf ca. 54% der j\u00e4hrlichen Wirtschaftsleistung. Der Abstand der OECD-Staaten auf die \u00fcbrigen Nationen erweist sich als noch eklatanter: Die ausgegebene Kreditmenge sollte sich von Beginn der 1960er Jahre von knapp \u00fcber 30% auf \u00fcber 130% des BIPs im Jahr 2009 mehr als vervierfachen. Und auch hier ist das gr\u00f6\u00dfte Wachstum in der Dekade nach dem Jahrtausendwechsel zu beobachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kreditmenge\" alt=\"Kreditmenge\" src=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel2.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Dass eine solch massive Ausdehnung der Kreditmenge allerdings keineswegs eine zwangsl\u00e4ufige und alternativlose Begleiterscheinung \u00f6konomischen Fortschritts ist, wird anhand von Abbildung 3 verdeutlicht. So weisen die Daten f\u00fcr Deutschland, Finnland und die Schweiz von Beginn der 1990er Jahre allenfalls ein sehr moderates Wachstum der ausgegebenen Kreditmenge aus. Die USA, welche anders als h\u00e4ufig angenommen nicht f\u00fcr einen \u00fcberdimensionalen Finanzsektor steht, verzeichnet in den beiden zur\u00fcckliegenden Dekaden sogar einen leichten R\u00fcckgang der Kreditvergabe in Relation zur Wirtschaftsleistung. Eine g\u00e4nzlich andere Entwicklung ist hingegen f\u00fcr die \u00fcbrigen EU-Staaten \u2013 also ohne Deutschland und Finnland \u2013 zu beobachten. Hier sollte sich die ausgegebene Kreditmenge alleine von knapp 50% in 1998 bis auf \u00fcber 140% im Jahre 2009 fast vervierfachen. Bezogen auf das Jahr 2011 belegen Zypern, Spanien und Irland mit 284%, 209% bzw. 208% an ausgegebenen Krediten in Relation zum BIP die \u201eSpitzenpositionen\u201c innerhalb der EU.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kreditmenge\" alt=\"Kreditmenge\" src=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel3.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Neben den beiden bis hierhin verwendeten Kennzahlen bietet die Weltbank eine F\u00fclle vergleichbarer Indikatoren zur Messung der relativen Wichtigkeit des Finanzsektors an \u2013 die dargestellten grundlegenden Aussagen und Tendenzen sind gegen\u00fcber einem Austausch der Kennzahl dabei \u00e4u\u00dferst robust. Alleine allerdings die Erkenntnis, dass der Finanzsektor mit wenigen Ausnahmen rund um den Globus massiv an Bedeutung gewonnen hat, l\u00e4sst noch keinen R\u00fcckschluss auf seine \u00f6konomische Wirkungsweise zu. In Abbildung 4 ist daher die Verbindung der Gr\u00f6\u00dfe des Finanzsektors und des Wirtschaftswachstum anhand von einfachen Streuungsdiagrammen abgetragen. Zur Gl\u00e4ttung von konjunkturbedingten Effekten sowie zur Reduzierung der Auswirkung etwaiger Ungenauigkeiten bei der Datenerhebung ist es \u00f6konometrischer Standard, in einem solchen Kontext den Durchschnittswert \u00fcber f\u00fcnf Jahre zu nutzen. Bis inklusive der Zeitperiode von 1991 bis 1995 ist eine positive Korrelation zwischen den liquiden Verbindlichkeiten in Relation zum BIP und dem realen Wirtschaftswachstum zu erkennen. Ein gr\u00f6\u00dferer Finanzsektor geht demzufolge mit einem h\u00f6heren Wirtschaftswachstum einher. \u00dcber den Zeitverlauf hinweg verschwindet dieser positive Zusammenhang allerdings und dreht in der letzten Dekade des Beobachtungs\u00c2\u00adzeitraums schlie\u00dflich ins Negative.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Finanzsektor und Wachstum\" alt=\"Finanzsektor und Wachstum\" src=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel4.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Der dargestellte Zusammenhang ist robust gegen\u00fcber einem Austausch der verwendeten Kennzahl zur Messung der Bedeutung des Finanzsektors. Um dies zu verdeutlichen, ist in Abbildung 5 die relative Kreditmenge der untersuchten L\u00e4nder in Verbindung mit dem realen Wirtschaftswachstum pro Kopf dargestellt. Zur Erh\u00f6hung der \u00dcbersichtlichkeit sind die Perioden bis einschlie\u00dflich des Jahres 1995 stark verdichtet dargestellt. Der empirische Befund ist eindeutig: Die positive Wirkungsweise einer Steigerung der ausgegebenen Kreditmenge verschwindet, um schlie\u00dflich in den 2000er Jahren ins Negative zu drehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel5.