{"id":15623,"date":"2014-10-07T00:01:50","date_gmt":"2014-10-06T23:01:50","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15623"},"modified":"2014-10-13T16:00:13","modified_gmt":"2014-10-13T15:00:13","slug":"ungleichheite-heute-25die-treiber-der-vermoegensungleichheitwarum-besitzen-10-der-bevoelkerung-mehr-als-die-haelfte-des-vermoegens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15623","title":{"rendered":"<small>Ungleichheite heute (26)<\/small><br>Die Treiber der Verm\u00f6gensungleichheit<br><font size=3; color=grey>Warum besitzen 10 % der Bev\u00f6lkerung mehr als die H\u00e4lfte des Verm\u00f6gens?<\/font>"},"content":{"rendered":"<p>Die Verm\u00f6gen in Deutschland sind <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\" target=\"blank\">ungleich<\/a> \u00fcber die B\u00fcrger verteilt und konzentrieren sich am oberen Ende der Verm\u00f6gensverteilung. Doch was sind im Allgemeinen die Treiber ungleich verteilter Verm\u00f6gen? Was beeinflusst die H\u00f6he des individuellen Nettoverm\u00f6gens? Pers\u00f6nliches Verm\u00f6gen entsteht entweder durch die Akkumulation von Ersparnissen oder durch intergenerationale \u00dcbertragungen, also durch Schenkungen (inter-vivo Transfers) oder Erbschaften.<\/p>\n<p>Somit sind zwei Schritte notwendig, um zu ergr\u00fcnden, was f\u00fcr eine ungleiche Verteilung von Verm\u00f6gen sorgt. Erstens m\u00fcssen die Determinanten beleuchtet werden, die einerseits den Akkumulations- und andererseits den Vererbungsprozess beeinflussen. In einem weiteren Schritt muss untersucht werden, von welcher relativen Bedeutung diese beiden Prozesse sind und inwieweit sie sich auf die interpersonelle Verteilung der Verm\u00f6gen auswirken. Welche Treiber wirken ungleichheitsvermindernd und welche verst\u00e4rkend? Auch wenn oftmals ein kausaler Zusammenhang aufgrund einer zu geringen Datenbasis nur mit Vorsicht getroffen werden kann, ist die Beantwortung dieser Fragen unerl\u00e4sslich, um eine valide Diagnose und somit eine ad\u00e4quate Wirtschaftspolitik gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Rolle von Erbschaften und Schenkungen<\/strong><\/p>\n<p>Pers\u00f6nliches Verm\u00f6gen kann grundlegend auf zwei verschiedenen Wegen erzielt werden. Entweder durch die Akkumulation eigener Ersparnisse oder durch den Erwerb einer Schenkung oder Erbschaft. Doch welche Rolle nehmen Erbschaften und Schenkungen ein? Inwieweit kann Verm\u00f6gensungleichheit durch intergenerationale \u00dcbertragungen erkl\u00e4rt werden? Oder wirken Erbschaften \u00fcberhaupt ungleichheitsversch\u00e4rfend? Diese Fragen werden schon seit langem kontrovers diskutiert und sind insbesondere vor dem Hintergrund zunehmend alternder Gesellschaften von immenser Bedeutung.<\/p>\n<p>Einen ersten Anhaltspunkt sollte zun\u00e4chst ein Blick auf den Anteil der Erbschaften und Schenkungen sowohl am gesamten Privatverm\u00f6gen als auch am Nationaleinkommen liefern. Je gr\u00f6\u00dfer dieser Anteil ausf\u00e4llt, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Relevanz des Erbschaftskanals. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Bedeutung von Erbschaften sehr gro\u00df. Der so genannte Erbschaftsfluss (inheritance flow), d.h. der j\u00e4hrliche Strom von Erbschaften und Schenkungen gemessen in Relation zum Nationaleinkommen, betrug damals fast 20 % (Abbildung 1). Der Anteil von Erbschaften und Schenkungen am gesamten privaten Verm\u00f6gen lag bei rund 60 %. Infolge des Ausbruchs des ersten und zweiten Weltkriegs sowie infolge der W\u00e4hrungsreform 1948 kam es zu einer enormen Entwertung und Vernichtung von Kapital. Folglich ging die Bedeutung \u00fcbertragenen Verm\u00f6gens (mit einem Erbschaftsfluss von rund 5 % und einem Anteil am gesamten privaten Verm\u00f6gen von circa 20 %) bis in die 1970er Jahre zur\u00fcck. Die Rolle eigener Ersparnisse zur Verm\u00f6gensakkumulation trat erst anschlie\u00dfend wieder st\u00e4rker in den Vordergrund. Nach Jahren wirtschaftlicher Prosperit\u00e4t und damit zusammenh\u00e4ngend besseren M\u00f6glichkeiten zur Kapitalakkumulation hatten die Bundesb\u00fcrger im Durchschnitt wieder mehr zu vererben. Der Erbschaftsfluss sowie der Anteil der Erbschaften am gesamten Privatverm\u00f6gen stiegen wieder auf Werte von 10 % beziehungsweise 50 % an. Somit l\u00e4sst sich f\u00fcr beide Indikatoren ein U-f\u00f6rmiger Verlauf festhalten.