{"id":17987,"date":"2015-09-16T00:01:07","date_gmt":"2015-09-15T23:01:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=17987"},"modified":"2015-09-15T17:07:28","modified_gmt":"2015-09-15T16:07:28","slug":"grenze-zu-schengen-tot-reloaded","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=17987","title":{"rendered":"Grenze zu, Schengen tot (reloaded)"},"content":{"rendered":"<p>Vor \u00fcber vier Jahren hat der Verfasser dieser Zeilen mit einem Kollegen einen Blogbeitrag mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2011\/05\/grenze-zu-schengen-tot\/\">\u201eGrenze zu, Schengen tot\u201c<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Die damaligen Ausf\u00fchrungen zum Umgang mit Fl\u00fcchtlingen in Europa sind unver\u00e4ndert aktuell und haben in den letzten Wochen an Relevanz noch gewonnen. Es gilt unver\u00e4ndert, dass das eklatante Koordinationsversagen der EU-Mitgliedsstaaten beim Zustrom von Fl\u00fcchtlingen durch eine gesamteurop\u00e4ische Strategie zu l\u00f6sen ist. Die Suche nach einer solchen Strategie f\u00fchrt aber in ein Dilemma, das ohne ein Infragestellen des Schengen-Systems kaum aufzul\u00f6sen ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Die immer wiederkehrende Fl\u00fcchtlingsfrage in Europa<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem gro\u00dfz\u00fcgigen Willkommensgru\u00df der Kanzlerin an die B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge aus Syrien und ihrem Mut machenden \u201eWir schaffen das schon\u201c an die eigene Bev\u00f6lkerung, hat Innenminister de Maizi\u00c3\u00a8re in Absprache mit der Kanzlerin, den Innenministern der L\u00e4ndern und der \u00f6sterreichischen Regierung am vergangenen Montag doch die Rei\u00dfleine ziehen m\u00fcssen. \u00dcberraschend verk\u00fcndete er, dass Deutschland die Freiz\u00fcgigkeit in der EU an seiner Au\u00dfengrenze zu \u00d6sterreich, dem wichtigsten Transitland f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, au\u00dfer Kraft setzt und Grenzkontrollen einf\u00fchrt. Diese Ma\u00dfnahme hat Europa \u00fcberrascht und sowohl zu zustimmendem Verst\u00e4ndnis als auch zu viel Kritik gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Diskussion, ob das Schengener Abkommen mit seiner zentralen Eigenschaft, der M\u00f6glichkeit des freien Grenz\u00fcbertritts innerhalb der Mitgliedsstaaten, im Angesicht starker illegaler Zuwanderung eingeschr\u00e4nkt werden sollte, gibt es schon so lange, wie das Schengener Abkommen existiert. So forderte beispielsweise vor neun Jahren eine Gruppe von acht s\u00fcdeurop\u00e4ischen EU-Mitgliedsstaaten eine solidarische Beteiligung aller EU-L\u00e4nder an den Lasten der illegalen Zuwanderung. Andersherum beklagten sich zur gleichen Zeit Deutschland und die Niederlande heftig \u00fcber Spanien, das ohne R\u00fccksprache mit den Partnerl\u00e4ndern in der EU mehrere Hunderttausend illegale Zuwanderer legalisierte und ihnen damit die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnete, ungehindert in n\u00f6rdlichere EU-L\u00e4nder weiterzuwandern.<\/p>\n<p>Vor vier Jahren waren es vor allem die Bootsfl\u00fcchtlinge aus den Staaten Nordafrikas, die durch die zunehmende politische Instabilit\u00e4t im Nachklang des Arabischen Fr\u00fchlings in \u2013 aus heutiger Sicht bescheidenem Umfang \u2013 nach Italien, Malta und Spanien kamen. Bereits dies f\u00fchrte zu schrillen innereurop\u00e4ischen Debatten, u.a. \u00fcberlegte D\u00e4nemarks rechtspopulistische Regierung, seine Grenze nach Deutschland zu schlie\u00dfen, was wiederum zu \u00dcberlegungen vor allem in Bayern f\u00fchrte, aus diesem Grund die Grenze nach \u00d6sterreich zu schlie\u00dfen. Was damals nur ein Gedankenspiel war, ist heute Realit\u00e4t.