{"id":16225,"date":"2015-01-13T00:01:10","date_gmt":"2015-01-12T23:01:10","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=16225"},"modified":"2015-01-13T06:19:12","modified_gmt":"2015-01-13T05:19:12","slug":"2-wuerzburger-ordnungstagstabilisierung-oder-nur-verschnaufpausewie-geht-es-weiter-mit-der-mittelschicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=16225","title":{"rendered":"<br\/><small>\u201c2. W\u00fcrzburger Ordnungstag\u201c\u009d<\/small><br\/>Stabilisierung oder nur Verschnaufpause<br\/><font size=3; color=grey>Wie geht es weiter mit der Mittelschicht?<\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>\u201eIf technology disrupts enough, who knows what will happen?\u201c (Lawrence Katz)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Verteilungsfragen haben weiterhin Hochkonjunktur. Die j\u00fcngsten Reformen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Deutschland waren allesamt Reaktionen auf eine tats\u00e4chliche oder auch nur wahrgenommene Zunahme der Einkommensungleichheit. Thomas Piketty (2014) ist das seltene Kunstst\u00fcck gelungen, ein \u00f6konomisches Fachbuch auf die Beststellerlisten diesseits und jenseits des Atlantiks zu bringen. Ende 2014 hat die OECD in einem Working Paper dargestellt, dass die gestiegene Einkommensungleichheit in den entwickelten Industriestaaten einen erheblichen Teil des Wachstumspotentials aufgezehrt hat (Cingano 2014) und damit gro\u00dfe Medienaufmerksamkeit erlangt.<\/p>\n<p>In Deutschland steht bei Verteilungsfragen oft das Wohl und Wehe der Mittelschicht im Vordergrund. Die Bertelsmann Stiftung hat Anfang 2013 eine Studie vorgelegt, die die Entwicklung der Mittelschicht seit Mitte der 1980er Jahre analysiert. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse findet sich auch in diesem Blog (Thode 2013). Zentrales Ergebnis war, dass die Mittelschicht seit Ende der 90er Jahre bis zum Beginn dieses Jahrzehnts kontinuierlich geschrumpft ist. Daf\u00fcr l\u00e4sst sich eine Reihe von Ursachen anf\u00fchren. Erstens hat der Anteil von Ein-Personen- und Alleinerziehendenhaushalten in diesem Zeitraum deutlich zugenommen. W\u00e4hrend im Jahr 1996 knapp 12,7 Millionen Personen (15,6% der Gesamtbev\u00f6lkerung) allein in ihrem Haushalt lebten, waren es 2011 bereits 15,9 Millionen (19,6%) (Destatis 2012). Zwischen 1996 und 2009 ist die Zahl der Alleinerziehenden um gut 20% gestiegen (Destatis 2010). Mittlerweile ist in jeder f\u00fcnften Familie nur ein Elternteil vertreten. Alleinlebenden ist es nicht m\u00f6glich, Skalenertr\u00e4ge zu realisieren, die in gr\u00f6\u00dferen Haushalten anfallen, z. B. bei der Miete des Wohnraums. Alleinerziehende haben h\u00e4ufig Schwierigkeiten, in Vollzeit erwerbst\u00e4tig zu sein und k\u00f6nnen daher oftmals nur ein geringes Einkommen erzielen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zweitens haben zwischen 1999 und 2005 mehrere Reformen der Einkommensbesteuerung stattgefunden, die in ihrer Gesamtwirkung als regressiv eingesch\u00e4tzt werden. Dar\u00fcber hinaus ist die Gesamtsteuerbelastung so umverteilt worden, dass sie sich st\u00e4rker auf die Einkommensmitte konzentriert (Maiterth und M\u00fcller 2009; Corneo 2005). Beides belastet mittlere Einkommen, und zus\u00e4tzlich kann diese Entwicklung dazu beigetragen haben, dass Personen am oberen Rand der Mittelschicht in die Oberschicht gewechselt sind oder dass Abstiege von der Oberschicht in die Mittelschicht seltener stattgefunden haben.<\/p>\n<p>Drittens ist bis zum Jahr 2010 ein deutlicher Anstieg atypischer Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse zu beobachten. Die Niedriglohninzidenz in Erwerbsformen wie Zeitarbeit, geringf\u00fcgiger Besch\u00e4ftigung und befristeter T\u00e4tigkeit ist h\u00f6her als in so genannten Normalarbeitsverh\u00e4ltnissen. Gleichzeitig ist die Besch\u00e4ftigungssicherheit oftmals geringer, sodass Phasen der Arbeitslosigkeit mit geringem Einkommen h\u00e4ufiger auftreten.