{"id":17101,"date":"2015-04-11T00:01:26","date_gmt":"2015-04-10T23:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=17101"},"modified":"2015-04-10T18:40:47","modified_gmt":"2015-04-10T17:40:47","slug":"gastbeitragexterne-geldgeber-im-fussball-fluch-oder-segen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=17101","title":{"rendered":"<small>Gastbeitrag<\/small><br\/>Externe Geldgeber im Fu\u00dfball \u2013 Fluch oder Segen?"},"content":{"rendered":"<p>Wenn es um Regulierungsfragen geht, ist jede Branche etwas Besonderes. Jedenfalls behaupten Branchenvertreter gern, ihr Wirtschaftszweig funktioniere nach eigenen Gesetzen und deshalb sei f\u00fcr ihn eine Sonderbehandlung vonn\u00f6ten. Auch Fu\u00dfballfunktion\u00e4re weisen seit Langem auf produktionstheoretische Besonderheiten hin, aufgrund derer der Profifu\u00dfball kein Wirtschaftszweig wie jeder andere sei. So hat sich das Bundeskartellamt im Zusammenhang mit der Zentralvermarktung der Bundesliga-Fernsehrechte intensiv mit der Frage auseinandersetzen m\u00fcssen, ob ein wettbewerblich organisierter, dezentraler Verkauf der Rechte durch die einzelnen Klubs den sportlichen Wettbewerb sch\u00e4digen w\u00fcrde. Freier Wettbewerb mache die reichen Klubs reicher und die armen Klubs \u00e4rmer \u2013 und am Ende werde immer nur der FC Bayern M\u00fcnchen Deutscher Meister. Deshalb \u2013 so die weitere Argumentation der Liga-Funktion\u00e4re \u2013 m\u00fcssten die Fernsehrechte durch ein Liga-Kartell zentral verkauft werden, so wie es heute der Fall ist. Nur auf diese Weise lie\u00dfen sich die erl\u00f6sten Fernsehgelder vergleichsweise egalit\u00e4r auf die Vereine verteilen, wodurch die Liga letztlich spannend bleibe. So weit, so gut. Nun wird der FC Bayern aber trotz des Vermarktungskartells und trotz des Finanzausgleichs st\u00e4ndig Deutscher Meister. Was direkt zu der Frage f\u00fchrt: Wie kann das finanzielle (und damit sportliche) Gleichgewicht in der Liga wieder hergestellt werden? Viele Beobachter setzen heute ihre Hoffnung auf externe Geldgeber.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Phasen der Kommerzialisierung<\/b><\/p>\n<p>Externe Geldgeber sorgen seit einigen Jahren im europ\u00e4ischen Fu\u00dfball f\u00fcr Schlagzeilen.<a title=\"\" href=\"#_edn1\">[i]<\/a> M\u00e4zene, strategische Partner und Investoren mischen die Ligen auf und lehren manchen Traditionsverein das F\u00fcrchten. Damit hat der Fu\u00dfball die letzte Stufe der Kommerzialisierung erreicht. Die Kommerzialisierung des Sports l\u00e4sst sich n\u00e4mlich in vier Phasen einteilen.<a title=\"\" href=\"#_edn2\">[ii]<\/a><\/p>\n<ol>\n<li>In der <i>Nullphase<\/i> geht es noch ausschlie\u00dflich um den Sport, kommerzielle Einfl\u00fcsse sind noch nicht vorhanden.<\/li>\n<li>In der <i>Instrumentalisierungsphase 1<\/i> wird der Sport durch gesundheitsbezogene oder politische Interessen vereinnahmt.<\/li>\n<li>Die <i>Instrumentalisierungsphase 2<\/i> ist die Vermarktungsphase, in der sich der Sport zur Show zu entwickeln beginnt.<\/li>\n<li>Schlie\u00dflich folgt die <i>Produktionsphase<\/i>, in der sportfremde Investoren in die Produktion sportlicher Leistungen einsteigen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Auch wenn der Prozess noch nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossen ist, zeigt sich anhand diverser Beispiele sehr deutlich: die Produktionsphase ist erreicht. Beispielsweise w\u00fcrde die TSG Hoffenheim ohne die finanziellen Mittel ihres M\u00e4zens heute sicher nicht in der Bundesliga spielen. In der zweiten Liga kann RB Leipzig als Investoren-Projekt gesehen werden, das Ambitionen hat, m\u00f6glichst bald in die Bundesliga aufzusteigen, um sich dann dort zu etablieren. Im Ausland gibt es ebenfalls eine Reihe bekannter Klubs (FC Chelsea, Manchester City, Paris St. Germain, AS Monaco etc.), die ihr aktuelles sportliches Niveau den massiven Zuwendungen externer Geldgeber