{"id":15218,"date":"2014-08-12T00:01:36","date_gmt":"2014-08-11T23:01:36","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15218"},"modified":"2024-06-17T05:36:20","modified_gmt":"2024-06-17T04:36:20","slug":"junge-ordnungsoekonomikdas-scheitern-historischer-waehrungsraeumekann-sich-die-geschichte-fuer-die-eurozone-wiederholen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15218","title":{"rendered":"<b>Junge Ordnungs\u00f6konomik <\/b><br>Das Scheitern historischer W\u00e4hrungsr\u00e4ume <br><b>Kann sich die Geschichte f\u00fcr die Eurozone wiederholen? <\/b>"},"content":{"rendered":"<p><em>In den letzten drei Jahrhunderten wurde mehrmals der Versuch gestartet, eine stabile W\u00e4hrungsunion aus souver\u00e4nen Staaten zu bilden. Vier historische Beispiele sollen durch ihre Entstehungsgeschichte und ihren Zerfall Aufschluss dar\u00fcber geben, welche Gr\u00fcnde und Ursachen die Instabilit\u00e4t von W\u00e4hrungsr\u00e4umen vorantreibt. Die Geschichte zeigt in bestimmten Punkten gewisse Parallelen zur heutigen Situation der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion. Austrittsgr\u00fcnde der historischen Unionsmitglieder und die St\u00e4rke der Austrittsbem\u00fchungen lassen sich zum Teil auf die heutige Eurozone projizieren.<\/em><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion (EWU) war ein Meilenstein in der wirtschaftlichen und politischen Integration in Europa, ein Novum per se ist sie jedoch nicht. In den letzten 300 Jahren gab es mehrmals den Versuch einen stabilen W\u00e4hrungsraum aus souver\u00e4nen Staaten zu bilden. Vier historische Beispiele sollen mit ihrer Entstehungsgeschichte und ihrem Zerfall Aufschluss dar\u00fcber geben, welche Ursachen die Instabilit\u00e4t von W\u00e4hrungsr\u00e4umen vorantreibt. Hierbei sollen insbesondere die speziellen Austrittsgr\u00fcnde und der Austrittseitpunkt einzelner Unionsmitglieder untersucht werden. Diese zusammengenommen \u00fcberschneiden sich nat\u00fcrlich zum Teil mit Thesen der durch R. Mundell 1961 begr\u00fcndeten Theorie optimaler W\u00e4hrungsr\u00e4ume, die hier allerdings nicht Grundlage der Untersuchung sein sollen, da nicht die Situation vor Gr\u00fcndung der Union sondern vielmehr die Situation einzelner Mitglieder zum Ende der W\u00e4hrungsr\u00e4ume hin betrachtet und daraus l\u00e4nderspezifische Austrittsgr\u00fcnde ermittelt werden sollen. Denn jegliches Scheitern von Zusammenschl\u00fcssen beginnt mit divergierenden Interessen der Mitglieder. Zwar ist in den historischen W\u00e4hrungsr\u00e4umen nicht immer eine eindeutige Austrittsreihenfolge der Staaten erkennbar, aber eine faktische kann konstruiert werden. Sie h\u00e4ngt von der St\u00e4rke der Austrittsbem\u00fchungen der einzelnen Mitglieder ab. Abschlie\u00dfend wird untersucht inwieweit sich die m\u00f6glichen Austrittsgr\u00fcnde und Analogien im Verlauf der Unionen auch in der heutigen Situation der EWU wiederfinden lassen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>1. Historische W\u00e4hrungsunionen \u2013 4 Beispiele<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Die Lateinische M\u00fcnzunion und die Skandinavische M\u00fcnz- \/W\u00e4hrungsunion<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die zwei ersten Unionen im Rahmen dieser Betrachtung sind die Lateinische M\u00fcnzunion (LMU), die zwischen Frankreich, Belgien, der Schweiz, Italien und sp\u00e4ter auch Griechenland in den Jahren 1865-1927 bestand und die Skandinavische