<\/p>\n<p>Die Treiber dieses Prozesses lassen sich an einer einfachen Gleichung festmachen. Der Erbschaftsfluss gleicht dem Produkt aus 1.) dem Verh\u00e4ltnis von (vererbbaren) privaten Kapital zu dem Nationaleinkommen (Capital-Income-Ratio), 2.) der Mortalit\u00e4tsrate und 3.) dem Verh\u00e4ltnis zwischen dem durchschnittlichen Verm\u00f6gen der Erblasser zu ihrem Todeszeitpunkt zu dem durchschnittlichen Verm\u00f6gen der lebenden Individuen. F\u00fcr den Anteil des vererbten Verm\u00f6gens am gesamten privaten Verm\u00f6gen verk\u00fcrzt sich diese Gleichung zu dem Produkt der beiden letztgenannten Faktoren.<\/p>\n<p>Somit gibt es drei Faktoren die den bisherigen Verlauf erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Je gr\u00f6\u00dfer ceteris paribus der Anteil des Verm\u00f6gens am Nationaleinkommen, je h\u00f6her die Mortalit\u00e4tsrate oder je h\u00f6her das durchschnittliche Verm\u00f6gen der Erblasser ist, desto h\u00f6her f\u00e4llt auch der Erbschaftsfluss und somit die Bedeutung des Erbschaftskanals aus. Die Entwicklung seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts l\u00e4sst sich somit erkl\u00e4ren. Die erste Komponente, das Verh\u00e4ltnis zwischen privatem Kapital und Nationaleinkommen, betrug um 1900 noch \u00fcber 600 % und sank nach den Weltkriegen auf Werte von unter 200 %. Anschlie\u00dfend stieg das Verh\u00e4ltnis jedoch wieder an und liegt derzeit bei rund 400 %. Die Mortalit\u00e4tsrate als die zweite Komponente sank in diesem Zeitraum (in Frankreich beispielsweise von 2,2 auf 1,2 %). Dies ist vor allem auf eine steigende Lebenserwartung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Es ist jedoch abzusehen, dass dieser Wert aufgrund der demographischen Entwicklung wieder ansteigen wird. Unter Annahme einer gleichen Lebenserwartung wird dieser Wert beispielsweise umso gr\u00f6\u00dfer, je gr\u00f6\u00dfer die Kohorten zum Todeszeitpunkt sind. Angesichts der Gr\u00f6\u00dfe der Baby-Boomer Generationen und der heutzutage abnehmenden Fertilit\u00e4tsrate ist davon auszugehen, dass die Mortalit\u00e4tsrate in naher Zukunft wieder ansteigen wird.<\/p>\n<p>Der dritte Kanal vervollst\u00e4ndigt das gezeigte Bild des Erbschaftsflusses. Im Allgemeinen folgt das individuelle Verm\u00f6gen \u00fcber den Lebenszyklus hinweg einem umgekehrten U-Verlauf (Modiglianis Lebenszyklustheorie). Es steigt also im Erwerbsalter an und wird in der Ruhestandsphase zunehmend abgebaut. Aus verschiedenen Gr\u00fcnden, wie bspw. Altruismus, Paternalismus als auch aus Gr\u00fcnden der pers\u00f6nlichen Vorsorge gegen sonstige Einkommensausf\u00e4lle, verbraucht ein Individuum jedoch nicht sein komplettes Verm\u00f6gen bis zum Todeszeitpunkt. Au\u00dfer zu Zeiten der beiden Weltkriege war der Wert des durchschnittlichen Verm\u00f6gens der Erblasser zum Todeszeitpunkt stets h\u00f6her als der Wert des durchschnittlichen Verm\u00f6gens der Lebenden. Insbesondere seit 1960 stieg dieses Verh\u00e4ltnis unter Ber\u00fccksichtigung von Vorab\u00fcbertragungen auf Werte von \u00fcber 2 an (Abbildung 1). Folglich ergibt sich auch f\u00fcr diesen Faktor ein U-f\u00f6rmiger Verlauf.<\/p>\n<p>Festzuhalten bleibt somit, dass die Zerlegung des Erbschaftsflusses in die genannten drei Komponenten einen besseren Aufschluss \u00fcber dessen U-f\u00f6rmigen Verlauf im 20. Jahrhundert gibt. Andererseits l\u00e4sst sie auch \u2013 so wie Thomas Piketty es bereits versucht hat, eine Aussage \u00fcber die Bedeutung von Erbschaften in der Zukunft zu. Insbesondere ein vorhersehbarer Anstieg der Mortalit\u00e4tsrate sowie ein weiterer Anstieg der Capital-Income-Ratio sind f\u00fcr ihn die Treiber, die zu einer zunehmenden Bedeutung von Erbschaften in Zukunft f\u00fchren sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"Erbschaft\" alt=\"Erbschaft\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver1.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Doch wie h\u00e4ngt die Entwicklung des Anteils \u00fcbertragener Verm\u00f6gen an dem Gesamtverm\u00f6gen mit der beobachtbaren Entwicklung der Verm\u00f6gensungleichheit zusammen? Sind Erbschaften und Schenkungen der Grund f\u00fcr die hohe Konzentration der Verm\u00f6gen am oberen Ende der Verteilung oder wirken sie sich ungleichheitsvermindernd aus?