verdanken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>\u201eEmpork\u00f6mmlinge\u201c vs. Traditionsvereine<\/b><\/p>\n<p>Ist die zu beobachtende Entwicklung positiv oder negativ? (Sport-) \u00d6konomen vertreten oft die Position, dass kleinere Vereine nur dank externer Geldgeber in die Lage kommen k\u00f6nnen, sportlich zu den etablierten Klubs aufzuschlie\u00dfen. Der sportliche Wettbewerb nehme zu, der Ligafu\u00dfball werde dadurch spannender. F\u00fcr die Situation der Fu\u00dfball-Bundesliga bedeutet dies konkret: Die sportliche (und wirtschaftliche) Dominanz des FC Bayern M\u00fcnchen l\u00e4sst sich praktisch nur durch den Einstieg finanzkr\u00e4ftiger Geldgeber brechen. Aus sport\u00f6konomischer Perspektive, sind Investoren und M\u00e4zene deshalb ein Segen. Folglich ist Finanzregulierung im Profifu\u00dfball, die den Einstieg externer Geldgeber behindert, abzulehnen. <a title=\"\" href=\"#_edn3\">[iii]<\/a><\/p>\n<p>Das Argument, der Wettbewerb w\u00fcrde intensiviert, weil auch Au\u00dfenseiter eine Chance auf den sportlichen Aufstieg bekommen, ist durchaus zutreffend. Die oben genannten Klubs sind ein klarer Beleg daf\u00fcr, dass externe Geldgeber gewachsene Liga-Strukturen geh\u00f6rig durcheinander wirbeln k\u00f6nnen. Was den \u00d6konomen freut, treibt allerdings die sogenannten Traditionsvereine auf die Barrikaden, wird doch ihr angestammtes Revier pl\u00f6tzlich bedroht. Aus Sicht vieler Traditionsvereine handelt es sich um unfairen Wettbewerb, wenn Vereine quasi aus dem Nichts von schwerreichen Geldgebern bis in die oberen Regionen der Bundesliga oder gar in die europ\u00e4ischen Klubwettbewerbe gef\u00fchrt werden und dabei etablierte Kr\u00e4fte verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Nun kann man lange dar\u00fcber streiten, welchen Unterschied es macht, ob auf der einen Seite Traditionsvereine lukrative Sponsoring-Vertr\u00e4ge abschlie\u00dfen oder auf der anderen Seite \u201eEmpork\u00f6mmlinge\u201c einen starken Geldgeber haben. In beiden F\u00e4llen regiert das Geld die Fu\u00dfballwelt. W\u00e4hrend im ersten Fall zun\u00e4chst der sportliche Erfolg und \u2013 daraus resultierend \u2013 anschlie\u00dfend das Geld kam, ist es im zweiten Fall genau umgekehrt: erst das Geld, dann der sportliche Erfolg. Ob der eine oder aber der andere Fall besser ist, soll an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. In wettbewerbs\u00f6konomischer Terminologie geht es prim\u00e4r darum, die Liga offen zu halten und dadurch den Marktzutritt von Outsidern zu erm\u00f6glichen. Regeln, die den Insidern (den Traditionsvereinen) das Leben erleichtern, widersprechen dem Wettbewerbsgedanken. Insofern ist Finanzregulierung, die den etablierten Klubs Wettbewerbsvorteile verschafft, prinzipiell mit Argusaugen zu betrachten. Dies gilt prinzipiell sowohl f\u00fcr die deutsche 50+1-Regel, mit der verhindert werden soll, dass Investoren die Mehrheit der Stimmrechte an einer Kapitalgesellschaft erwerben, als auch f\u00fcr das europ\u00e4ische Financial Fair Play, mit dem die UEFA den Einfluss externer Geldgeber und finanzielle Exzesse im Fu\u00dfball allgemein zu begrenzen versucht.<a title=\"\" href=\"#_edn4\">[iv]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Fu\u00dfballfans sind keine gew\u00f6hnlichen Konsumenten<\/b><\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnte die Geschichte zu Ende sein. Doch w\u00e4re die Geschichte zu kurz erz\u00e4hlt, denn sie enth\u00e4lt noch nicht die Eigenarten der Fans. Fu\u00dfballfans sind keine Konsumenten, wie man sie aus dem Lehrbuch kennt. Konsumenten haben Wahlm\u00f6glichkeiten, f\u00fcr sie sind Produkte weitgehend austauschbar.