<\/p>\n<p>Viertens hat auch die r\u00fcckl\u00e4ufige Verbreitung von Tarifvertr\u00e4gen im Zuge von Strukturwandel und schwindender Gewerkschaftsmacht zum Schrumpfen der Mittelschicht beigetragen. In Branchen mit hoher Tarifabdeckung ist das Lohnniveau gerade f\u00fcr Arbeitskr\u00e4fte mit mittlerer Qualifikation vergleichsweise hoch. Nicht nur innerhalb der Wirtschaftszweige ist die Tarifabdeckung zur\u00fcckgegangen. Der Strukturwandel hat auch den Anteil derjenigen Branchen steigen lassen, in denen Tarifvertr\u00e4ge typischerweise nur eine untergeordnete Rolle spielen.<\/p>\n<p>F\u00fcnftens hat der demographische Wandel dazu beigetragen, dass die Spreizung der L\u00f6hne und mithin auch die Polarisierung der Einkommen zugenommen hat. Betrachtet man die Einkommensverteilung getrennt nach Altersjahrg\u00e4ngen, so zeigt sich, dass die Eink\u00fcnfte beim Eintritt ins Erwerbsleben noch relativ eng beieinander liegen. Mit zunehmendem Lebensalter gehen im Zuge ausdifferenzierter Karrierepfade auch die Einkommen weiter auseinander. Erst gegen Ende des Erwerbslebens und vor allem sp\u00e4ter in der Ruhestandsphase bewegen sich die Einkommen wieder aufeinander zu. Zwar \u00fcben mit zunehmenden Lebensalter Eink\u00fcnfte aus Verm\u00f6gen einen zunehmenden ungleichheitsverst\u00e4rkenden Effekt aus, dieser vermag jedoch die Verteilungskompression im Ruhestand nicht zu kompensieren (Farrell et al. 2008, B\u00f6hnke und L\u00fcthen, 2014).<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Gruppe der Babyboomer beginnt momentan, in den Ruhestand einzutreten. Ihr Altern w\u00e4hrend der letzten 30 Jahre d\u00fcrfte daher zu steigender Einkommensungleichheit beigetragen haben. Dar\u00fcber hinaus gibt es einen Struktureffekt bei den Besch\u00e4ftigungsformen. Von denjenigen, die heute kurz vor dem Renteneintritt stehen, \u00fcbt der weit \u00fcberwiegende Teil ein Normalarbeitsverh\u00e4ltnis aus, w\u00e4hrend unter den jungen Arbeitsmarkteinsteigern atypische Erwerbsformen und Niedriglohnbezug wesentlich verbreiteter sind.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich l\u00e4sst sich beobachten, dass auch die Ungleichheit der Lebenseinkommen zugenommen hat. Als Ursachen daf\u00fcr treten vor allem zwei Entwicklungen hervor: Zum einen war f\u00fcr das unterste Quartil der Lebenseinkommen ein massiver Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosigkeitsdauer von f\u00fcnf auf 40 Monate zu beobachten, w\u00e4hrend solch drastische Zunahmen bei den anderen Quartilen ausblieben. Das vermehrte Auftreten l\u00e4ngerer Phasen der Arbeitslosigkeit sorgt also im Lebenszyklus f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Spreizung der Einkommen. Zum anderen driften aber auch die realen Monatsl\u00f6hne zwischen den verschiedenen Einkommensschichten bereits seit sechs Jahrzehnten auseinander (B\u00f6nke und L\u00fcthen 2014).<\/p>\n<p>Viele dieser genannten Entwicklungen haben in der j\u00fcngsten Zeit an Dynamik verloren. Die Ausweitung atypischer Besch\u00e4ftigung ist seit 2011 zum Erliegen gekommen, bereits seit 2006 haben auch die Normalarbeitsverh\u00e4ltnisse zahlenm\u00e4\u00dfig wieder deutlich zugelegt (Destatis 2014). Substantielle Reformen der Einkommensbesteuerung sind f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre nicht zu erwarten, eine Abschaffung der kalten Progression d\u00fcrfte der Mitte eher zugutekommen. Die Gewerkschaften vermelden Erfolge beim Abbremsen des Mitgliederschwundes. Und wenn die Babyboomer in gro\u00dfer Zahl in Rente gehen, d\u00fcrfte sich die Einkommensungleichheit allein durch den Kohorteneffekt wieder verringern.<\/p>\n<p>Sind diese Beobachtungen nun Grund zur Entwarnung auf breiter Front? M\u00f6glicherweise w\u00e4re das verfr\u00fcht, denn eine Reihe j\u00fcngerer Entwicklungen, die sich bislang noch nicht substantiell in den Daten niedergeschlagen haben, k\u00f6nnten die Mittelschicht k\u00fcnftig weiter und sogar noch st\u00e4rker unter Druck setzen.<\/p>\n<p><strong><i>Mehr Stratifizierung im Privaten und im Arbeitsleben?