<\/p>\n<p>Beginnen m\u00f6chte ich mit einem kurzen Gedankenexperiment, um skizzenhaft aufzuzeigen, inwiefern sich die Fertilit\u00e4tsrate, die Familiengr\u00f6\u00dfe und -zusammenstellung sowie die Art, wie Verm\u00f6gen vererbt wird, auf die Verm\u00f6gensungleichheit auswirken (Abbildung 2). Nehmen wir an, eine Gesellschaft besteht aus einem Million\u00e4rsehepaar und 99 weiteren, die kein Verm\u00f6gen haben. In dieser Gesellschaft gibt es also eine extrem hohe Verm\u00f6gensungleichheit. Das eine Ehepaar in Generation I vererbt exakt eine Million Euro und alle Ehepaare dieser Generation als auch die der folgenden bringen stets zwei Kinder zur Welt. Werden weitere M\u00f6glichkeiten zur Kapitalakkumulation vernachl\u00e4ssigt, stellt man unter der Annahme, dass vererbtes Verm\u00f6gen jeweils zu gleichen Teilen auf die Kinder \u00fcbertragen wird, fest, dass die Nachfahren in der f\u00fcnften Generation jeweils einen vererbten Betrag von 62500 Euro erwarten k\u00f6nnen. Profitiert hingegen immer nur das \u00e4ltere Kind von der Erbschaft in vollem Ma\u00dfe, dann w\u00fcrde lediglich einer der 16 Nachfahren in der f\u00fcnften Generation eine Erbschaft in H\u00f6he von einer Million erhalten.<\/p>\n<p>Wie dabei deutlich wird, spielt die Art und Weise, wie Erbschaften von statten gehen eine erhebliche Rolle, ob Erbschaften ungleichheitsvermindernd oder \u2013versch\u00e4rfend wirken. Ebenso spielt die Geburtenrate verm\u00f6gender Menschen hinein. Geht man beispielsweise davon aus, dass an jeweils drei statt nur zwei Kinder vererbt wird, verringert sich die erwartete Erbschaft in der f\u00fcnften Generation auf rund 12350 Euro, wenn die Erbschaften jeweils zu gleichen Teilen vererbt werden. Eine hohe Geburtenrate Verm\u00f6gender \u2013 unter der Annahme, dass alle Kinder stets denselben Betrag vererbt bekommen, hat somit eine ungleichheitsverringernde Wirkung. Ebenso von Bedeutung ist die Wahl des Ehepartners. In der obigen Analyse wurde davon ausgegangen, dass die Ehegatten jeweils kein Verm\u00f6gen mit in die Ehe einbringen. Dies ist nat\u00fcrlich \u00e4u\u00dferst unrealistisch. Vielmehr ist empirisch zu beobachten, dass sich verm\u00f6gende Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einen verm\u00f6genden Ehepartner suchen. Je st\u00e4rker der Effekt des statushomogenen Heiratsverhaltens (\u201eassortative mating\u201c) zu Tage tritt, desto ungleicher wirken Erbschaften auf die Verm\u00f6gensverteilung. In obigem Gedankenexperiment wird dies deutlich, wenn man annimmt, dass es anfangs zu jeweils gleichen Teilen zwei Klassen gibt, Verm\u00f6gende und Nichtverm\u00f6gende (zuvor hatte nur eine Familie Verm\u00f6gen). W\u00fcrden sich Individuen ihren Ehepartner per Zufallsprinzip aussuchen, dann w\u00fcrden sich die Verm\u00f6gen der Nachfahren dieser fiktiven Gesellschaft nach einigen Generationen angleichen. W\u00fcrde man jedoch davon ausgehen, dass Verm\u00f6gende immer nur Verm\u00f6gende heiraten, h\u00e4tte dies zur Folge, dass die Verm\u00f6gensungleichheit persistent \u00fcber die Generationen hinweg erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Frage, wie sich Erbschaften auf die Verm\u00f6gensungleichheit und deren Persistenz auswirken, l\u00e4sst sich konstatieren, dass dies von dem Erbsystem, dem Geburtenverhalten sowie von dem Heiratsverhalten Verm\u00f6gender beeinflusst wird. Hinzu kommen das Vererbungsmotiv, das Sparverhalten und die Akkumulations- bzw. Verm\u00f6gensgewinnungsm\u00f6glichkeiten der jeweiligen Erben. Verbrauchen sie ihr Verm\u00f6gen bis zum Todeszeitpunkt und k\u00f6nnen somit nicht vererben oder sparen sie einen erheblichen Teil des vererbten (und neu erworbenen) Verm\u00f6gens an und vererben es wiederum an ihre Erben?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"Verm\u00f6gens\u00fcbertragung\" alt=\"Verm\u00f6gens\u00fcbertragung\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver2.