{"id":18077,"date":"2015-10-26T07:23:43","date_gmt":"2015-10-26T06:23:43","guid":{"rendered":"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18077"},"modified":"2019-10-10T15:56:00","modified_gmt":"2019-10-10T14:56:00","slug":"saekulare-stagnation-2staats-verschuldung-als-wachstums-bremsepolitik-und-notenbanken-verschleppen-den-strukturwandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18077","title":{"rendered":"<small>S\u00e4kulare Stagnation (2) <\/small><br>(Staats-)Verschuldung bremst Wachstum <br><font size=3; color=grey>Sind die Zinsen zu niedrig?<\/font>"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>\u201e(Public debt) is one of the most terrible scourges which was ever invented to afflict a nation.\u201c <\/em><em>(David Ricardo, 1820)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Totgesagte leben bekanntlich l\u00e4nger. Das gilt auch f\u00fcr den Keynesianismus. Er gewinnt gegenw\u00e4rtig wieder an Boden in Politik und Wissenschaft. Eingefleischte Keynesianer erwecken den Eindruck, es mangele immer und \u00fcberall an Nachfrage. Es ist unbestritten, eine zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage f\u00fchrt zu zyklischer Arbeitslosigkeit. Die Kapitalm\u00e4rkte versagen, zu hohe Realzinsen behindern die notwendige Anpassung an neue wirtschaftliche Gegebenheiten. Arbeit und Kapital werden tempor\u00e4r arbeitslos. Allerdings ist es verwegen, andauerndes an\u00e4misches Wachstum zyklisch zu erkl\u00e4ren. Die keynesianische Variante der s\u00e4kularen Stagnation, wie sie vom Harvard-\u00d6konomen Lawrence Summers medienwirksam in Umlauf gebracht wurde, ist allenfalls \u201eHandelsklasse C\u201c. Wie schnell L\u00e4nder l\u00e4ngerfristig wachsen, h\u00e4ngt von der Menge und der Qualit\u00e4t der Produktionsfaktoren ab. Eine wichtige Rolle spielt allerdings auch die private und staatliche Verschuldung eines Landes. Diese strukturalistische Position wird prominent von der Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vertreten. Sie war auch schon lange vor der Finanzkrise der Meinung, dass zu niedrige Zinsen das wirtschaftliche Wachstum bremsen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Verschuldung w\u00e4chst \u00fcberall<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00d6lpreiskrisen in der Mitte der 70er Jahre brachten den ersten gravierenden Einbruch des wirtschaftlichen Wachstums in der Nachkriegszeit. Sie waren auch eine Z\u00e4sur in der Staatsverschuldung. Nachdem die Politik der reichen L\u00e4nder seit den 50er Jahren die hohen Schuldenquoten der Kriegszeit signifikant verringert hatte, w\u00e4chst die staatliche Verschuldung seither wieder stark an. Unterbrochen wurde dieser Anstieg des Lebens auf Kosten k\u00fcnftiger Generationen nur um die Jahrtausendwende. Aber nicht nur der Staat finanzierte steigende Ausgaben immer \u00f6fter mit wachsender Verschuldung. Auch private Haushalte, Unternehmen und Finanzinstitutionen standen bald auf den privaten Kapitalm\u00e4rkten immer st\u00e4rker in der Kreide. Die nach wie vor nicht ausgestandene Finanzkrise konnte den Trend eines Lebens auf Pump nicht aufhalten. Vor allem die externe Verschuldung von Staaten und Privaten im Ausland wuchs mit rasantem Tempo. Daran hat auch der heftige Schock der Finanzkrise nicht wirklich etwas ge\u00e4ndert (<a href=\"http:\/\/www.bis.org\/events\/conf140626\/rogoff_paper.pdf\">Stephanie Lo und Kenneth Rogoff<\/a>). Es ist bisher weder den Staaten noch den Privaten gelungen, die \u201eBilanzen\u201c wieder in Ordnung zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/staatsschuld1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Staatsschulden\" src=\"\/wordpress\/bilder\/staatsschuld1.png\" alt=\"Staatsschulden\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Der