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Zu diesen Ver\u00e4nderungen z\u00e4hlt das so genannte \u201eassortative mating\u201c. Dies bezeichnet den Sachverhalt, wenn zwei Individuen mit gleichem Bildungsniveau, gleichem beruflichen Hintergrund bzw. in der striktesten Form mit gleichem Einkommenspotenzial eine Partnerschaft eingehen. W\u00e4hrend bei \u201erandom mating\u201c, also einer in \u00f6konomischer Hinsicht zuf\u00e4lligen Partnerwahl, das Eingehen einer Lebensgemeinschaft den Charakter eines Risikoausgleichs bez\u00fcglich der individuellen Lebenseinkommen hat, f\u00fchrt \u201eassortative mating\u201c eher zu einer Risikob\u00fcndelung: Hohe wie geringe Einkommensaussichten beider Partner addieren sich und f\u00fchren so zu einer weiteren Spreizung der Einkommen zwischen den Haushalten. Das Eingehen einer Partnerschaft fungiert damit nicht mehr als Absicherung gegen zu geringes eigenes Lebenseinkommen. Die wenigen empirischen Untersuchungen, die bislang in diesem Feld verf\u00fcgbar sind, deuten darauf hin, dass das \u201eassortative mating\u201c in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, in Deutschland vor allem im unteren Qualifikationsbereich (Greenwood et al. 2014, Grave und Schmidt 2012). Diese Entwicklung k\u00f6nnte sich k\u00fcnftig weiter verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnlich gelagertes Ph\u00e4nomen ist das \u201eassortative matching\u201c. Hierbei geht es darum, dass die Allokation von heterogenen Arbeitskr\u00e4ften nicht zuf\u00e4llig auf offene Stellen in heterogenen Unternehmen erfolgt, sondern dass eine Sortierung von hoch (wenig) produktiven Arbeitnehmern zu hoch (wenig) profitablen Betrieben erfolgt. Auch hier entsteht aus der Kumulierung der Eigenschaften beider Seiten eine h\u00f6here Ungleichheit, da sich die individuell erzielten L\u00f6hne weiter voneinander weg bewegen. Fr\u00fchere empirische Studien fanden nur schwache Evidenz f\u00fcr \u201eassortative matching\u201c, litten allerdings auch unter methodischen Problemen. J\u00fcngere Untersuchungen liefern belastbarere Belege und kommen insbesondere zu dem Ergebnis, dass zunehmender Wettbewerbsdruck im Zuge der Globalisierung das \u201eassortative matching\u201c verst\u00e4rkt hat (Ehrl 2014, Davidson et al. 2014, Helpman et al. 2010).<\/p>\n<p><strong><i>Das Aufspalten menschlicher Arbeit in \u201eTasks\u201c<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Technologischer Wandel und Globalisierung haben nicht nur das Aufteilen von Wertsch\u00f6pfungsketten \u00fcber Betriebe und L\u00e4ndergrenzen hinweg erm\u00f6glicht. Auch die Art und Weise, wie menschliche Arbeit verrichtet wird, kann mittlerweile sehr viel kleinteiliger und in Aufgabenpaketen organisiert betrachtet werden (Autor et al. 2003, Baldwin 2006, Autor und Dorn 2013). Prozesse lassen sich in einzelne T\u00e4tigkeitsabschnitte aufteilen, die sich hinsichtlich der Komplementarit\u00e4t oder Substitutivit\u00e4t zwischen den Produktionsfaktoren unterscheiden und die sich \u00fcber die Zeit durch technologische Neuerungen oder sich \u00e4ndernde relative Preise von Produktionsfaktoren auch verschieben k\u00f6nnen. Das hat zur Folge, dass sich die Aufteilung zwischen menschlicher Arbeit, ersetzender oder unterst\u00fctzender maschineller Arbeit in Berufen und individuellen T\u00e4tigkeiten im Zeitverlauf wandelt.<\/p>\n<p>Ob eine T\u00e4tigkeit von einem Computer bzw. allgemeiner einer Maschine oder einem Automaten auszu\u00fcben ist, h\u00e4ngt bis zum heutigen Zeitpunkt wesentlich davon ab, ob sie \u201ekodifizierbar\u201c ist, also ob sie sich in wiederkehrenden routinem\u00e4\u00dfigen Arbeitsschritten ausdr\u00fccken l\u00e4sst und ob Interaktionen mit der Umwelt (Menschen, andere Maschinen) in einfachen \u201ewenn, dann\u201c-Beziehungen zu bew\u00e4ltigen sind.