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Die deutsche Grenzschlie\u00dfung<\/strong><\/p>\n<p>Wenn nun Deutschland seine Grenze schlie\u00dft, muss es vor allem an zwei Punkten Kritik akzeptieren. Zum einen sind einseitige Grenzkontrollen im Schengen-Raum eigentlich nur bei besonderen Gefahrenlagen vorgesehen, etwa zur Terrorabwehr, und sollten insofern stets ein \u201eletztes Mittel\u201c sein. Wirtschaftliche Gr\u00fcnde wie eine finanzielle und organisatorische \u00dcberforderung bei der Fl\u00fcchtlingsaufnahme sind keine Gefahrenlage, insbesondere dann nicht, wenn man bedenkt, dass weitaus \u00e4rmere L\u00e4nder als Deutschland sehr viel mehr syrische B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge beherbergen. Zum anderen hat die kurzfristige Schlie\u00dfung der Grenzen eine problematische humanit\u00e4re Komponente, denn viele Fl\u00fcchtlinge befinden sich noch auf dem Weg nach Deutschland und stranden nun oftmals in einem geographischen und politischen Niemandsland in Osteuropa.<\/p>\n<p>Der wahre Hintergrund der deutschen Grenzschlie\u00dfungsma\u00dfnahme hat daher auch weniger mit den Regeln und Anforderungen des Schengener Abkommens zu tun als viel mehr damit, dass Deutschland ein politisches Signal an seine europ\u00e4ischen Nachbarn setzen wollte und daf\u00fcr die Schengen-Regeln bewusst ignoriert hat.<\/p>\n<p>Es ist n\u00e4mlich nicht zu \u00fcbersehen, dass viele L\u00e4nder der EU ein Deutschland mit offenen Grenzen, das die Fl\u00fcchtlingsaufnahme mehr oder weniger im Alleingang \u00fcbernimmt, durchaus zu sch\u00e4tzen wissen, weil Deutschland ihnen damit substanzielle Lasten abnimmt. Durch die Grenzschlie\u00dfung f\u00fcrchten diese L\u00e4nder, selber nicht unerhebliche Fl\u00fcchtlingszahlen aufnehmen zu m\u00fcssen. Die meisten L\u00e4nder Osteuropas sind rechtlich gesehen \u201esichere Drittstaaten\u201c oder \u201esichere Herkunftsl\u00e4nder\u201c, in denen die Anwendung des Abkommens \u00fcber die Rechtsstellung der Fl\u00fcchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten formal gew\u00e4hrleistet ist. Die riesige Zahl an Fl\u00fcchtlingen m\u00fcsste in diesen L\u00e4ndern daher eigentlich aufgenommen, registriert und versorgt werden. De facto bedeutet dies, dass die Fl\u00fcchtlinge \u2013 durchaus gegen ihren Willen \u2013 auf Dauer in diesen L\u00e4ndern verbleiben m\u00fcssten, denn derzeit gibt es keinen rechtlich verbindlichen Verteilungsmechanismus f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge innerhalb der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<p>Dies hat zwei Konsequenzen: Erstens f\u00fchren andere EU-Mitgliedsl\u00e4nder ihrerseits Grenzkontrollen ein, um die Fl\u00fcchtlinge, die in diesem unerfreulichen Spiel den \u201eSchwarzen Peter\u201c geben m\u00fcssen, m\u00f6glichst von ihrem Staatsgebiet fernzuhalten. Das Schengen-System wird dadurch nach und nach ausgeh\u00f6hlt. Zweitens kommt es zu einer impliziten Kollusion zwischen Fl\u00fcchtlingen und Regierungen der Transitstaaten wie etwa in Ungarn, wo auf eine Registrierung der Fl\u00fcchtlinge weitgehend verzichtet und diesen eine leichte Weiterreise in Richtung \u00d6sterreich und Deutschland erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Theoretische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Die tieferliegende Logik des innereurop\u00e4ischen Versagens, eine angemessene Probleml\u00f6sung in der Fl\u00fcchtlingsfrage zu finden, ist dabei denkbar einfach und aus den Wirtschaftswissenschaften wohl bekannt. Abstrahiert