keynesianische Virus ist eine treibende Kraft der wachsenden staatlichen Verschuldung. Egal ob es sich um zyklische Schwankungen oder ein schw\u00e4cheres wirtschaftliches Wachstum handelt, f\u00fcr die Politik scheint es nur eine Medizin zu geben: Mehr schuldenfinanzierte staatliche Nachfrage. Diese Therapie kann bei zyklischen Problemen anschlagen, auch wenn neo-ricardianisches Verhalten die Wirksamkeit der Medizin stark einschr\u00e4nkt. Sicher ist nur eines: Der staatliche Schuldenberg w\u00e4chst immer weiter. Ein Grund ist, dass die Politik in wirtschaftlich besseren Zeiten die Schulden nicht tilgt. Die keynesianische Medizin ist allerdings wirkungslos, wenn sie eingesetzt wird, das wirtschaftliche Wachstum zu st\u00e4rken. Dann entfacht Nachfragepolitik allenfalls ein Strohfeuer. Die strukturellen Probleme auf der Angebotsseite bleiben. Das ist in Zeiten eines forcierten strukturellen Wandels fatal. Es spricht einiges daf\u00fcr, dass der industrielle Sektor in den reichen L\u00e4ndern im Sterben liegt. Der Dienstleistungssektor w\u00e4chst zwar. Er ist aber oft (noch) nicht in der Lage, vor allem die L\u00fccke bei der Besch\u00e4ftigung zu schlie\u00dfen. Mit immer neuen kreditfinanzierten Ausgaben versucht die Politik, den unvermeidlichen Strukturwandel abzufedern.<\/p>\n<p>In dieser strukturell prek\u00e4ren Situation setzt die Politik auch die Notenbanken unter Druck. Sie dr\u00e4ngt sie, die Zinsen zu senken, um so die Kreditvergabe an Private zu stimulieren. Eine Politik des extrem leichten Geldes wurde weltweit allerdings schon vor der Finanzkrise von den Zentralbanken gefahren. Und sie ist auch heute wieder en vogue. Mit der Politik des \u201equantitative easing\u201c wurden neue Varianten einer ultra-expansiven Geldpolitik installiert. Niedrige Zinsen verst\u00e4rken f\u00fcr Staaten, private Haushalte und Unternehmen die Anreize, sich zu verschulden. Das ist nicht ohne Gefahren. Die staatlichen Schuldenquoten steigen an, die externe Verschuldung nimmt zu. Aber auch private Haushalte und Unternehmen stehen immer tiefer in der Kreide. Die Leverage-Ratio steigt an (<a href=\"http:\/\/www.bis.org\/publ\/arpdf\/ar2015_ec.pdf\">BIZ, 2015<\/a>). \u00dcberall steigen die Belastungen durch den Schuldendienst (Zinsen und Tilgung). Das ist solange kein gro\u00dfes Problem, wie die Wirtschaft floriert. Gef\u00e4hrlich wird es allerdings bei negativen exogenen Schocks. Dann sind die Schulden von Staaten, privaten Haushalten und Unternehmen oft schnell nicht mehr tragf\u00e4hig. Nur ein \u201edeleveraging\u201c kann dann helfen. Das st\u00fcrzt die L\u00e4nder aber kurzfristig noch tiefer in die Krise und verlangsamt den Aufschwung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Schulden bremsen Wachstum<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nach wie vor strittig, was die niedrigen Zinsen im Vorfeld der Finanzkrise verursacht hat. Die einen, wie Ben Bernanke, schw\u00f6ren auf reale Faktoren, wie etwa eine Sparschwemme. Andere, wie die BIZ, sind fest davon \u00fcberzeugt, dass die Notenbanken mit ihrer expansiven Geldpolitik ein Niedrigzinsumfeld schufen. Unstrittig ist, extrem niedrige Zinsen haben die exzessive Verschuldung von Staaten, privaten Haushalten und Unternehmen befeuert. In der Zeit nach der Finanzkrise ist die Ursache niedriger Zinsen weniger kontrovers. Es sind die Notenbanken weltweit, die mit einer ultra-expansiven Geldpolitik die Zinsen seither nahe der Null-Zins-Grenze halten. Es nimmt nicht wunder, dass sich an der hohen Verschuldung seit der Finanzkrise <a href=\"http:\/\/www.bis.org\/events\/conf140626\/rogoff_paper.pdf\">nicht viel ge\u00e4ndert hat<\/a>. Die staatliche Verschuldung hat fast \u00fcberall sogar weiter zugenommen. Nur in den USA sind heute die privaten Haushalte und der Finanzsektor signifikant weniger verschuldet als vor der Finanzkrise. Die Verschuldung der Unternehmen au\u00dferhalb des Finanzsektors ist nur in Gro\u00dfbritannien sp\u00fcrbar zur\u00fcckgegangen. In den USA ist sie weiter gestiegen.