<a title=\"\" href=\"#_edn5\">[v]<\/a> Fans hingegen haben solche Wahlm\u00f6glichkeiten nicht, denn sie sind \u2013 quasi lebenslang \u2013 festgelegt auf einen bestimmten Klub. Kein Fan wechselt zu einem anderen Verein, nur weil sein Lieblingsklub schlechte Leistungen abliefert oder in der sportlichen Versenkung verschwindet. So ist zum Beispiel das Stadion des Bundesliga-Gr\u00fcndungsmitglieds HSV praktisch immer ausverkauft, obwohl die sportlichen Leistungen schon lange nicht mehr den Anspr\u00fcchen des Klubs und seiner Fans gen\u00fcgen. Mehrere Tausend HSV-Fans begleiten ihre Mannschaft auch zu den Ausw\u00e4rtsspielen. Dagegen haben sportlich wesentlich erfolgreichere Bundesliga-Neulinge wie die TSG Hoffenheim eine vergleichsweise vernachl\u00e4ssigbare Fan-Basis \u2013 bei Ausw\u00e4rtsspielen lassen sich die mitgereisten Fans oft an wenigen H\u00e4nden abz\u00e4hlen. Auch die TV-Einschaltquoten zeigen, dass das Fan-Interesse stark vereinsgebunden ist und nicht prim\u00e4r vom aktuellen sportlichen Erfolg abh\u00e4ngt. Daraus folgt: F\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg einer Liga ist es keineswegs unerheblich, aus welchen Vereinen die Liga zusammengesetzt ist. W\u00fcrden im Extremfall alle etablierten Fu\u00dfballclubs von Investorenprojekten aus der Liga gedr\u00e4ngt, dann w\u00fcrde das Zuschauerinteresse erlahmen, denn ein Gro\u00dfteil der Fans w\u00fcrde sich von einer Liga abwenden, in der ihr Lieblingsclub nicht mehr zuhause ist.<\/p>\n<p>Die These \u201eWir sind die Traditionsvereine von morgen\u201c, die man aus den aufstrebenden, kapitalstarken Klubs gelegentlich h\u00f6rt, klingt zwar gut, aber sie ist nicht gut begr\u00fcndet. Sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung funktioniert in der herk\u00f6mmlichen Wirtschaft, im Fu\u00dfball ist das Konzept kaum tauglich. Aufstrebende Klubs haben kurz-, mittel- und vermutlich sogar langfristig allenfalls die M\u00f6glichkeit, bei den mehr oder minder neutralen Fu\u00dfballinteressierten zu punkten. Im Gegensatz zu den Fans sind neutrale Fu\u00dfballinteressierte nicht auf einen bestimmten Klub festgelegt und entsprechen damit eher dem klassischen Konsumenten, f\u00fcr den in erster Linie eine hohe Produktqualit\u00e4t wichtig ist.<\/p>\n<p>Ohne die Leidenschaft der echten Fans, die ma\u00dfgeblich zum Unterhaltungswert beitragen, w\u00e4re der Fu\u00dfball nicht das Massenspektakel, das er heute ist. Emotionslose Fu\u00dfball-Interessierte, die ger\u00e4uschlos einfach nur guten Fu\u00dfball sehen wollen, denen aber sonst alles egal ist, reichen nicht aus. Zugespitzt kann man formulieren: Der Fu\u00dfballfan ist Verbraucher und Produzent zugleich \u2013 denn die Fans steuern einen wichtigen Teil zum Unterhaltungsprodukt Fu\u00dfball bei. Deshalb konnte sich der Fu\u00dfball noch nie leisten, die Fans im Zuge der Kommerzialisierung nachhaltig vor den Kopf zu sto\u00dfen. Eine nachhaltige, intertemporale Maximierung der Liga-Gesamterl\u00f6se geschieht \u00fcber die St\u00e4rkung der langfristigen Fan-Basis und nicht \u00fcber wankelm\u00fctige Investoren.<\/p>\n<p>Die Kommerzialisierung des Fu\u00dfballs war immer eine Gratwanderung zwischen den wirtschaftlichen Erfordernissen auf der einen und dem Bewahren der Fu\u00dfballtradition auf der anderen Seite. Dabei hat sich gezeigt, dass sich auch die Traditionalisten und Fans sukzessive an Ver\u00e4nderungen gew\u00f6hnen k\u00f6nnen. Bislang ist es den Verantwortlichen im deutschen und im internationalen Fu\u00dfball jedenfalls erstaunlich gut gelungen, das Rad der Ver\u00e4nderung nicht zu \u00fcberdrehen.<a title=\"\" href=\"#_edn6\">[vi]<\/a> Der steigende Einfluss externer Geldgeber d\u00fcrfte deshalb auch pauschal weder Fluch noch Segen sein. Ein gangbarer Weg w\u00e4re, den Fu\u00dfball f\u00fcr externe Geldgeber weiter zu \u00f6ffnen, ohne dabei die Besonderheiten des Fu\u00dfballs, insbesondere die Besonderheiten der Fans zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Gefangenendilemma?