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Wie sieht es empirisch aus? Welcher prozentuale Anteil der sehr Verm\u00f6genden hat seinen Status durch eine Erbschaft erlangt, welcher Teil hat dies durch seine eigene Leistung erbracht? Wirken Erbschaften ungleichheitsversch\u00e4rfend? Gerade der Befund, dass vor allem Bildung sowie die Einkommens- und Verm\u00f6gensh\u00f6he die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6hen, eine Erbschaft zu erhalten, legt nahe, zu erwarten, dass \u00dcbertragungen die Ungleichheit erh\u00f6hen. Dieser Schluss mag jedoch voreilig sein. Hierzu gibt es zahlreiche Studien, die mit teils kontr\u00e4ren Ergebnissen aufwarten. Einen ersten Aufschluss gibt ein Blick auf die Statistiken der Superreichen, also Leute mit einem Verm\u00f6gen von 30 Millionen US-Dollar und mehr. 2013 gab es auf der Erde rund zweihunderttausend Superreiche. Von diesen erreichten 18 % ihren Status infolge einer Erbschaft. Weitere 16 % haben diesen Status aus eigener Anstrengung (\u201eSelf-Made\u201c) und durch eine nennenswerte Erbschaft erhalten. Die restlichen 65 % sind ausschlie\u00dflich \u201eSelf-Made\u201c reich geworden. Bei Frauen unterscheiden sich die Zahlen von denen der M\u00e4nner. So sind 70 % der M\u00e4nner, aber nur 33 % der Frauen \u201eSelf-Made\u201c. Bei rund einem Drittel der Superreichen ist also die heutige Verm\u00f6gensposition ganz oder zumindest zu einem Teil auf eine Erbschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dies l\u00e4sst jedoch auch den Schluss zu, dass intergenerationale \u00dcbertragungen nicht in vollem Umfang f\u00fcr die hohe Verm\u00f6genskonzentration verantwortlich sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Edward Wolff und Maury Gittleman ermittelten, dass in den USA in dem Zeitraum zwischen 1989 und 2007 rund 21 % aller Haushalte eine Erbschaft oder Schenkung erhalten haben und dass diese f\u00fcr rund 23 % des gesamten privaten Verm\u00f6gens sorgten. Im Euroraum hingegen erhielten durchschnittlich rund 28 % aller Haushalte eine \u00dcbertragung. F\u00fcr das oberste 1 Prozent in den USA beobachteten Wolff und Gittleman einen durchschnittlichen Anteil intergenerationaler \u00dcbertragungen von 14,7 % an deren Gesamtverm\u00f6gen im Jahr 2007. Interessanterweise kommen sie zu dem &#8211; zu Pikettys These, dass der steigende Einfluss von Erbschaften zu einer steigenden Verm\u00f6genskonzentration f\u00fchre, kontr\u00e4r stehenden Schluss, dass die Bedeutung vererbten Verm\u00f6gens f\u00fcr das oberste 1 Prozent gesunken ist, da dieser Anteil 1992 noch bei 27 % lag. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie zeigen, dass Erbschaften und Schenkungen in dem betrachteten Zeitraum ungleichheitsverringernd wirkten, da der prozentuale Anteil intergenerationaler \u00dcbertragungen in den untersten Dezilen aufgrund eines geringeren Gesamtverm\u00f6gens gr\u00f6\u00dfer ausfiel und somit der prozentuale Verm\u00f6genszuwachs h\u00f6her ist. Top-Verm\u00f6gende erhielten im Durchschnitt zwar h\u00f6here \u00dcbertragungen, diese machten jedoch einen kleineren Teil ihres Gesamtverm\u00f6gens aus. Die absolute Ungleichheit wird durch intergenerationale \u00dcbertragungen zwar erh\u00f6ht, die relative sinkt hingegen. Auch andere Autoren weisen auf diesen Fakt hin und erg\u00e4nzen, dass intergenerationale \u00dcbertragungen Individuen mit geringem Verm\u00f6gen oftmals erst in die Gelegenheit bringen zu sparen und somit Verm\u00f6gen akkumulieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber steht eine Vielzahl von Beitr\u00e4gen, insbesondere auf Simulationsstudien basierend, die einen ungleichheitsverst\u00e4rkenden Effekt bescheinigen. Beispielsweise kam James B. Davies in einer Studie zu dem Schluss, dass Erbschaften die Verm\u00f6gensungleichheit versch\u00e4rfen. In seinem Basismodell betrug der Verm\u00f6gensanteil des Top-Dezils 46 % und der des Top-Perzentils 9 %. Unter Ber\u00fccksichtigung von Erbschaften stiegen diese Werte auf 62 % respektive 21 %.<\/p>\n<p>Aus einer von der EZB ver\u00f6ffentlichten Studie, in dem intergenerationale \u00dcbertragungen danach differenziert werden, ob der Erbe dadurch seinen Hauptwohnsitz erlangt hat, geht hervor, dass \u00dcbertragungen, die nicht den Hauptwohnsitz einschlie\u00dfen, im Durchschnitt 11 % des gesamten Nettoverm\u00f6gens der Haushalte der Eurozone ausmachten. In Deutschland liegt dieser Anteil etwas h\u00f6her bei 16 %. Fast 50 % des gesamten Privatverm\u00f6gens sind im EWU-Durchschnitt auf den Wert des Erstwohnsitzes zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der Anteil, der hierbei auf eine Erbschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, variiert jedoch erheblich \u00fcber die L\u00e4nder hinweg. In Deutschland macht der Erstwohnsitz rund 38 % des durchschnittlichen Verm\u00f6gens aus, wobei 7 Prozentpunkte aus einer Erbschaft stammen (Abbildung 3).