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kreditmenge und Wachstum\" alt=\"Kreditmenge und Wachstum\" src=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel5.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Auf der Basis der bisher dargestellten empirischen Erkenntnisse stellt sich die Frage, ob der Finanzsektor in den zur\u00fcckliegenden Jahren eine grunds\u00e4tzlich negative \u00f6konomische Wirkungsweise angenommen hat. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird das Streuungsdiagramm in Abbildung 6 nach dem jeweiligen Entwicklungsstand der untersuchten Nationen differenziert. Auf diese Weise wird offensichtlich, wie unterschiedlich der Finanzsektor in den untersuchten L\u00e4ndern wirkt. In den hoch entwickelten Industriel\u00e4ndern (gr\u00fcn) ist die Korrelation bereits bis 1995 durchweg niedriger als in den \u00fcbrigen Nationen (blau). Die negative Korrelation ist im weiteren Verlauf bereits eine Periode fr\u00fcher (1996-2000) zu beobachten als noch bei Betrachtung des gesamten Samples in der vorhergehenden Abbildung. Im Gegensatz hierzu weisen die Nationen der mittleren bis unteren Einkommensgruppen einen vollkommen anderen Zusammenhang aus: Die Korrelation der ausgegebenen Kreditmenge mit dem realen Wirtschaftswachstum bleibt kontinuierlich positiv. Der Finanzsektor scheint in diesen Nationen also noch seinen eingangs beschriebenen origin\u00e4ren Aufgaben der Wirtschaftsf\u00f6rderung nachzukommen, w\u00e4hrend in den Industrienationen zun\u00e4chst eine S\u00e4ttigung bis hin zu einer sch\u00e4dlichen Wirkung eines zu gro\u00dfen Finanzsektors zu beobachten ist. Naturgem\u00e4\u00df l\u00e4sst sich anhand von einfachen Streuungsdiagrammen weder ein kausaler Wirkungszusammenhang nachweisen noch eine Scheinkorrelation ausschlie\u00dfen. Der hier dargestellte Befund l\u00e4sst sich allerdings auch unter Anwendung ausgefeilter \u00f6konometrischer Methoden und wissenschaftlich etablierter Wachstumsmodelle nachweisen (vgl. Gr\u00fcndler \/ Weitzel (2013); ferner sei auf Acharya et al. (2014) f\u00fcr einen aktuellen \u00dcberblick \u00fcber die neuere empirische Literatur verwiesen, in der sich der hier dargestellte empirische Befund ebenfalls widerspiegelt).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel6.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kreditmenge und Wachstum\" alt=\"Kreditmenge und Wachstum\" src=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel6.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Aus europ\u00e4ischer Sicht ist es zudem spannend, die hoch entwickelten Nationen nochmals weiter zu untergliedern. Zu diesem Zweck sind in Abbildung 7 die EU-Staaten (gr\u00fcn) und die \u00fcbrigen Nationen der obersten Einkommensgruppe (blau) dargestellt. Wenn auch die Ergebnisse aufgrund des kleinen Samples mit gro\u00dfer Vorsicht zu interpretieren sind, so scheint das Wirtschaftswachstum der EU-Nationen in der Dekade nach dem Jahr\u00c2\u00adtausend\u00c2\u00adwechsel doch deutlich st\u00e4rker unter den \u00fcberdimensionierten Finanzsektoren zu leiden als in den \u00fcbrigen hoch entwickelten Staaten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel7.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kreditmenge und Wachstum\" alt=\"Kreditmenge und Wachstum\" src=\"\/wordpress\/bilder\/weitzel7.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Ursachen bek\u00e4mpfen statt Symptome behandeln<\/b><\/p>\n<p>Der empirische Befund verdeutlicht, dass der Bankensektor in seiner derzeitigen Ausgestaltung und Gr\u00f6\u00dfe weit weniger sch\u00fctzenswert ist, als vielfach durch geschickte Lobbyarbeit Glauben gemacht wird. Die Regulatorik scheint sich in diesem Zusammenhang eher mit den Symptomen einer zu einflussreichen Finanzbranche zu besch\u00e4ftigen, als die grundlegende Frage, wie gro\u00df ein Finanzsektor sein sollte um gesamtwirtschaftlichen Nutzen zu stiften, mit der notwendigen Ernsthaftigkeit zu thematisieren. Klar ist allerdings auch, dass der Finanzsektor in Nationen, in denen er deutlich n\u00e4her an seinem