M\u00fcnz-\/W\u00e4hrungsunion (SMU), zu der sich Schweden, D\u00e4nemark und versp\u00e4tet auch Norwegen von 1872 bis 1931 zusammenschlossen. Die Vergleichbarkeit zur EWU ist in dem Sinne gegeben, dass es sich hier ebenfalls um souver\u00e4ne Staaten handelte, die sich auf freiwilliger Basis zu einer W\u00e4hrungsgemeinschaft zusammenschlossen. Die Unionsweiten Regelungen bezogen sich hier allerdings nur auf das M\u00fcnzsystem, wobei die Auspr\u00e4gungsmenge den Staaten \u00fcberlassen blieb. Die Parit\u00e4ten zwischen den nach Vorschrift gepr\u00e4gten M\u00fcnzen aller Unionsmitglieder wurden auf 1:1 festgesetzt. Diese durften frei im Unionsgebiet zirkulieren. Die zunehmende Bedeutung der Banknoten fand nur innerhalb der SMU durch die zwischenzeitliche gegenseitige Akzeptanz der Noten zur Parit\u00e4t Einzug. Die M\u00fcnzsysteme \u00e4hnelten sich im Falle beider Unionen schon vor deren Gr\u00fcndung, was den Schritt hin zu einem einheitlichen M\u00fcnzwesen vereinfachte. Die zu Beginn relativ stabile monet\u00e4re Zusammenarbeit innerhalb der LMU sowie der SMU erfuhr im weiteren Verlauf diverse R\u00fcckschl\u00e4ge. Im Rahmen der LMU war eines der gr\u00f6\u00dften Unw\u00e4gbarkeiten die Basis der M\u00fcnzsystems. Hierbei handelte es sich um einen bimetallischen Standard, hier dienten also Gold und Silber mit dem zu dem Zeitpunkt vorherrschenden Wertverh\u00e4ltnis von 1:15,5 als W\u00e4hrungsmetalle und nicht wie im Falle der SMU alleine Gold. Der zunehmende Silberpreisverfall f\u00fchrte bei dem festgesetzten Wertverh\u00e4ltnis zu einem starken Zufluss an Silberm\u00fcnzen und einem starken Abfluss an Goldm\u00fcnzen. Da trotz der darauffolgenden Suspendierung der Silberm\u00fcnzenauspr\u00e4gung 1878 dennoch Silberm\u00fcnzen umliefen lag hier nun ein hinkender Goldstandard vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_tab1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Relation\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_tab1.png\" alt=\"Relation\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die Pr\u00e4ge-\/Emissionspolitiken unterschieden sich im Falle der LMU sowie der SMU zwischen den Mitgliedern, was zu von den Parit\u00e4ten abweichenden Marktkursen f\u00fchrte (vgl. Tab. 1). So emittierten bspw. D\u00e4nemark und Norwegen aufgrund eines Exportbooms wesentlich mehr Banknoten als Schweden, was zu der oben beschriebenen Verschiebung der Marktkurse f\u00fchrte. Der Beginn des ersten Weltkrieges ging mit einer st\u00e4rkeren Fixierung auf die nationalen geldpolitischen Interessen aller Mitglieder einher und lie\u00df die Orientierung gelpolitscher Entscheidung an den Unionsinteressen weiter in den Hintergrund r\u00fccken. Belgien besiegelte mit der offiziellen K\u00fcndigung zum 1.1.1927 das Ende der LMU. Im Rahmen dieser Betrachtung spricht dies f\u00fcr Rang 1 der faktischen Austrittsreihenfolge, gefolgt von der Schweiz, die durch zwischenzeitliche K\u00fcndigung und Au\u00dferkurssetzung der M\u00fcnzen der Unionspartner schon fr\u00fch ihr Austrittsbestreben verdeutlicht. Beide verfolgten das Ziel der Einf\u00fchrung einer reinen Goldw\u00e4hrung, hier lagen demnach abweichende geldpolitische Interessen vor. Frankreich (Rang 3) und Italien (Rang 4) zeigten u.a. durch die zwischenzeitliche Zuordnung des Zwangskurses bei Aussetzung der Einl\u00f6severpflichtung ihrer Banknoten ihr Desinteresse an einer einheitlichen und unionsorientierten Geldpolitik. In Griechenland (Rang 5) fand das M\u00fcnzsystem