<\/p>\n<p>Nachdem Erbschaften im Anschluss an die zwei Weltkriege immens an Bedeutung f\u00fcr die Verm\u00f6gensbildung verloren hatten, scheinen sie sp\u00e4testens seit den 1970er Jahren wieder auf dem Vormarsch zu sein. Ungeachtet deren quantitativer Bedeutung f\u00fcr den Verm\u00f6gensbildungsprozess, scheint eine abschlie\u00dfende Beurteilung, wie sich Erbschaften insgesamt auf die Verm\u00f6gensungleichheit auswirken, aufgrund einer Vielzahl kontr\u00e4rer Ergebnisse nicht m\u00f6glich zu sein. Wie jedoch gezeigt wurde, gibt es verschiedene Stellschrauben, die die ungleichheitsbeeinflussende Wirkung beeinflussen und erkl\u00e4ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"Hauptwohnsitz\" alt=\"Hauptwohnsitz\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver3.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der Akkumulationsprozess<\/strong><\/p>\n<p>Der zweite Kanal beschreibt die M\u00f6glichkeiten, den Verm\u00f6gensaufbau durch das eigene Verhalten und die eigenen F\u00e4higkeiten zu beeinflussen. Die M\u00f6glichkeiten Ersparnisse zu akkumulieren und somit Verm\u00f6gen neu zu bilden werden grundlegend von drei Faktoren bestimmt, die wiederum von einer Vielzahl weiterer Determinanten tangiert werden: 1.) die pers\u00f6nliche Ausstattung mit Verm\u00f6gen zu einem bestimmten Lebenszeitpunkt, 2.) das pers\u00f6nliche Spar- bzw. Verschuldungsverhalten und 3.) die Rendite auf das bestehende Verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Die Ausstattung mit Verm\u00f6gen, die ein Individuum zu einem gegebenen Zeitpunkt seines Lebens hat, h\u00e4ngt eng damit zusammen, welche M\u00f6glichkeiten diesem Individuum insbesondere durch die Einkommens- und Verm\u00f6gensposition seiner Eltern zu Gute kamen. So k\u00f6nnen wohlhabendere Eltern fr\u00fchzeitig in die Erziehung und Bildung ihres Z\u00f6glings investieren und somit den Grundstein f\u00fcr einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben legen. Wie zuvor beschrieben, beeinflusst zudem die H\u00f6he der erhaltenen \u00dcbertragungen die pers\u00f6nliche Verm\u00f6gensausstattung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Je verm\u00f6gender die Eltern sind und je kleiner die Familie ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit von einer relativ gro\u00dfz\u00fcgigen Schenkung oder Erbschaft zu profitieren.<\/p>\n<p>Wieviel Verm\u00f6gen eine Person bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aus eigener Kraft akkumulieren kann, h\u00e4ngt von mehreren Faktoren ab. Zuerst ist hier der Einfluss der beruflichen Stellung zu nennen. Erh\u00e4lt eine Person ein hohes Arbeitseinkommen oder ein Einkommen aus Unternehmert\u00e4tigkeit, kann diese im Normalfall auch vermehrt Ersparnisse bilden. Ist eine Person hingegen arbeitssuchend und auf staatliche Transfers angewiesen, wird es kaum M\u00f6glichkeiten haben, etwas von ihrem Einkommen zu sparen. Selbst bei Unterstellung einer \u00fcber alle Einkommensklassen gleichen Sparquote, w\u00fcrden die absoluten Sparbetr\u00e4ge proportional zur Einkommensh\u00f6he ausfallen. Empirisch ist jedoch zu beobachten, dass die Sparquote mit der Einkommensh\u00f6he ansteigt (Abbildung 4). Somit sind die Ersparnisse am oberen Ende der Einkommensverteilung nicht nur absolut h\u00f6her, sondern auch relativ. Von vorrangiger Bedeutung f\u00fcr die Verm\u00f6gensungleichheit ist, wie ungleich die Einkommen verteilt sind. Je h\u00f6her der Anteil der oberen Einkommensgruppen am Nationaleinkommen ist, desto st\u00e4rker m\u00fcsste sich diese Ungleichheit in Anbetracht der empirischen Sparquoten auch in einer h\u00f6heren Verm\u00f6gensungleichheit niederschlagen (unter Vernachl\u00e4ssigung intergenerationaler \u00dcbertragungen). Angesichts eines Anteils der Top-10 % Einkommensbezieher von \u00fcber einem Drittel und der Top-1 % von \u00fcber 10 % an den Gesamteinkommen verwundert es bei den beobachtbaren Sparquoten von durchschnittlich \u00fcber 17 % nicht, dass die Verm\u00f6gen extrem ungleich verteilt sind (Abbildung 4).