<\/p>\n<p>Der steigende Verschuldungsgrad von Staat, privaten Haushalten und Unternehmen bleibt nicht ohne Folgen f\u00fcr das wirtschaftliche Wachstum. Er wirkt allerdings nicht, wie Neo-Keynesianer vermuten, \u00fcber die Nachfrage-, sondern \u00fcber die Angebotsseite. Der wichtigste Treiber des Wachstums der Pro-Kopf-Einkommen ist die Wachstumsrate der Arbeitsproduktivit\u00e4t. Eine Politik extrem niedriger Zinsen leitet die Ressourcen in weniger produktive Verwendungen. Sie wandern in Bereiche, die von sinkenden Zinsen besonders profitieren. Der Bausektor z\u00e4hlt dazu. Er ist besonders zinsreagibel. Auch der Finanzsektor profitiert stark. Seine Gesch\u00e4fte expandieren. Beide Sektoren sind aber in reichen L\u00e4ndern langfristig relativ wenig produktiv (<a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=15182\">Jan Weitzel<\/a>). Die Folgen der <a href=\"http:\/\/www.bis.org\/publ\/arpdf\/ar2015_ec.pdf\">Fehlallokation<\/a> zeigen sich im Schulden-Zyklus sowohl vor als auch nach der Krise. Vor allem nach Finanzkrisen sind die allokativen Verluste besonders hoch. Arbeitsproduktivit\u00e4t und Pro-Kopf-Einkommen wachsen deutlich langsamer. Die BIZ zeigt, dass die Fehlallokationen etwa Irland 1 Prozentpunkt vor der Finanzkrise und 1,8 Prozentpunkte nach der Finanzkrise an Wachstum der Arbeitsproduktivit\u00e4t gekostet haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/staatsschuld2.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Staatsschulden\" src=\"\/wordpress\/bilder\/staatsschuld2.png\" alt=\"Staatsschulden\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p>Sp\u00fcrbare Wachstumsverluste entstehen nicht nur durch zinsinduzierte allokationsverzerrende Entscheidungen privater Haushalte und Unternehmen. Sie treten auch durch die exzessive Verschuldung des Staates ein. Wie schuldenfinanzierte staatliche Ausgaben auf das wirtschaftliche Wachstum wirken, h\u00e4ngt mit davon ab, ob der Staat die finanziellen Mittel konsumtiv oder investiv verwendet. Kreditfinanzierte staatliche Investitionen leisten eher einen positiven Beitrag zum wirtschaftlichen Wachstum. Auf Pump finanzierter staatlicher Konsum schw\u00e4cht dagegen das wirtschaftliche Wachstum. Daneben wirkt der wachsende staatliche Schuldendienst wie eine Steuer auf Arbeit und Kapital. Das tut dem Wachstum der Arbeitsproduktivit\u00e4t und dem wirtschaftlichen Wachstum nicht gut. Die empirischen Ergebnisse sind eindeutig. Eine wachsende staatliche Verschuldung behindert das wirtschaftliche Wachstum (Erthle, 2015). Das gilt f\u00fcr arme wie reiche L\u00e4nder. Besonders ausgepr\u00e4gt sind die Wachstumsverluste, wenn der Schuldenstand bestimmte Grenzen \u00fcbersteigt. Der heftige Streit um die Ergebnisse von Carmen Reinhardt und Kenneth Rogoff zeigte allerdings, dass diese Grenzen nicht eindeutig zu bestimmen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/wordpress\/bilder\/staatsschuld3.png\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Staatsschulden\" src=\"\/wordpress\/bilder\/staatsschuld3.png\" alt=\"Staatsschulden\" width=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<small>&#8211; zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte auf die Grafik klicken &#8211; <\/small><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Finanzkrise war eine Z\u00e4sur f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung weltweit. In Europa verst\u00e4rkte die Euro-Krise die Probleme noch. Der wirtschaftliche Aufschwung ist auch acht Jahre nach der Lehman-Pleite schwach und fragil. Das wirtschaftliche Wachstum war allerdings schon vor der Finanzkrise blutleer. Daran sind auch Politik und Notenbanken schuld. Eine sehr expansive Geldpolitik hemmt das wirtschaftliche Wachstum und produziert (finanzielle) Krisen. Zu niedrige Zinsen verzerren die Allokation. Arbeit und Kapital werden weniger produktiv eingesetzt. Das galt schon vor der Finanzkrise und es trifft weiter zu. Mit ultra-niedrigen Zinsen schaffen die Notenbanken aber auch immer neue Anreize f\u00fcr die Politik, sich exzessiv zu verschulden. Die Politik setzt diese Mittel massiv ein, um den immer schnelleren strukturellen Wandel von der Nachfrageseite her zu bek\u00e4mpfen. Das ist falsch. Klar ist: Der <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8912\">industrielle Sektor<\/a> hat in den reichen L\u00e4ndern die Zukunft schon hinter sich. Es macht keinen Sinn, ihn mit immer neuer staatlicher Nachfrage k\u00fcnstlich am Leben zu erhalten. Strukturelle Probleme lassen sich nicht wirksam mit staatlicher Nachfrage bek\u00e4mpfen. Die Notenbanken weltweit leisten aktive Beihilfe zur strukturellen Konkursverschleppung der Politik. Das ist eine Ursache f\u00fcr das entt\u00e4uschende Wachstum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge der Serie \u201eS\u00e4kulare Stagnation\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=17829\">Angebotsdefizite bremsen Wachstum. Ist die &#8222;Eurosklerose&#8220; bald \u00fcberall?<\/a><\/p>\n<p>Norbert Berthold: <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=17427\">Nachfragemangel schw\u00e4cht langfristiges Wachstum. Gute Idee oder hei\u00dfe Luft?<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e(Public debt) is one of the most terrible scourges which was ever invented to afflict a nation.\u201c (David Ricardo, 1820) Totgesagte leben bekanntlich l\u00e4nger. Das &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18077\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e<small>S\u00e4kulare Stagnation (2) <\/small><br \/>(Staats-)Verschuldung bremst Wachstum <br \/><font size=3; color=grey>Sind die Zinsen zu niedrig?<\/font>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on wp_trim_excerpt --><!-- AddThis Related Posts generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":26080,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,10,1026,41,35],"tags":[556,59,156,1698,111],"class_list":["post-18077","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-alles","category-fiskalisches","category-nachhaltiges","category-ordnungspolitisches","category-staatliches","tag-berthold","tag-staatsverschuldung","tag-strukturwandel","tag-saekulare-stagnation","tag-wirtschaftswachstum"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>S\u00e4kulare Stagnation (2) (Staats-)Verschuldung bremst Wachstum Sind die Zinsen zu niedrig? - Wirtschaftliche Freiheit<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=18077\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"S\u00e4kulare Stagnation (2) (Staats-)Verschuldung bremst Wachstum Sind die Zinsen zu niedrig? - Wirtschaftliche Freiheit\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u201e(Public debt) is one of the most terrible scourges which was ever invented to afflict a nation.\u201c (David Ricardo, 1820) Totgesagte leben bekanntlich l\u00e4nger. 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