nur formell Eingang, von einer aktiven Austrittsbekundung kann man hier nicht sprechen. Die SMU fand 1921 mit der Einf\u00fchrung eines \u00fcbergreifenden M\u00fcnzexportverbots ihr faktisches, 1931 mit dem \u00dcbergang zur Papierw\u00e4hrung aller Mitglieder dann ihr offizielles Ende. Schweden nimmt hier Rang 1 der faktischen Austrittsreihenfolge ein, da es stark von den von den Parit\u00e4ten abweichenden Marktkursen betroffen war. Norwegen (Rang 2), das zumeist oppositionelle Haltungen in Unionsfragen annahm verfolgte zudem das Ziel der Ausweitung der 1905 erhaltenen politischen Souver\u00e4nit\u00e4t. Auch D\u00e4nemark (Rang 3) verfolgte zunehmend die nationalen anstatt der Unionsinteressen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Die Kronen- und die Rubelzone<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bei den folgenden W\u00e4hrungsunionen handelt es sich zum einen um die Kronenzone und zum anderen um die Rubelzone. Die Kronenzone (KRZ) entstand nach dem Niedergang der Donaumonarchie zum Ende des 1. Weltkrieges hin zwischen deren nun souver\u00e4nen Teilstaaten \u00d6sterreich, Ungarn, der neu gegr\u00fcndeten Tschechoslowakei sowie Teilen Polens, Italiens und dem ebenfalls neugegr\u00fcndeten K\u00f6nigreichs Jugoslawien als auch dem Nordwesten Rum\u00e4niens. Die Rubelzone (RZ) setzte sich ab Ende 1991 mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus deren 15 nun souver\u00e4nen Nachfolgerepubliken zusammen. Wie ersichtlich, entstanden diese W\u00e4hrungsunionen mehr oder weniger unfreiwillig aufgrund der Aufl\u00f6sung territorialer Zusammenschl\u00fcsse, bei weiterhin umlaufender gemeinsamer W\u00e4hrung auf dem Gebiet der ehemaligen Gesamtstaaten. Eine Vergleichbarkeit zur EWU liegt hier insofern vor, da es sich jeweils um souver\u00e4ne Staaten mit identischer W\u00e4hrung und Elementen zentraler geldpolitischer Ordnung handelte. Die Bargeldemission wurde in der RZ zentral von Russland aus gesteuert, w\u00e4hrend die \u00f6sterreichisch-ungarische Bank mit Sitz in Wien die geldpolitischen Entscheidungen als Zentralnotenbank der KRZ traf. Die unkoordinierte Kreditvergabe der Zentralbanken einzelner Republiken der UdSSR und die kriegsbedingte Geldmengenausweitung der Donaumonarchie bewirkten, dass es sich bei dem sowjetischen Rubel sowie der \u00f6sterreichisch-ungarischen Krone von Beginn an um h\u00f6chst inflation\u00e4re Unionsw\u00e4hrungen handelte. Hinzu kam, dass in beiden F\u00e4llen eine Situation der politischen Desintegration herrschte, die eine erfolgreiche geldpolitische Zusammenarbeit stark beeintr\u00e4chtigte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_tab2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Austritte\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_tab2.png\" alt=\"Austritte\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Die Mitglieder der KRZ traten in den Jahren 1919-1920 durch Abstempelung der umlaufenden Kronennoten und den Anschlie\u00dfenden Umtausch in andere W\u00e4hrungen aus der Union aus (vgl. Tab. 2). Jugoslawien l\u00f6ste durch die Abstempelung der \u00f6sterreichisch-ungarischen Krone und den dadurch entstehenden Einfluss ungestempelter Banknoten in die anderen Unionsl\u00e4nder einen sog. Austrittswettlauf aus, der mit der Angst vor anhaltend steigender Inflation einherging. Dies verst\u00e4rkte bei allen \u00fcbrigen Unionsmitgliedern den Austrittswunsch. F\u00fcr die ehem. Regionen des Habsburger Reichs, die nun