man von den dominierenden rechtspolitischen und humanit\u00e4ren Positionen, die die Debatte um die Aufnahme und Versorgung von Fl\u00fcchtlingen in der EU seit langem so scharf und zum Teil unvers\u00f6hnlich werden lassen und die aktuell ebenfalls wieder betont werden, dann zeigt sich in erster Linie ein fundamentaler Konstruktionsfehler der europ\u00e4ischen Zuwanderungspolitik, der ein Nebeneinander von Einzelstaatlichkeit und Vergemeinschaftung zul\u00e4sst, die zu einem Koordinationsversagen f\u00fchren. <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=13475\">Dieser Konstruktionsfehler ist auch f\u00fcr die europ\u00e4ische Finanzkrise konstitutiv, in der die Fiskalpolitik national und die Geldpolitik europ\u00e4isch geregelt wird.<\/a><\/p>\n<p>In der Zuwanderungspolitik steht es auf der einen Seite grunds\u00e4tzlich jedem Land frei, auf Basis politischer, \u00f6konomischer und humanit\u00e4rer Erw\u00e4gungen weitgehend autonom \u00fcber den Umfang an Zuwanderung zu entscheiden und Signale des Willkommens auszusenden oder auch nicht. Es kann also genauso gut eine aktive Zuwanderungspolitik wie auch eine Abschottung (unter Tolerierung einer nie g\u00e4nzlich vermeidbaren illegalen Zuwanderung) w\u00e4hlen. Auf der anderen Seite stehen die gemeinschaftlichen Regelungen des Schengener Abkommens. Diese f\u00fchren durch den Wegfall der Grenzkontrollen zwischen den Mitgliedsstaaten dazu, dass eine Weiterwanderung in ein anderes Mitgliedsland relativ problemlos m\u00f6glich ist. Der Zustrom nach Deutschland erfolgte ja gerade \u00fcber das Gebiet \u201esicherer\u201c Drittstaaten und \u00fcber die offenen Grenzen zwischen diesen Staaten und Deutschland.<\/p>\n<p>Diese Weiterwanderung kommt aus \u00f6konomischer Sicht einem grenz\u00fcberschreitenden \u201eSpillover\u201c auf die Partnerl\u00e4nder gleich. Dementsprechend hat jegliche Politik der Sicherung der EU-Au\u00dfengrenzen (etwa in Form von Kontrollen der Fluchtwege \u00fcber das Mittelmeer oder die Balkanroute) oder die Aufnahme und Versorgung von Fl\u00fcchtlingen (etwa in einem Drittstaat) den Charakter eines \u00f6ffentlichen Gutes mit der Konsequenz, dass daraus ein \u201eTrittbrettfahrerverhalten\u201c der beteiligten Staaten resultieren kann.<\/p>\n<p>Konkret bedeutet dies einerseits, dass jede eigene Anstrengung eines Landes, den Ansturm von Migranten durch eigene Ma\u00dfnahmen der Grenzsicherung einzud\u00e4mmen, nicht nur in dem Land selbst wirkt, sondern \u00fcber eine geringere Weiterwanderung auch eine positive Wirkung auf andere L\u00e4nder der EU hat, ohne dass diese daf\u00fcr finanziell in Vorlage treten m\u00fcssten. Ein solches Szenario erkl\u00e4rt die langj\u00e4hrigen Klagen Italiens, das der Rest Europas die Sicherung der Seewege nur unzureichend unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Andererseits bedeutet Angela Merkels Signal an die Fl\u00fcchtlinge, dass diese sich auf Deutschland konzentrieren und andere EU-Mitglieder nicht aufsuchen. Diese Staaten profitieren also \u2013 wiederum ohne eigenen Beitrag \u2013 von Deutschlands Gro\u00dfz\u00fcgigkeit. Zugleich kann Deutschland realistischerweise nicht damit rechnen, dass es vom \u2013 trittbrettfahrenden \u2013 Rest Europas unterst\u00fctzt wird. Mit anderen Worten: Je st\u00e4rker sich ein Land im Norden Europas f\u00fcr und sich ein Land im S\u00fcden oder S\u00fcdwesten Europas gegen Fl\u00fcchtlinge engagiert, desto geringer wird die Belastung der jeweils anderen EU-Mitgliedsl\u00e4nder durch Zuwanderer oder finanzielle Beitr\u00e4ge zur gemeinsamen Grenzsicherung ausfallen.