<\/p>\n<p>Neben der Frage, ob sich eine T\u00e4tigkeit in einen routinem\u00e4\u00dfigen Algorithmus \u00fcberf\u00fchrt werden kann, der von einer Maschine abgearbeitet wird, kommt es auch darauf, ob die T\u00e4tigkeit an einem anderen Ort ausge\u00fcbt werden kann. Das h\u00e4ngt davon ab, ob sie dort erbracht werden muss, wo sie konsumiert wird oder in den weiteren Produktionsprozess eingebracht wird. Diese Outsourcing- oder Offshoring-Facette geht h\u00e4ufig Hand in Hand mit technologischen Neuerungen. Der Betrieb von Callcentern in Niedriglohnl\u00e4ndern ist genauso wie die dortige Analyse von R\u00f6ntgenbildern oder Unternehmensbilanzen erst durch moderne Kommunikationstechnologien m\u00f6glich geworden.<\/p>\n<p><strong><i>Neues Paradigma?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Unter Druck geraten aus diesem Blickwinkel also solche T\u00e4tigkeiten und Berufe, die einen hohen Anteil von Routinearbeiten aufweisen und\/oder bei denen das Arbeitsergebnis weit entfernt vom Ort der Erbringung verwendet werden kann. Dies sind klassischerweise Berufe, die ein mittleres Qualifikationsniveau erfordern und mittlere Einkommen liefern. Damit wird ein neues Paradigma f\u00fcr die Auswirkungen des technischen Fortschritts (und auch der Globalisierung) auf die Einkommensverteilung aufgestellt.<\/p>\n<p>Bisher lautete die g\u00e4ngige Geschichte so: Technischer Fortschritt wirkt komplement\u00e4r zu hochqualifizierter Arbeit, w\u00e4hrend geringqualifizierte Arbeit durch ihn ersetzt wird. Globalisierung wirkt in dieselbe Richtung. Das f\u00fchrt zwar zu einer weiteren Spreizung, aber nicht zu einer Polarisierung der Einkommen und somit auch nicht zu einer Aush\u00f6hlung der Mittelschicht. Die Beziehung ist vielmehr monoton: Je h\u00f6her die Qualifikation, umso h\u00f6her die Nachfrage danach und umso gr\u00f6\u00dfer die Einkommenssteigerung.<\/p>\n<p>Der Task-Ansatz behauptet etwas anderes: Auch hier steigt die Nachfrage nach hochqualifizierter Arbeit, weil sie gr\u00f6\u00dftenteils nicht aus Routinet\u00e4tigkeiten besteht, sondern Kreativit\u00e4t, Intuition, Flexibilit\u00e4t und menschlichen Umgang erfordert. Das sind allesamt Eigenschaften, die Computer heute (noch) nicht besitzen. Daher bleibt die Komplementarit\u00e4t zwischen Mensch und Maschine bestehen. Doch auch die (relative) Nachfrage nach einfachen Dienstleistungen, bei denen es auf direkten Kontakt zum Kunden ankommt, nimmt zu. Diese lassen sich ebenfalls nicht durch Computersysteme ersetzen. oder der Kunde legt Wert darauf, dass sie weiterhin von Menschen erbracht werden, auch wenn der Einsatz von Maschinen bereits technisch m\u00f6glich und \u00f6konomisch sinnvoll w\u00e4re. Dagegen ist davon auszugehen, dass die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze, die ein mittleres Qualifikationsniveau erfordern, zur\u00fcckgeht. Solche Arbeitspl\u00e4tze, vor allem in der Industrie, aber auch im Dienstleistungssektor, zeichnen sich oft durch einen hohen Anteil von Routinet\u00e4tigkeiten aus oder lassen sich relativ leicht an einen anderen Ort mit einem g\u00fcnstigeren Verh\u00e4ltnis aus Lohn und Produktivit\u00e4t verlagern. Damit entsteht eine Polarisierung der Besch\u00e4ftigungsstruktur und mittelbar auch der Einkommensverteilung. Die Aush\u00f6hlung der Mittelschicht ist die Folge.<\/p>\n<p>Die Validit\u00e4t der Task-Theorie ist in zahlreichen empirischen Studien untersucht worden (vgl. etwa Goos et al. 2014, Michaels et al. 2014, Goldin und Katz 2009, Antonczyk et al. 2011, Dustmann et al. 2009). W\u00e4hrend die meisten Studien f\u00fcr die USA die Vorhersagen der Task-Theorie best\u00e4tigen, f\u00e4llt das Bild f\u00fcr Europa bislang gemischter aus. Diesseits des Atlantiks scheint weiterhin eher das alte Paradigma zu gelten: Besch\u00e4ftigungschancen und L\u00f6hne steigen monoton mit der Wissensintensit\u00e4t von Arbeitspl\u00e4tzen und Berufen. Erst am aktuellen Rand gibt es Hinweise auf eine st\u00e4rkere G\u00fcltigkeit der Task-Theorie. Diese sind aber durch die Verwerfungen der Finanz- und Wirtschaftskrise mit gro\u00dfen Unsicherheiten behaftet (Eurofound 2014).