<\/p>\n<p>Ein weiterer Faktor, der die Sparneigung und Akkumulationsf\u00e4higkeit beeinflusst, ist die Haushaltsgr\u00f6\u00dfe und die Arbeitsmarktpartizipation der anderen Haushaltsmitglieder. Erzielt eine Person zwar ein hohes Einkommen, reicht dieses aber gerade daf\u00fcr aus, den eigenen Haushalt zu versorgen, kann diese Person auch keine Ersparnisse und somit kein Verm\u00f6gen bilden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver4.png\"><img decoding=\"async\" class=\"centered\" title=\"Topeinkommen\" alt=\"Topeinkommen\" src=\"\/wordpress\/bilder\/fraasver4.png\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Eng damit verbunden ist die Frage, welche Rendite ein Individuum auf sein Verm\u00f6gen erh\u00e4lt. Wie hoch letztendlich die Kapitalertr\u00e4ge ausfallen, h\u00e4ngt in entschiedenem Ma\u00dfe davon ab, wieviel Verm\u00f6gen eine Person bereits angeh\u00e4uft hat und welche Rendite dieses Verm\u00f6gen abwirft. Eine bereits verm\u00f6gende Person kann ihre Kapitalanlagen besser diversifizieren und somit auch in riskantere Anlagen, die gegebenenfalls eine \u00dcberrendite abwerfen, exponiert sein. Dies geht ebenfalls aus den Verm\u00f6gensdaten der Eurozone hervor. W\u00e4hrend Verm\u00f6gende zu einem erheblichen Teil auch in riskante Finanzanlagen investieren, spart ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung ihr Verm\u00f6gen an, um sich ein Eigenheim oder ein Auto zu leisten. An dieser Stelle wird deutlich, dass Verm\u00f6gen oftmals gar keine Rendite im eigentlichen Sinne abwirft. Vielmehr geht es bei Verbrauchsgegenst\u00e4nden und vielen immateriellen Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nden um das Einsparen von Opportunit\u00e4tskosten und das Erlangen gewisser Freiheiten. Durch ein Eigenheim erspart man sich beispielsweise die Zahlung einer Mietwohnung, auch wenn sicherlich noch Kosten der Unterhaltung anfallen. Somit sind in diesem Fall die Wertver\u00e4nderung der Immobilie und die Einsparung der Mietzahlung und damit verbunden gegebenenfalls eine h\u00f6here pers\u00f6nliche Ersparnis die einzigen Verm\u00f6genseffekte, die auftreten. Ob man durch ein Auto Geld spart sei dahingestellt; auf jeden Fall erlangt man die Freiheit, nicht auf \u00f6ffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt ist die Wirkung des Zinseszins. Insofern Zinsertr\u00e4ge nicht liquidiert werden, werfen diese in den darauffolgenden Perioden wiederum einen Zinsertrag ab. Wenn man das Verm\u00f6gen \u201ef\u00fcr sich arbeiten\u201c lassen kann und es nicht verbrauchen muss, perpetuiert sich die Verm\u00f6genssteigerung exponentiell. Interessanterweise l\u00e4sst sich wiederum beobachten, dass selbst im obersten Dezil der Einkommensverteilung Arbeitseinkommen &#8211; und nicht Kapitaleinkommen &#8211; den gr\u00f6\u00dften Anteil ausmachen. Erst bei dem Top-0,1 Prozent \u00fcberwiegt der Kapitaleinkommensanteil den der Arbeitseinkommen (Abbildung 4).<\/p>\n<p>Wie sich der beschriebene Akkumulationsprozess auf die Verm\u00f6gensungleichheit auswirkt, h\u00e4ngt davon ab, in welche Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde die Individuen investieren. Studien belegen, dass sich Verm\u00f6gen wie eine eigene Immobilie, Anleihen, Spareinlagen oder Fahrzeuge ungleichheitsverringernd auswirken, da diese einen \u00fcberproportional hohen Anteil am individuellen Verm\u00f6gen der Personen in den unteren und mittleren Verm\u00f6gensdezilen ausmachen. Besonders bei Hauseigentum als gr\u00f6\u00dften privaten Verm\u00f6gensposten wird die Ungleichheit immens durch den durchschnittlichen Wert der Immobilien beeinflusst. L\u00e4ndervergleichende Studien zeigen, dass die Verm\u00f6gensungleichheit in L\u00e4ndern, in denen es eine h\u00f6here Hauseigent\u00fcmerquote gibt, geringer ist. Bestes Beispiel hierf\u00fcr sind \u00d6sterreich und Deutschland bei denen die Hauseigent\u00fcmerquote unter 50 % liegt und die Verm\u00f6genungleichheit innerhalb der Eurozone am gr\u00f6\u00dften ist. F\u00fcr Deutschland werden nicht nur die geringe Eigentumsquote, sondern die im internationalen Vergleich als moderat zu bewertenden Immobilienpreise f\u00fcr die hohe Ungleichheit verantwortlich gemacht. W\u00e4hrend in urbanen Regionen zwar mittlerweile ein Immobilienpreisanstieg erkennbar ist, verlieren insbesondere in der Peripherie die Immobilien zum Teil stetig an Wert. Riskante Finanzaktiva hingegen wirken sich ungleichheitsverst\u00e4rkend aus, da diese nur von bereits verm\u00f6genden Personen erworben werden und die Ertr\u00e4ge somit der obersten Verm\u00f6gensschicht \u00fcberproportional zugutekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Ob man reich wird