<\/p>\n<p>Nach der klassischen Theorie der \u00f6ffentlichen G\u00fcter bzw. der positiven Externalit\u00e4ten hat dies eine Unterbereitstellung des jeweiligen \u201eGutes\u201c zur Folge, weil die handelnden Staaten nur ihre nationalen Kosten und Nutzen der Fl\u00fcchtlingspolitik abw\u00e4gen, ohne die positiven Wirkungen auf andere L\u00e4nder einzubeziehen. Die Konsequenz ist eine ineffiziente Fl\u00fcchtlingspolitik mit einer zu geringen Grenzsicherung (in einem weiten Sinne, der auch die Vermeidung von Migration z.B. durch Entwicklungshilfe umfassen kann) oder einer zu geringen Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen.<\/p>\n<p>Nach derselben klassischen Theorie k\u00f6nnen durch geeignete Ma\u00dfnahmen auch L\u00f6sungsans\u00e4tze herausgearbeitet werden, die im Folgenden zu diskutieren sein werden.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>M\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p>Hierzu ist zun\u00e4chst anzumerken, dass sich die Lage in Europa \u2013 anders als in der Vergangenheit (und im vier Jahre alten Blogbeitrag) \u2013 inzwischen so zugespitzt und durch die Grenzschlie\u00dfungsma\u00dfnahme der Deutschen ver\u00e4ndert hat, dass ein weiteres Aussitzen des Koordinierungsproblems nicht mehr m\u00f6glich ist. Europa ist zu einer politischen Antwort gezwungen. Beobachtbar ist bereits jetzt, dass die beteiligten L\u00e4nder versuchen, sich in eine aussichtsreiche Verhandlungsposition im Poker um die zuk\u00fcnftige europ\u00e4ische Zuwanderungspolitik und eine damit m\u00f6glicherweise verbundene finanzielle Lastenteilung zu bringen.<\/p>\n<p>Nach einer ersten, wenig \u00fcberraschenden Vertagung der Entscheidung \u00fcber diese Frage deutet sich an, dass es bestenfalls zu einem innereurop\u00e4ischen Verteilungsschl\u00fcssel f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge kommen wird. Diese L\u00f6sung ist halbherzig und wird nicht zu einem nachhaltigen Erfolg f\u00fchren, sie ist aber politisch am ehesten durchsetzbar. Praktisch geht eine solche L\u00f6sung mit zahlreichen Problemen einher, weil die Verteilung der Fl\u00fcchtlinge \u00fcberwiegend als willk\u00fcrlich empfunden werden wird \u2013 und zwar von den Fl\u00fcchtlingen selbst wie auch von den meisten aufnehmenden L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Durch die offenen Grenzen des Schengen-Raums und durch eine geringe Willkommensbereitschaft wird es wiederum zu einer impliziten Kollusion kommen, so dass die Fl\u00fcchtlinge sich nach einer kurzen Wartezeit \u2013 legal oder illegal \u2013 in ihr eigentliches Wunschzielland begeben werden. An der urspr\u00fcnglichen Allokation der Fl\u00fcchtlinge wird sich also nichts \u00e4ndern, lediglich eine massive Fl\u00fcchtlings- und Fl\u00fcchtlingskontrollb\u00fcrokratie wird entstehen. Verhindern lie\u00dfe sich dies nur durch eine konsequente Sicherung der innereurop\u00e4ischen Grenzen, also dem Ende des Schengener Abkommens, durch die die zweite innereurop\u00e4ische Wanderungsrunde verhindert w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Spielt man dagegen die klassischen L\u00f6sungen des Trittbrettfahrerproblems durch, so sind diese ebenfalls wenig \u00fcberzeugend. Eine M\u00f6glichkeit best\u00fcnde darin, ein Finanzausgleichssystem einzuf\u00fchren, bei dem L\u00e4nder, die eine sehr hohe Zahl von Fl\u00fcchtlingen aufnehmen, von L\u00e4ndern mit wenigen Fl\u00fcchtlingen kompensiert werden. Hier stellt sich zun\u00e4chst die nicht triviale Frage nach dem Kriterium, das bestimmt, wann ein Land eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Fl\u00fcchtlingszahl aufnimmt und Anrecht auf Kompensation hat. Gilt hier bereits ein