<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass sich die Vorhersagen der Task-Theorie besser in den USA als in Europa mit den Daten in Einklang zu bringen sind, l\u00e4sst sich vor allem durch zwei Dinge erkl\u00e4ren. Zum einen schlagen Marktprozesse in den USA st\u00e4rker auf realisierte Einkommen durch, weil Umverteilungsmechanismen und Institutionen wie kollektive Lohnverhandlungen, Arbeitslosenversicherung oder Grundsicherung schw\u00e4cher ausgepr\u00e4gt sind. Zum anderen d\u00fcrften die Vereinigten Staaten der alten Welt immer noch ein St\u00fcck weit voraus sein, was die Durchdringung der Wirtschaft mit Computern angeht, sodass sich die Entwicklung diesseits des Atlantiks wom\u00f6glich mit einiger Verz\u00f6gerung vollzieht. Vor diesem Hintergrund wird das Ende der Fahnenstange auch hierzulande noch nicht erreicht sein.<\/p>\n<p><strong><i>Eine technologische Sturmflut?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Eine Reihe ernstzunehmender Beobachter geht sogar davon aus, dass noch weit gr\u00f6\u00dferes Ungemach f\u00fcr die Arbeitskr\u00e4fte von der zunehmenden Computerisierung ausgeht wird. Bereits heute ist zu beobachten, dass Computer aufgrund steigender Rechenleistung in immer mehr Bereiche vordringen, die vor noch nicht allzu langer Zeit dem Menschen vorbehalten schienen. Im Jahr 1997 wurde zum ersten Mal ein Schachweltmeister von einem Computer geschlagen. 2011 gewann IBMs Computer Watson im US-Fernsehquiz Jeopardy gegen zwei menschliche Wettbewerber. Bei diesem Spiel geht es neben dem Abrufen von Wissen auch um das Verstehen nat\u00fcrlicher Sprache in all ihren Facetten. In Japan kommen bereits Pflegeroboter zum Einsatz. Die Schlagworte \u201eInternet der Dinge\u201c und \u201eIndustrie 4.0\u201c sind schillernde Begriffe, die noch einer genauen Definition harren. Zumindest bedeuten sie aber, dass k\u00fcnftig verschiedene rechnergest\u00fctzte Systeme direkt miteinander kommunizieren ohne Umweg \u00fcber den Menschen als \u00dcbersetzer, wie es heute noch h\u00e4ufig der Fall ist. Sind beispielsweise in einem Betrieb Lagerbestand, Warenwirtschaftssystem, Kundenbestellungen, Personalabteilung und Sozialversicherungssysteme direkt miteinander vernetzt, bleibt f\u00fcr menschliche T\u00e4tigkeiten in diesen Bereichen wenig Platz.<\/p>\n<p>Vieles spricht daf\u00fcr, dass sich diese Entwicklungen nicht inkrementell, sondern eher exponentiell vollziehen k\u00f6nnten. Die Vertreter dieser Sichtweise berufen sich auf Moore\u2019s Law. Dies ist in Wirklichkeit kein Gesetz, sondern eine empirische Beobachtung, nach der sich die Zahl der Transistoren auf integrierten Schaltkreisen bei gleichbleibender Fl\u00e4che in einem Zeitraum von 18 bis 24 Monaten jeweils verdoppelt. Aus dieser seit Mitte der 60er Jahre erstaunlich stabilen Beziehung wird geschlossen, dass auch die Rechenleistung von Computern exponentiell w\u00e4chst (Brynjolfsson und McAfee 2014, Summers 2014). Die Rate, mit der Menschen neues Wissen und neue F\u00e4higkeiten erwerben, k\u00f6nnte dagegen allenfalls als linear wachsend betrachtet werden. Computer w\u00fcrden so eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter in alle Bereiche menschlicher Arbeit vordringen und ihre biologischen Wettbewerber verdr\u00e4ngen. Letztlich w\u00fcrden nur noch verschwindend wenige, h\u00f6chstqualifizierte Menschen gebraucht, um neue Computer zu entwerfen. F\u00fcr den gro\u00dfen Rest w\u00fcrde es keine Erwerbst\u00e4tigkeit mehr geben. Eine Untersuchung f\u00fcr die USA kommt zu dem Ergebnis, dass selbst unter Verwendung heute absehbarer M\u00f6glichkeiten der Computerisierung knapp die H\u00e4lfte aller Arbeitspl\u00e4tze dem Risiko unterliegt, durch Maschinen ersetzt zu werden (Frey und Osborne 2013). F\u00fcr Europa werden \u00e4hnliche Zahlen berichtet (Bowles 2014, Pajarinen und Rouvinen 2014).<\/p>\n<p><i><strong>Behalten die Ludditen diesmal Recht?