oder nicht h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Entscheidend dabei ist, wie gro\u00df die eigenen M\u00f6glichkeiten zur Kapitalakkumulation sind und ob man im Leben eine gro\u00dfz\u00fcgige Erbschaft zu erwarten hat. Insofern man keine Erbschaft in Aussicht hat, h\u00e4ngen die M\u00f6glichkeiten, ein eigenes Verm\u00f6gen aufzubauen, entscheidend von der individuellen Einkommensh\u00f6he und deren <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11584\" target=\"blank\">Treibern<\/a> ab. Getreu dem Motto \u201edie erste Million ist die schwerste\u201c, beg\u00fcnstigen ein hohes Einkommen und Verm\u00f6gen einen weiteren Verm\u00f6gensaufbau.<\/p>\n<p>Inwieweit diese Prozesse auf die Verm\u00f6gensungleichheit wirken, h\u00e4ngt von der Art der gehaltenen Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde sowie ihrer Verteilung auf die B\u00fcrger einerseits und ihrer Rendite andererseits ab. Hauseigentum und sichere Anlagen gelten als ungleichheitsverringernd, riskantere Aktiva hingegen als ungleichheitsversch\u00e4rfend. Insbesondere die ungleiche Verteilung der (Arbeits-)Einkommen sowie die Wirkung des Zinseszins erm\u00f6glichen eine hohe Konzentration des Verm\u00f6gens am oberen Ende der Verteilung. Der Einfluss von Erbschaften und Schenkungen wird kontrovers diskutiert. Ob sie ungleichheitsverringernd oder \u2013verst\u00e4rkend wirken, h\u00e4ngt davon ab, wie der Vererbungsprozess von statten geht und welche Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nde vererbt werden.<br \/>\nUngekl\u00e4rt bleibt vorerst noch, welche Personengruppen persistent bessere M\u00f6glichkeiten der Verm\u00f6genserzielung haben und somit wahrscheinlicher im oberen Teil der Verm\u00f6gensverteilung zu finden sind.<\/p>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<ol>\n<li>Andersen, Uwe (1976): Einf\u00fchrung in die Verm\u00f6genspolitik, Beck\u2019sche Schwarze Reihe, Band 138, M\u00fcnchen.<\/li>\n<li>Atkinson, Anthony B. (1975): The Economics of Inequality, 2. Auflage, Oxford University Press.<\/li>\n<li>Atkinson, A. B. (1980): Wealth, Income &amp; Inequality, 2. Auflage, Oxford University Press.<\/li>\n<li>Atkinson, A. B., Bourguignon, F. J. (2000): Handbook of Income Distribution, Vol. 1, Elsevier.<\/li>\n<li>Brenke, K., Wagner G. G. (2013): Ungleiche Verteilung der Einkommen bremst das Wirtschaftswachstum, Wirtschaftsdienst 2013, Nr. 2.<\/li>\n<li>Davies, J. B. (1982): The relative impact of inheritance and other factors on economic inequality, in: Quarterly Journal of Economics, Vol. 97(3), S. 471 &#8211; 498<\/li>\n<li>Fessler, P., P. Mooslechner and M. Sch\u00fcrz (2008): How inheritances relate to wealth distribution? Theoretical reasoning and empirical evidence on the basis of LWS data, Luxembourg Wealth Study Working Paper No. 6.<\/li>\n<li>Frick, J. R., Grabka, M. M., Hauser, R. (2010): Die Verteilung der Verm\u00f6gen in Deutschland \u2013 Empirische Analysen f\u00fcr Personen und Haushalte, Hans-B\u00f6ckler-Stiftung, D\u00fcsseldorf.<\/li>\n<li>Grabka, M. M., Westermeier, C. (2014): Anhaltend hohe Verm\u00f6gensungleichheit in Deutschland, DIW Wochenbericht Nr. 9\/2014, Berlin<\/li>\n<li>Math\u00e4, T. Y., Porpiglia A., Ziegelmeyer M. (2014): Household Wealth in the Euro Area \u2013 The Importance of Intergenerational Transfers, Homeownership and House Price Dynamics, Working Paper Series No. 1690, ECB.<\/li>\n<li>Piketty, T. (2011): On the long-run evolution of inheritance: France 1820-2050, Quarterly Journal of Economics 126, S. 1071\u20131131.<\/li>\n<li>Piketty, T. (2014): Capital in the twenty-first century, Harvard University Press.<\/li>\n<li>Piketty, T., Zucman G. (2014a): Capital is Back: Wealth-Income Ratios in Rich Countries, 1700-2010, Quarterly Journal of Economics, 2014, 129(3), S. 1255 &#8211; 1310.<\/li>\n<li>Piketty, T., Zucman G. (2014b): Wealth and Inheritance in the Long Run (with Thomas Piketty), forthcoming, Handbook of Income Distribution, vol. 2.<\/li>\n<li>Salverda, W., Nolan, B., Smeeding, T. M. (2012): The Oxford Handbook of Economic Inequality, Oxford University Press.<\/li>\n<li>UBS, Wealth-X (2013): World Ultra Wealth Report 2013.