europ\u00e4ischer (noch mit dem \u00fcblichen Streit zu verhandelnder) Verteilungsschl\u00fcssel oder sind entsprechend aktuellem Rechtsstand die L\u00e4nder, in denen ein Fl\u00fcchtling erstmals die EU betritt, die relevante Bezugsgr\u00f6\u00dfe? Werden die Fl\u00fcchtlinge aus den Aufnahmeeinrichtungen einfach in ein bestimmtes Mitgliedsland gem\u00e4\u00df Verteilungsschl\u00fcssel weitergeschickt, das dann die Kompensation erh\u00e4lt, aus dem die Fl\u00fcchtlinge aber im ungesicherten Schengen-Raum schnell wieder abwandern? Muss ein Fl\u00fcchtling erst eine gewisse Zeit (wie lange?) in einem Land leben, ehe eine Ausgleichszahlung erfolgt? Schie\u00dfen L\u00e4nder die Kosten der Unterbringung auch dann vor, wenn die Fl\u00fcchtlinge vor Ablauf der Frist abwandern? Erneut stellt sich das Problem, dass die Fl\u00fcchtlinge \u201emit den F\u00fc\u00dfen abstimmen\u201c werden, wohin sie innerhalb der EU ziehen wollen, und dies im Schengen-Raum auch problemlos k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die andere klassische L\u00f6sungsm\u00f6glichkeit w\u00e4re eine Zentralisierung der Entscheidungskompetenz \u00fcber die Zuwanderungspolitik und die innereurop\u00e4ische Verteilung von Fl\u00fcchtlingen bei der EU bzw. der Europ\u00e4ischen Kommission. Dieser Ansatz beinhaltet die Annahme, dass es einen sozialen europ\u00e4ischen Zentralplaner gibt, der in der Lage ist, eine optimale Zuwanderung und Fl\u00fcchtlingsallokation f\u00fcr 28 Mitgliedsstaaten der EU durchzuf\u00fchren. Die Informationsprobleme f\u00fcr einen solchen Planer sind jedoch enorm. Er m\u00fcsste eine gesamteurop\u00e4isch optimale Fl\u00fcchtlingszahl nach Europa lassen, die er dann gem\u00e4\u00df den nationalen Pr\u00e4ferenzen auf die Mitgliedsl\u00e4nder verteilt, und dabei noch die individuellen Pr\u00e4ferenzen der Fl\u00fcchtlinge ber\u00fccksichtigen, damit diese sp\u00e4ter nicht innerhalb der EU weiterwandern (alternativ k\u00f6nnte wiederum das Schengener Abkommen beendet werden). Eine solche L\u00f6sung kann weder gewollt sein noch ist sie in irgendeiner Weise realistisch.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kann auch noch eine Variante des Finanzausgleichssystems \u00fcberlegt werden, die am Coase-Theorem ankn\u00fcpft, das (unter bestimmten Bedingungen) effiziente L\u00f6sungen beim Vorliegen von Externalit\u00e4ten auch dann erm\u00f6glicht, wenn vom Verursacherprinzip abgewichen wird. Dies bedeutet, dass nicht zwangsl\u00e4ufig ein Land wie Deutschland f\u00fcr die Aufnahme von besonders vielen Fl\u00fcchtlingen kompensiert werden muss, sondern dass Deutschland andere L\u00e4nder daf\u00fcr bezahlt, dass sie die Fl\u00fcchtlinge nicht weiterwandern lassen. Auch auf diese Weise k\u00f6nnte eine effiziente Verteilung der Fl\u00fcchtlinge in Europa \u2013 ohne Grenzschlie\u00dfungen \u2013 erreicht werden, auch wenn der deutsche Steuerzahler davon wenig begeistert sein d\u00fcrfte (es sei aber darauf hingewiesen, dass es lange Zeit g\u00e4ngige Praxis war, die L\u00e4nder Nordafrikas darin zu unterst\u00fctzen, die Fl\u00fcchtlinge gar nicht erst an die Str\u00e4nde des Mittelmeers gelangen zu lassen). An dem grunds\u00e4tzlichen Problem, dass die Zuwanderer nicht in den unterst\u00fctzten L\u00e4ndern bleiben wollen und fr\u00fcher oder sp\u00e4ter \u00fcber die offenen Grenzen nach Deutschland weiterwandern werden, \u00e4ndert dies freilich nichts.