<\/strong> <\/i><\/p>\n<p>Es ist keineswegs neu, dass bef\u00fcrchtet wird, neue technologische Entwicklungen k\u00f6nnten menschliche Arbeitskraft \u00fcberfl\u00fcssig machen. Die Ludditen k\u00e4mpften Anfang des 19. Jahrhunderts in Gro\u00dfbritannien gegen mechanisierte Spinnereien, weil sie um ihre Existenz f\u00fcrchteten. Keynes zog 1930 in seinem Essay \u201eEconomic Possibilities for Our Grandchildren\u201c die M\u00f6glichkeit \u201etechnologischer Arbeitslosigkeit\u201c in Betracht (Keynes 1991). Bislang hat sich diese Bef\u00fcrchtung auf der aggregierten Ebene stets als falsch erwiesen. Zwar waren die Ludditen tats\u00e4chlich Opfer des Strukturwandels, indem sie ihren angestammten Arbeitsplatz verloren haben, von Arbeitslosigkeit betroffen waren und wahrscheinlich eine neue T\u00e4tigkeit nur zu schlechteren Arbeitsbedingungen und L\u00f6hnen finden konnten. Gleichzeitig hat die britische Wirtschaft aber einen enormen Wachstumsschub durch die mechanischen Webst\u00fchle erfahren. Durch die g\u00fcnstigere Produktion von Stoffen wurden Ressourcen frei f\u00fcr die Herstellung anderer Waren, und billigerer Stoff lie\u00df die Realeinkommen und die G\u00fcternachfrage steigen. Den Verlierern des Strukturwandels standen die Gewinner gegen\u00fcber, und zwar bis zuletzt stets in gr\u00f6\u00dferer Zahl. Ende 2014 waren in Deutschland mehr als 43 Millionen Personen erwerbst\u00e4tig, mehr als je zuvor.<\/p>\n<p>Wovon wird es abh\u00e4ngen, ob die Dinge diesmal anders ausgehen? Zentral ist das Verh\u00e4ltnis zweier dynamischer Gr\u00f6\u00dfen: die Rate der Arbeitsplatzvernichtung einerseits, und die Rate der Arbeitsplatzschaffung andererseits. Beide werden ma\u00dfgeblich von der Art der technologischen Entwicklung beeinflusst. Vollzieht sie sich eher inkrementell, so wie meistens in der Vergangenheit, d\u00fcrfte sich am alten Paradigma nichts \u00e4ndern. Verh\u00e4lt sie sich dagegen disruptiv in rasch aufeinanderfolgenden Umw\u00e4lzungen, ist die Wahrscheinlichkeit gro\u00df, dass in Summe mehr Jobs verloren gehen als neu entstehen. Was zu erwarten ist, l\u00e4sst sich heute noch nicht sagen. Die Apologeten von Moore\u2019s Law sehen zwangsl\u00e4ufig disruptive Spr\u00fcnge. Andere sind eher besorgt, dass in Zukunft \u00fcberhaupt keine gro\u00dfen Innovationen mehr zu erwarten sind, und f\u00fcrchten schon das Ende des Wachstums (Gordon 2012).<\/p>\n<p>Diese Debatte l\u00e4sst sich kaum aufl\u00f6sen, und sie ist inh\u00e4rent verzerrt: Die zitierten Studien zeigen, dass sich schon heute mehr oder weniger gut absch\u00e4tzen l\u00e4sst, welche menschlichen T\u00e4tigkeiten auf mittlere und lange Sicht durch Computer und Roboter ersetzt werden k\u00f6nnen und welche Arbeitspl\u00e4tze somit k\u00fcnftig wegfallen oder zumindest einen anderen Zuschnitt bekommen. Wer dagegen vorhersagen m\u00f6chte, welche neuen Arbeitspl\u00e4tze durch neue Technologien k\u00fcnftig entstehen, hat es ungleich schwerer. Wer hat sich vor 25 Jahren vorstellen k\u00f6nnen, dass es bald Webdesigner, Suchmaschinenoptimierer oder Social Media-Betreuer geben w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Weitere Faktoren spielen f\u00fcr den Ausgang eine wichtige Rolle. Vergleichsweise sicher k\u00f6nnen wir heute schon vorhersagen, wie sich das Arbeitsangebot zahlenm\u00e4\u00dfig entwickeln wird. Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Erwerbspersonenpotenzial sind gut erforscht. Auch diese Zahl l\u00e4sst sich nicht genau berechnen, sicher ist aber eines: Die Zahl der Arbeitskr\u00e4fte, die dem Arbeitsmarkt k\u00fcnftig zur Verf\u00fcgung stehen, wird deutlich zur\u00fcckgehen. Taugt der technologische Wandel also m\u00f6glicherweise als Kompensation f\u00fcr den demographischen Wandel?<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird es in Zukunft vielleicht noch st\u00e4rker auf die Geschwindigkeit und die Qualit\u00e4t ankommen, mit der Arbeitskr\u00e4fte und Arbeitsstellen zueinander finden. Je st\u00e4rker sich Friktionen im Job-Matching vermeiden lassen, umso reibungsloser l\u00e4uft der wirtschaftliche Strukturwandel ab. Der aktiven Arbeitsmarktpolitik kommt damit auch k\u00fcnftig eine bedeutende und vielleicht noch wachsende Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Bereits heute ist zu beobachten, dass das Haltbarkeitsdatum von bestehenden Kenntnissen und F\u00e4higkeiten und die Dauer des Erwerbslebens immer weiter auseinanderdriften. Angesichts der skizzierten Entwicklungen wird