<\/li>\n<li>Vogel C., K\u00fcnemund H., Kohli, M. (2010): Familiale Transmission sozialer Ungleihheit in der zweiten Lebensh\u00e4lfte: Erbschaften und Verm\u00f6gensungleichheit, Pr\u00e4sentation auf der Tagung der Sektionen Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse und Familiensoziologie in der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie: \u201eReproduktion von Ungleichheit durch Arbeit und Familie\u201c, Rostock 15.04.2010.<\/li>\n<li>Wolff, Edward N. (2009): Poverty and Income Destribution, 2. Auflage, Wiley-Blackwell.<\/li>\n<li>Wolff, E.N. and M. Gittleman (2011): Inheritances and the distribution of wealth or whatever happened to the great inheritance boom? BLS Working paper 445.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge der Serie <em>\u201cUngleichheit heute\u201c\u009d<\/em>:<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Apolte: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15529\">Lohngef\u00e4lle und Bildung in der offenen Gesellschaft<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15366\">Wie ungleich ist die Welt? Mythen, Fakten und Politik<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15065\">Rettet den Kapitalismus vor den Kapitalisten. Thomas Piketty auf den Spuren von Karl Marx.<\/a><\/p>\n<p>Marcus Fraa\u00df: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15057\">Wie ungleich ist die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland? Noch ungleicher als die Einkommensverteilung<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14886\">Staatliche Umverteilung und soziale Mobilit\u00e4t. Eine verteilungspolitische Fata Morgana?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=14754\">Die \u201cGreat Gatsby\u201c\u009d-Kurve. Mehr als politische Progaganda?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13583\">Des L\u00e4ba isch koin Schlotzer. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist grober Unfug.<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13983\">Bildung hilft, die Ungleichheit zu reduzieren<\/a><\/p>\n<p>Mustafa Coban: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13302\">Kombil\u00f6hne versus Working Poor. Der Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12684\">Geldpolitik und Ungleichheit. Machen Notenbanken die Welt ungleicher?<\/a><\/p>\n<p>Rainer Hank: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13021\">Ungleichheit und Gerechtigkeit: Was hat das miteinander zu tun?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12673\">Ungleichheit und Krisen<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12107\">\u201cReichtum ist distributive Umweltverschmutzung\u201c\u009d. H\u00f6here Steuern oder mehr Wettbewerb?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=12214\">Ungleichheit und Wachstum<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11892\">Der amerikanische Traum \u2013 Bremst Ungleichheit die soziale Mobilit\u00e4t?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11933\">Der Staat pfl\u00fcgt die Verteilung um <\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11584\">Die Ungleichheit wird m\u00e4nnlicher<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11656\">Krieg der Modelle. Technologie oder Institutionen?<\/a><\/p>\n<p>Michael Gr\u00f6mling: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11703\">Einkommensverteilung \u2013 Vorsicht vor der Konjunktur!<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11140\">Die deutsche \u201cMitte\u201c\u009d ist stabil. Wie lange noch?<\/a><\/p>\n<p>Eric Thode: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11396\">Die Mittelschicht schrumpft \u2013 Wo liegt der Handlungsbedarf?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11388\">Geringe Stundenl\u00f6hne, kurze Arbeitszeiten. Treiben Frauen die Ungleichheit?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11133\">Deutschland wird ungleicher. Was sagt die Lohnverteilung?<\/a><\/p>\n<p>Simon Hurst: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10879\">Der Staat strapaziert die Schweizer Mittelschicht<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=10851\">Einkommensungleichheit in OECD-L\u00e4ndern. Wo stehen wir?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=98\">Ungleichheit, soziale Mobilit\u00e4t und Humankapital<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verm\u00f6gen in Deutschland sind ungleich \u00fcber die B\u00fcrger verteilt und konzentrieren sich am oberen Ende der Verm\u00f6gensverteilung. 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