<\/b><\/p>\n<p>Letztlich w\u00fcrden die etablierten Klubs wohl ohnehin nicht tatenlos zusehen, wenn sich immer mehr Empork\u00f6mmlinge mit Investorengeldern vollsaugen und so die Platzhirsche verdr\u00e4ngen. Je mehr Klubs diesen Weg gehen, desto st\u00e4rker fallen solche Klubs zur\u00fcck, die sich \u2013 aus Tradition und\/oder aus \u00dcberzeugung \u2013 den externen Geldfl\u00fcssen verschlie\u00dfen. Nach und nach w\u00fcrden aber wohl auch diese Klubs den Angriff ihrerseits mit Investorengeldern kontern. Es kann also zu einer Situation kommen, die zwar kaum jemand wollte (die also kollektiv irrational ist), die aber aus Sicht des einzelnen Klubs nachvollziehbar (also individuell rational) ist.<a title=\"\" href=\"#_edn7\">[vii]<\/a> Somit ist denkbar, dass in 10 Jahren praktisch alle Erst- und Zweitligisten externe Eigenkapitalgeber haben. Ob sich die finanzielle und sportliche Stabilit\u00e4t der Liga dadurch erh\u00f6ht oder ob sich die Schere weiter \u00f6ffnet, ist v\u00f6llig offen. Sofern sich die Zuschauer nicht massenweise von einer solchen \u201eInvestoren-Liga\u201c mit Schrecken abwenden, ist schon heute sicher, wer die Gewinner sein werden: zuallererst die Fu\u00dfball-Spieler und die Trainer, aber auch die Betreuerst\u00e4be und Funktion\u00e4re. Denn der Geldkreislauf w\u00fcrde durch externe Kapitalgeber noch weiter aufgepumpt und die Geh\u00e4lter w\u00fcrden weiter in die H\u00f6he schnellen.<\/p>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref1\">[i]<\/a> Vgl. dazu ausf\u00fchrlich: Chemnitzer\/Lei\u00dfle\/Quitzau (2015), Finanzierung im Profifu\u00dfball \u2013 Anleihen, M\u00e4zene, Investoren &amp; Co., Berenberg Wirtschaftstrends vom 21. Januar 2015.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref2\">[ii]<\/a> Vgl. Brandmaier\/Schimany (1998), Die Kommerzialisierung des Sports, S. 20.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref3\">[iii]<\/a> Vgl. dazu ausf\u00fchrlich Budzinski\/M\u00fcller (2013), Finanzregulierung und internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit: Der Fall Deutsche Bundesliga, S. 261-290, in: Wettbewerb und Regulierung in Medien, Politik und M\u00e4rkten, Dewenter\/Haucap\/Kehder (Hrsg.).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref4\">[iv]<\/a> Vgl. dazu Quitzau (2013), UEFA Financial Fair Play: Katz-und-Maus-Spiel zu erwarten, \u00c2\u00a0<a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11380\">https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=11380<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref5\">[v]<\/a> Nat\u00fcrlich gibt es auch bei gew\u00f6hnlichen Konsumg\u00fctern \u00e4u\u00dferst starke Pr\u00e4ferenzen. So k\u00f6nnen zum Beispiel Automobilhersteller zumindest bei Teilen ihrer Kunden auf sehr hohe Markentreue setzen. Allerdings ist die Treue bei den Fu\u00dfballfans noch st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt (welcher Autofahrer w\u00e4re bereit, \u00fcber mehrere Jahre Woche f\u00fcr Woche von seinem Fahrzeug entt\u00e4uscht zu werden, ohne den Hersteller zu wechseln?). Zudem ist der Anteil derer, die sich partout nicht von Preis- und Qualit\u00e4tsanreizen lenken lassen und der Marke bzw. dem Klub unter allen Umst\u00e4nden treu bleiben, bei Autok\u00e4ufern deutlich geringer als bei Fu\u00dfballfans.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref6\">[vi]<\/a> Dabei profitiert der Profifu\u00dfball selbstverst\u00e4ndlich von seinen Monopolstrukturen. Es gibt nur einen Weltverband (FIFA), einen europ\u00e4ischen Ligaverband (UEFA) sowie jeweils nur eine nationale Ligastruktur. Der Fu\u00dfballfan hat also keine M\u00f6glichkeit, auf eine andere, traditioneller orientierte Fu\u00dfball-Liga auszuweichen, wenn ihm die Ver\u00e4nderungen zu weit gehen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref7\">[vii]<\/a> Vgl. auch Prigge\/V\u00f6pel (2014), Investoren und M\u00e4zene im Fu\u00dfball \u2013 eine Typologie externer Kapitalgeber, HWWI Standpunkt vom 20. Februar 2014.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es um Regulierungsfragen geht, ist jede Branche etwas Besonderes. 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