es in Zukunft noch mehr auf zweierlei ankommen. Erstens muss bereits in sehr jungen Jahren das R\u00fcstzeug erworben werden, mit schnellen Ver\u00e4nderungen umzugehen. Die F\u00e4higkeit und auch die Offenheit, sich selbst neue Kenntnisse und F\u00e4higkeit anzueignen, stehen dabei an erster Stelle. Zweitens muss auch an dieser Stelle nochmals wiederholt werden, wie wichtig Weiterbildung w\u00e4hrend des Erwerbslebens ist. Sie ist das wesentliche Instrument, mit dem Arbeitskr\u00e4fte in die Lage versetzt werden, auf Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt zu reagieren. Da es aus diesem Blickwinkel weniger um den Erwerb von betriebsspezifischen, sondern um allgemein verwertbares, betriebs- und berufs\u00fcbergreifendes Humankapital geht, ist viel Engagement auf Seiten der Unternehmen nicht zu erwarten. Die Arbeitskr\u00e4fte stehen selbst in der Verantwortung, der Staat kann und soll allerdings unterst\u00fctzen. Wie das funktioniert l\u00e4sst sich in L\u00e4ndern mit verwirklichter Flexicurity, wie D\u00e4nemark oder Schweden, beobachten. Ob das ausreichen wird, die Mittelschicht vor der Aush\u00f6hlung zu bewahren, l\u00e4sst sich heute nicht sagen. N\u00fctzlich w\u00e4re ein solches Vorgehen aber allemal.<\/p>\n<p>Vermieden werde sollte, aufgrund alarmistischer Einsch\u00e4tzungen heute in Aktionismus zu verfallen. Der gesunde Menschenverstand kennt, was \u00d6konomen den Optionswert des Wartens nennen. Dieser ist umso h\u00f6her, je gr\u00f6\u00dfer die Unsicherheit \u00fcber k\u00fcnftige Entwicklungen ist. Insofern d\u00fcrfte es sich auszahlen, die Entwicklungen noch eine Zeitlang zu beobachten, um jetzt keine politischen Weichenstellungen vorzunehmen, die sich sp\u00e4ter als falsch und schwer revidierbar herausstellen.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Antonczyk, D., B. Fitzenberger und K. Sommerfeld (2011): Anstieg der Lohnungleichheit, R\u00fcckgang der Tarifbindung und Polarisierung, in: Journal for Labour Market Research 44(1\/2), 15-27<\/p>\n<p>Autor, D. (2014): Polanyi\u2019s Paradox and the Shape of Employment Growth, NBER Working Paper No. 20485<\/p>\n<p>Autor, D. und D. Dorn (2013): The Growth of Low-Skill Service Jobs and the Polarization of the U.S. Labor Market, in: American Economic Review, 103(5), 1533-1597<\/p>\n<p>Autor, D., F. Levy und R. Murnane (2003): The Skill Content of Recent Technological Change: An Empirical Exploration, in: Quarterly Journal of Economic, 118(4): 1279-1333<\/p>\n<p>Baldwin, R. (2006): Globalisation: The Great Unbundlings(s), in Globalisation challenges for Europe, Secretariat of the Economic Council, Finnish Prime Minister\u2019s Office, Helsinki, 2006<\/p>\n<p>Bowles, J. (2014): The Computerisation of European Jobs, Bruegel, <a href=\"http:\/\/www.bruegel.org\/nc\/blog\/detail\/article\/1394-the-computerisation-of-european-jobs\">http:\/\/www.bruegel.org\/nc\/blog\/detail\/article\/1394-the-computerisation-of-european-jobs<\/a><\/p>\n<p>B\u00f6nke, Timm und Holger L\u00fcthen (2014): Lebenseinkommen von Arbeitnehmern in Deutschland: Ungleichheit verdoppelt sich zwischen den Geburtsjahrg\u00e4ngen 1935 und 1972, in: DIW Wochenbericht 49 (2014), 1271-1277.<\/p>\n<p>Brynjolfsson, E. und A. McAfee (2014): The Second Machine Age, New York<\/p>\n<p>Davidson, C, F. Heyman, S. Matusz, F. Sj\u00f6holm und S.C. Zhu (2014): Globalization and Imperfect Labor Market Sorting, in: Journal of International Economics<\/p>\n<p>Destatis (2014): Atypische Besch\u00e4ftigung, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/GesamtwirtschaftUmwelt\/Arbeitsmarkt\/Erwerbstaetigkeit\/TabellenArbeitskraefteerhebung\/AtypKernerwerbErwerbsformErwerbstaetigeZR.