urspr\u00fcnglichen Mandat \u2013 dem Zusammenf\u00fchren von Ersparnissen und Investitionen \u2013 agiert, noch immer positiv auf die Wirtschaft wirkt. Es ist daher wohl kaum als Zufall zu interpretieren, dass die Bundesrepublik mit einem funktionierenden Zusammenspiel von Mittelst\u00e4ndlern und regionalen Banken, welche stark auf das Kreditgesch\u00e4ft mit einer von ihnen beherrschbaren Komplexit\u00e4t fokussiert sind, besser durch die Krise kam als der \u00fcberwiegende Rest des europ\u00e4ischen Kontinents. F\u00fcr die Ausgestaltung der Finanzmarktregulatorik auf europ\u00e4ischer Ebene ergeben sich in diesem Zusammenhang einige ungenutzte Potenziale, welche das Zusammenspiel von Finanzbranche und Realwirtschaft nachhaltig verbessern k\u00f6nnten. Die drei vielversprechendsten Ans\u00e4tze seien an dieser Stelle kurz angerissen:<\/p>\n<p>i.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 Deutlich h\u00f6here Eigenkapitalanforderungen w\u00fcrden helfen, verantwortungsvolles Handeln und die daraus resultierende Haftung wieder verst\u00e4rkt in Einklang zu bringen. Die durch Basel III implementierten Ver\u00e4nderungen wirken lediglich aus Sicht der Banken und unter Ber\u00fccksichtigung des ohnehin schon geringen Eigenkapitalniveaus in der Finanzbranche als streng. Eine Kombination aus risikogewichteter und absoluter Eigenkapitalunterlegung scheint dabei der Herausforderung, eine angemessene Risikoorientierung bei gleichzeitiger Vermeidung von, absolut betrachtet, zu hoch verschuldeten Finanzinstituten herzustellen, am besten gewachsen zu sein. Die Abschaffung der kaum begr\u00fcndbaren steuerlichen Bevorzugung von Fremd- gegen\u00fcber Eigenkapital w\u00fcrde zudem den betriebswirtschaftlichen Anreiz der Banken zu \u00fcberh\u00f6hten Fremdkapitalquoten massiv eind\u00e4mmen.<\/p>\n<p>ii.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 Die Klassifizierung staatlicher Schuldtitel als risikofreie Anlage scheint ein l\u00e4ngst \u00fcberholtes Relikt zu sein. Eine angemessene Risikogewichtung ist nicht unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Vernunft erforderlich, sondern tr\u00e4gt auch zu einer effizienteren Allokation des Produktionsfaktors Kapital bei.<\/p>\n<p>iii.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 Bei einer n\u00e4heren Betrachtung von Einzelinstitutsdaten wird schnell ersichtlich, dass das massive Wachstum der globalen Finanzzentren vor allem durch die gro\u00dfen, systemrelevanten Institute beschleunigt wurde. Eine progressive Besteuerung der Gr\u00f6\u00dfe von Finanzinstituten im Sinne einer Pigou-Steuer w\u00e4re deutlich leichter umzusetzen und wirksamer, als ein wenig glaubhafter und komplexer Abwicklungsmechanismus, an dessen Ende der Haftungskaskade noch immer der Steuerzahler steht. Nicht nur, dass der Abwicklungsfonds mit 55 Mrd. f\u00fcr den gesamten Euro-Raum deutlich zu klein dimensioniert ist \u2013 alleine der Wille zur tats\u00e4chlichen Schlie\u00dfung nationaler Ikonen der Finanzdienstleistungsbranche wird den jeweiligen Regierungen in der n\u00e4chsten Krise fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Die Finanzdienstleistungsbranche hat ihre Aufgabe als Finanzintermedi\u00e4r und Motor der Wirtschaft in den hoch entwickelten Industrienationen seit den 1990er Jahren in zunehmendem Ma\u00dfe aus den Augen verloren. Das Wachstum der Banken verlief weitestgehend losgel\u00f6st von der realwirtschaftlichen Entwicklung \u2013 \u00fcber eine verst\u00e4rkte Krisenanf\u00e4lligkeit sowie eine suboptimale Allokation der Produktionsfaktoren sollte sich schlie\u00dflich sogar eine negative Wirkung auf das Wirtschaftswachstum einstellen. Die Politik konzentriert sich gegenw\u00e4rtig allerdings durch die Beibehaltung unrealistisch geringer Risikogewichte f\u00fcr \u00f6ffentliche Schuldtitel sowie einer ultralockeren Geldpolitik auf die S\u00e4ttigung des schier endlosen Hungers nach staatlichen Schulden. Die kritische Ber\u00fccksichtigung der negativen Auswirkungen ausufernder Haushaltsdefizite bei gleichzeitiger Bildung von Blasen an Aktien- und Immobilienm\u00e4rkten ist dabei scheinbar zu viel verlangt. Zudem