Rum\u00e4nien, Italien bzw. Jugoslawien angeh\u00f6rten bestand die M\u00f6glichkeit sich an bestehende W\u00e4hrungsgebiete durch die \u00dcbernahme parallel umlaufender W\u00e4hrungen anzugliedern. Dies und die politische Neuorientierung aufgrund neuer territorialer Verb\u00fcnde bzw. Strukturen sowie das Ziel der Schaffung einheitlicher W\u00e4hrungssysteme trieben hier die Austrittsentscheidung. Letzteres stellte auch den Austrittsgrund Polens dar. F\u00fcr \u00d6sterreich und Ungarn bestand durch den historisch bedingten gesicherten Zugang zu Notenbankkrediten vorerst kein Handlungsbedarf. Der Austrittswettlauf erfasste allerdings auch diese beiden Staaten. Die Tschechoslowakei konnte sich trotz ihrer nun erhaltenen Souver\u00e4nit\u00e4t eine fortbestehende w\u00e4hrungspolitische Kooperation vorstellen. Hier lag die Austrittsbegr\u00fcndung in der abgelehnten Forderung nach mehr Mitspracherecht bei gelpolitischen Entscheidungen aller Unionsparteien. Der Austritt Estland aus der RZ l\u00f6ste \u00e4hnlich wie im Falle der KRZ einen Austrittswettlauf aus (vgl. Tab. 2). Die Austrittsbegr\u00fcndungen im Falle der RZ lagen zudem in starken Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen mit der impliziten Forderung nach politischer sowie geldpolitischer Souver\u00e4nit\u00e4t (vor allem in den baltischen Staaten) und der ungleichen Bargeldversorgung durch Russland (vgl. Abb.1).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Nettomaterialprodukt\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb1.png\" alt=\"Nettomaterialprodukt\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>2. Historische Austrittsursachen im Kontext der EWU<\/strong><\/p>\n<p>Die betrachteten historischen W\u00e4hrungsr\u00e4ume zeigen, dass es in der Historie unterschiedliche Gr\u00fcnde f\u00fcr den Zusammenbruch von W\u00e4hrungsunionen gegeben hat und verschiedene Ursachen hinter den Austritten einzelner Mitglieder stehen. Heterogene geographische, politische und wirtschaftliche Entwicklungen spielten hierbei eine gro\u00dfe Rolle. Trotz allem weisen die Mitgliedsstaaten der vier W\u00e4hrungsr\u00e4ume Gemeinsamkeiten auf. Bestimmte Austrittsgr\u00fcnde wiederholten sich unabh\u00e4ngig vom Zeitalter und der Region. Tab. 3 gibt eine \u00dcbersicht zu den h\u00e4ufigsten Austrittsbegr\u00fcndungen in den betrachteten W\u00e4hrungsr\u00e4umen. Im Folgenden wird analysiert, inwieweit diese Kausalit\u00e4ten auch auf die heutigen Mitglieder der EWU zutreffen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_tab3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Austrittsgrund\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_tab3.png\" alt=\"Austrittsgrund\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Eine geringe Macht innerhalb der Union (AG 1) \u00e4u\u00dferte sich in den historischen W\u00e4hrungsr\u00e4umen durch eine ungleiche Verteilung des Mitspracherechts in geldpolitischen Fragen. In der EWU gilt heute jedoch das \u201eOne Person \u2013 One Vote\u201c-Prinzip. Die Stimmen der nationalen Zentralbanken sind demnach im Rat der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) gleichverteilt. Dies k\u00f6nnte sich allerdings mit der Einf\u00fchrung des vom EZB-Rat 2002 beschlossenen Rotationsverfahrens \u00e4ndern, sobald das 19. Mitglied der Eurozone beitritt. Dies wird schon im Januar 2015 durch den beschlossenen Beitritt Litauens der Fall sein. Ab diesem Zeitpunkt sollen die 19 nationalen Zentralbanken in zwei