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die vorherigen \u00dcberlegungen zeigen, dass es angesichts der \u00d6ffentliches-Gut-Problematik in der Fl\u00fcchtlingspolitik gepaart mit einem Informationsproblem, das aus der Unklarheit \u00fcber die Migrationsbewegungen \u00fcber ungesicherte Binnengrenzen folgt, keine einfache L\u00f6sung f\u00fcr eine effiziente Verteilung von Fl\u00fcchtlingen in Europa und f\u00fcr eine geeignete Grenzsicherung gibt. Die Hoffnung, dass ein europ\u00e4ischer Gipfel der Staats- und Regierungschefs eine nachhaltige L\u00f6sung herbeif\u00fchren k\u00f6nnte, ist daher illusorisch. Zwar wird es zu einer \u201epolitischen\u201c L\u00f6sung kommen, die jedoch weder nachhaltig noch effizient sein wird, weil die Einschr\u00e4nkung der Freiz\u00fcgigkeit im Schengen-Raum \u2013 aus gutem Grund \u2013 keine Option sein wird. Letztendlich werden daher die L\u00e4nder mit der h\u00f6chsten Aufnahmebereitschaft f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus humanit\u00e4ren, aber eventuell auch eigenn\u00fctzigen (z.B. demographischen) Gr\u00fcnden auch den Gro\u00dfteil der anfallenden Lasten stemmen. Deutschland wird sich hierauf trotz der eher symbolischen Grenzschlie\u00dfung einstellen m\u00fcssen. Vor diesem Hintergrund ist der Willkommensgru\u00df der Kanzlerin an die Fl\u00fcchtlinge eine ebenso pragmatisch-realistische wie politisch angemessene Geste gewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Referenzen zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p>Haake, Claus-Jochen; Krieger, Tim; Minter, Steffen (2010b): <a href=\"http:\/\/www.cidob.org\/en\/content\/download\/24457\/278620\/file\/m_shaping_normative.pdf\">External Border Enforcement, Public Goods and Burden Sharing Mechanisms in the EU<\/a>, in: R. Zapata-Barrero (ed.): Shaping the Normative Contours of the European Union: A Migration-Border Framework, Cidob Foundation Edition, Barcelona, 2010, S. 57-78.<\/p>\n<p>Haake, Claus-Jochen; Krieger, Tim; Minter, Steffen (2013): <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/271065058_On_the_institutional_design_of_burden_sharing_when_financing_external_border_enforcement_in_the_EU\">On the Institutional Design of Burden Sharing when Financing External Border Enforcement in the EU<\/a>. International Economics and Economic Policy 10(4), S. 583-612.<\/p>\n<p>Krieger, Tim; Minter, Steffen (2007\/2009): <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/271065058_On_the_institutional_design_of_burden_sharing_when_financing_external_border_enforcement_in_the_EU\">Immigration Amnesties in the Southern EU Member States &#8211; A Challenge for the Entire EU?<\/a> Romanian Journal of European Studies Nr. 5-6\/2007 (erschienen 2009), S. 15-32.<\/p>\n<p>Mayr, Karin; Minter, Steffen; Krieger, Tim (2012): <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/228309190_Policies_on_Illegal_Immigration_in_a_Federation\">Policies on Illegal Immigration in a Federation<\/a>. Regional Science and Urban Economics 42(1-2), S. 153-165.<\/p>\n<p>Minter, Steffen (2015): <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=Ag9iHy88W68C&amp;pg=PP1&amp;lpg=PP1&amp;dq=steffen+minter+irregular+immigration&amp;source=bl&amp;ots=MejNucR-6w&amp;sig=nM_Gi_OYmXpZeyhqU-LJN33Y9vM&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0CEMQ6AEwBGoVChMIi8zn5a32xwIVBFwaCh1sPQUe#v=onepage&amp;q=steffen%20minter%20irregular%20immigration&amp;f=false\">Irregular Migration<\/a>. Mohr Siebeck, T\u00fcbingen 2015.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/5ed05acf46924e76888238238e7f6836\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor \u00fcber vier Jahren hat der Verfasser dieser Zeilen mit einem Kollegen einen Blogbeitrag mit dem Titel \u201eGrenze zu, Schengen tot\u201c ver\u00f6ffentlicht. 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