ist der Finanzmarkt weit davon entfernt, tats\u00e4chlich ein \u201eMarkt\u201c zu sein, wie ihn sich beispielsweise Adam Smith oder Joseph A. Schumpeter gew\u00fcnscht h\u00e4tten. Die Gr\u00f6\u00dfe entspricht nicht Angebot und Nachfrage, der Eintritt neuer Marktakteure wird durch die zunehmende regulatorische Komplexit\u00e4t quasi unm\u00f6glich, das Ausscheiden aus dem Markt ist bei hinreichender Gr\u00f6\u00dfte bzw. Systemrelevanz nicht erst seit der j\u00fcngsten Krise ebenso unwahrscheinlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>Acharya, V. \/ Boot, A. \/ Brunnermeier, M. \/ Buch, C. \/ Hellwig, M. \/ Langfield, S. \/ Pagano, M. \/ Sapir, A. \/ van den Burg, I. (2014):\u00c2\u00a0 Is Europe Overbanked? (Reports of the Advisory Scientific Committee No. 4 \/ June 2014). Frankfurt: European Systemic Risk Board.<\/p>\n<p>Admati, A. \/ Hellwig, M. (2013): The Bankers&#8216; New Clothes. Princeton: Princeton University Press.<\/p>\n<p>Bagehot, W. (1873): Lombard Street \u2013 A Description of the Money Market. London: Henry S. King and Co.<\/p>\n<p>Beck, T. (2008): The Econometrics of Finance and Growth (Policy Research Working Paper No. 4608). Washington: The World Bank.<\/p>\n<p>Beck, T. \/ Demirg\u00fc\u00c3\u00a7-Kunt, A. \/ Levine, R. (2009): Financial Institutions and Markets across Countries and over Time \u2013 Data and Analysis (Policy Research Working Paper No. 4943). Washington: World Bank.<\/p>\n<p>Gr\u00fcndler, K. \/ Weitzel, J. (2013): <a href=\"https:\/\/www.econstor.eu\/dspace\/bitstream\/10419\/88920\/1\/775696552.pdf\">The Financial Sector and Economic Growth in a Panel of Countries <\/a>(Diskussionspapier Nr. 123). W\u00fcrzburg: Bayerische Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg \u2013 Wirtschaftswissenschaftliche Fakult\u00e4t.<\/p>\n<p>Hicks, J. (1969): A Theory of Economic History. Oxford: Oxford University Press.<\/p>\n<p>Minsky, H. P. (1986): Stabilizing an Unstable Economy. New York: McGraw-Hill.<\/p>\n<p>Schumpeter, J. A. (1912): Theorie der Wirtschaftlichen Entwicklung. Leipzig: Dunker &amp; Humblot.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;It is not by augmenting the capital of the country, but by rendering a greater part of that capital active and productive than would otherwise &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<font size=3; color=grey>Junge Ordnungs\u00f6konomik<\/font><br \/>Zu viele Banken, zu viele Kredite?<br \/><font size=3; color=grey>Eine kritische W\u00fcrdigung des Finanzsektors<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":185,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,1454,33,31,876],"tags":[82,473,1443,1586,167],"class_list":["post-15182","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alles","category-finanzmarktpolitisches","category-makrooekonomisches","category-politisches","category-wachstumspolitisches","tag-finanzkrise","tag-finanzsektor","tag-kredite","tag-kreditvolumen","tag-wachstum"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Junge Ordnungs\u00f6konomikZu viele Banken, zu viele Kredite?Eine kritische W\u00fcrdigung des Finanzsektors - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Junge Ordnungs\u00f6konomikZu viele Banken, zu viele Kredite?Eine kritische W\u00fcrdigung des Finanzsektors - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"&#8222;It is not by augmenting the capital of the country, but by rendering a greater part of that capital active and productive than would otherwise &hellip; \u201eJunge Ordnungs\u00f6konomikZu viele Banken, zu viele Kredite?Eine kritische W\u00fcrdigung des Finanzsektors\u201c weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-07-07T14:46:50+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Jan Weitzel\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Jan Weitzel\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182\"},\"author\":{\"name\":\"Jan Weitzel\",\"@id\":\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/8e91fcb9f3571e27af6d27e206adca2b\"},\"headline\":\"Junge Ordnungs\u00f6konomik Zu viele Banken, zu viele Kredite? 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