Gruppen unterteilt werden. Im monatlichen Wechsel teilen sich die an ihrer Wirtschaftskraft und Gr\u00f6\u00dfe ihres Finanzsektors gemessenen f\u00fcnf st\u00e4rksten L\u00e4nder (Gruppe 1) dann vier, die \u00fcbrigen 14 Notenbanken (Gruppe 2) elf Stimmrechte. Durch den zeitweisen Verlust des Stimmrechtes k\u00f6nnten sich gerade kapitalreiche L\u00e4nder wie Deutschland und Frankreich bei Entscheidungen, die bspw. die Haftungsrisiken f\u00fcr sie erh\u00f6hen, \u00fcbergangen f\u00fchlen. Beide L\u00e4nder halten derzeit zusammen 48% des EZB-Kapitals. In den historischen Unionen bedingte ein beschr\u00e4nktes Mitspracherecht viele Austritte. Die M\u00f6glichkeit, dass dies auch f\u00fcr die EWU zutreffen k\u00f6nnte, besteht demnach. Innerhalb der historischen W\u00e4hrungsunionen wurden abweichende geldpolitische Ziele (AG 3) unter anderem durch unterschiedliche Inflationsneigungen der Regierungen deutlich. Die EZB als unabh\u00e4ngige Institution kann hinsichtlich ihrer Geldpolitik von keinem Mitgliedsstaat vereinnahmt werden. Ihre einheitliche Geldpolitik f\u00fcr den europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsraum kann jedoch insbesondere in Krisenzeiten problematisch werden. Betrachtet man die Streuung der Inflationsraten in der Eurozone anhand ihrer Standardabweichung zeigt sich nach der Einf\u00fchrung des Euro ein allm\u00e4hlicher Konvergenzprozess zwischen den Mitgliedsl\u00e4ndern (vgl. Abb. 2). Mit Ausbruch der Finanzkrise schnellt jedoch die Streuung der Inflationsraten wieder in die H\u00f6he. Erst durch das intensive Eingreifen in den Kapitalmarkt ab Ausbruch der Eurokrise gelang es der EZB die Streuung zu reduzieren. In Krisenzeiten erh\u00f6ht sich somit der politische Druck auf jene nationalen Regierungen, die sich an den Extremen der Inflationsbandbreite befinden. F\u00fcr sie ist eine einheitliche Geldpolitik nicht unbedingt zielf\u00f6rdernd.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Inflation\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb2.png\" alt=\"Inflation\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Innerhalb der EWU existieren keine souver\u00e4n agierenden Notenbanken wie bspw. in der LMU. Die M\u00f6glichkeit, die nationale Geldemission (AG 7) ohne Einwilligung der EZB zu erh\u00f6hen besteht in diesem Sinne nicht. Die seit 2007 stark divergierenden TARGET2-Salden der EWU-Staaten zeigen allerdings eine Verschiebung der Zentralbankkredite von den Kernl\u00e4ndern (z.B. Deutschland) hin zu den Peripheriel\u00e4ndern (z.B. Griechenland). TARGET2 ist das Zahlungssystem der nationalen Zentralbanken des Eurosystems. Positive Salden stellen eine Forderung, negative Salden eine Verbindlichkeit nationaler Notenbanken gegen\u00fcber der EZB dar. Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine direkte Geldemission, allerdings bemessen die negativen Salden jenes Zusatzgeld, welches die jeweiligen nationalen Notenbanken \u00fcber das Ma\u00df f\u00fcr die innere Geldversorgung entliehen haben und f\u00fcr den Nettoerwerb von G\u00fctern und Verm\u00f6gensobjekten aus der \u00fcbrigen Eurozone verwendeten (vgl. Sinn\/Wollmersh\u00e4user, 2011). Abb. 3 zeigt, dass diese Ungleichgewichte auch sechs Jahre nach Beginn der Finanzkrise immer noch horrende Werte einnehmen. Am aktuellen Rand bel\u00e4uft sich die Summe der TARGET2-Salden auf knapp 35% des EWU-BIPs. Zwar sind auch die ISA-Salden als US-amerikanisches Pendant zu den TARGET2-Salden nach Ausbruch der Finanzkrise