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/GesamtwirtschaftUmwelt\/Arbeitsmarkt\/Erwerbstaetigkeit\/TabellenArbeitskraefteerhebung\/AtypKernerwerbErwerbsformErwerbstaetigeZR.html<\/a><\/p>\n<p>Destatis (2012): Alleinlebende in Deutschland \u2013 Ergebnisse des Mikrozensus 2011, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressekonferenzen\/2012\/Alleinlebende\/begleitmaterial_PDF.pdf\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressekonferenzen\/2012\/Alleinlebende\/begleitmaterial_PDF.pdf<\/a><\/p>\n<p>Destatis (2010): Alleinerziehende in Deutschland \u2013 Ergebnisse des Mikrozensus 2009, \u00c2\u00a0<a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressekonferenzen\/2010\/Alleinerziehende\/pressebroschuere_Alleinerziehende2009.pdf\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressekonferenzen\/2010\/Alleinerziehende\/pressebroschuere_Alleinerziehende2009.pdf<\/a><\/p>\n<p>Dustmann, C., J. Ludsteck und U. Sch\u00f6nberg (2009): Revisiting the German Wage Structure, in: Quarterly Journal of Economics 124(2), 843-881<\/p>\n<p>Ehrl, Ph. (2014): High-wage Workers and High-productivity Firms \u2013 A Regional View on Matching in Germany, BGPE Discussion Paper No. 149, Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg<\/p>\n<p>Eurofound (2014): Drivers of Recent Job Polarisation and Upgrading in Europe, European Jobs Monitor 2014, Dublin<\/p>\n<p>Farrell, D., Beinhocker, E., Greenberg, E., Shukla, S., Ablett, J. and Greene, G. (2008): Talkin\u201c\u02dc \u201c\u02dcbout My Generation: The Economic Impact of Aging US Baby Boomers. McKinsey Global Institute Report, June 2008.<\/p>\n<p>Grave, B. S. und Ch. M. Schmidt (2012): The Dynamics of Assortative Mating in Germany, Ruhr Economic Paper #346, RWI Essen<\/p>\n<p>Goldin, C. und L.F. Katz (2009): The Race between Education and Technology: The Evolution of U.S. Wage Differentials, 1890-2005, NBER Working Paper No. 12984<\/p>\n<p>Goos, M., A. Manning und A. Salomons (2014): Explaining Job Polarization: Routine-biased Technological Change and Offshoring, in: American Economic Review, 104(8), 2509-2526<\/p>\n<p>Gordon, R.J. (2012): Is U.S. Economic Growth Over? Faltering Innovation Confronts the Six Headwinds, NBER Working Paper No. 18315.<\/p>\n<p>Greenwood, J., N. Guner, G. Kocharkov und C. Santos (2014): Marry Your Like: Assortative Mating and Income Inequality, NBER Working Paper No. 19829<\/p>\n<p>Helpman, E., O. Itskhoki und S. Redding (2010): Inequality and Unemployment in a Global Economy, in: Econometrica 78(4), 1239-1283<\/p>\n<p>Keynes, J.M. (1991): Essays in Persuasion, New York.<\/p>\n<p>Michaels, G., A. Natraj und J. van Reenen (2014): Has ICT Polarized Skill Demand? Evidence from Eleven Countries over Twenty-five Years, in: Review of Economics and Statistics, 96(1), 60-77<\/p>\n<p>Pajarinen, M. und P. Rouvinen (2014): Computerization Threatens One Third of Finnish Employment, ETLA Brief 22, ETLA \u2013 The Research Institute of the Finnish Economy, <a href=\"http:\/\/www.etla.fi\/wp-content\/uploads\/ETLA-Muistio-Brief-22.pdf\">http:\/\/www.etla.fi\/wp-content\/uploads\/ETLA-Muistio-Brief-22.pdf<\/a><\/p>\n<p>Summers, L.H. (2014): Lawrence H. Summers on the Economic Challenge of the Future: Jobs, in: Wall Street Journal, Ausgabe vom 07.07.2014, New York<\/p>\n<p>Thode, E. (2013): Die Mittelschicht schrumpft \u2013 Wo liegt der Handlungsbedarf?, in: Wirtschaftliche Freiheit, 13.02.2013, <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11396\">http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11396<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Blog-Beitr\u00e4ge zum \u201c2. W\u00fcrzburger Ordnungstag\u201c\u009d:<\/strong><\/p>\n<p>Guido Zimmermann: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15716\">Verm\u00f6gensverteilung: Die Piketty-Kontroverse<\/a><\/p>\n<p>Werner Becker: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15763\">Niedrigzinsen: Vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen oder neue Normalit\u00e4t?<\/a><\/p>\n<p>Klaus Gr\u00fcndler: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15746\">Werden aus armen Kindern arme Erwachsene? \u00dcber H\u00f6he und Ursachen sozialer Mobilit\u00e4t<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIf technology disrupts enough, who knows what will happen?\u201c (Lawrence Katz) Verteilungsfragen haben weiterhin Hochkonjunktur. 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