angestiegen, jedoch pendelten sie sich kurze Zeit sp\u00e4ter auf einem geringeren Niveau wieder ein. Ein Indiz daf\u00fcr, dass \u00fcber das TARGET2-System eine indirekte Geldemission in den Schuldnerl\u00e4ndern betrieben wurde, stellt der enorme Anstieg der Salden nach Ausbruch der Schuldenkrise in den s\u00fcdlichen EWU-Staaten dar. Eine divergierende Geldemission als m\u00f6glicher Austrittsgrund l\u00e4sst sich demnach in gewissem Ma\u00dfe auch auf die EWU \u00fcbertragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Target2\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb3.png\" alt=\"Target2\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Durch die gemeinsame W\u00e4hrung k\u00f6nnen keine Abweichungen der Marktkurse (AG 11) von den festgesetzten Parit\u00e4ten wie im Falle der LMU und SMU entstehen. Strukturunterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsl\u00e4ndern f\u00fchren somit nicht mehr zu nominalen Wechselkursanpassungen. Sie manifestieren sich in den relativen nationalen Preisen und L\u00f6hnen. Diese Verschiebung der realen Austauschverh\u00e4ltnisse kann mittels des realen effektiven Wechselkurses analysiert werden. Abb. 4 verdeutlicht kurz nach der Einf\u00fchrung des Euros einen \u00e4hnlichen Verlauf bei den ausgew\u00e4hlten Mitgliedern. Doch bereits vor Ausbruch der Finanzkrise manifestieren sich divergierende Trendentwicklungen zwischen den Unionsmitgliedern. Die s\u00fcdlichen Mitglieder zeigen \u00fcber die Finanz- und Eurokrise hinweg eine stetig schw\u00e4chere Wettbewerbsposition als die gro\u00dfen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Wechselkurse\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb4.png\" alt=\"Wechselkurse\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Neben diesen Austrittsbegr\u00fcndungen, die sich relativ gut auf die heutige Situation der EWU-Mitgliedsstaaten \u00fcbertragen lassen, weisen die verbliebenen Gr\u00fcnde eine relativ schwache Vergleichbarkeit auf. Dies liegt unter anderem daran, dass diese stark von den historischen, politischen und institutionellen Gegebenheiten gepr\u00e4gt waren, welche auf die heutige EWU in dieser Form nicht zutreffen. Allerdings gewinnt auch AG 10, die Losl\u00f6sung von einer Hegemonialmacht, mit der zunehmend wahrgenommenen hegemonialen Machtposition Deutschlands innerhalb der EWU stetig an Bedeutung. Im Hinblick auf die ersten f\u00fcnf R\u00e4nge der Austrittsreihenfolge in den gr\u00f6\u00dferen historischen W\u00e4hrungsunionen der LMU, KRZ und RZ, f\u00e4llt auf, dass relativ kleine (gemessen an der Bev\u00f6lkerung) und starke (gemessen am BIP pro Kopf) Mitglieder eher die vorderen Pl\u00e4tze einnahmen (vgl. Abb. 5). \u00dcbertr\u00e4gt man diese Tendenz auf die Eurozone, w\u00fcrde dies daf\u00fcr sprechen, dass allen voran Finnland, Irland, \u00d6sterreich, die Niederlanden und Belgien im hypothetischen Fall einer Unionsaufl\u00f6sung die vorderen R\u00e4nge der Austrittsreihenfolge einnehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb5.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered aligncenter\" title=\"Austritt EWU\" src=\"\/wordpress\/bilder\/braun_abb5.png\" alt=\"Austritt EWU\" width=\"400\" \/><\/a> <small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>3. Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Aus der Geschichte lassen sich h\u00e4ufig R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Gegenwart ziehen. Unabh\u00e4ngig von der historischen Dimension sind einige Gemeinsamkeiten f\u00fcr das Scheitern der vorgestellten vier W\u00e4hrungsr\u00e4ume erkennbar. Hinter den Ursachen zur Aufl\u00f6sungs- bzw. Austrittsentscheidung stehen stets divergierende nationale Interessen. Diese manifestieren sich in unterschiedlichen geldpolitischen Zielen und fiskalpolitischen Entscheidungen, welche sich zuerst an den nationalen Bed\u00fcrfnissen und danach an den Unionsinteressen orientieren. Unterschiedliche Politiken innerhalb eines W\u00e4hrungsraums spiegeln sich wiederum in der Entwicklung der effektiven Wechselkurse und somit in der Wettbewerbsf\u00e4higkeit eines Landes wider. W\u00e4hrend L\u00e4nder, die aus diesem Umstand Schaden nehmen beabsichtigen, unter minimalem Verlust die Union zu verlassen, halten Profiteure am Bestehen der Union fest. Einige historische Austritts- und Aufl\u00f6sungsgr\u00fcnde k\u00f6nnten auch heute auf die EWU und ihre Mitglieder zutreffen. Die divergierende gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Eurozone seit Ausbruch der Finanzkrise hat sich bisher nicht beruhigt. Das Wohlstandsgef\u00e4lle zwischen dem S\u00fcden und dem Norden der EWU nimmt wieder zu und die Solidarit\u00e4t zwischen den Mitgliedern wird immer st\u00e4rker ausgereizt. Ob und wie eine Konvergenz in Zukunft m\u00f6glich sein wird, h\u00e4ngt stark von der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des S\u00fcdens ab. Mit steigender Heterogenit\u00e4t innerhalb der Union, nimmt auch die Austrittswahrscheinlichkeit einiger L\u00e4nder weiter zu.<\/p>\n<p><em>Der Blog-Beitrag fasst die Ergebnissse aus <a href=\"http:\/\/www.vwl.uni-wuerzburg.de\/fileadmin\/12010400\/_temp_\/DP_127.pdf\" target=\"blank\" rel=\"noopener\">Berthold \/ Braun \/ Coban (2014)<\/a> zusammen.<\/em><\/p>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wiwi.uni-wuerzburg.de\/fileadmin\/12010400\/_temp_\/DP_127_02.pdf\"><em>Berthold, N. \/ Braun, S. \/ Coban, M.<\/em> (2014): Das Scheitern historischer W\u00e4hrungsr\u00e4ume: Kann sich die Geschichte auch f\u00fcr die Eurozone wiederholen? in: Wirtschaftswissenschaftliche Beitr\u00e4ge des Lehrstuhls f\u00fcr Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik (Universit\u00e4t W\u00fcrzburg), Nr. 127.<\/a><\/li>\n<li><em>Muth, C.<\/em> (1997a), Das Ende der Kronenzone : die Aufl\u00f6sung des gemeinsamen W\u00e4hrungsgebiets auf dem Territorium des ehemaligen Habsburgerreichs, Jahrbuch f\u00fcr Wirtschaftsgeschichte, 1997,1, S. 135-156.<\/li>\n<li><em>Muth, C.<\/em> (1997b), W\u00e4hrungsdesintegration-Das Ende von W\u00e4hrungsunionen, Physica-Verlag, Heidelberg.<\/li>\n<li><em>Sinn, H.-W., T. Wollmersh\u00e4user<\/em> (2011), Target-Kredite, Leistungsbilanzsalden und Kapitalverkehr: Der Rettungsschirm der EZB, Ifo Working Paper, No. 105.<\/li>\n<li><em>Terhalle, F.<\/em> (1928), Wechselkurse, in: Handw\u00f6rterbuch der Staatswissenschaften, Band 8, 4. Auflage, Verlag von Gustav Fischer, 1928, Jena, S.938-951.<\/li>\n<li><em>Theurl, T.<\/em> (1992), Eine gemeinsame W\u00e4hrung f\u00fcr Europa \u2013 12 Lehren aus der Geschichte, \u00d6sterreichischer Studien Verlag, Reihe: Geschichte &amp; \u00d6konomie, Band 1, Innsbruck.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n<!--more-->\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten drei Jahrhunderten wurde mehrmals der Versuch gestartet, eine stabile W\u00e4hrungsunion aus souver\u00e4nen Staaten zu bilden. 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